Wärmepumpe 130 qm Altbau: Kosten & Förderung 2026

Altbau-Heizkörper aus den 1970er- und 1990er-Jahren wurden damals häufig mit einem Sicherheitszuschlag von 30 bis 50 % überdimensioniert – was damals als Verschwendung galt, kommt einer Wärmepumpe heute zugute: Größere Heizkörperflächen ermöglichen niedrigere Vorlauftemperaturen, und das Fraunhofer ISE hat im Feldtest „WP-QS im Bestand" nachgewiesen, dass die durchschnittliche Vorlauftemperatur in Bestandsgebäuden bei nur 44 °C lag, weit unter den im Altbau oft befürchteten 60–70 °C. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung prüfen wir, ob Ihre vorhandenen Heizkörper für den Wärmepumpenbetrieb ausreichen – und dimensionieren die Anlage für Ihren 130-qm-Altbau präzise, damit die Mindest-JAZ von 3,0 für die KfW-Förderung sicher erreicht wird.

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    Für ein Altbau-Einfamilienhaus mit 130 qm ist die Frage nach der richtigen Wärmepumpen-Leistung keine Kleinigkeit: Je nach Sanierungsstand liegt die Heizlast bei 8 bis über 15 kW, und wer hier auf eine Faustformel vertraut statt auf eine echte Heizlastberechnung, riskiert eine Anlage, die taktet, überhitzt oder im Winter schlicht zu wenig leistet. Durch einen strukturierten Anbietervergleich lassen sich dabei im Schnitt 5.800 € einsparen. Als Deutschlands größter Energieberater ermitteln wir für Ihren 130-qm-Altbau die exakte Leistungsklasse vor Ort, übernehmen die komplette Förderbürokratie und sichern Ihnen mit der Fördergarantie die maximale KfW-Auszahlung.

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark

    Passende Leistungsklasse für 130 m² Altbau: 10–14 kW – Je nach Sanierungsstand liegt die Heizlast zwischen rund 8 kW (gut saniert) und über 15 kW (vollständig unsaniert). Ein teilsanierter 130-m²-Altbau fällt typischerweise in die 12-kW-Klasse und kommt mit einer monovalenten Luft-Wasser-Wärmepumpe aus.

    Checkmark

    Altbau ist kein Hindernis: Das Fraunhofer ISE hat in einem vierjährigen Feldtest an 77 Bestandsgebäuden nachgewiesen, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen dort eine durchschnittliche Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4 erreichen – und dass Gebäudealter und Effizienz nicht korrelieren. Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung.

    Checkmark

    Wirtschaftlichkeit und Förderung: Mit der KfW-Heizungsförderung (Stand Juli 2026) sind bis zu 80 % Zuschuss auf förderfähige Kosten von bis zu 28.000 € möglich – das entspricht einem maximalen Zuschuss von 22.400 €. Durch den Anbietervergleich sparen Hausbesitzer im Schnitt zusätzlich 5.800 €.

    Checkmark

    Full-Service aus einer Hand: Enter – Deutschlands größter Energieberater – übernimmt Heizlastberechnung, herstellerunabhängige Planung, den gesamten KfW-Förderprozess und koordiniert die Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe.

    Welche Leistung braucht eine Wärmepumpe für 130 m² Altbau?

    Die Leistungsfrage ist die häufigste Unsicherheit bei Altbaubesitzern – und gleichzeitig die wichtigste. Eine zu groß gewählte Anlage taktet ständig und verschleißt schnell; eine zu kleine liefert im Winter nicht genug Wärme. Für einen 130-m²-Altbau hängt die passende Leistungsklasse vor allem vom Sanierungsstand ab.

    Heizlast nach Sanierungsstand: Unsaniert, teilsaniert, gut saniert

    Die spezifische Heizlast eines Altbaus variiert erheblich je nach Dämmstandard. Die folgende Tabelle zeigt die überschlägigen Richtwerte für 130 m² Wohnfläche:

    Sanierungsstand Spezifische Heizlast (W/m²) Heizlast 130 m² (inkl. Warmwasser) Empfohlene Leistungsklasse
    Gut saniert (Dach, Fassade, Fenster, Kellerdecke gedämmt) ca. 40–60 W/m² ca. 7–9 kW 8–10 kW
    Teilsaniert (z. B. neue Fenster, teils gedämmtes Dach) ca. 80–100 W/m² ca. 11–14 kW 10–14 kW
    Unsaniert (vor 1978, keine energetischen Maßnahmen) ca. 120–180 W/m² ca. 17–24 kW 14–18 kW (ggf. Hybridlösung prüfen)

