Wärmepumpe 100 qm Altbau: Kosten & Förderung 2026

Gerade im 100-qm-Altbau sind die vorhandenen Heizkörper häufig historisch überdimensioniert: Sie wurden einst für eine noch schlechtere Dämmung ausgelegt und liefern daher heute oft bereits bei 45–50 °C Vorlauftemperatur genug Wärme – was bedeutet, dass eine Fußbodenheizung in den meisten Fällen unnötig ist und die Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0 für die KfW-Förderung realistisch erreichbar bleibt. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung prüfen wir genau das für Ihr Haus: Wir analysieren Ihren Sanierungsstand, ermitteln die passende Leistungsklasse und begleiten Sie mit unserer Fördergarantie durch den gesamten KfW-Antragsprozess.

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    Bei einem 100 qm Altbau liegt die Heizlast je nach Sanierungsstand zwischen 8 und 18 kW – eine Spanne, die zeigt, wie gefährlich Pauschalaussagen bei der Wärmepumpen-Dimensionierung sind. Genau diese Bandbreite verunsichert viele Eigenheimbesitzer, die ihren alten Gas- oder Ölkessel ersetzen wollen. Mit der aktuellen KfW-Förderung von bis zu 80 % und durchschnittlich 5.800 € Ersparnis durch den Anbietervergleich ist der Umstieg heute finanziell so attraktiv wie nie zuvor. Als Deutschlands größter Energieberater führen wir zunächst die Heizlastberechnung für Ihr Haus durch und sichern Ihnen anschließend mit unserer Fördergarantie die maximale KfW-Auszahlung.

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark

    Heizlast zwischen 8 und 18 kW – je nach Sanierungsstand: Ein 100-qm-Altbau benötigt bei teilsaniertem Zustand typischerweise 8–10 kW, im unsanierten Zustand bis zu 18 kW. Die verbindliche Zahl liefert ausschließlich eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.

    Checkmark

    Fußbodenheizung ist kein Muss: Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat in einem vierjährigen Feldtest belegt, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden im Schnitt eine JAZ von 3,4 erreichen – unabhängig vom Baujahr und häufig mit vorhandenen Heizkörpern.

    Checkmark

    Bis zu 80 % KfW-Förderung, max. 22.400 € Zuschuss (Stand Juli 2026): Bei einer Investition von ca. 27.000 € für ein Komplettsystem reduziert die Förderung den Eigenanteil deutlich – durch den Anbietervergleich sparen Hausbesitzer im Schnitt zusätzlich 5.800 €.

    Checkmark

    Enter übernimmt alles aus einer Hand: Enter ist Deutschlands größter Energieberater und begleitet den gesamten Prozess – von der kostenlosen Heizlastberechnung über die herstellerunabhängige Planung bis zur bestätigten KfW-Förderung und der Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe.

    Welche Wärmepumpe passt zu einem 100-qm-Altbau?

    Die Frage nach der richtigen Wärmepumpe für einen 100-qm-Altbau lässt sich nicht mit einer einzigen Zahl beantworten – sie hängt entscheidend davon ab, wie gut das Gebäude gedämmt ist und welche Vorlauftemperatur das vorhandene Heizsystem benötigt. Wer hier auf Faustformeln vertraut, riskiert eine teure Fehlplanung.

    Heizlast und passende kW-Klasse – nach Sanierungsgrad

    Der spezifische Wärmebedarf eines Altbaus variiert erheblich. Die folgende Tabelle zeigt, welche Heizlast für einen 100-qm-Altbau je nach energetischem Zustand realistisch ist:

    Sanierungsstand Spezifische Heizlast (W/m²) Heizlast bei 100 qm (kW) Empfohlene Leistungsklasse
    Unsaniert (vor ~1978) 120–180 W/m² 12–18 kW 12–14 kW, ggf. mit Heizstab
    Teilsaniert (z. B. neue Fenster, Dachdämmung) ~100 W/m² 8–10 kW 8–10 kW Luft-Wasser-Wärmepumpe
    Saniert (Wärmedämmverbundsystem, moderne Fenster) 60–80 W/m² 6–8 kW 6–8 kW Luft-Wasser-Wärmepumpe

    Verbindlich ist ausschließlich eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten. Die Tabelle dient der ersten Orientierung.

