Wärmepumpe 120 qm Altbau: Kosten & Förderung 2026

Bei einem 120-qm-Altbau wurden die Plattenheizkörper in den 1960er- bis 1990er-Jahren häufig mit einem Sicherheitsfaktor von 1,3 bis 1,5 überdimensioniert – das bedeutet, dass sie bei einer Vorlauftemperatur von 55 °C noch 60 bis 70 % ihrer Nennleistung liefern können, was bei 120 Quadratmetern in vielen Fällen ausreicht, um ohne Fußbodenheizung eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von über 3,0 zu erreichen. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung prüfen wir konkret, welche Vorlauftemperatur Ihr Haus tatsächlich benötigt, wählen herstellerunabhängig die passende Wärmepumpen-Leistungsklasse aus und sichern Ihnen mit der Fördergarantie die maximale KfW-Auszahlung.

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    Altbauten aus den 1960er- bis 1990er-Jahren stehen vor einer besonderen Herausforderung: Die Heizlast eines 120-qm-Altbaus schwankt je nach Dämmzustand zwischen rund 9,6 kW und 14,4 kW – eine Spanne, die zeigt, warum die Wärmepumpe 120 qm Altbau ohne professionelle Heizlastberechnung ein echtes Dimensionierungsrisiko ist. Die gute Nachricht: Die KfW-Förderung deckt seit Juli 2026 bis zu 80 % der förderfähigen Kosten, und durch den Anbietervergleich sparen Hausbesitzer im Schnitt 5.800 €. Als Deutschlands größter Energieberater führen wir zunächst die Heizlastberechnung durch, planen Ihre Anlage herstellerunabhängig und übernehmen den gesamten KfW-Förderprozess mit Fördergarantie.

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark

    Heizlast zwischen 9,6 und 14,4 kW – je nach Dämmzustand: Bei 120 qm Altbau reicht die benötigte Wärmepumpen-Leistung von rund 9,6 kW im teilsanierten Gebäude bis zu 14,4 kW im vollständig unsanierten Altbau. Eine pauschale Empfehlung ohne Heizlastberechnung ist bei dieser Kombination besonders riskant.

    Checkmark

    Bis zu 80 % KfW-Förderung, durchschnittlich 5.800 € Ersparnis durch Anbietervergleich: Die KfW-Heizungsförderung (Stand Juli 2026) deckt bis zu 80 % der förderfähigen Kosten, gedeckelt auf 28.000 € pro Wohneinheit. Wer Angebote vergleicht, spart im Schnitt zusätzlich 5.800 €.

    Checkmark

    Wärmepumpe im Altbau funktioniert – auch ohne Fußbodenheizung: Die Fraunhofer-ISE-Studie „WP-QS im Bestand" (2025) belegt JAZ-Werte von 3,0 bis 3,4 auch in Bestandsgebäuden. Überdimensionierte Altbau-Heizkörper sind dabei häufig ein versteckter Vorteil, kein Hindernis.

    Checkmark

    Enter übernimmt alles – von der Heizlastberechnung bis zur KfW-Auszahlung: Enter, Deutschlands größter Energieberater, plant herstellerunabhängig, koordiniert die Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe und begleitet den vollständigen KfW-Förderprozess mit Fördergarantie.

    Welche Leistung braucht eine Wärmepumpe für 120 qm Altbau?

    Die Frage nach der richtigen Wärmepumpen-Leistung ist beim 120-qm-Altbau keine Frage mit einer einzigen Antwort. Der Dämmzustand des Gebäudes entscheidet darüber, ob Sie eine kompakte 10-kW-Anlage oder ein deutlich größeres 14-kW-System benötigen – ein Unterschied, der sich direkt auf die Investitionskosten, die Betriebseffizienz und die Amortisationszeit auswirkt.

