Wärmepumpe 130 qm Neubau: Größe & Kosten 2026

Bei einem 130-qm-Neubau mit Fußbodenheizung liegt die tatsächliche Heizlast häufig nur zwischen 5 und 7,5 kW inklusive Warmwasserbedarf – das bedeutet, dass bereits eine Leistungsklasse zu groß gewählt (etwa 12 kW statt 6–8 kW) dazu führt, dass die Mindestleistung des Geräts bei voller Modulation noch immer über dem Heizbedarf in der Übergangszeit liegt, was zu häufigem Takten und messbarem Effizienzverlust führt. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ermitteln wir für Ihren 130-qm-Neubau die exakt passende Leistungsklasse und sichern Ihnen mit der Fördergarantie die optimale Einbindung in den KfW-Antragsprozess.

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    Wer einen Neubau mit 130 qm plant, stellt sich früh die Frage, welche Wärmepumpe wirklich passt – und ob sie von Anfang an richtig dimensioniert ist. Der entscheidende Unterschied zum Bestandsgebäude: Eine Fußbodenheizung mit 35 °C Vorlauftemperatur ist im Neubau Standard, was eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 4,0 bis 4,5 ermöglicht und die Heizkosten auf unter 500 € jährlich drückt. Durch herstellerunabhängige Planung und Anbietervergleich sparen Bauherren im Schnitt 5.800 €. Als Deutschlands größter Energieberater führen wir die normgerechte Heizlastberechnung durch, begleiten den KfW-Antragsprozess und koordinieren die Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe.

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark

    Passende Leistungsklasse: 6–8 kW – Ein 130-qm-Neubau nach GEG-Standard hat eine typische Heizlast von nur 5 bis 7,5 kW inklusive Warmwasser. Die richtige Anlage liegt damit in der 6-kW- bis 8-kW-Klasse; größere Geräte takten und verschleißen schneller.

    Checkmark

    Heizkosten unter 500 € jährlich möglich – Bei einer JAZ von 4,0 und einem Jahreswärmebedarf von rund 6.500 kWh verbraucht die Wärmepumpe nur ca. 1.625 kWh Strom pro Jahr, was Heizkosten von rund 455 € entspricht.

    Checkmark

    Keine KfW-458-Zuschüsse im Neubau – Für die Wärmepumpe im Neubau gibt es keinen direkten Zuschuss über das KfW-Programm 458. Stattdessen steht der zinsgünstige KfW-Kredit 297/298 (Klimafreundlicher Neubau) mit bis zu 150.000 € Kreditsumme pro Wohneinheit zur Verfügung.

    Checkmark

    Enter plant herstellerunabhängig aus über 37.000 Projekten – Als Deutschlands größter Energieberater übernimmt Enter die vollständige Planung, Heizlastberechnung, Förderbegleitung und Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe – alles aus einer Hand.

    Welche Leistung braucht die Wärmepumpe für 130 qm Neubau?

    Die Dimensionierungsfrage ist bei einem 130-qm-Neubau besonders heikel, weil dieser Gebäudetyp im Grenzbereich zwischen zwei Leistungsklassen liegt. Wer hier auf Faustformeln vertraut, riskiert entweder eine überdimensionierte Anlage mit Effizienzverlusten oder eine zu kleine, die an sehr kalten Tagen an ihre Grenzen stößt. Verbindlich ist allein die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch eine Fachkraft.

    Heizlast eines 130-qm-Neubaus – warum nur 5 bis 7,5 kW

    Neubauten nach aktuellem GEG-Standard haben eine spezifische Heizlast von 30 bis 50 W pro Quadratmeter. Für 130 qm ergibt das eine Gebäudeheizlast zwischen 3,9 und 6,5 kW. Rechnet man den Warmwasserbedarf für einen Vier-Personen-Haushalt hinzu (rund 1 kW), liegt die Gesamtheizlast bei 5 bis 7,5 kW. Ein KfW-40-Haus am unteren Ende dieser Spanne kommt mit 4 bis 5 kW aus, ein Standard-GEG-Neubau eher mit 6 bis 7 kW. Dieser Unterschied von einer Leistungsklasse bedeutet beim Gerät oft eine Preisdifferenz von 2.000 bis 4.000 €.

