
Wärmepumpe 90 qm Neubau: Kosten & Förderung 2026
Bei einem 90-qm-Neubau mit Fußbodenheizung und einer Vorlauftemperatur von nur 30–35 °C erreicht eine gut dimensionierte Luft-Wasser-Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,0 bis 4,5 – das ist deutlich mehr als die Fördervoraussetzung von mindestens 3,0, setzt aber voraus, dass die Anlage auf die tatsächliche Heizlast von ca. 5 kW ausgelegt ist und nicht auf eine pauschale Faustformel, die für dieses Haus zu einer Überdimensionierung um Faktor 2 führen würde. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung ermitteln wir die exakt passende Leistungsklasse für Ihren 90-qm-Neubau und begleiten Sie mit der Fördergarantie durch den gesamten KfW-Antragsprozess.
Das Thema kurz und kompakt
Welche Heizlast hat ein 90-qm-Neubau – und was heißt das für die Wärmepumpe?
Die Dimensionierungsfrage ist bei einem 90-qm-Neubau entscheidender als bei jedem anderen Gebäudetyp: Wer hier die falsche Leistungsklasse wählt, zahlt über Jahre mit schlechterer Effizienz und höherem Verschleiß. Die gute Nachricht ist, dass die Rechnung mit konkreten Zahlen sehr klar wird.
Überschlägige Heizlast: 4,5–5,5 kW inklusive Warmwasser
Ein Neubau nach aktuellem GEG-Standard (Effizienzhaus 55) benötigt je nach Dämmqualität etwa 40–50 Watt pro Quadratmeter Heizleistung. Für 90 qm ergibt sich daraus eine reine Heizlast von 3,6–4,5 kW. Hinzu kommt der Warmwasserzuschlag von rund 1,0 kW für einen Vier-Personen-Haushalt. Die Gesamtlast liegt damit bei ca. 4,5–5,5 kW. Die passende Leistungsklasse für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist demnach 5–6 kW – das ist der unterste Rand des Marktsortiments, aber für dieses Haus vollkommen ausreichend.
Wichtig dabei: Moderne Inverter-Wärmepumpen modulieren ihre Leistung zwischen etwa 30 und 100 % der Nennleistung. Eine 6-kW-Anlage muss also bis auf ca. 1,8 kW herunterregeln können – das ist eine technische Anforderung, die nicht jedes Gerät erfüllt und die wir bei der Auswahl ausdrücklich prüfen.
Warum die Fußbodenheizung im Neubau zum Gamechanger wird
Im Neubau ist die Fußbodenheizung de facto Standard – und das ist für die Wärmepumpe ein entscheidender Vorteil. Fußbodenheizungen benötigen eine Vorlauftemperatur von nur 30–35 °C, während Heizkörper in Altbauten oft 55–70 °C verlangen. Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. In einem 90-qm-Neubau mit Fußbodenheizung erreicht eine gut dimensionierte Luft-Wasser-Wärmepumpe eine JAZ von 4,0–4,5 – das bedeutet: Für jede eingesetzte Kilowattstunde Strom liefert die Anlage 4,0 bis 4,5 kWh Wärme. Die Fördervoraussetzung von mindestens JAZ 3,0 wird damit deutlich übertroffen.
Das Überdimensionierungsrisiko: Warum ein 90-qm-Neubau besonders betroffen ist
Bei einer Heizlast von nur ca. 5 kW liegt Ihr Neubau am untersten Rand der marktgängigen Leistungsklassen. Viele Installateure empfehlen aus Gewohnheit oder Sicherheitsdenken Geräte mit 8–10 kW – das wäre für dieses Haus eine Überdimensionierung um Faktor 2. Eine zu große Wärmepumpe taktet häufig an und aus, arbeitet nie im effizienten Teillastbereich und verschleißt schneller. Die Jahresarbeitszahl sinkt, die Betriebskosten steigen. Die Lösung ist eine normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die seit 2026 ohnehin Pflichtnachweis für die Förderung ist – wir führen diese für Sie kostenlos durch.