    Heizlast nach Dämmzustand: 9,6 bis 14,4 kW

    Für die Dimensionierung einer Wärmepumpe wird die Heizlast nach DIN EN 12831 berechnet. Als Orientierung dienen spezifische Heizlastwerte in Watt pro Quadratmeter, die je nach energetischem Zustand des Gebäudes stark variieren:

    Dämmzustand Spez. Heizlast (W/m²) Heizlast bei 120 qm Empfohlene Leistungsklasse
    Unsanierter Altbau (keine Dämmmaßnahmen) 120 W/m² ca. 14,4 kW 12–14 kW
    Teilsanierter Altbau (Fenster, Dach gedämmt) 80 W/m² ca. 9,6 kW 10 kW
    Weitgehend sanierter Altbau 60 W/m² ca. 7,2 kW 8 kW

    Hinzu kommt ein Warmwasserzuschlag von rund 0,2 bis 0,25 kW pro Person. Für einen 4-Personen-Haushalt bedeutet das weitere 0,8 bis 1,0 kW, die bei der Dimensionierung berücksichtigt werden müssen.

    Warum eine pauschale Empfehlung bei 120 qm Altbau besonders riskant ist

    Die Heizlast bei einem 120-qm-Altbau kann je nach Dämmzustand um den Faktor 1,5 bis 2 voneinander abweichen. Eine Anlage, die für ein teilsaniertes Gebäude ausgelegt ist, wird im vollständig unsanierten Altbau im Winter nicht ausreichend heizen. Umgekehrt taktet eine überdimensionierte Anlage häufig, verschleißt schneller und arbeitet mit einer schlechteren JAZ. Genau deshalb ist die professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 bei dieser Größen- und Gebäudekombination keine optionale Zusatzleistung, sondern die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Anlage. Wir führen diese Berechnung durch einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten durch – vor jeder Empfehlung.

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    Was kostet eine Wärmepumpe für ein 120-qm-Altbau?

    Die Gesamtkosten einer Wärmepumpe für einen 120-qm-Altbau setzen sich aus dem Gerät selbst, der Installation und altbautypischen Nebenarbeiten zusammen. Im Altbau liegen die Kosten tendenziell am oberen Ende der Spanne, weil häufig zusätzliche Maßnahmen anfallen, die im Neubau nicht nötig sind.

    Gesamtkosten vor Förderung

    Wärmepumpen-Typ Gesamtkosten (inkl. Installation) Eignung für 120 qm Altbau
    Luft-Wasser-Wärmepumpe ca. 20.000–35.000 € Standardlösung; keine Erdarbeiten nötig
    Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) ca. 30.000–50.000 € Höhere JAZ, aber Erdbohrung erforderlich
    Hochtemperatur-Wärmepumpe ca. 25.000–40.000 € Sinnvoll bei dauerhaft hohem Vorlauftemperaturbedarf

    Typische Zusatzkosten im Altbau

    Im Altbau fallen neben den reinen Anlagekosten häufig weitere Posten an, die im Angebot transparent ausgewiesen sein sollten:

    • Starkstromanschluss: 500–2.000 €
    • Tausch unterdimensionierter Heizkörper: 2.000–5.000 € (nicht immer nötig – s. u.)
    • Neuer Warmwasserspeicher: 1.000–3.000 €
    • Fundamentarbeiten für das Außengerät: 500–1.500 €
    • Hydraulischer Abgleich: Pflichtvoraussetzung für die KfW-Förderung

    Was bleibt nach der Förderung? Eigenanteil für 120 qm Altbau

    Bei förderfähigen Kosten von 28.000 € und einem Fördersatz von 46 % (30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus) ergibt sich ein Zuschuss von 12.880 €. Der Eigenanteil beträgt in diesem Szenario 15.120 €. Wer den Einkommensbonus in Anspruch nehmen kann, reduziert den Eigenanteil auf 6.720 € (Haushaltseinkommen 30.001–40.000 €) beziehungsweise auf 5.600 € (Haushaltseinkommen bis 30.000 €). Die genauen Fördersätze sind weiter unten im Abschnitt zur KfW-Förderung aufgeführt.

    Förderung 2026: Bis zu 80 % Zuschuss für den Heizungstausch

    Die KfW-Heizungsförderung (KfW 458) ist seit Juli 2026 auf dem höchsten Stand seit ihrer Einführung. Für Eigenheimbesitzer mit einem 120-qm-Altbau bedeutet das: Der Zuschuss kann einen erheblichen Teil der Investition abdecken – vorausgesetzt, der Antrag wird korrekt und vor Maßnahmenbeginn gestellt.