    Ein teilsanierter 130-m²-Altbau liegt bei einer überschlägigen Heizlast von rund 10,4 kW (130 × 80 W/m²) – mit Warmwasserzuschlag circa 11,5 kW. Das entspricht exakt der 12-kW-Leistungsklasse. Diese Klasse gilt als wirtschaftlich optimaler Bereich für Luft-Wasser-Wärmepumpen: groß genug für spürbare Einsparungen, klein genug für eine monovalente Lösung ohne Hybridergänzung. Liegt die Heizlast eines vollständig unsanierten Altbaus über 15 kW, lohnt es sich, eine Hybridlösung oder eine Hochtemperatur-Wärmepumpe zu prüfen.

    Warum 130 m² der optimale Bereich für Luft-Wasser-Wärmepumpen ist

    Anders als bei einem 100-m²-Altbau, der mit einer 8-kW-Anlage oft an der unteren Grenze der gängigen Gerätepalette liegt, und einem 160-m²-Altbau, der im unsanierten Zustand schnell in den Bereich über 15 kW rutscht, bewegt sich der 130-m²-Altbau genau in dem Leistungsband von 10 bis 14 kW, das von führenden Herstellern wie Midea, Vaillant, Buderus, Wolf und Bosch mit der breitesten Modellauswahl abgedeckt wird. Das bedeutet für Sie als Käufer: mehr Vergleichsmöglichkeiten, mehr Wettbewerb unter den Herstellern und damit in der Regel ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir nutzen genau diese Marktposition für Sie – herstellerunabhängig und auf Basis unserer Expertise aus über 37.000 Projekten.

    Die häufigsten Dimensionierungsfehler – und wie Sie sie vermeiden

    Der verbreitetste Fehler bei 130-m²-Altbauten ist die Überdimensionierung: Viele Installateure legen die Anlage nach dem unsanierten Worst Case aus und empfehlen eine 16-kW-Anlage, obwohl der teilsanierte Altbau mit 10–12 kW auskommt. Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet häufig – sie schaltet sich in kurzen Abständen ein und aus, was den Verschleiß erhöht und den Stromverbrauch in die Höhe treibt. Die einzige verlässliche Grundlage für die richtige Dimensionierung ist eine normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – keine Faustformel, kein Richtwert aus dem Internet.

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    Funktioniert eine Wärmepumpe in Ihrem Altbau? Mythen vs. Fakten

    Rund um Wärmepumpen im Altbau kursieren hartnäckige Missverständnisse, die viele Hausbesitzer davon abhalten, den nächsten Schritt zu gehen. Die gute Nachricht: Die meisten dieser Bedenken lassen sich mit belastbaren Messdaten entkräften.

    Mythos „Fußbodenheizung ist Pflicht" – was das Fraunhofer ISE dazu sagt

    Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat im vierjährigen Feldtest „WP-QS im Bestand" 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 vermessen. Das Ergebnis: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten eine durchschnittliche JAZ von 3,4, und es gab keine Korrelation zwischen Gebäudealter und Effizienz. Ausreichend dimensionierte Heizkörper ermöglichten im Mittel ähnlich niedrige Vorlauftemperaturen wie Fußbodenheizungen. Die durchschnittliche Vorlauftemperatur für die Raumheizung lag im Feldtest bei nur 44 °C – weit unter den oft befürchteten 60–70 °C.

    Für einen 130-m²-Altbau mit typischen Heizkörpern aus den 1970er- bis 1990er-Jahren kommt ein weiterer Vorteil hinzu: Diese Heizkörper wurden damals mit Sicherheitszuschlägen von 30 bis 50 % überdimensioniert. Was früher als Ineffizienz galt, ist beim Wärmepumpenbetrieb ein echter Vorteil: Größere Heizkörperflächen erlauben niedrigere Vorlauftemperaturen, was die JAZ verbessert und damit die Betriebskosten senkt.

