
Direktvermarktung Photovoltaik: Jetzt installieren oder bis 2027 warten?
Sichern Sie sich jetzt die volle Einspeisevergütung für 20 Jahre – lassen Sie Ihre PV-Anlage von Enter analysieren und noch 2026 installieren.
Wie sehr lohnt sich eine PV-Anlage für Ihr Zuhause wirklich? Mit dem Enter Solarrechner finden Sie es in nur wenigen Klicks heraus:
Was ändert sich bei der Direktvermarktung Photovoltaik ab 2027 – und lohnt sich eine neue PV-Anlage noch? Der ursprüngliche Referentenentwurf vom Januar 2026 und der Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026 unterscheiden sich erheblich. Enter ordnet als Deutschlands größter Energieberater die wichtigsten Fakten ein.
Das Thema kurz und kompakt
Was sich seit dem Referentenentwurf wirklich geändert hat
Der Referentenentwurf vom Januar 2026 sah einen harten Sofortschnitt vor: Die feste Einspeisevergütung für neue Kleinanlagen sollte sofort entfallen. Dieser Entwurf ist vom Tisch. Das Bundeswirtschaftsministerium hat den überarbeiteten Entwurf am 17. Juli 2026 in die Verbändeanhörung gegeben; das Bundeskabinett hat ihn am 29. Juli 2026 beschlossen. Das Ergebnis ist ein deutlich entschärftes, zweistufiges Übergangsmodell, ein gestaffelter Ausstieg über mehrere Jahre.
Ebenfalls kursiert eine Behauptung, die sich hartnäckig hält: Das Solarspitzengesetz 2025 habe die Direktvermarktungspflicht von 100 kWp auf 25 kWp gesenkt. Das ist falsch. Die Pflichtgrenze liegt weiterhin bei 100 kWp. Die im ursprünglichen Entwurf vorgesehene Absenkung auf 25 kWp wurde in der finalen Gesetzesfassung (BGBl. 2025 I Nr. 51) gestrichen. Das Solarspitzengesetz hat lediglich die Zugangsbedingungen für die freiwillige Direktvermarktung kleinerer Anlagen erleichtert, nicht aber die Pflichtgrenze geändert.
Einspeisevergütung vs. Direktvermarktung: Was für Ihr Dach wirklich gilt
Um zu verstehen, was sich ab 2027 ändert, hilft ein klarer Blick auf die beiden Vergütungsmodelle, die heute nebeneinander existieren.

- Bei der festen Einspeisevergütung wird jede ins Netz eingespeiste kWh Solarstrom zum staatlich festgelegten Satz vergütet – ab August 2026 beträgt er 7,71 ct/kWh für Neuanlagen mit Teileinspeisung bis 10 kWp. Dieser Satz gilt ab Inbetriebnahme für 20 Jahre.
- Bei der Direktvermarktung verkaufen PV-Betreiber ihren Strom an der Strombörse EPEX SPOT, meist über einen spezialisierten Dienstleister, den Direktvermarkter. Der Erlös schwankt mit dem Marktpreis. Um das Risiko abzufedern, gibt es das sogenannte Marktprämienmodell: Der Staat zahlt die Differenz zwischen dem monatlichen Börsendurchschnittspreis (Marktwert Solar) und dem anzulegenden Wert aus. Im Marktprämienmodell liegt der anzulegende Wert 0,4 ct/kWh über dem EEG-Einspeisevergütungssatz, also beispielsweise 8,18 ct/kWh statt 7,78 ct/kWh bei Anlagen bis 10 kWp. Dieses Sicherungsnetz ist der entscheidende Unterschied zur sonstigen Direktvermarktung, bei der das volle Marktrisiko beim Betreiber liegt.
Der direkte Vergleich im laufenden Betrieb 2025/2026 ist ernüchternd: Der Mehrerlös durch Direktvermarktung gegenüber der festen Einspeisevergütung liegt im Normalbetrieb bei lediglich 0,1 bis 0,5 ct/kWh. Bei laufenden Vermarktungskosten von rund 100 € pro Jahr allein für die Provision ist das für die meisten Hausanlagen kein rentables Geschäftsmodell.