    Die KfW-Heizungsförderung im Überblick (Stand Juli 2026)

    Förderkomponente Fördersatz Bedingung
    Grundförderung 30 % Heizungstausch auf erneuerbare Energie
    Klimageschwindigkeitsbonus 16 % Tausch einer funktionsfähigen fossilen Heizung; sinkt halbjährlich um 4 Prozentpunkte, entfällt ab II/2028
    Einkommensbonus (≤ 30.000 € Haushaltseinkommen) 40 % Zu versteuerndes Haushaltseinkommen ≤ 30.000 €
    Einkommensbonus (30.001–40.000 € Haushaltseinkommen) 30 % Zu versteuerndes Haushaltseinkommen 30.001–40.000 €
    Maximale Gesamtförderung bis zu 80 % Max. 22.400 € Zuschuss; förderfähige Kosten gedeckelt auf 28.000 €

    Zusätzlich steht der KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit zur Verfügung, um den verbleibenden Eigenanteil zinsgünstig zu finanzieren. Weitere Fördervoraussetzungen: Die Wärmepumpe muss eine JAZ von mindestens 3,0 erreichen, das SG-Ready-Label tragen und bei Luft-Wärmepumpen mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert liegen.

    Hinweis: Fördersätze unterliegen häufigen Änderungen. Der aktuelle Stand sollte vor Antragstellung erneut geprüft werden.

    Wichtig: Der Geschwindigkeitsbonus sinkt – jedes Halbjahr zählt

    Für ein 120-qm-Altbau-Projekt mit 28.000 € förderfähigen Kosten bedeutet jedes halbe Jahr Zögern einen Verlust von 4 Prozentpunkten beim Klimageschwindigkeitsbonus. Das entspricht 1.120 € weniger Förderung pro Halbjahr. Ab der zweiten Jahreshälfte 2028 entfällt der Bonus vollständig. Wer heute handelt, sichert sich den maximal möglichen Zuschuss.

    Antragstellung: Was Sie beachten müssen

    Der KfW-Förderantrag muss zwingend vor der Auftragsvergabe gestellt werden. Wer erst den Vertrag unterschreibt und dann die Förderung beantragt, verliert den Anspruch vollständig. Außerdem ist die Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten Pflicht. Wir übernehmen den gesamten KfW-Antragsprozess für Sie – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Auszahlung, mit Fördergarantie.

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    Funktioniert eine Wärmepumpe wirklich im Altbau? Die Fakten

    Das hartnäckigste Vorurteil beim Thema Wärmepumpe im Altbau lautet: „Das funktioniert nur im Neubau mit Fußbodenheizung." Die Forschungslage der letzten Jahre zeichnet ein deutlich differenzierteres Bild – und entkräftet diesen Mythos auf Basis von Felddaten.

    Was die Fraunhofer-ISE-Studie zeigt

    Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat im vierjährigen Forschungsprojekt „WP-QS im Bestand" (veröffentlicht November 2025) 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 vermessen. Die Kernerkenntnisse sind eindeutig: Es besteht kein statistischer Zusammenhang zwischen dem Baujahr eines Gebäudes und der erreichten JAZ. Bei einem 120-qm-Altbau aus den 1960er-Jahren wurden im Feldtest JAZ-Werte von 3,0 bis 3,4 gemessen – sofern die Heizkörper ausreichend groß und die Heizkurve korrekt eingestellt waren. Die mittlere maximale Vorlauftemperatur lag bei durchschnittlich nur 44 °C – deutlich unter den oft befürchteten 60 bis 70 °C. Das Ergebnis: Die Fördervoraussetzung von JAZ 3,0 ist im Altbau realistisch erreichbar.

    Ihr Altbau-Heizkörper ist besser als gedacht

    Plattenheizkörper, die zwischen den 1960er- und 1990er-Jahren eingebaut wurden, wurden typischerweise mit einem Sicherheitsfaktor von 1,3 bis 1,5 überdimensioniert. Ursprünglich für Vorlauftemperaturen von 70 bis 90 °C ausgelegt, liefern moderne Plattenheizkörper vom Typ 22 oder 33 bei 55 °C noch 60 bis 70 % ihrer Nennleistung. Bei 120 Quadratmetern reicht das in vielen Fällen aus, um die Wohlfühltemperatur zu halten – ganz ohne Fußbodenheizung. Was auf den ersten Blick wie ein Nachteil wirkt, ist bei genauer Betrachtung ein handfester Vorteil des typischen Altbau-Heizungssystems.