    Die passende Leistungsklasse: 6–8 kW

    Für die meisten 130-qm-Neubauten nach GEG-Standard ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in der 6-kW- bis 8-kW-Klasse die richtige Wahl. Modelle wie der Vaillant aroTHERM plus oder die Midea M-Thermal Arctic sind in dieser Leistungsklasse verfügbar und für Neubauten mit Fußbodenheizung gut geeignet. Welches Modell konkret passt, hängt von der individuellen Heizlastberechnung, dem Effizienzstandard des Hauses und der geplanten Systemkonfiguration ab.

    Warum eine 12-kW-Anlage für 130 qm Neubau zu groß ist

    Moderne Inverter-Wärmepumpen können ihre Leistung auf bis zu 30 % modulieren. Bei einem 12-kW-Gerät bedeutet das eine Mindestleistung von 3,6 kW. In der Übergangszeit, wenn ein gut gedämmter 130-qm-Neubau nur 1,5 bis 2 kW Wärme benötigt, liegt selbst diese modulierte Mindestleistung noch deutlich über dem tatsächlichen Bedarf. Das Gerät schaltet ständig ein und aus – ein Vorgang, der als Takten bezeichnet wird. Häufiges Takten kann die Jahresarbeitszahl (JAZ) spürbar senken und erhöht den mechanischen Verschleiß erheblich. Eine passgenaue 6-kW- bis 8-kW-Anlage vermeidet dieses Problem von Anfang an.

    KfW 40 vs. KfW 55 vs. Standard-GEG: Was Ihr Effizienzstandard bedeutet

    Der Effizienzstandard Ihres Neubaus beeinflusst direkt, welche Leistungsklasse sinnvoll ist. Ein KfW-40-Haus verliert pro Quadratmeter deutlich weniger Energie als ein Standard-GEG-Bau, was die benötigte Heizlast nach unten drückt. Für Ihren 130-qm-Neubau heißt das konkret: Je besser die Dämmung, desto kleiner die Anlage, desto günstiger die Anschaffung und desto effizienter der Betrieb. Wir berechnen auf Basis Ihres geplanten Effizienzstandards die exakte Heizlast und empfehlen die passende Leistungsklasse.

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    Was kostet eine Wärmepumpe für ein 130-qm-Neubauhaus?

    Die Gesamtinvestition für eine Wärmepumpe im Neubau setzt sich aus Gerätekosten, Installationsaufwand und Nebenarbeiten zusammen. Im Neubau sind die Installationskosten in der Regel geringer als bei einer Sanierung im Bestand, weil das Gebäude von Anfang an auf Niedertemperatur-Heizsysteme ausgelegt ist und keine Umbauarbeiten an der Wärmeverteilung anfallen.

    Gesamtkosten im Überblick

    Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in der 6-kW- bis 8-kW-Klasse, passend für einen 130-qm-Neubau, sind folgende Kostenrahmen realistisch:

    Kostenposition Typische Spanne
    Gerät (Luft-Wasser-Wärmepumpe, 6–8 kW) 8.000–12.000 €
    Installation und Inbetriebnahme 5.000–8.000 €
    Nebenarbeiten (Hydraulik, Elektro, Pufferspeicher) 2.000–5.000 €
    Gesamtinvestition (Komplettsystem) ca. 18.000–25.000 €

    Für die Beispielrechnung in diesem Artikel legen wir 20.000 € als realistische Gesamtinvestition für ein 130-qm-Neubauhaus mit Luft-Wasser-Wärmepumpe zugrunde. Die tatsächlichen Kosten hängen von Hersteller, Modell und regionalen Installationspreisen ab. Durch unseren herstellerunabhängigen Anbietervergleich sparen Bauherren im Schnitt 5.800 € gegenüber einem Einzelangebot.

    Luft-Wasser vs. Erdwärme: Kostenvergleich für 130 qm Neubau

    Erdwärmepumpen erreichen durch die konstante Bodentemperatur eine höhere JAZ als Luft-Wasser-Wärmepumpen. Bei einem 130-qm-Neubau mit ohnehin schon sehr niedrigem Wärmebedarf fällt dieser Effizienzvorteil jedoch absolut gesehen gering aus. Gleichzeitig liegen die Mehrkosten für die Erdsondenbohrung bei 8.000 bis 15.000 € zusätzlich. Der wirtschaftliche Vorteil der Erdwärmepumpe ist bei dieser Hausgröße und diesem niedrigen Wärmebedarf in der Regel schwer zu rechtfertigen. Für die meisten 130-qm-Neubauten ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlichere und einfacher zu installierende Lösung.