    Warum 100 qm im „Sweet Spot" des Wärmepumpen-Marktes liegt

    Ein 100-qm-Altbau fällt mit einer typischen Heizlast von 8–12 kW genau in die am stärksten umkämpfte Leistungsklasse des Wärmepumpen-Marktes. Das bedeutet für Sie als Hausbesitzer die größte Modellvielfalt, die besten Preise und die kürzeste Lieferzeit. Modelle wie die Vaillant aroTHERM plus, die Midea M-Thermal Arctic oder die Bosch Compress 5800i AW sind in dieser Leistungsklasse breit verfügbar. Die Kehrseite: Gerade weil das Angebot so groß ist, ist das Risiko, ohne unabhängige Beratung ein schlecht passendes System zu wählen, besonders hoch. Wir planen herstellerunabhängig – auf Basis unserer Expertise aus über 37.000 Projekten.

    Das Risiko der Überdimensionierung – und wie Sie es vermeiden

    Viele Altbau-Besitzer neigen dazu, „lieber etwas größer" zu wählen. Das ist verständlich, aber kontraproduktiv: Eine zu groß dimensionierte Wärmepumpe schaltet sich häufig kurz ein und wieder aus – Fachleute nennen das „Takten". Dieses Verhalten erhöht den Energieverbrauch und den Verschleiß der Anlage deutlich. Für einen 100-qm-Altbau mit rechnerisch 12 kW Heizlast kann eine 10-kW-Anlage mit integriertem Heizstab die wirtschaftlich klügere Wahl sein: Der Heizstab deckt seltene Spitzenlastmomente ab, während die Wärmepumpe im optimalen Betriebspunkt läuft.

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    Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau – auch ohne Fußbodenheizung?

    Die häufigste Sorge bei einem 100-qm-Altbau lautet: „Mein Haus ist zu schlecht gedämmt, und ich habe keine Fußbodenheizung – da wird die Wärmepumpe doch zum Stromfresser." Diese Befürchtung ist verständlich, aber in den meisten Fällen nicht zutreffend.

    Was die Fraunhofer-ISE-Studie zeigt: JAZ 3,4 im Bestand

    Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat im Forschungsprojekt „WP-QS im Bestand" 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 vermessen. Das Ergebnis: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten eine durchschnittliche Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4 – und es gab keine Korrelation zwischen Gebäudealter und Effizienz. Die Mindest-JAZ von 3,0, die die KfW-Heizungsförderung voraussetzt, ist im Altbau also realistisch erreichbar.

    Vorlauftemperatur im Altbau: Warum 55 °C fast immer reichen

    Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt stark von der benötigten Vorlauftemperatur ab. Bei 35 °C Vorlauf – typisch für eine Fußbodenheizung – erreicht eine Wärmepumpe eine JAZ von etwa 4,0 bis 5,0. Bei 55 °C Vorlauf, wie sie für Heizkörper in einem sanierten Altbau typisch ist, liegt die JAZ bei rund 2,5 bis 3,5. Entscheidend: Der Fraunhofer-Feldtest zeigte, dass die maximale Vorlauftemperatur im Durchschnitt bei nur 44 °C lag – deutlich unter den oft befürchteten 60–70 °C. Ein hydraulischer Abgleich kann die Vorlauftemperatur in vielen Altbauten auf 45–50 °C senken und die JAZ damit spürbar verbessern.

    Der Altbau-Heizkörper-Mythos: Oft schon überdimensioniert

    Gerade im 100-qm-Altbau sind die vorhandenen Heizkörper häufig historisch überdimensioniert. Sie wurden einst für einen noch schlechter gedämmten Gebäudezustand ausgelegt. Das bedeutet: Viele dieser Heizkörper liefern heute bereits bei 45–50 °C Vorlauftemperatur genug Wärme, um das Haus komfortabel zu beheizen. Eine Fußbodenheizung ist in solchen Fällen unnötig. Entscheidend ist, dass die Heizkörper ausreichend dimensioniert sind – das prüfen wir im Rahmen unserer Vor-Ort-Analyse.

    Selbsttest: So prüfen Sie, ob Ihr Haus bereit ist

    Einen ersten Hinweis liefert ein einfacher Selbsttest an einem kalten Wintertag: Senken Sie die Vorlauftemperatur Ihrer bestehenden Heizung auf 50–55 °C und drehen Sie alle Thermostate voll auf. Wird das Haus innerhalb von ein bis zwei Stunden warm und bleibt es warm? Dann ist Ihr Heizkörpersystem in der Regel wärmepumpentauglich. Für eine verbindliche Einschätzung ersetzt dieser Test keine professionelle Heizlastberechnung.