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Was kostet eine Wärmepumpe für einen 90-qm-Neubau?
Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe im Neubau hängen stark vom gewählten System und der Leistungsklasse ab. Für einen 90-qm-Neubau mit der passenden 5–6-kW-Anlage gibt es konkrete Orientierungswerte.
Investitionskosten: Luft-Wasser-Wärmepumpe in der 5–6-kW-Klasse
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau, Warmwasserspeicher und Regelungstechnik kostet für einen 90-qm-Neubau typischerweise ca. 20.000–26.000 € als Komplettsystem. Unser Rechenbeispiel geht von 22.000 € aus – das entspricht der unteren Mitte der Marktspanne für eine normgerecht dimensionierte 5–6-kW-Anlage.
Vergleich: Luft-Wasser vs. Sole-Wasser – was lohnt sich bei 90 qm?
Für die meisten 90-qm-Neubauten ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlichere Wahl. Die Mehrkosten einer Erdwärmepumpe amortisieren sich bei dem geringen Wärmebedarf dieses Hauses kaum. Aus unserem Portfolio kommen für diese Leistungsklasse Modelle wie der Wolf CHA Monoblock oder der Bosch Compress 5800i AW in Betracht – kompakte Monoblockgeräte, die sich gut für den Neubau eignen.
Preis pro Quadratmeter: Warum kleinere Häuser relativ teurer sind
Während ein 120-qm-Neubau typischerweise eine 6–8-kW-Wärmepumpe benötigt, reicht für 90 qm eine 5–6-kW-Anlage. Die Investitionskosten sinken dadurch aber nur um ca. 2.000–4.000 €, weil die Fixkosten für Installation, Warmwasserspeicher und Regelungstechnik nahezu identisch sind. Das bedeutet: Der Preis pro Quadratmeter fällt bei kleineren Häusern höher aus. Das ist kein Nachteil der Wärmepumpe als Technologie, sondern eine strukturelle Eigenschaft aller Haustechniksysteme – und ein weiterer Grund, warum die passgenaue Dimensionierung bei 90 qm besonders wichtig ist, um keine unnötig teure Überdimensionierung zu bezahlen.
Betriebskosten und Stromverbrauch: So viel zahlen Sie im 90-qm-Neubau pro Jahr
Bei einem gut gedämmten 90-qm-Neubau ist der jährliche Energiebedarf sehr gering – das spiegelt sich direkt in den Betriebskosten wider. Die folgende Rechnung basiert auf einem Jahreswärmebedarf von 5.400 kWh (90 qm × 60 kWh/m²a inklusive Warmwasser) und einer JAZ von 4,0.
Rechenbeispiel: Betriebskosten Wärmepumpe vs. Gasheizung
Die Tabelle zeigt: Bei einem 90-qm-Neubau ist die jährliche Betriebskosten-Einsparung der Wärmepumpe gegenüber einer hypothetischen Gasheizung sehr gering – das liegt daran, dass der Gesamtenergiebedarf bereits sehr niedrig ist und der Gaspreis von 0,12 €/kWh aktuell günstig ist. Eine klassische Amortisationsrechnung über die Betriebskosten allein ergibt für dieses Szenario keine positive Zahl. Der entscheidende Vorteil der Wärmepumpe im Neubau liegt woanders: Sie ist die GEG-konforme Standardlösung ohne Zusatzaufwand, während eine reine Gasheizung im Neubaugebiet seit 2024 nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Hinzu kommt, dass der Gaspreis perspektivisch durch die steigende CO₂-Abgabe weiter steigt – was die Rechnung in Zukunft zugunsten der Wärmepumpe verschieben wird. Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.