    Mythos „Mein Altbau braucht mindestens 16 kW"

    Diese Annahme entsteht, wenn Installateure den unsanierten Worst Case als Planungsgrundlage nehmen. Für einen teilsanierten 130-m²-Altbau – also ein Haus mit erneuerten Fenstern und teils gedämmtem Dach – liegt die tatsächliche Heizlast typischerweise bei 10 bis 13 kW. Nur ein vollständig unsanierter Altbau vor 1970, bei dem keinerlei energetische Maßnahmen durchgeführt wurden, kommt ggf. auf über 15 kW. Wer vorschnell eine 16-kW-Anlage kauft, zahlt mehr für das Gerät und hat dauerhaft höhere Betriebskosten durch häufiges Takten.

    Der Selbsttest: Sind Ihre Heizkörper für die Wärmepumpe geeignet?

    Eine einfache Orientierung: Stellen Sie Ihre Heizungsregelung auf eine Vorlauftemperatur von 50 bis 55 °C ein und beobachten Sie an einem kalten Wintertag, ob alle Räume ausreichend warm werden. Wenn ja, sind Ihre Heizkörper in der Regel für den Wärmepumpenbetrieb geeignet – eine Fußbodenheizung ist dann keine Voraussetzung. Sind einzelne Räume zu kalt, kann ein gezielter Austausch einzelner Heizkörper ausreichen, anstatt das gesamte Heizsystem zu erneuern. Im Rahmen unserer Heizlastberechnung prüfen wir die Eignung Ihres bestehenden Wärmeverteilsystems und zeigen Ihnen, welche Anpassungen – wenn überhaupt – nötig sind.

    Was kostet eine Wärmepumpe für 130 m² Altbau?

    Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe im 130-m²-Altbau hängen vom Wärmepumpen-Typ, dem Leistungsbedarf und den notwendigen Zusatzmaßnahmen ab. Die folgende Übersicht gibt Ihnen realistische Richtwerte für ein Komplettsystem inklusive Einbau.

    Investitionsrahmen (Komplettsystem inkl. Einbau)

    Wärmepumpen-Typ Typische Investition (inkl. Einbau) Eignung für 130 m² Altbau
    Luft-Wasser-Wärmepumpe (Monoblock) 25.000–35.000 € Gut saniert bis teilsaniert
    Hochtemperatur-Wärmepumpe 30.000–40.000 € Teilsaniert bis unsaniert (Vorlauf > 55 °C)
    Erdwärme-Wärmepumpe (Sole-Wasser) 35.000–55.000 € Alle Sanierungsstände, höchste JAZ
    Hybridlösung (WP + Gas) 20.000–35.000 € Unsaniert, sehr hohe Heizlast

    Für einen teilsanierten 130-m²-Altbau mit einer 12-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe ist ein Gesamtinvestitionsrahmen von 28.000 bis 35.000 € realistisch. Detaillierte Informationen zu den Gesamtkosten finden Sie auch in unserer Übersicht zu Wärmepumpenpreisen 2026.

    Zusatzkosten im Altbau: Womit Sie rechnen sollten

    Im Altbau kommen häufig Zusatzkosten hinzu, die im Angebot nicht immer auf den ersten Blick sichtbar sind:

    • Starkstromanschluss: 500–2.000 €, falls noch nicht vorhanden
    • Heizkörpertausch (falls nötig): 2.000–5.000 € für einzelne Räume mit zu kleinen Radiatoren
    • Warmwasserspeicher: 1.000–3.000 €, falls der vorhandene Speicher nicht kompatibel ist
    • Fundamentarbeiten für das Außengerät: 500–1.500 €
    • Hydraulischer Abgleich: Pflichtmaßnahme für die KfW-Förderung, typischerweise im Gesamtangebot enthalten

    Wir kalkulieren alle diese Positionen transparent im Angebot – keine versteckten Kosten, kein Nachtrag nach der Installation.

    Warum Angebote bis zu 5.800 € auseinander liegen können

    Lokale Heizungsbauer haben oft nur ein oder zwei Hersteller im Sortiment und keine unabhängige Heizlastberechnung als Planungsgrundlage. Das führt dazu, dass Angebote für dasselbe Haus erheblich variieren – im Schnitt um 5.800 €. Wir vergleichen herstellerunabhängig Modelle von Midea, Vaillant, Buderus, Wolf und Bosch und empfehlen ausschließlich das System, das für Ihren konkreten 130-m²-Altbau am besten passt.