    Durchschnittlich 5.800 € sparen durch Anbietervergleich – wir übernehmen die komplette Bürokratie.

    Förderung der Wärmepumpe im Neubau – so funktioniert sie wirklich

    Die Fördersituation im Neubau wird häufig missverstanden, weil viele Bauherren die gleichen Zuschüsse erwarten wie beim Heizungstausch im Bestand. Der Unterschied ist grundlegend: Im Neubau greift ein anderer Förderweg, der auf die Gesamtfinanzierung des Gebäudes ausgerichtet ist.

    Warum es im Neubau keinen direkten Wärmepumpen-Zuschuss gibt

    Das KfW-Programm 458 (Heizungsförderung mit bis zu 80 % Zuschuss und maximal 22.400 € pro Wohneinheit, Stand Juli 2026) gilt ausschließlich für den Heizungstausch in Bestandsgebäuden. Für Neubauten ist dieses Programm nicht verfügbar. Wer als Bauherr eines 130-qm-Neubaus eine Wärmepumpe einbaut, erhält dafür keinen direkten Einzelzuschuss über KfW 458 – unabhängig von Haushaltseinkommen oder Effizienzstandard.

    KfW 297/298: Zinsgünstiger Kredit für klimafreundliche Neubauten

    Im Neubau steht stattdessen der KfW-Kredit 297/298 (Klimafreundlicher Neubau) zur Verfügung. Dieser zinsgünstige Kredit fördert das Gesamtgebäude, wenn es mindestens den Effizienzhaus-40-Standard erfüllt. Die Wärmepumpe wird dabei als technische Grundvoraussetzung für diesen Standard mitgefördert – als Teil des Gesamtkonzepts, nicht als Einzelmaßnahme.

    Förderweg Programm Leistung Voraussetzung
    Neubau KfW 297/298 (Klimafreundlicher Neubau) Zinsgünstiger Kredit bis zu 100.000 € (bzw. 150.000 € bei QNG-Zertifizierung) pro Wohneinheit Mindestens Effizienzhaus-40-Standard
    Bestandsgebäude (zum Vergleich) KfW 458 (Heizungsförderung) Zuschuss bis zu 80 %, max. 22.400 € pro Wohneinheit Bauantrag mind. 5 Jahre alt, JAZ mind. 3,0, SG-Ready

    Der Zinsvorteil des KfW-Kredits 297/298 gegenüber einem marktüblichen Baukredit kann über die gesamte Kreditlaufzeit mehrere Zehntausend Euro ausmachen. Wir begleiten den gesamten KfW-Antragsprozess für Ihren Neubau – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Kreditzusage.

    Technologieoffenheit seit Juli 2026

    Seit dem Inkrafttreten des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) am 29. Juli 2026 gilt bei Heizungssystemen Technologieoffenheit: Die frühere Pflicht, neue Heizungen mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien zu betreiben (§ 71 GEG), wurde ersatzlos gestrichen. Eigentümer dürfen beim Heizungstausch frei wählen. Für Neubauten bleibt die Wärmepumpe dennoch die wirtschaftlich sinnvollste Wahl, weil sie optimal zu niedrigen Vorlauftemperaturen und Fußbodenheizung passt und langfristig von steigenden CO₂-Kosten auf fossile Alternativen profitiert.

    Betriebskosten: Was der Strom für die Wärmepumpe im 130-qm-Neubau wirklich kostet

    Die Sorge vor hohen Stromkosten ist bei Bauherren weit verbreitet – zu Unrecht, wenn der Neubau gut gedämmt ist. Bei einem 130-qm-Neubau nach EH55-Standard sind die jährlichen Heizkosten mit einer Wärmepumpe ausgesprochen niedrig, weil der Wärmebedarf bereits durch die Gebäudehülle stark reduziert ist.