    Was kostet eine Wärmepumpe für einen 100-qm-Altbau?

    Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe im 100-qm-Altbau hängen von der benötigten Leistungsklasse, dem Wärmepumpen-Typ und dem Aufwand für gebäudeseitige Anpassungen ab. Ein realistischer Investitionsrahmen für ein Komplettsystem inklusive Einbau liegt bei ca. 22.000–31.000 €.

    Komplettsystem inkl. Einbau: Der realistische Investitionsrahmen

    Für einen teilsanierten 100-qm-Altbau mit einer 10-kW-Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt das Investitionsvolumen erfahrungsgemäß bei rund 27.000 €. Weitere Informationen zu den Kostenfaktoren finden Sie in unserem Überblick zu Wärmepumpenpreisen.

    Typische Zusatzkosten im Altbau

    Im Altbau können über das eigentliche Gerät und die Standardinstallation hinaus weitere Kosten entstehen:

    • Starkstromanschluss: 500–2.000 €, falls noch nicht vorhanden
    • Heizkörpertausch oder -erweiterung: 2.000–5.000 €, nur wenn einzelne Heizkörper zu klein sind
    • Neuer Warmwasserspeicher: 1.000–3.000 €
    • Fundament für das Außengerät: 500–1.500 €
    • Hydraulischer Abgleich: Pflichtmaßnahme beim Heizungstausch im Bestand; Kosten variieren je nach Anlage

    Nicht jede dieser Positionen fällt bei jedem Haus an. Welche Maßnahmen für Ihr Haus tatsächlich notwendig sind, klären wir in der Vor-Ort-Analyse durch einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten.

    Kostenvergleich: Teildämmung + kleinere Wärmepumpe vs. große Anlage ohne Sanierung

    Wer einen stark unsanierten 100-qm-Altbau mit 14–18 kW Heizlast hat, sollte vor der Wärmepumpen-Entscheidung prüfen, ob eine Kombination aus gezielter Teildämmung und einer kleineren Anlage wirtschaftlicher ist. Eine Dach- und Kellerdeckendämmung kostet typischerweise 8.000–15.000 €, kann die Heizlast aber deutlich senken – und damit den Wärmepumpen-Bedarf auf die günstigere 8–10-kW-Klasse reduzieren. Dieser Vergleich ist Teil unserer ganzheitlichen Gebäudeanalyse.

    Förderung 2026: So reduzieren Sie Ihren Eigenanteil

    Die KfW-Heizungsförderung (Programm KfW 458) macht den Umstieg auf eine Wärmepumpe für Altbau-Eigentümer besonders attraktiv. Für einen 100-qm-Altbau lohnt es sich, die drei Förderszenarien konkret durchzurechnen – denn je nach Haushaltseinkommen kann der Eigenanteil erheblich variieren.

    KfW 458 – Die Förderbausteine im Überblick (Stand Juli 2026)

    Förderkomponente Fördersatz Voraussetzung
    Grundförderung 30 % Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe
    Klimageschwindigkeitsbonus 16 % Tausch einer funktionstüchtigen fossilen Heizung; sinkt halbjährlich um 4 Prozentpunkte, entfällt ab II/2028
    Einkommensbonus 40 % (Haushaltseinkommen ≤ 30.000 €) bzw. 30 % (30.001–40.000 €) Nachweis des zu versteuernden Haushaltsjahreseinkommens
    Gesamtförderung (max.) bis zu 80 % Max. 22.400 € Zuschuss; förderfähige Kosten gedeckelt auf 28.000 €

    Weitere Fördervoraussetzungen: Mindest-JAZ von 3,0, SG-Ready-Label, bei Luft-Wärmepumpen Geräuschemission mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert, Antragstellung vor Maßnahmenbeginn, Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten. Fördersätze unterliegen häufigen Änderungen – der aktuelle Stand ist vor Projektbeginn erneut zu prüfen.

    Warum der Geschwindigkeitsbonus jetzt noch 16 % beträgt – und bald sinkt

    Der Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 % sinkt seit Juli 2026 halbjährlich um 4 Prozentpunkte und entfällt ab dem zweiten Halbjahr 2028 vollständig. Wer jetzt handelt, sichert sich diesen Bonus noch in voller Höhe. Ergänzend steht der KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit zur Verfügung, falls die Gesamtinvestition über den Zuschuss hinaus finanziert werden soll.