    Durchschnittlich 5.800 € sparen durch Anbietervergleich – wir übernehmen die komplette Bürokratie.

    Förderung 2026: So viel Zuschuss bekommen Sie

    Die KfW-Heizungsförderung wurde zum 21. Juli 2026 neu strukturiert und bietet jetzt höhere Fördersätze als je zuvor. Für einen 130-m²-Altbau mit förderfähigen Kosten bis zur Deckelung von 28.000 € sind bis zu 22.400 € Zuschuss möglich. Alle Angaben gelten Stand Juli 2026 – bitte prüfen Sie den aktuellen Stand vor Ihrer Antragstellung.

    KfW-Heizungsförderung (Programm 458) – die aktuellen Sätze seit Juli 2026

    Förderkomponente Fördersatz Voraussetzung
    Grundförderung 30 % Alle Antragsteller
    Klimageschwindigkeitsbonus 16 % Tausch einer fossilen Heizung; sinkt halbjährlich um 4 Prozentpunkte, entfällt ab II/2028
    Einkommensbonus 30 % (30.001–40.000 € Haushaltseinkommen) Einkommensnachweis erforderlich
    Einkommensbonus 40 % (≤ 30.000 € Haushaltseinkommen) Einkommensnachweis erforderlich
    Maximale Gesamtförderung 80 % Förderfähige Kosten gedeckelt auf 28.000 €; max. Zuschuss 22.400 €

    Wichtige Fördervoraussetzungen: Die Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0 muss nachgewiesen werden, die Wärmepumpe muss das SG-Ready-Label tragen, und die Geräuschemission muss mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert liegen. Außerdem muss der Förderantrag zwingend vor Auftragsvergabe bei der KfW gestellt werden – wer zuerst unterschreibt und dann beantragt, verliert den Anspruch vollständig. Wir stellen den Antrag für Sie, bevor ein einziger Handwerker beauftragt wird.

    Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist: Der Geschwindigkeitsbonus sinkt halbjährlich

    Der Klimageschwindigkeitsbonus von aktuell 16 % sinkt halbjährlich um 4 Prozentpunkte und entfällt ab dem zweiten Halbjahr 2028 vollständig. Wer bei einem 130-m²-Altbau jetzt handelt statt nach der nächsten Absenkung auf 12 % zu warten, spart bei förderfähigen Kosten von 28.000 € genau 1.120 € zusätzlichen Zuschuss. Das entspricht in etwa den Stromkosten einer Wärmepumpe für mehrere Wintermonate.

    KfW-Ergänzungskredit (358/359) als Finanzierungsoption

    Wer den Eigenanteil nicht vollständig aus Eigenmitteln finanzieren möchte, kann ergänzend den KfW-Ergänzungskredit (Programm 358/359) beantragen – mit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit zu zinsgünstigen Konditionen. Dieser Kredit lässt sich mit dem Investitionszuschuss kombinieren und deckt auch die Kosten, die über die förderfähige Deckelung von 28.000 € hinausgehen. Ausführliche Informationen zur Wärmepumpenförderung finden Sie in unserem Überblick.

    Beispielrechnung: Lohnt sich die Wärmepumpe für Ihren 130-m²-Altbau?

    Die folgende Beispielrechnung basiert auf einem konkreten Szenario: ein teilsanierter Altbau mit 130 m² Wohnfläche, Baujahr ca. 1975, Fenster erneuert, Dach teils gedämmt, bisher mit Gasheizung beheizt. Die Anlage: eine 12-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe als Komplettsystem inklusive Einbau.

    Ausgangssituation und Berechnungsgrundlage

    Parameter Wert
    Wohnfläche 130 m²
    Gebäudetyp Teilsanierter Altbau, Baujahr ca. 1975
    Bisheriges Heizsystem Gasheizung (Brennwertkessel, Wirkungsgrad 90 %)
    Jahreswärmebedarf 18.000 kWh
    Angenommene JAZ 3,2 (Heizkörper, Vorlauftemperatur ca. 50 °C)
    Stromverbrauch Wärmepumpe 5.625 kWh/Jahr
    Strompreis 0,30 €/kWh
    Stromkosten Wärmepumpe 1.688 €/Jahr
    Wartungskosten Wärmepumpe 300 €/Jahr
    Gesamtbetriebskosten Wärmepumpe 1.988 €/Jahr
    Gasverbrauch bisher (20.000 kWh Gas bei 90 % Wirkungsgrad) 20.000 kWh/Jahr
    Gaskosten bisher (0,12 €/kWh) 2.400 €/Jahr
    Jährliche Ersparnis 413 €/Jahr