    Beispielrechnung: Betriebskosten und Wirtschaftlichkeit

    Das folgende Szenario zeigt die konkreten Zahlen für ein 130-qm-Neubauhaus (Effizienzhaus 55, Fußbodenheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe 6–8 kW, JAZ 4,0, Vergleichssystem: Gas-Brennwerttherme):

    Parameter Wert
    Wohnfläche 130 qm
    Gebäudetyp Neubau (Effizienzhaus 55)
    Jahreswärmebedarf (inkl. Warmwasser) 6.500 kWh
    JAZ 4,0
    Stromverbrauch Wärmepumpe 1.625 kWh/a
    Stromkosten Wärmepumpe (0,28 €/kWh) 455 €/a
    Wartungskosten (Wärmepumpe) 300 €/a
    Gesamtbetriebskosten Wärmepumpe 755 €/a
    Gasverbrauch Vergleichssystem (Wirkungsgrad 0,92) 7.065 kWh/a
    Gaskosten Vergleichssystem (0,12 €/kWh) 848 €/a
    Jährliche Ersparnis Wärmepumpe vs. Gas 93 €/a
    Investitionskosten (Komplettsystem) 20.000 €
    KfW-458-Zuschuss Nicht verfügbar (KfW 458 gilt nur für Bestandsgebäude)
    Eigenanteil 20.000 €
    Amortisation ggü. Gas-Vergleichssystem Keine Amortisation ggü. Vergleichssystem in diesem Szenario

    Für Neubauten gibt es über das KfW-Programm 458 keinen Zuschuss für die Wärmepumpe. Stattdessen kann der zinsverbilligte KfW-Kredit 297/298 (Klimafreundlicher Neubau) genutzt werden, mit bis zu 100.000 € (bzw. 150.000 € bei QNG-Zertifizierung) Kreditsumme pro Wohneinheit.

    Die jährliche Ersparnis gegenüber einer fiktiven Gas-Brennwerttherme fällt in diesem Szenario mit 93 € gering aus, weil der Wärmebedarf des 130-qm-Neubaus bereits sehr niedrig ist und damit auch die absolute Differenz zwischen Strom- und Gaskosten klein bleibt. Der Hauptvorteil der Wärmepumpe im Neubau liegt deshalb nicht primär in der kurzfristigen Betriebskostenersparnis, sondern in der Zukunftssicherheit: Steigende CO₂-Abgaben auf Gas erhöhen künftig den Kostenvorteil der Wärmepumpe, während sinkende Strompreise durch den Ausbau erneuerbarer Energien die Betriebskosten weiter senken. Zudem ist die Wärmepumpe technisch optimal auf den Neubau abgestimmt und erreicht problemlos die Mindest-JAZ von 3,0, die für viele Förderprogramme und Zertifizierungen vorausgesetzt wird.

    Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.

    Wie PV und intelligentes Energiemanagement die Kosten weiter senken

    Die ohnehin schon niedrigen Stromkosten von rund 455 € jährlich lassen sich mit einer Photovoltaikanlage und einem intelligenten Energiemanagementsystem weiter reduzieren. Enter Connect, unser Energiemanager, steuert Wärmepumpe, PV-Speicher und weitere Verbraucher in einem 130-qm-Neubau vollautomatisch. Das System lernt die Verbrauchsgewohnheiten des Haushalts und priorisiert selbst erzeugten Solarstrom für den Betrieb der Wärmepumpe. Ergänzend dazu nutzt Enter Flow als dynamischer Stromtarif automatisch die günstigsten Stunden am Spotmarkt für den Heizbetrieb. Gerade bei einem Neubau, der von Anfang an auf Energieeffizienz ausgelegt ist, entfaltet dieses vernetzte System sein volles Potenzial: Die Heizkosten können so auf unter 300 € jährlich sinken. Weitere Informationen zum Enter Connect Energiemanager und zur Kombination mit Photovoltaik finden Sie auf unseren Übersichtsseiten.

    Welche Wärmepumpe ist für einen 130-qm-Neubau am besten geeignet?

    Die Wahl des richtigen Wärmepumpentyps hängt von der Heizlast, dem Grundstück und dem Budget ab. Für einen 130-qm-Neubau gibt es eine klare Empfehlung, die sich in der überwältigenden Mehrheit der Fälle bewährt.