Warmwasser als dominierender Kostenfaktor bei 90 qm
Ein Aspekt, der in den meisten Vergleichen fehlt: In einem gut gedämmten 90-qm-Neubau kann die Warmwasserbereitung bis zu 30–40 % des gesamten Jahreswärmebedarfs ausmachen. Das ist ein deutlich höherer Anteil als in größeren oder schlechter gedämmten Häusern, weil der Heizbedarf durch die gute Dämmung sehr gering ist, der Warmwasserbedarf aber von der Personenzahl abhängt und weitgehend konstant bleibt. Das hat eine direkte Konsequenz für die Systemauslegung: Die Speicherdimensionierung des Warmwasserboilers ist bei diesem Haus wichtiger als die reine Heizleistung der Wärmepumpe. Wir berücksichtigen das in der Heizlastberechnung und der Systemplanung ausdrücklich.
Förderung für die Wärmepumpe im Neubau: KfW 297/298 statt KfW 458
Die Förderlandschaft für Wärmepumpen unterscheidet sich im Neubau grundlegend vom Bestand – ein Punkt, bei dem viele Bauherren mit falschen Erwartungen in die Planung gehen. Wir klären hier auf, was tatsächlich verfügbar ist.
Warum die klassische KfW-Heizungsförderung im Neubau nicht greift
Die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) fördert ausschließlich den Heizungstausch in Bestandsgebäuden – der Bauantrag muss mindestens fünf Jahre alt sein. Für Neubauten gibt es keinen KfW-458-Zuschuss, keinen Klimageschwindigkeitsbonus und keinen Einkommensbonus auf dieses Programm. Wer als Neubauplaner von „bis zu 80 % Förderung" liest, dem sei gesagt: Diese Zahlen gelten ausschließlich für den Bestand. Für Ihren 90-qm-Neubau ist stattdessen das folgende Programm relevant.
KfW Klimafreundlicher Neubau (297/298): Zinsgünstige Kredite bis 150.000 €
Für Neubauten bietet die KfW über das Programm Klimafreundlicher Neubau (KfW 297/298) einen zinsverbilligten Kredit – keinen Zuschuss, sondern eine günstige Finanzierung. Die Kreditsumme beträgt bis zu 100.000 € pro Wohneinheit, bei Nachweis eines QNG-Siegels (Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude) sogar bis zu 150.000 €. Voraussetzung ist der Effizienzhaus-40-Standard. Wichtig: Die Förderstufe Effizienzhaus 55 ist befristet bis Ende 2026 wieder verfügbar – wer plant, sollte dieses Zeitfenster nutzen. Wir begleiten Sie durch den gesamten Antragsprozess und stellen sicher, dass Ihr Antrag vollständig und fristgerecht gestellt wird.
Heizlastberechnung nach DIN EN 12831: Seit 2026 Pflichtnachweis
Seit 2026 ist die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 für alle Förderprogramme ein verbindlicher Pflichtnachweis – ohne diese Berechnung gibt es weder KfW-Kredit noch sonstige Fördermittel. Gerade bei einem 90-qm-Neubau ist das kein bürokratisches Hindernis, sondern eine sinnvolle Absicherung: Die normgerechte Berechnung stellt sicher, dass die 5–6-kW-Anlage tatsächlich die richtige Dimensionierung ist und kein überdimensioniertes Gerät installiert wird.
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GEG 2026: Ist eine Wärmepumpe im Neubau Pflicht?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) regelt, welche Heizungssysteme im Neubau zulässig sind. Für Bauherren eines 90-qm-Neubaus ist der aktuelle Rechtsstand wichtig zu kennen – zumal er sich zuletzt geändert hat.