    Muss ich erst komplett dämmen?

    Die Sorge vor einer kostspieligen „Sanierungskaskade" – zuerst Fassade, dann Dach, dann Fenster, dann erst die Heizung – ist bei vielen 120-qm-Altbau-Besitzern präsent. Die Realität ist weniger dramatisch: In vielen Fällen reicht der gezielte Tausch von drei bis fünf unterdimensionierten Heizkörpern aus, um die Vorlauftemperatur auf unter 50 °C zu senken. Das ist oft wirtschaftlicher als eine vollständige Fassadendämmung. Welche Maßnahmen für Ihr Haus konkret sinnvoll sind, klären wir in der Vor-Ort-Analyse durch unseren zertifizierten Energieeffizienz-Experten.

    Vorlauftemperatur, JAZ und Förderanforderung

    Die Vorlauftemperatur ist der entscheidende Parameter für die Effizienz einer Wärmepumpe im Altbau. Sie bestimmt rund 60 % der erreichbaren JAZ: Jedes Grad Celsius Absenkung verbessert die JAZ um etwa 2,5 %. Für die KfW-Förderung muss die Wärmepumpe eine JAZ von mindestens 3,0 erreichen. Das ist im 120-qm-Altbau erreichbar, wenn die Vorlauftemperatur dauerhaft unter 55 °C gehalten werden kann. Bei dauerhaft über 65 °C sinkt die JAZ unter die Förderschwelle – weshalb die genaue Analyse der Vorlauftemperatur Teil unserer Heizlastberechnung ist. Mehr zur Wärmepumpe im Altbau finden Sie unter Wärmepumpe im Altbau.

    Beispielrechnung: 120-qm-Altbau (teilsaniert) – komplett durchgerechnet

    Die folgende Beispielrechnung basiert auf einem konkreten Szenario: einem 120-qm-Altbau, teilsaniert (Fenster erneuert, obere Geschossdecke gedämmt, Fassade unsaniert), mit bestehenden Plattenheizkörpern und einer erreichbaren Vorlauftemperatur von ca. 50 °C. Das bisherige Heizsystem ist ein Gas-Brennwertkessel. Die Werte sind vollständig transparent ausgewiesen.

    Ausgangslage und Annahmen

    • Wohnfläche: 120 qm, Altbau teilsaniert
    • Jahreswärmebedarf (inkl. Warmwasser): 16.000 kWh
    • Angenommene JAZ: 3,2 (konservativ, passend zu Heizkörperbetrieb bei 50 °C Vorlauf)
    • Wärmepumpenstrompreis: 0,28 €/kWh
    • Bisheriges Heizsystem: Gas, 0,12 €/kWh, Wirkungsgrad 0,90
    • Investitionskosten (Komplettsystem): 28.000 €

    Betriebskosten: Wärmepumpe vs. Gasheizung

    Position Wärmepumpe Gasheizung (bisherig)
    Stromverbrauch / Gasverbrauch (kWh) 5.000 kWh 17.778 kWh
    Energiekosten pro Jahr 1.400 € 2.133 €
    Wartungskosten pro Jahr 300 €
    Gesamtbetriebskosten pro Jahr 1.700 € 2.133 €
    Jährliche Ersparnis 433 €

    Investition, Förderung und Amortisation nach Förderszenario

    Förderszenario Fördersatz Zuschuss Eigenanteil Amortisation
    Grundförderung + Geschwindigkeitsbonus 46 % 12.880 € 15.120 € 34,9 Jahre
    + Einkommensbonus 30 % (30.001–40.000 €) 76 % 21.280 € 6.720 € 15,5 Jahre
    + Einkommensbonus 40 % (≤ 30.000 €) 80 % 22.400 € 5.600 € 12,9 Jahre

    Die Amortisationszeit von 34,9 Jahren im Basisszenario (46 % Förderung) ergibt sich aus dem vergleichsweise niedrigen Gaspreis von 0,12 €/kWh in diesem Rechenbeispiel. In der Praxis steigt der CO₂-Preis jährlich weiter an und verteuert Gas kontinuierlich – das verbessert die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe mit jedem Jahr. Wer den Einkommensbonus nutzen kann, erreicht mit 12,9 Jahren eine Amortisationszeit, die im Rahmen der typischen Spanne von 10 bis 15 Jahren liegt. Zusätzlich bietet die Wärmepumpe die Effizienzgarantie: mindestens dreimal so effizient wie die fossile Altanlage – bei gesicherter Wohlfühltemperatur, unabhängig von Energiepreisentwicklungen.

    Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.

    Welche Wärmepumpe passt zu einem 120-qm-Altbau?

    Die Wahl des richtigen Wärmepumpen-Typs hängt beim 120-qm-Altbau vor allem von der erreichbaren Vorlauftemperatur, den baulichen Gegebenheiten und dem verfügbaren Budget ab. Wir wählen herstellerunabhängig aus fünf führenden Marken – Midea M-Thermal Arctic, Vaillant aroTHERM plus, Buderus Logatherm WLW, Wolf CHA Monoblock und Bosch Compress 5800i AW – das System, das zu Ihrem Gebäude passt.

    Luft-Wasser-Wärmepumpe als Standardlösung

    Für den 120-qm-Altbau ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die am häufigsten eingesetzte Lösung. Sie benötigt keine Erdarbeiten, ist vergleichsweise schnell installierbar und eignet sich für den Betrieb mit bestehenden Heizkörpern. Bei einem teilsanierten Altbau mit erreichbarer Vorlauftemperatur von 50 °C ist eine 10-kW-Anlage – etwa die Vaillant aroTHERM plus oder der Bosch Compress 5800i AW – in der passenden Leistungsklasse. Bei einem vollständig unsanierten Gebäude mit höherem Wärmebedarf sind Modelle im 12- bis 14-kW-Bereich zu prüfen.

    Wann eine Erdwärmepumpe sinnvoll ist

    Die Sole-Wasser-Wärmepumpe erreicht im Altbau-Feldtest eine durchschnittliche JAZ von 4,3 – deutlich über dem Luft-Wasser-Wert von 3,4. Der Vorteil: höhere Effizienz und konstantere Leistung auch bei tiefen Außentemperaturen. Der Nachteil: Die Erdbohrung erhöht die Investitionskosten erheblich und ist nicht auf jedem Grundstück genehmigungsfähig. Ob Erdwärme für Ihr 120-qm-Altbau-Grundstück infrage kommt, klären wir in der Vor-Ort-Analyse.

    Hochtemperatur-Wärmepumpe bei dauerhaft hohem Vorlauftemperaturbedarf

    Falls die Vorlauftemperatur in Ihrem 120-qm-Altbau dauerhaft über 60 °C bleiben muss – etwa weil ein Heizkörpertausch aus baulichen Gründen nicht möglich ist – bieten Hochtemperatur-Wärmepumpen Vorlauftemperaturen bis 70 °C. Sie sind teurer in der Anschaffung und arbeiten mit einer niedrigeren JAZ, können aber in bestimmten Altbau-Situationen die einzige sinnvolle Lösung sein.

    Hybridlösung als Übergangsoption

    Eine Hybridheizung kombiniert eine Wärmepumpe mit dem bestehenden Gas-Brennwertkessel. Die Wärmepumpe übernimmt den Grundlastbetrieb bei moderaten Außentemperaturen, der Kessel springt bei Spitzenlast ein. Das kann in Ausnahmefällen eine wirtschaftliche Übergangslösung sein – ist aber in der Regel nicht förderfähig in gleichem Umfang wie eine vollständige Wärmepumpen-Lösung. Einen ausführlichen Kostenvergleich verschiedener Heizsysteme finden Sie unter Heizkostenvergleich Öl, Gas, Pellets und Wärmepumpe.

    Mehr als nur Heizung: Die Wärmepumpe als Teil eines vernetzten Energiesystems

    Eine Wärmepumpe im 120-qm-Altbau verbraucht bei einer JAZ von 3,2 und einem Jahreswärmebedarf von 16.000 kWh rund 5.000 kWh Strom pro Jahr. Das ist der Ausgangspunkt: Wer diesen Stromverbrauch intelligent steuert, kann die Betriebskosten weiter senken – und genau hier entsteht der entscheidende Unterschied zwischen einer isolierten Anlage und einem vernetzten Energiesystem.