    Investition und Amortisation nach Förderszenario

    Die Investitionskosten für das Komplettsystem betragen 32.000 €. Davon sind 28.000 € förderfähig (Deckelung gemäß KfW-Programm 458, Stand Juli 2026). Je nach Fördersatz ergibt sich folgendes Bild:

    Förderszenario Fördersatz Zuschuss Eigenanteil Amortisation
    Grundförderung + Geschwindigkeitsbonus 46 % 12.880 € 19.120 € 46,4 Jahre
    + Einkommensbonus 30 % (30.001–40.000 €) 76 % 21.280 € 10.720 € 26 Jahre
    + Einkommensbonus 40 % (≤ 30.000 €) 80 % 22.400 € 9.600 € 23,3 Jahre

    Die Amortisationszeiten in dieser Beispielrechnung liegen deutlich über den typischen 10–15 Jahren, die für Wärmepumpen häufig genannt werden. Das liegt an der gewählten Berechnungsgrundlage: einem Gaspreis von 0,12 €/kWh und einem Strompreis von 0,30 €/kWh, was eine jährliche Ersparnis von 413 € ergibt. Diese Rechnung bildet den heutigen Energiepreis-Snapshot ab – ohne die absehbar steigende CO₂-Bepreisung auf Gas (ab 2027 im Rahmen des europäischen Emissionshandels ETS2), ohne künftige Gaspreissteigerungen und ohne den möglichen Eigenverbrauchsvorteil bei einer kombinierten Photovoltaikanlage. Wer heute eine Gasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt, sichert sich zudem gegen weitere Preissteigerungen bei fossilen Energieträgern ab – ein Aspekt, den eine reine Amortisationsrechnung auf Basis heutiger Preise nicht abbildet. Der Hauptvorteil in diesem Szenario liegt daher in der erheblichen Förderung, der Effizienzgarantie und der langfristigen Preisstabilität.

    Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.

    Welche Wärmepumpe passt zu Ihrem 130-m²-Altbau?

    Nicht jeder Wärmepumpen-Typ ist für jeden Altbau gleich gut geeignet. Entscheidend sind der Sanierungsstand, die vorhandene Heizkörpergröße und die erreichbare Vorlauftemperatur.

    Luft-Wasser-Wärmepumpe: Der Standard für den teilsanierten Altbau

    Für einen teilsanierten 130-m²-Altbau ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die erste Wahl. Sie nutzt die Außenluft als Wärmequelle, ist vergleichsweise günstig in der Anschaffung und lässt sich in den meisten Fällen ohne aufwendige Erdarbeiten installieren. Mit einer JAZ von 3,0 bis 3,5 bei Vorlauftemperaturen bis 55 °C erfüllt sie die Fördervoraussetzungen der KfW. Aus dem Enter-Portfolio kommen hier je nach Leistungsklasse und Installationssituation Modelle wie die Vaillant aroTHERM plus oder die Buderus Logatherm WLW in Betracht.

    Hochtemperatur-Wärmepumpe: Wenn die Vorlauftemperatur über 55 °C liegt

    Wenn ein 130-m²-Altbau sehr kleine Heizkörper hat und Vorlauftemperaturen von über 55 °C benötigt, ist eine Hochtemperatur-Wärmepumpe die richtige Wahl. Sie liefert Vorlauftemperaturen bis zu 70–75 °C, hat aber eine niedrigere JAZ von typisch 2,0 bis 2,8 – was die Betriebskosten erhöht und die Erreichung der Förder-JAZ von 3,0 erschwert. In diesem Fall lohnt es sich, zunächst zu prüfen, ob ein gezielter Heizkörpertausch in den kritischen Räumen wirtschaftlicher ist als der Einsatz einer Hochtemperatur-Anlage.

    Hybridlösung: Nur bei vollkommen unsanierten Altbauten nötig

    Liegt die Heizlast eines 130-m²-Altbaus durch fehlende Dämmung über 15 kW, kann eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und Gasheizung wirtschaftlich sinnvoll sein. Die Wärmepumpe deckt dann den Grundbedarf, die Gasheizung springt nur bei extremen Kälteperioden ein. Für einen teilsanierten 130-m²-Altbau ist dieser Weg in der Regel nicht notwendig – die monovalente Luft-Wasser-Wärmepumpe reicht aus.