Technologieoffenheit seit Juli 2026 – aber Wärmepumpe bleibt die beste Wahl
Durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das am 29. Juli 2026 in Kraft getreten ist, wurden die §§ 71 und 72 GEG (die sogenannte 65-%-Erneuerbare-Pflicht) ersatzlos gestrichen. Seitdem gilt beim Heizungstausch im Bestand Technologieoffenheit: Eigentümer dürfen frei zwischen Wärmepumpe, Gas, Öl, Biomasse, Fernwärme oder Hybridlösungen wählen. Für Neubauten in ausgewiesenen Neubaugebieten galt die 65-%-EE-Pflicht bereits seit 2024 – die aktuelle Rechtslage sollten Sie vor Baubeginn mit einem zertifizierten Energieeffizienz-Experten klären, da die kommunale Wärmeplanung und lokale Bebauungspläne zusätzliche Anforderungen stellen können.
Unabhängig vom konkreten Rechtsstand gilt: Die Wärmepumpe ist im Neubau mit Fußbodenheizung die technisch und wirtschaftlich überlegene Lösung. Sie erfüllt alle denkbaren regulatorischen Anforderungen, ohne Zusatzaufwand – und das bei einer JAZ von 4,0–4,5, die jede fossile Alternative in der Effizienz weit hinter sich lässt.
§ 15 und § 18 GEG: Primärenergiebedarf im Neubau
Unabhängig von der Heizungswahl schreibt das GEG für Neubauten vor, dass der Jahres-Primärenergiebedarf das 0,55-fache des KfW-Effizienzhaus-100-Referenzgebäudes nicht überschreiten darf – das entspricht dem Effizienzhaus-55-Standard. Eine Wärmepumpe mit JAZ 4,0 erfüllt diese Anforderung in einem 90-qm-Neubau problemlos, weil der niedrige Primärenergiefaktor von Strom (0,4 nach GEG) die hohe Effizienz der Anlage nochmals verstärkt.
Amortisation und Wirtschaftlichkeit: Die ehrliche Einordnung für 90 qm
Beim 90-qm-Neubau verdient die Wirtschaftlichkeitsfrage eine ehrliche Antwort – denn die Rechnung sieht hier anders aus als bei einem größeren Bestandsgebäude.
Warum die klassische Amortisationsrechnung hier nicht greift
Wie das Rechenbeispiel oben zeigt, ist die jährliche Betriebskosten-Einsparung der Wärmepumpe gegenüber einer hypothetischen Gasheizung bei nur 90 qm Neubau sehr gering. Das liegt an der Kombination aus sehr niedrigem Gesamtenergiebedarf und dem aktuell vergleichsweise günstigen Gaspreis. Eine Amortisation über die laufenden Kosten allein lässt sich für dieses Szenario mit den aktuellen Preisen nicht abbilden.
Das ändert sich, sobald man die Gesamtperspektive einnimmt:
- Der CO₂-Preis auf Gas steigt gesetzlich vorgeschrieben weiter – das verschiebt die Rechnung perspektivisch zugunsten der Wärmepumpe.
- Eine reine Gasheizung ist im Neubaugebiet seit 2024 nicht mehr ohne Weiteres GEG-konform – die Wärmepumpe vermeidet dieses regulatorische Risiko vollständig.
- Wärmepumpen steigern den Immobilienwert und verbessern den Energieausweis – ein zunehmend relevanter Faktor beim Wiederverkauf.
- Mit einer PV-Anlage und Enter Connect sinken die Betriebskosten weiter, weil ein erheblicher Teil des Wärmepumpenstroms selbst erzeugt wird.
Die Wärmepumpe im 90-qm-Neubau ist weniger eine Entscheidung für schnelle Amortisation als eine Entscheidung für Zukunftssicherheit, Unabhängigkeit von fossilen Energiepreisen und regulatorische Konformität ohne Kompromisse. Für eine individuelle Einschätzung Ihrer konkreten Situation erstellen wir Ihnen gerne ein verbindliches Angebot.