    Wärmepumpe und Energiemanagement: Eigenverbrauch maximieren

    Mit Enter Connect, unserem intelligenten Energiemanagementsystem, wird die Wärmepumpe Teil eines automatisch gesteuerten Gesamtsystems. Enter Connect vernetzt Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlage und Stromspeicher in Echtzeit, lernt die Verbrauchsgewohnheiten des Haushalts und plant voraus – sodass möglichst viel selbst erzeugter PV-Strom direkt für die Wärmepumpe genutzt wird, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Für einen 120-qm-Altbau mit 5.000 kWh Jahresstromverbrauch der Wärmepumpe kann das den tatsächlichen Strombezug aus dem Netz spürbar reduzieren. Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik ist unter Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren ausführlich beschrieben.

    Dynamischer Stromtarif: Automatisch günstig heizen

    Enter Flow, unser dynamischer Stromtarif, koppelt die Stromkosten an den stündlichen Spotmarktpreis. Die Wärmepumpe heizt automatisch dann, wenn der Strom besonders günstig ist – und verschiebt den Betrieb weg von Spitzenlastzeiten. Für einen 120-qm-Altbau, der nachts oder in den frühen Morgenstunden günstige Spotmarktpreise nutzen kann, ist das ein zusätzlicher Hebel zur Betriebskostensenkung, der über den reinen Anlagenvergleich hinausgeht. Hinzu kommen 2 Jahre Fernwartung über Enter Connect inklusive – sodass Ihre Anlage dauerhaft optimal eingestellt bleibt.

    Wärmepumpe für 120 qm Altbau: Ihr nächster Schritt mit Enter

    Die Heizlastspanne von 9,6 bis 14,4 kW zeigt, wie unterschiedlich ein 120-qm-Altbau sein kann – und warum die richtige Dimensionierung der entscheidende erste Schritt ist. Wer hier auf eine pauschale Empfehlung setzt, riskiert eine falsch ausgelegte Anlage, höhere Betriebskosten und im schlimmsten Fall den Verlust der KfW-Förderung durch eine JAZ unter 3,0.

    Als Deutschlands größter Energieberater mit über 37.000 erfolgreich abgeschlossenen Projekten und mehr als 150 Mio. € gesicherten Fördermitteln gehen wir diesen Weg mit Ihnen in vier klaren Schritten:

    • Bedarf erfassen: Sie beschreiben Ihr Haus in wenigen Minuten online – Baujahr, Dämmzustand, aktuelles Heizsystem.
    • Experten-Beratung: Ein Experte vergleicht verschiedene Wärmepumpen-Modelle und Konfigurationen konkret für Ihren 120-qm-Altbau – transparent und verständlich, mit Blick auf die passende Leistungsklasse zwischen 10 und 14 kW.
    • Heizlastberechnung vor Ort: Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft Ihr Gebäude, ermittelt die tatsächliche Heizlast Ihres 120-qm-Altbaus nach DIN EN 12831 und dimensioniert das System präzise – inklusive Prüfung der erreichbaren Vorlauftemperatur und JAZ.
    • Installation und Förderantrag: Ein regionaler SHK-Meisterbetrieb installiert die Anlage. Wir begleiten den vollständigen KfW-Förderprozess mit Fördergarantie – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Auszahlung.

    Das Ergebnis: eine perfekt dimensionierte Anlage, ein einziger Vertragspartner, keine Koordinationslast – und die Sicherheit, dass Ihre Förderung nicht durch Formfehler verloren geht. Unsere Kundenzufriedenheit von 4,8 von 5 Sternen spricht für sich.

    Deutschlands größter Energieberater: Wir berechnen Ihre Heizlast – erst dann empfehlen wir.

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    FAQ

    Funktioniert eine Wärmepumpe wirklich in einem unsanierten 120-qm-Altbau?

    Ja – die Fraunhofer-ISE-Studie „WP-QS im Bestand" (2025) hat 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 untersucht und keinen Zusammenhang zwischen Baujahr und erreichter JAZ festgestellt. Auch in einem unsanierten 120-qm-Altbau wurden JAZ-Werte von 3,0 bis 3,4 gemessen, sofern die Heizkörper ausreichend groß und die Heizkurve korrekt eingestellt waren. Entscheidend ist die erreichbare Vorlauftemperatur, nicht das Baujahr.