    Luft-Wasser-Wärmepumpe: Der Standard für den Neubau

    Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist für einen 130-qm-Neubau in nahezu allen Fällen die richtige Wahl. Sie benötigt keine Bohrungen, ist schnell installiert und deckt mit einer 6-kW- bis 8-kW-Anlage die Heizlast des Neubaus zuverlässig ab. Modelle wie der Buderus Logatherm WLW oder der Wolf CHA Monoblock sind als kompakte Monoblock-Geräte besonders einfach zu installieren und für diese Leistungsklasse gut geeignet. Wir wählen herstellerunabhängig das Modell aus, das zu Ihrem Haus, Ihrem Budget und Ihrer Systemkonfiguration passt – auf Basis der Expertise aus über 37.000 Projekten deutschlandweit.

    Fußbodenheizung und Vorlauftemperatur: Der eingebaute Effizienzvorteil

    Im Neubau ist eine Fußbodenheizung Standard – und das ist für die Wärmepumpe ein entscheidender Vorteil. Eine Fußbodenheizung kommt mit Vorlauftemperaturen von 30 bis 35 °C aus, während Heizkörper in Altbauten oft 55 bis 70 °C benötigen. Dieser Unterschied wirkt sich direkt auf die Effizienz aus: Pro Kelvin weniger Vorlauftemperatur steigt die JAZ um rund 0,04 Punkte. Eine Senkung von 55 °C auf 35 °C entspricht damit einem JAZ-Gewinn von rund 0,8 Punkten. Im 130-qm-Neubau ist dieser Vorteil bereits durch die Bauplanung „eingebaut" – ohne zusätzliche Investition.

    JAZ im Neubau: Warum 4,0 bis 4,5 realistisch sind

    Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung in einem gut gedämmten Neubau ist eine JAZ von 4,0 bis 4,5 ein realistischer Zielwert. Die Mindest-JAZ von 3,0, die als Fördervoraussetzung für verschiedene Programme gilt, wird in einem 130-qm-Neubau problemlos übertroffen. Auch das SG-Ready-Label, das für die Förderfähigkeit erforderlich ist, wird von allen gängigen modernen Wärmepumpenmodellen erfüllt. Für die Beispielrechnung in diesem Artikel legen wir konservativ eine JAZ von 4,0 zugrunde.

    Häufige Fehler bei der Wärmepumpen-Planung im Neubau

    Drei Fehleinschätzungen begegnen uns bei der Planung von Wärmepumpen in Neubauten besonders häufig. Alle drei kosten entweder Geld oder Effizienz – oft beides.

    Mythos: „Größer ist sicherer"

    Viele Bauherren orientieren sich an kW-Werten, die sie aus Bestandsgebäuden kennen, und wählen eine 10-kW- oder 12-kW-Anlage für ihren 130-qm-Neubau. Das Gegenteil ist richtig: Eine überdimensionierte Anlage taktet häufig, weil ihre Mindestleistung über dem tatsächlichen Heizbedarf in der Übergangszeit liegt. Das senkt die JAZ, erhöht den Verschleiß und macht die Anlage teurer in Anschaffung und Betrieb. Eine passgenaue 6-kW- bis 8-kW-Anlage ist effizienter, günstiger und langlebiger.

    Mythos: „Im Neubau reicht jede Wärmepumpe"

    Auch im Neubau muss präzise dimensioniert werden. Der Unterschied zwischen einem KfW-40-Haus und einem Standard-GEG-Neubau bedeutet bei 130 qm eine Differenz von einer ganzen Leistungsklasse – und damit eine Preisdifferenz von 2.000 bis 4.000 € beim Gerät. Wer ohne normgerechte Heizlastberechnung kauft, zahlt entweder zu viel oder bekommt eine Anlage, die nicht optimal zur Gebäudehülle passt.

    Mythos: „Erdwärme lohnt sich im Neubau immer"

    Erdwärmepumpen bieten eine höhere JAZ und arbeiten unabhängig von der Außentemperatur. Bei einem 130-qm-Neubau mit einem Jahreswärmebedarf von nur rund 6.500 kWh ist der absolute Effizienzvorteil gegenüber einer Luft-Wasser-Wärmepumpe jedoch gering. Die Mehrkosten für die Erdsondenbohrung von 8.000 bis 15.000 € lassen sich bei diesem niedrigen Wärmebedarf in der Regel nicht wirtschaftlich rechtfertigen. Für die überwiegende Mehrheit der 130-qm-Neubauten ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die bessere Wahl.