Warum kleine Dachanlagen von der Direktvermarktung kaum profitieren
Das Fraunhofer ISE hat in einer Studie von Februar 2026 berechnet: Mehrerlöse von etwa 2 bis 3 ct/kWh wären nötig, um allein die Vermarktungskosten zu decken. Den Marktwert Solar erreicht dieser Aufschlag nur in Ausnahmesituationen – laut Bundesnetzagentur schwankte er zuletzt stark, im April 2026 lag er bei 1,317 ct/kWh, im März 2026 noch bei 5,455 ct/kWh.
Inklusive Smart-Meter-Betrieb und Einrichtungsgebühr können die Gesamtkosten auf bis zu rund 600 € pro Jahr steigen. Der Mehrerlös von 0,1 bis 0,5 ct/kWh deckt das bei typischen Hausanlagen nicht.
Was die Direktvermarktung technisch voraussetzt
Wer die Direktvermarktung grundsätzlich in Betracht zieht, muss einige Voraussetzungen erfüllen. Das wichtigste Instrument ist der Smart Meter (intelligentes Messsystem): Für neue PV-Anlagen ab 7 kWp ist er seit 2025 Pflicht. Er erfasst alle 15 Minuten die Einspeisedaten und übermittelt sie automatisch an den Direktvermarkter und den Netzbetreiber. Die laufenden Betriebskosten liegen bei 50 bis 140 € jährlich.
Zudem brauchen Sie einen Vertrag mit einem zugelassenen Direktvermarkter. Ein Wechsel ist jederzeit zum Monatsersten möglich, muss aber mehr als einen Monat im Voraus angekündigt werden. Eine frühere Hürde ist inzwischen gefallen: Seit Mai 2024 ist die Anforderung zur Fernsteuerbarkeit durch den Direktvermarkter für Anlagen unter 25 kWp entfallen, was den Einstieg deutlich vereinfacht hat.
EEG-Reform 2027: Was der Kabinettsentwurf für neue PV-Anlagen konkret bedeutet
Eines vorweg: Der Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026 ist kein Gesetz. Das parlamentarische Verfahren durch Bundestag und Bundesrat steht noch aus, und die Inhalte können sich noch ändern. Was aber im aktuellen Entwurf klar verankert ist und sich kaum mehr verschieben dürfte: Anlagen, die bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb gehen, behalten ihre bestehende EEG-Vergütung für 20 Jahre. Dieser Bestandsschutz ist politisch breit akzeptiert.
Das zweistufige Übergangsmodell im Überblick
Wer 2027 oder später eine neue PV-Anlage installiert, startet in ein anderes System. Der Kabinettsbeschluss sieht zwei Stufen vor:
Was das in der Praxis bedeutet: Das Marktprämienmodell mit staatlichem Sicherungsnetz soll laut Kabinettsentwurf künftig erst ab 25 kWp zugänglich sein. Typische Einfamilienhausanlagen liegen bei 5 bis 15 kWp – sie hätten damit keinen Zugang mehr zur Marktprämie. Das volle Börsenpreisrisiko läge dann beim Betreiber, abgefedert allein durch den Direktvermarktungsbonus.
Eigenverbrauch optimieren: Warum Ihre Anlage weniger vom Börsenpreis abhängen muss
Bei einem Haushaltsstrompreis von rund 37 ct/kWh (BDEW-Durchschnitt 2026) ist eine selbst verbrauchte kWh Solarstrom fast fünfmal so wertvoll wie eine eingespeiste kWh. Wer den Eigenverbrauch maximiert, macht sich weitgehend unabhängig von schwankenden Vergütungsregeln – unabhängig davon, was 2027 final beschlossen wird.
Enter Connect und Enter Flow helfen dabei: Enter Connect steuert PV-Anlage, Speicher und Haushaltsgeräte automatisch für maximalen Eigenverbrauch. Enter Flow senkt als dynamischer Stromtarif die Kosten für den verbleibenden Netzstrombezug.
Jetzt oder warten? Enter hilft Hausbesitzern bei der richtigen PV-Entscheidung
Beide Entscheidungen haben ihre Logik, aber sie haben unterschiedliche Risikoprofile.