    Mehr aus Ihrer Wärmepumpe herausholen: Das vernetzte Energiesystem

    Eine Wärmepumpe für 130 m² Altbau verbraucht bei einer JAZ von 3,2 rund 5.625 kWh Strom pro Jahr – das entspricht etwa dem Zweifachen eines durchschnittlichen Haushaltsstromverbrauchs. Wer diesen Strombedarf klug managt, kann die laufenden Betriebskosten deutlich senken.

    Wärmepumpe + Photovoltaik: Eigenverbrauch maximieren

    Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert tagsüber günstigen Eigenstrom, den die Wärmepumpe direkt nutzen kann – besonders in den Übergangsmonaten, wenn die Wärmepumpe läuft und gleichzeitig die Sonne scheint. Bei einem 130-m²-Altbau mit einem Jahresstromverbrauch der Wärmepumpe von 5.625 kWh kann eine PV-Anlage einen erheblichen Teil davon abdecken und die effektiven Stromkosten deutlich reduzieren. Wie Sie beides sinnvoll kombinieren, zeigt unser Überblick zu Wärmepumpe und Photovoltaik.

    Intelligentes Energiemanagement mit Enter Connect

    Enter Connect ist unser intelligenter Energiemanager, der Wärmepumpe, PV-Speicher und weitere Verbraucher automatisch in Echtzeit steuert. Das System lernt Ihre Verbrauchsgewohnheiten und plant voraus, damit möglichst viel selbst erzeugter Strom direkt in die Wärmepumpe fließt. Für einen 130-m²-Altbau mit einem Jahresstromverbrauch der Wärmepumpe von 5.625 kWh bedeutet das: Jede Kilowattstunde Eigenstrom, die Enter Connect in die Wärmepumpe lenkt, spart den Bezugspreis von 0,30 €/kWh – über das Jahr summiert sich das auf einen spürbaren Betrag. Enter Connect ist für 2 Jahre Fernwartung inklusive und ermöglicht uns, Ihre Anlage aus der Ferne zu überwachen und bei Bedarf zu optimieren.

    Dynamischer Stromtarif mit Enter Flow: Automatisch zum günstigsten Strom

    Enter Flow ist unser dynamischer Stromtarif, der die Stromkosten an den stündlichen Spotmarktpreis koppelt. In Kombination mit Enter Connect verschiebt das System den Betrieb der Wärmepumpe automatisch in die Stunden mit den günstigsten Strompreisen – typischerweise nachts oder bei hoher erneuerbarer Einspeisung. Für einen 130-m²-Altbau, der durch seine Heizlast auf einen verlässlichen Wärmepumpenbetrieb angewiesen ist, bietet diese Lastverschiebung einen echten Kostenvorteil gegenüber einem festen Tarif.

    Rechtlicher Rahmen: Was gilt für Ihren Altbau?

    Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und das im Juli 2026 in Kraft getretene Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) haben den regulatorischen Rahmen für Altbaubesitzer grundlegend verändert.

    Was das GModG für Ihren Altbau bedeutet

    Die sogenannte 65-%-Erneuerbare-Pflicht beim Heizungstausch (§§ 71, 71b–71p GEG) ist durch das Gebäudemodernisierungsgesetz ersatzlos gestrichen worden. Das GModG wurde am 10. Juli 2026 von Bundestag und Bundesrat beschlossen, am 28. Juli 2026 im Bundesgesetzblatt verkündet und ist seit dem 29. Juli 2026 in Kraft. Seitdem gilt Technologieoffenheit: Eigentümer dürfen beim Heizungstausch frei wählen – Wärmepumpe, Gas, Öl, Biomasse oder Fernwärme – ohne verpflichtenden Erneuerbaren-Anteil. Wer sich für eine Wärmepumpe entscheidet, tut das aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen, nicht aus gesetzlichem Zwang.