    So planen Sie Ihre Wärmepumpe für den 130-qm-Neubau – Schritt für Schritt

    Für einen Neubau, bei dem die Heizung von Anfang an passen muss, ist ein strukturierter Planungsprozess entscheidend. Unser Prozess ist auf genau diese Situation zugeschnitten: kaufbereit, aber mit berechtigten Fragen zur richtigen Dimensionierung und Förderung.

    • Schritt 1 – Bedarf erfassen: Beschreiben Sie Ihren geplanten Neubau in wenigen Minuten online – Quadratmeter, Effizienzstandard, geplantes Wärmeverteilsystem und Ihre Anforderungen an das Heizsystem.
    • Schritt 2 – Experten-Beratung: Ein Experte bespricht mit Ihnen konkret, welche Wärmepumpenmodelle und Konfigurationen für Ihren 130-qm-Neubau infrage kommen – mit klarem Blick auf die Leistungsklasse (6–8 kW) und die Systemintegration mit PV und Energiemanager. Der Vergleich verschiedener Modelle und Hersteller erfolgt herstellerunabhängig und transparent.
    • Schritt 3 – Heizlastberechnung und Vor-Ort-Analyse: Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft die Planungsunterlagen Ihres 130-qm-Neubaus, führt die normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch und dimensioniert das System präzise – damit weder Takten noch Unterversorgung an kalten Tagen ein Thema wird.
    • Schritt 4 – Installation und Förderantrag: Ein regionaler SHK-Meisterbetrieb installiert die Anlage. Wir begleiten den vollständigen KfW-Antragsprozess für den Klimafreundlichen Neubau (KfW 297/298) – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Kreditzusage.

    Für eine Übersicht aller verfügbaren Wärmepumpen-Typen und Systemlösungen sowie zu den aktuellen Fördermöglichkeiten für Wärmepumpen finden Sie weiterführende Informationen auf unserer Website.

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    Fazit: Wärmepumpe im 130-qm-Neubau – Effizienz von Anfang an

    Ein 130-qm-Neubau mit Fußbodenheizung ist der ideale Ausgangspunkt für eine Wärmepumpe – weil alle Voraussetzungen bereits stimmen: niedrige Vorlauftemperatur, hohe Dämmqualität, JAZ von 4,0 und mehr. Die Heizkosten liegen bei rund 455 € jährlich für Strom, was die Wärmepumpe zu einer der günstigsten Heizvarianten für diesen Gebäudetyp macht. Die entscheidende Frage ist nicht, ob eine Wärmepumpe sinnvoll ist, sondern welche Leistungsklasse exakt passt: Für 130 qm Neubau sind das 6 bis 8 kW – präzise ermittelt durch eine normgerechte Heizlastberechnung, nicht durch Faustformeln.

    Beim Thema Förderung ist Klarheit wichtig: Im Neubau gibt es keinen direkten Zuschuss über KfW 458. Der richtige Förderweg ist der zinsgünstige KfW-Kredit 297/298 für klimafreundliche Neubauten mit bis zu 150.000 € Kreditsumme pro Wohneinheit. Wir begleiten diesen Prozess vollständig – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Kreditzusage.

    Als Deutschlands größter Energieberater bringen wir die Expertise aus über 37.000 Projekten in Ihre Planung ein. Sie haben einen Vertragspartner für Heizlastberechnung, herstellerunabhängige Systemauswahl, Förderbegleitung und Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe. Ergänzt durch Enter Connect und Enter Flow als vernetztes Energiesystem können die Betriebskosten Ihrer Wärmepumpe noch weiter gesenkt werden – automatisch und ohne zusätzlichen Aufwand. Weitere Details zu Wärmepumpe und Photovoltaik kombinieren sowie zu den aktuellen Wärmepumpenpreisen finden Sie in unseren Ratgeberartikeln.

    Deutschlands größter Energieberater: Wir berechnen Ihre Heizlast – erst dann empfehlen wir.

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    FAQ

    Welche Leistung braucht eine Wärmepumpe für 130 qm Neubau?

    Für einen 130-qm-Neubau nach GEG-Standard liegt die Heizlast inklusive Warmwasserbedarf typischerweise zwischen 5 und 7,5 kW. Die passende Leistungsklasse für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist damit 6 bis 8 kW. Verbindlich ist jedoch immer die raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen zertifizierten Fachmann – Faustformeln können je nach Effizienzstandard (KfW 40, KfW 55, Standard-GEG) erheblich abweichen.