    JAZ-Mindestanforderung 3,0: Im Altbau realistisch erreichbar

    Die Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0 klingt für Altbau-Besitzer zunächst wie eine Hürde. Der Fraunhofer-ISE-Feldtest zeigt jedoch, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden im Schnitt eine JAZ von 3,4 erreichten – mit einer Spanne von 2,6 bis 4,9. Voraussetzung ist, dass die Vorlauftemperatur möglichst bei oder unter 55 °C bleibt. Ein hydraulischer Abgleich hilft, diesen Wert zu erreichen.

    Ein besonderer Vorteil des 100-qm-Altbaus gegenüber größeren Gebäuden: Im Unterschied zu einem 150- oder 200-qm-Altbau, bei dem schnell 15–22 kW Heizleistung nötig werden und die Investitionskosten die Förderdeckelung von 28.000 € deutlich übersteigen, bleibt ein 100-qm-Altbau in den meisten Fällen innerhalb des förderfähigen Rahmens. Das bedeutet: Ein größerer Anteil der Gesamtkosten wird tatsächlich durch die KfW-Förderung gedeckt.

    Jetzt beraten lassen – ein Ansprechpartner für Ihre komplette Wärmepumpe.

    Lohnt sich eine Wärmepumpe im 100-qm-Altbau? Die Beispielrechnung

    Konkrete Zahlen helfen mehr als allgemeine Aussagen. Die folgende Beispielrechnung basiert auf einem typischen teilsanierten 100-qm-Altbau mit Gasheizung als Ausgangssystem. Alle Werte sind projektabhängig – die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von Ihrem individuellen Haus ab.

    Heizkosten Gas vs. Wärmepumpe: Der jährliche Vergleich

    Rechengrundlage: Teilsanierter 100-qm-Altbau, Baujahr ca. 1975, Heizlast 10 kW, Jahreswärmebedarf 14.000 kWh (inkl. Warmwasser), JAZ 3,2, Strompreis 0,30 €/kWh, bisherige Gasheizung mit Wirkungsgrad 0,90 und Gaspreis 0,12 €/kWh.

    Position Wärmepumpe Gasheizung (bisherig)
    Jahreswärmebedarf 14.000 kWh 14.000 kWh
    Energiebedarf (Strom bzw. Gas) 4.375 kWh/a (Strom) 15.556 kWh/a (Gas)
    Energiekosten 1.313 €/a 1.867 €/a
    Wartungskosten 300 €/a
    Gesamtbetriebskosten 1.613 €/a 1.867 €/a
    Jährliche Ersparnis 254 €/a

    Amortisationszeit: Wann sich die Investition rechnet

    Die Amortisationszeit hängt entscheidend von der genutzten Förderquote ab. Die folgende Tabelle zeigt drei Szenarien für eine Investition von 27.000 €:

    Förderszenario Fördersatz Zuschuss Eigenanteil Amortisation
    Grundförderung + Geschwindigkeitsbonus 46 % 12.420 € 14.580 € 57,4 Jahre
    + Einkommensbonus 30 % (30.001–40.000 €) 76 % 20.520 € 6.480 € 25,5 Jahre
    + Einkommensbonus 40 % (≤ 30.000 €) 80 % 21.600 € 5.400 € 21,2 Jahre

    Die Amortisationszahlen in dieser Rechnung liegen deutlich über der allgemeinen Spanne von 10–15 Jahren. Das liegt an der Kombination aus dem gewählten Vergleichssystem Gas mit einem relativ günstigen Gaspreis von 0,12 €/kWh und dem Strompreis von 0,30 €/kWh. Bei steigenden Gaspreisen, höherer CO₂-Bepreisung oder einem günstigeren Stromtarif – etwa durch die Nutzung von Enter Flow oder einer eigenen Photovoltaikanlage – verbessert sich das Bild erheblich. Der zentrale Vorteil liegt in diesem Szenario vor allem in der hohen Förderquote, der Effizienzgarantie und der Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.