Wertsteigerung der Immobilie durch zukunftsfähige Heiztechnik
Energieeffiziente Gebäude mit erneuerbaren Heizsystemen erzielen am Markt zunehmend bessere Preise. Ein Neubau mit Wärmepumpe und einer Energieeffizienzklasse A oder A+ ist bei einem späteren Verkauf deutlich besser positioniert als ein vergleichbares Objekt mit fossiler Heizung. Dieser Wertvorteil ist schwer in einer Jahres-Einsparungsrechnung zu erfassen, aber real – und für viele Bauherren ein gewichtiges Argument.
Die ideale Kombination: Wärmepumpe, Photovoltaik und Enter Connect im 90-qm-Neubau
Die stärkste Differenzierung gegenüber einem einfachen Heizungstausch ist die Vernetzung der Wärmepumpe mit einer PV-Anlage und einem intelligenten Energiemanagementsystem. Gerade beim 90-qm-Neubau entfaltet diese Kombination besondere Stärken.
PV-Eigenverbrauchsquote bei niedrigem Wärmebedarf besonders hoch
Der jährliche Stromverbrauch der Wärmepumpe in Ihrem 90-qm-Neubau liegt bei ca. 1.350 kWh. Das ist eine sehr geringe Menge – bereits eine kleine PV-Anlage mit 5 kWp kann in Deutschland jährlich 4.500–5.500 kWh erzeugen und damit einen erheblichen Teil des Wärmepumpenstroms abdecken. Anders als bei größeren Häusern mit höherem Wärmebedarf ist hier das Verhältnis von PV-Ertrag zu Wärmepumpen-Verbrauch besonders günstig. Die Eigenverbrauchsquote für den Wärmepumpen-Strom kann damit sehr hoch ausfallen – was die effektiven Betriebskosten weiter senkt.
Enter Connect: Automatisch heizen, wenn der Strom am günstigsten ist
Enter Connect ist unser intelligenter Energiemanager, der Wärmepumpe, PV-Anlage, Speicher und weitere Verbraucher in Echtzeit steuert. Das System lernt Ihre Verbrauchsgewohnheiten und plant voraus: Es heizt und bereitet Warmwasser genau dann, wenn der selbst erzeugte Solarstrom verfügbar ist – oder wenn der Börsenstrompreis am niedrigsten ist. Bei einem Jahresstromverbrauch der Wärmepumpe von nur 1.350 kWh kann Enter Connect einen wesentlichen Teil dieser Menge aus PV-Eigenstrom decken und so die tatsächlichen Stromkosten deutlich unter die rechnerischen 405 €/Jahr senken. Für einen 90-qm-Neubau, bei dem die absolute Einsparung durch die Wärmepumpe allein begrenzt ist, ist diese Systemoptimierung der wirkungsvollste Hebel zur Kostensenkung.
Enter Flow: Dynamischer Stromtarif für minimale Betriebskosten
Enter Flow koppelt Ihre Stromkosten an den stündlichen Spotmarktpreis. In Kombination mit Enter Connect wird die Wärmepumpe automatisch dann betrieben, wenn der Börsenpreis am niedrigsten ist – typischerweise in den frühen Morgenstunden oder bei hoher Windstromeinspeisung. Für einen 90-qm-Neubau mit seinem geringen Strombedarf von ca. 1.350 kWh/Jahr bedeutet das: Selbst kleine Preisvorteile pro Kilowattstunde summieren sich zu einer spürbaren Entlastung. Enter Connect, Enter Flow und eine PV-Anlage zusammen machen aus Ihrer Wärmepumpe ein vollständig optimiertes Energiesystem – das ist der Unterschied zu einem lokalen Heizungsbauer, der nur die Anlage selbst installiert.
So läuft Ihr Projekt mit Enter ab
Wer einen 90-qm-Neubau plant, hat ohnehin viele Baustellen gleichzeitig. Die Heizungsfrage sollte keine davon sein. Unser Prozess ist darauf ausgelegt, Ihnen diese Entscheidung so einfach wie möglich zu machen.
- Schritt 1 – Bedarf erfassen: Sie beschreiben Ihren Neubau online in wenigen Minuten: Wohnfläche, geplanter Dämmstandard, Wärmeverteilsystem, Personenanzahl.