    Brauche ich für eine Wärmepumpe zwingend eine Fußbodenheizung?

    Nein. Bestehende Plattenheizkörper aus den 1960er- bis 1990er-Jahren wurden typischerweise mit einem Sicherheitsfaktor überdimensioniert und liefern bei 55 °C Vorlauftemperatur noch 60 bis 70 % ihrer Nennleistung. Bei 120 qm reicht das in vielen Fällen aus, um die Fördervoraussetzung von JAZ 3,0 zu erfüllen – ganz ohne Fußbodenheizung. In einigen Fällen reicht der Tausch von drei bis fünf zu kleinen Heizkörpern aus, um die Vorlauftemperatur auf das nötige Niveau zu senken.

    Wie viel kW Leistung braucht eine Wärmepumpe für 120 qm Altbau?

    Das hängt vom Dämmzustand Ihres Gebäudes ab. Bei einem teilsanierten 120-qm-Altbau (Fenster erneuert, Dach gedämmt) liegt die Heizlast bei rund 9,6 kW, was eine 10-kW-Anlage erfordert. Bei einem vollständig unsanierten Gebäude steigt die Heizlast auf bis zu 14,4 kW. Eine pauschale Empfehlung ohne Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist bei dieser Kombination besonders riskant, da eine falsch dimensionierte Anlage entweder nicht ausreichend heizt oder mit schlechter JAZ und erhöhtem Verschleiß arbeitet.

    Wie viel Förderung bekomme ich für eine Wärmepumpe im 120-qm-Altbau?

    Die KfW-Heizungsförderung (Stand Juli 2026) bietet bis zu 80 % Zuschuss auf förderfähige Kosten von maximal 28.000 €, was einem Maximalzuschuss von 22.400 € entspricht. Der Fördersatz setzt sich aus 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus und einem einkommensabhängigen Bonus von bis zu 40 % zusammen. Wichtig: Der Antrag muss vor Auftragsvergabe gestellt werden. Wir übernehmen den gesamten KfW-Prozess mit Fördergarantie.

    Lohnt sich eine Wärmepumpe für 120 qm Altbau wirtschaftlich?

    Das hängt maßgeblich vom erreichbaren Fördersatz, dem Dämmzustand und dem bisherigen Heizsystem ab. Bei einem Haushaltseinkommen bis 40.000 € und entsprechendem Einkommensbonus reduziert sich der Eigenanteil auf 6.720 € (76 % Förderung) beziehungsweise 5.600 € (80 % Förderung), was eine Amortisationszeit von 15,5 beziehungsweise 12,9 Jahren ergibt. Dazu kommt: Der CO₂-Preis steigt jährlich weiter, was die Gaskosten kontinuierlich erhöht und die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe verbessert. Die genaue Amortisationszeit liegt je nach Förderquote und Energiepreisentwicklung typischerweise zwischen 10 und 15 Jahren.

    Muss ich meinen Altbau erst komplett dämmen, bevor ich eine Wärmepumpe einbauen kann?

    In den meisten Fällen ist eine Komplettsanierung keine Voraussetzung. Entscheidend ist, dass die Vorlauftemperatur dauerhaft unter 55 °C gehalten werden kann. Oft reicht der Tausch von drei bis fünf unterdimensionierten Heizkörpern aus, um dieses Ziel zu erreichen – das ist häufig wirtschaftlicher als eine vollständige Fassadendämmung. Welche Maßnahmen für Ihren 120-qm-Altbau konkret sinnvoll sind, ermitteln wir in der kostenlosen Vor-Ort-Analyse.

    Wie läuft der Prozess mit Enter ab – und was muss ich selbst tun?

    Der Einstieg ist einfach: Sie beschreiben Ihr Haus in wenigen Minuten online. Anschließend beraten wir Sie zu den passenden Wärmepumpen-Modellen und Konfigurationen für Ihren 120-qm-Altbau, führen die Heizlastberechnung vor Ort durch und koordinieren die Installation durch einen geprüften regionalen SHK-Meisterbetrieb. Den vollständigen KfW-Förderprozess übernehmen wir mit Fördergarantie – Sie haben einen einzigen Ansprechpartner und keinen Koordinationsaufwand. Starten Sie jetzt mit der kostenlosen Heizlastberechnung.

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