    Warum sich das gerade beim Altbau mit hohem Verbrauch überproportional lohnt

    Bei einem stark unsanierten 100-qm-Altbau mit hohem Gasverbrauch und einem aktuellen Gaspreis über dem hier angesetzten Vergleichswert kann die jährliche Ersparnis deutlich höher ausfallen. Zusätzlich steigt die CO₂-Bepreisung fossiler Energieträger in den kommenden Jahren weiter – was die Betriebskosten einer Gasheizung schrittweise erhöht, während die Wärmepumpe davon unberührt bleibt. Einen detaillierten Heizkostenvergleich verschiedener Energieträger finden Sie in unserem Heizkostenvergleich.

    Welcher Wärmepumpen-Typ für 100 qm Altbau?

    Für einen 100-qm-Altbau kommen grundsätzlich mehrere Wärmepumpen-Typen in Frage. In der Praxis setzt sich jedoch ein Typ klar durch.

    Luft-Wasser-Wärmepumpe: Die Standard-Empfehlung für 100 qm

    Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist für den 100-qm-Altbau in den meisten Fällen die richtige Wahl. Sie nutzt die Außenluft als Wärmequelle, ist vergleichsweise einfach zu installieren und erfordert keine aufwändigen Erdarbeiten. In der Leistungsklasse 8–12 kW ist die Modellvielfalt am größten. Modelle wie die Vaillant aroTHERM plus oder die Buderus Logatherm WLW sind in dieser Klasse gut verfügbar und für den Altbau-Einsatz geeignet. Wichtig: Luft-Wasser-Wärmepumpen müssen seit Juli 2026 eine Geräuschemission aufweisen, die mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert liegt – eine Anforderung, die bei der Modellauswahl zu berücksichtigen ist.

    Wann eine Erdwärmepumpe in Betracht kommt

    Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe) erreicht aufgrund der gleichmäßigeren Quelltemperatur eine höhere JAZ als eine Luft-Wasser-Anlage. Der Fraunhofer-Feldtest verzeichnete für Sole-Wasser-Systeme im Bestand eine durchschnittliche JAZ von 4,3. Allerdings erfordert die Erdwärmepumpe entweder Erdkollektoren (große Grundstücksfläche nötig) oder Erdsonden (Tiefenbohrung, genehmigungspflichtig). Für einen 100-qm-Altbau mit begrenztem Grundstück ist die Luft-Wasser-Variante daher meistens die praktischere Lösung.

    Hybridlösung: Nötig bei 100 qm? In den meisten Fällen nicht.

    Eine Hybridheizung kombiniert eine Wärmepumpe mit einer Gastherme. Sie kann sinnvoll sein, wenn die Heizlast sehr hoch ist und die Wärmepumpe allein nicht ausreicht. Bei einem 100-qm-Altbau mit einer Heizlast von 8–12 kW ist eine reine Wärmepumpe in der Regel ausreichend – eine Hybridlösung ist hier die Ausnahme, nicht die Regel. Lediglich bei stark unsanierten Gebäuden mit Heizlasten über 14 kW und sehr alten Heizkörpern kann eine Hybridlösung als Übergangsoption sinnvoll sein.

    Wärmepumpe und intelligentes Energiesystem: Enter Connect und Enter Flow

    Eine Wärmepumpe ist heute mehr als eine Heizung. Wer sie in ein intelligentes Energiesystem einbindet, kann die laufenden Betriebskosten weiter senken – besonders relevant bei einem 100-qm-Altbau, dessen Jahresstromverbrauch für die Wärmepumpe bei rund 4.375 kWh liegt.

    Der Enter Connect ist ein intelligenter Energiemanager, der Wärmepumpe, Photovoltaik-Speicher und weitere Verbraucher in Echtzeit steuert. Er lernt Ihre Verbrauchsgewohnheiten und plant voraus, damit möglichst viel selbst erzeugter Strom genutzt wird. Für einen 100-qm-Altbau bedeutet das: Wenn die Wärmepumpe ihren Strom bevorzugt dann bezieht, wenn die eigene PV-Anlage produziert oder die Spotmarktpreise besonders niedrig sind, sinken die effektiven Betriebskosten spürbar.

    Genau hier setzt Enter Flow an: Der dynamische Stromtarif koppelt die Stromkosten an den stündlichen Spotmarktpreis. Enter Connect und Enter Flow arbeiten dabei automatisch zusammen – die Wärmepumpe wird in Niedrigpreisphasen bevorzugt betrieben, ohne dass Sie manuell eingreifen müssen. Wie sich Wärmepumpe und Photovoltaik optimal kombinieren lassen, erläutert unser Beitrag zur Kombination von Wärmepumpe und PV.