- Schritt 2 – Experten-Beratung: Ein Experte bespricht mit Ihnen, welche Wärmepumpen-Modelle und Konfigurationen für einen 90-qm-Neubau mit Fußbodenheizung in Frage kommen – mit konkreten Leistungsklassen, Jahresarbeitszahlen und Kostenvergleichen, verständlich erklärt.
- Schritt 3 – Heizlastberechnung vor Ort: Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft Ihr Gebäude vor Ort, führt die normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch und dimensioniert das System präzise auf die tatsächliche Heizlast Ihres 90-qm-Neubaus – damit kein überdimensioniertes Gerät installiert wird.
- Schritt 4 – Installation und Förderantrag: Ein geprüfter regionaler SHK-Meisterbetrieb installiert die Anlage. Wir begleiten parallel den vollständigen KfW-Antragsprozess für das Programm 297/298 – von der Antragstellung bis zur Bestätigung.
Fazit: Wärmepumpe im 90-qm-Neubau – kompakt, effizient, zukunftssicher
Die Warmwasserbereitung dominiert bei einem gut gedämmten 90-qm-Neubau die Systemauslegung stärker als die Heizlast selbst – das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse für diese Hausgröße und wird von den meisten Anbietern schlicht übergangen. Wer das versteht, plant von Anfang an das richtige System: eine kompakte 5–6-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem angemessen dimensionierten Warmwasserspeicher, betrieben mit einer JAZ von 4,0–4,5 dank Fußbodenheizung und niedrigen Vorlauftemperaturen.
Die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe im 90-qm-Neubau liegt nicht primär in der Betriebskosten-Einsparung gegenüber Gas – der Gesamtenergiebedarf ist dafür zu gering. Sie liegt in der regulatorischen Sicherheit, der Zukunftsfähigkeit der Technologie, der Wertsteigerung der Immobilie und vor allem in der Kombination mit einer PV-Anlage und Enter Connect, die den jährlichen Strombedarf von ca. 1.350 kWh weitgehend aus Solarstrom decken kann. Als Deutschlands größter Energieberater mit über 37.000 erfolgreichen Projekten und mehr als 150 Mio. € gesicherten Fördermitteln übernehmen wir für Sie die Heizlastberechnung, die herstellerunabhängige Anlagenauswahl, die Koordination der Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe und den vollständigen KfW-Antragsprozess – aus einer Hand, mit einem Vertragspartner.
Für die Finanzierung steht der zinsverbilligte KfW-Kredit 297/298 (Klimafreundlicher Neubau) mit bis zu 100.000 € (bzw. 150.000 € bei QNG-Zertifizierung) zur Verfügung – kein Zuschuss, aber eine attraktive Finanzierungsoption, die wir für Sie beantragen.
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FAQ
Welche kW-Leistung brauche ich bei einem 90-qm-Neubau?
Ein 90-qm-Neubau nach aktuellem GEG-Standard (Effizienzhaus 55) hat eine Heizlast von ca. 4,5–5,5 kW inklusive Warmwasserzuschlag. Die passende Leistungsklasse für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist damit 5–6 kW. Viele Installateure empfehlen aus Gewohnheit 8–10 kW – das wäre für dieses Haus eine Überdimensionierung, die zu häufigem Takten, höherem Verschleiß und schlechterer Jahresarbeitszahl führt. Eine normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist der einzige verlässliche Weg zur richtigen Größe.
Bekomme ich im Neubau die volle KfW-Wärmepumpen-Förderung?
Nein. Die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) mit bis zu 80 % Zuschuss gilt ausschließlich für Bestandsgebäude mit einem Bauantrag, der mindestens fünf Jahre zurückliegt. Für Neubauten gibt es keinen KfW-458-Zuschuss. Stattdessen steht das KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau" (297/298) zur Verfügung – ein zinsverbilligter Kredit von bis zu 100.000 € (bzw. 150.000 € bei QNG-Zertifizierung), kein Direktzuschuss. Wir begleiten Sie durch den gesamten Antragsprozess.