    Gibt es eine Förderung für die Wärmepumpe im Neubau?

    Ja, aber anders als im Bestand: Das KfW-Programm 458 (Heizungsförderung mit bis zu 80 % Zuschuss) gilt ausschließlich für Heizungstausch in Bestandsgebäuden und ist im Neubau nicht verfügbar. Für Neubauten steht der zinsgünstige KfW-Kredit 297/298 (Klimafreundlicher Neubau) zur Verfügung, mit bis zu 100.000 € Kreditsumme pro Wohneinheit (bzw. 150.000 € bei QNG-Zertifizierung). Voraussetzung ist mindestens der Effizienzhaus-40-Standard. Wir begleiten den gesamten Antragsprozess.

    Was kostet der Strom für eine Wärmepumpe in einem 130-qm-Neubau pro Jahr?

    Bei einem Jahreswärmebedarf von rund 6.500 kWh und einer realistischen JAZ von 4,0 verbraucht die Wärmepumpe ca. 1.625 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Wärmepumpenstrompreis von 0,28 €/kWh entspricht das Stromkosten von rund 455 € jährlich. Inklusive Wartungskosten von typischerweise 250 bis 350 € jährlich liegen die Gesamtbetriebskosten bei rund 755 €/a – ein sehr niedriger Wert, der die Effizienz des Systems im gut gedämmten Neubau widerspiegelt.

    Lohnt sich die Wärmepumpe im Neubau gegenüber einer Gasheizung?

    Bei einem 130-qm-Neubau ist der absolute Kostenvorteil gegenüber einer Gas-Brennwerttherme aufgrund des bereits sehr niedrigen Wärmebedarfs zunächst gering. Der eigentliche Vorteil liegt in der Zukunftssicherheit: Steigende CO₂-Abgaben auf Gas erhöhen künftig den Kostenvorteil der Wärmepumpe, während sinkende Strompreise durch den Ausbau erneuerbarer Energien die Betriebskosten weiter senken. Zudem ist die Wärmepumpe optimal auf den Neubau mit Fußbodenheizung und niedrigen Vorlauftemperaturen abgestimmt – ein Vorteil, den eine Gasheizung strukturell nicht bieten kann.

    Warum ist eine 12-kW-Wärmepumpe für einen 130-qm-Neubau problematisch?

    Eine 12-kW-Anlage hat selbst bei maximaler Modulation auf 30 % eine Mindestleistung von 3,6 kW. In der Übergangszeit benötigt ein gut gedämmter 130-qm-Neubau aber oft nur 1,5 bis 2 kW – die Anlage schaltet ständig ein und aus (Takten). Das senkt die JAZ spürbar, erhöht den mechanischen Verschleiß und macht die Anlage teurer als nötig. Für 130 qm Neubau ist eine passgenaue 6-kW- bis 8-kW-Anlage die richtige Wahl.

    Funktioniert eine Wärmepumpe im Neubau auch ohne Fußbodenheizung?

    Grundsätzlich ja, aber der Effizienzgewinn ist geringer. Eine Fußbodenheizung mit 30 bis 35 °C Vorlauftemperatur ist der optimale Betriebsfall für eine Wärmepumpe – sie ermöglicht eine JAZ von 4,0 und mehr. Werden stattdessen Heizkörper eingesetzt, die 50 bis 60 °C benötigen, sinkt die JAZ deutlich. Im Neubau ist die Fußbodenheizung Standard und sollte aus Effizienzgründen beibehalten werden.

    Wie gehe ich als Bauherr am besten vor, um die richtige Wärmepumpe für meinen 130-qm-Neubau zu finden?

    Der wichtigste erste Schritt ist eine normgerechte Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – sie ist die einzige verlässliche Grundlage für die richtige Dimensionierung. Als Deutschlands größter Energieberater führen wir diese Berechnung kostenlos durch, vergleichen herstellerunabhängig die passenden Modelle und begleiten den gesamten KfW-Antragsprozess für den Klimafreundlichen Neubau. Mit einem einzigen Vertragspartner für Planung, Förderung und Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe haben Sie von Anfang an Planungssicherheit – ohne Koordinationsaufwand.

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