Wer seine PV-Anlage bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb nimmt, sichert sich 20 Jahre planbare Einspeisevergütung – unabhängig davon, wie das parlamentarische Verfahren ausgeht. Wer wartet, startet 2027 in ein System mit Übergangszahlung und Direktvermarktungsbonus, dessen Details noch nicht final beschlossen sind. In beiden Fällen gilt: Je höher der Eigenverbrauch, desto weniger zählt der Vergütungssatz.
Enter hilft Ihnen, diese Entscheidung auf Basis Ihres konkreten Gebäudes zu treffen. Enter analysiert Ihr Haus ganzheitlich, dimensioniert die Anlage passgenau für maximalen Eigenverbrauch und vergleicht geprüfte Handwerksbetriebe aus Ihrer Region. Für die Finanzierung übernimmt Enter vollständig den Antragsprozess beim KfW-Kredit 270 – dem zinsgünstigen Kredit für PV-Anlagen und Batteriespeicher.
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FAQ
Gilt die feste Einspeisevergütung noch für Hausbesitzer, die 2026 eine PV-Anlage installieren?
Ja. Wer seine PV-Anlage bis zum 31. Dezember 2026 in Betrieb nimmt, erhält die feste Einspeisevergütung für 20 Jahre garantiert. Für Neuanlagen mit Teileinspeisung bis 10 kWp liegt der Satz aktuell bei 7,78 ct/kWh (Stand: 1. Februar bis 31. Juli 2026, danach planmäßige Absenkung um 1 %). Dieser Bestandsschutz ist im Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026 klar verankert und gilt unabhängig davon, wie das parlamentarische Verfahren ausgeht.
Was ändert sich ab 2027 für neue PV-Anlagen unter 25 kWp?
Laut dem Kabinettsbeschluss vom 29. Juli 2026 soll die feste Einspeisevergütung für Neuanlagen entfallen. Stattdessen ist ein zweistufiges Übergangsmodell geplant: zunächst eine befristete Übergangszahlung für bis zu 36 Monate, danach ein Direktvermarktungsbonus von 1,5 ct/kWh über vier Jahre, bevor die Anlage vollständig in die sonstige Direktvermarktung übergeht. Wichtig: Das Gesetz ist noch nicht beschlossen, das parlamentarische Verfahren durch Bundestag und Bundesrat steht noch aus. Details können sich noch ändern.
Lohnt sich die Direktvermarktung für kleine Dachanlagen auf dem Eigenheim?
Im Normalbetrieb 2025/2026 kaum. Der Mehrerlös liegt bei 0,1 bis 0,5 ct/kWh, die Gesamtkosten können bis zu rund 600 € pro Jahr betragen – die Rechnung geht für typische Hausanlagen unter 25 kWp selten auf. Besitzer älterer Anlagen, die nach 20 Jahren EEG-Förderdauer in die sonstige Direktvermarktung wechseln, sollten den Eigenverbrauch maximieren: Der Marktwert Solar liegt aktuell oft nur bei 3 bis 5 ct/kWh.
Brauche ich als Hausbesitzer einen Smart Meter für die Direktvermarktung?
Für neue PV-Anlagen ab 7 kWp ist der Smart Meter seit 2025 Pflicht – unabhängig davon, ob Sie die Direktvermarktung nutzen möchten oder nicht. Der Einbau erfolgt über Ihren Netzbetreiber. Die laufenden Betriebskosten liegen bei 50 bis 140 € jährlich. Seit Mai 2024 ist zudem die frühere Anforderung zur Fernsteuerbarkeit durch den Direktvermarkter für Anlagen unter 25 kWp entfallen, was die Direktvermarktung technisch deutlich zugänglicher macht.
Wie kann ich meinen Eigenverbrauch maximieren, um weniger von der Einspeisevergütung abhängig zu sein?
Die wichtigsten Hebel sind eine passgenau dimensionierte Anlagengröße, ein Batteriespeicher und ein intelligentes Energiemanagementsystem. Enter Connect steuert PV-Anlage, Speicher und steuerbare Verbraucher im Haus so, dass möglichst viel selbst erzeugter Strom auch verbraucht wird. Enter Flow als dynamischer Stromtarif senkt zusätzlich die Kosten für den verbleibenden Netzstrombezug. Zusammen lassen sich Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 % erreichen, was die Abhängigkeit von Einspeisevergütung und Börsenpreisen erheblich reduziert.

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