Lohnt sich eine Erdwärmepumpe bei nur 90 qm Neubau?
In den meisten Fällen lohnt sich eine Erdwärmepumpe (Sole-Wasser) bei 90 qm Neubau wirtschaftlich nicht. Die Mehrkosten für Bohrung und Erschließung liegen bei ca. 8.000–15.000 € gegenüber einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, während die JAZ-Verbesserung (von ca. 4,0 auf ca. 4,5–5,0) bei dem sehr geringen Jahresstromverbrauch von nur 1.350 kWh kaum ins Gewicht fällt. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist für dieses Haus die wirtschaftlichere und technisch vollkommen ausreichende Wahl.
Brauche ich bei 90 qm Neubau überhaupt eine Heizlastberechnung?
Ja, und das aus zwei Gründen. Erstens ist die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 seit 2026 ein verbindlicher Pflichtnachweis für alle Förderprogramme – ohne diese Berechnung gibt es keinen KfW-Kredit. Zweitens ist sie gerade bei 90 qm Neubau besonders wichtig: Die Heizlast liegt am untersten Rand der marktgängigen Leistungsklassen, und ohne exakte Berechnung ist das Risiko einer Überdimensionierung sehr groß. Wir führen die Heizlastberechnung für Sie kostenlos durch.
Was passiert, wenn meine Wärmepumpe zu groß dimensioniert ist?
Eine überdimensionierte Wärmepumpe schaltet sich häufig kurz an und wieder aus – das nennt sich Takten. Jeder Startvorgang belastet den Verdichter stärker als der Dauerbetrieb, was zu vorzeitigem Verschleiß führt. Gleichzeitig sinkt die Jahresarbeitszahl (JAZ), weil die Anlage nie im effizienten Teillastbereich arbeitet. Bei einem 90-qm-Neubau mit einer Heizlast von nur ca. 5 kW ist das Risiko besonders groß, wenn ein Standardgerät mit 8–10 kW eingebaut wird. Eine normgerechte Heizlastberechnung verhindert genau das.
Wie hoch ist die JAZ im 90-qm-Neubau mit Fußbodenheizung?
Mit einer Fußbodenheizung und einer Vorlauftemperatur von 30–35 °C erreicht eine gut dimensionierte Luft-Wasser-Wärmepumpe im 90-qm-Neubau eine JAZ von 4,0–4,5. Das bedeutet: Für jede eingesetzte Kilowattstunde Strom erzeugt die Anlage 4,0 bis 4,5 kWh Wärme. Die Fördervoraussetzung von mindestens JAZ 3,0 wird damit deutlich übertroffen. Eine Erdwärmepumpe würde JAZ-Werte von 4,3–5,0 erreichen, ist aber bei dieser Hausgröße selten wirtschaftlich.
Kann ich meine Wärmepumpe mit einer PV-Anlage koppeln – und lohnt sich das bei 90 qm?
Ja, und bei 90 qm Neubau lohnt sich diese Kombination besonders. Der jährliche Stromverbrauch der Wärmepumpe liegt bei nur ca. 1.350 kWh – eine kleine PV-Anlage mit 5 kWp kann davon einen erheblichen Teil abdecken. Enter Connect steuert dabei automatisch, wann die Wärmepumpe heizt und Warmwasser bereitet: bevorzugt dann, wenn Solarstrom verfügbar oder der Börsenstrompreis über Enter Flow besonders niedrig ist. Das senkt die effektiven Betriebskosten spürbar und macht die Wärmepumpe zum Kern eines vernetzten Energiesystems. Sprechen Sie uns auf die gemeinsame Planung von Wärmepumpe und Photovoltaik an – wir planen beides aus einer Hand.

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