    Sanierungspflichten, die weiterhin gelten

    Unabhängig vom GModG bleiben bestimmte Pflichten aus dem GEG bestehen. Die Dämmpflicht für die oberste Geschossdecke (§ 47 GEG) und die Rohrleitungsdämmung (§ 69 GEG) sind weiterhin gültig. Bei Eigentümerwechsel greift zudem § 102 GEG, der Sanierungspflichten für den neuen Eigentümer vorsieht. Wer sein Haus selbst bewohnt und seit vor dem 1. Februar 2002 Eigentümer ist, ist von bestimmten Nachrüstpflichten befreit (§ 105 GEG) – die Pflicht greift erst bei Eigentümerwechsel.

    So läuft der Weg zu Ihrer Wärmepumpe bei uns ab

    Als Deutschlands größter Energieberater haben wir den Prozess für über 37.000 Projekte optimiert. Für einen 130-m²-Altbau bedeutet das konkret vier klar strukturierte Schritte – Sie haben einen Ansprechpartner, keine Koordinationslast.

    • Schritt 1 – Bedarf erfassen: Sie beschreiben Ihr Haus online in wenigen Minuten: Wohnfläche, Baujahr, Sanierungsstand, bisheriges Heizsystem. Das dauert keine 10 Minuten.
    • Schritt 2 – Experten-Beratung: Unser Experte bespricht mit Ihnen, welche Wärmepumpen-Modelle und Konfigurationen für einen 130-m²-Altbau in Ihrer konkreten Situation infrage kommen – von der Luft-Wasser-Wärmepumpe bis zur Hochtemperaturvariante, verständlich und herstellerunabhängig erklärt.
    • Schritt 3 – Heizlastberechnung vor Ort: Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft Ihren 130-m²-Altbau vor Ort, führt die normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch und dimensioniert das System präzise auf Ihre Heizkörper, Vorlauftemperaturen und Ihren tatsächlichen Wärmebedarf.
    • Schritt 4 – Installation und Förderantrag: Ein geprüfter regionaler SHK-Meisterbetrieb installiert die Anlage. Wir begleiten den vollständigen KfW-Förderprozess – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Auszahlung.

    Über 37.000 erfolgreiche Projekte – starten Sie Ihres.

    Fazit: Wärmepumpe für 130 m² Altbau – was Sie jetzt wissen müssen

    Mit 130 m² Wohnfläche und einem teilsanierten Altbau befinden Sie sich in einem Leistungsbereich, der für Luft-Wasser-Wärmepumpen ideal ist: Die typische Heizlast von rund 11,5 kW (inklusive Warmwasser) fällt exakt in die 12-kW-Klasse, die von allen führenden Herstellern mit der breitesten Modellauswahl abgedeckt wird. Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung – das hat der Fraunhofer-ISE-Feldtest eindeutig belegt. Ihre vorhandenen Altbau-Heizkörper, die damals mit Sicherheitszuschlägen dimensioniert wurden, kommen der Wärmepumpe heute zugute.

    Die KfW-Heizungsförderung (Stand Juli 2026) ermöglicht einen Zuschuss von bis zu 22.400 € auf förderfähige Kosten von 28.000 €. Der Klimageschwindigkeitsbonus von aktuell 16 % sinkt halbjährlich – wer jetzt handelt, sichert sich gegenüber der nächsten Absenkung 1.120 € zusätzlichen Zuschuss. Wie schnell sich die Investition amortisiert, hängt von Ihrem individuellen Fördersatz, dem bisherigen Energieträger und der Energiepreisentwicklung ab – die verifizierte Spanne liegt bei 10 bis 15 Jahren, im Einzelfall bei 7 bis 15 Jahren.

    Wir ermitteln die exakt passende Leistungsklasse für Ihren Altbau, sichern Ihnen mit der Fördergarantie die maximale KfW-Auszahlung und koordinieren die Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe – als ein Vertragspartner, von der ersten Beratung bis zur Inbetriebnahme.

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    FAQ

    Wie viel kW braucht eine Wärmepumpe für 130 m² Altbau?

    Das hängt vom Sanierungsstand ab. Ein teilsanierter 130-m²-Altbau (z. B. neue Fenster, teils gedämmtes Dach) hat typischerweise eine Heizlast von rund 10,4 kW (130 × 80 W/m²), mit Warmwasserzuschlag circa 11,5 kW. Die passende Anlage liegt damit in der 12-kW-Leistungsklasse. Ein gut sanierter Altbau kommt mit 8–10 kW aus, ein vollständig unsanierter kann auf 14–18 kW kommen. Die einzige verlässliche Grundlage ist eine normgerechte Heizlastberechnung – keine Faustformel.

    Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau ohne Fußbodenheizung?

    Ja – und das ist wissenschaftlich belegt. Das Fraunhofer ISE hat im Feldtest „WP-QS im Bestand" 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 vermessen. Die durchschnittliche Vorlauftemperatur für die Raumheizung lag bei nur 44 °C, weit unter den oft befürchteten 60–70 °C. Ausreichend dimensionierte Heizkörper ermöglichten ähnlich niedrige Vorlauftemperaturen wie Fußbodenheizungen. Viele Altbau-Heizkörper aus den 1970er- bis 1990er-Jahren wurden zudem mit Sicherheitszuschlägen überdimensioniert – das kommt der Wärmepumpe heute zugute.

    Was kostet eine Wärmepumpe für 130 m² Altbau inkl. Einbau?

    Für ein Komplettsystem mit einer 12-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Einbau sind bei einem teilsanierten 130-m²-Altbau typischerweise 28.000 bis 35.000 € realistisch. Hinzu können Zusatzkosten kommen: Starkstromanschluss (500–2.000 €), ggf. einzelne Heizkörper (2.000–5.000 €), Warmwasserspeicher (1.000–3.000 €) und Fundamentarbeiten (500–1.500 €). Nach KfW-Förderung (bis zu 80 % auf förderfähige Kosten von 28.000 €) kann der Eigenanteil erheblich sinken. Durch den Anbietervergleich lassen sich im Schnitt 5.800 € einsparen.

    Welche Förderung bekomme ich 2026 für eine Wärmepumpe im Altbau?

    Die KfW-Heizungsförderung (Programm 458, Stand Juli 2026) setzt sich aus bis zu 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (sinkt halbjährlich) und bis zu 40 % Einkommensbonus zusammen – maximal 80 % Gesamtförderung auf förderfähige Kosten von bis zu 28.000 €, also maximal 22.400 € Zuschuss. Voraussetzung ist unter anderem eine Mindest-JAZ von 3,0, das SG-Ready-Label und die Antragstellung vor Auftragsvergabe. Wir begleiten den gesamten KfW-Prozess mit unserer Fördergarantie – kein Risiko durch Formfehler.

    Muss ich meinen Altbau erst dämmen, bevor eine Wärmepumpe Sinn macht?

    Eine vollständige Sanierung ist keine Voraussetzung. Bei einem teilsanierten 130-m²-Altbau mit Vorlauftemperaturen bis 55 °C ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in der Regel wirtschaftlich sinnvoll und erreicht die Förder-JAZ von 3,0. Liegt die Heizlast durch fehlende Dämmung über 15 kW, kann eine vorherige Verbesserung der Gebäudehülle die Investitionskosten für die Wärmepumpe senken und die Effizienz erhöhen. Ob und welche Sanierungsmaßnahmen sich vor dem Wärmepumpeneinbau lohnen, klären wir in der kostenlosen Beratung und Heizlastberechnung.

    Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei 130 m² Altbau?

    Bei einem Jahreswärmebedarf von 18.000 kWh und einer JAZ von 3,2 (realistisch für einen teilsanierten Altbau mit Heizkörpern und ca. 50 °C Vorlauftemperatur) ergibt sich ein jährlicher Stromverbrauch von rund 5.625 kWh. Bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh entspricht das Stromkosten von 1.688 € pro Jahr. Mit Enter Connect und Enter Flow lässt sich ein Teil dieses Stroms zu günstigeren Spotmarktpreisen beziehen oder durch Photovoltaik-Eigenverbrauch ersetzen.

    Wie läuft der Einstieg bei Enter konkret ab?

    Sie beschreiben Ihr Haus online in wenigen Minuten, dann bespricht ein Experte mit Ihnen die passenden Wärmepumpen-Optionen für Ihren 130-m²-Altbau. Anschließend kommt ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte für die Heizlastberechnung zu Ihnen – kostenlos und unverbindlich. Erst danach erhalten Sie ein verbindliches Angebot mit transparenten Kosten, gesicherter Förderung und einem festen Installationstermin durch einen geprüften regionalen SHK-Meisterbetrieb. Sie haben einen Ansprechpartner für den gesamten Prozess.

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