    Lokale Heizungsbauer bieten diese Systemintegration in der Regel nicht an. Wir liefern Wärmepumpe, Energiemanager und Stromtarif aus einer Hand – mit zwei Jahren Fernwartung über Enter Connect inklusive.

    So läuft der Umstieg auf eine Wärmepumpe im 100-qm-Altbau

    Viele Eigenheimbesitzer fragen sich, wie der Weg von der ersten Anfrage bis zur fertigen Anlage konkret aussieht. Bei uns läuft dieser Prozess in vier klar definierten Schritten ab – ohne Koordinationsstress für Sie.

    Schritt 1: Bedarf erfassen

    Sie beschreiben Ihr Haus online in wenigen Minuten: Baujahr, Sanierungsstand, Wohnfläche, bisheriges Heizsystem. Das dauert keine zehn Minuten und ist der Startpunkt für alles Weitere.

    Schritt 2: Experten-Beratung

    Ein Experte vergleicht verschiedene Wärmepumpen-Modelle und Konfigurationen gemeinsam mit Ihnen – abgestimmt auf Ihren 100-qm-Altbau, Ihren Sanierungsstand und Ihr Budget. Die Beratung ist verständlich und transparent: Sie sehen, welche Modelle in Frage kommen, was sie kosten und was nach Förderung übrig bleibt.

    Schritt 3: Heizlastberechnung und Vor-Ort-Analyse

    Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft Ihr Gebäude vor Ort, führt die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch und dimensioniert das System präzise für Ihren 100-qm-Altbau. Dabei wird auch geprüft, ob Ihre vorhandenen Heizkörper wärmepumpentauglich sind oder ob gezielte Anpassungen nötig sind.

    Schritt 4: Installation und Förderantrag

    Ein regionaler SHK-Meisterbetrieb installiert die Anlage. Wir begleiten gleichzeitig den vollständigen KfW-Förderprozess – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Auszahlung. Das ist unsere Fördergarantie. Sie haben während des gesamten Prozesses nur einen Vertragspartner.

    Weitere Informationen zum Thema Wärmepumpe im Altbau sowie zur aktuellen Förderung finden Sie in unseren weiterführenden Beiträgen.

    Fazit: Wärmepumpe im 100-qm-Altbau – mit der richtigen Planung eine wirtschaftlich solide Entscheidung

    Die Leistungsklasse 8–12 kW, in die ein teilsanierter 100-qm-Altbau typischerweise fällt, bietet die größte Modellvielfalt und die günstigsten Einkaufspreise im gesamten Wärmepumpen-Markt. Gleichzeitig bleibt die Investition in den meisten Fällen innerhalb des förderfähigen Rahmens von 28.000 € – sodass ein größerer Anteil der Gesamtkosten tatsächlich durch die KfW-Förderung gedeckt wird als bei größeren Gebäuden.

    Bereits die Kombination aus 30 % Grundförderung und 16 % Klimageschwindigkeitsbonus reduziert den Eigenanteil bei einer Investition von 27.000 € auf rund 14.580 €. Mit dem zusätzlichen Einkommensbonus kann der Eigenanteil auf unter 5.500 € sinken. Der Klimageschwindigkeitsbonus sinkt jedoch halbjährlich – wer jetzt handelt, sichert sich den vollen Satz.

    Die häufigste Sorge – dass ein Altbau mit Heizkörpern für eine Wärmepumpe ungeeignet ist – widerlegt der Fraunhofer-ISE-Feldtest eindeutig: Im Schnitt erreichten Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden eine JAZ von 3,4, die Mindest-JAZ von 3,0 für die KfW-Förderung ist damit realistisch erreichbar. Ein hydraulischer Abgleich und die Prüfung der vorhandenen Heizkörper sind dabei der Schlüssel.

    Als Deutschlands größter Energieberater übernehmen wir die Heizlastberechnung, die herstellerunabhängige Planung, den vollständigen KfW-Förderprozess und die Koordination der Installation – alles aus einer Hand, mit einem Vertragspartner. Über 37.000 erfolgreiche Projekte sprechen für sich.

    Deutschlands größter Energieberater: Wir berechnen Ihre Heizlast – erst dann empfehlen wir.

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    FAQ

    Wie viel kW brauche ich für 100 qm Altbau?

    Das hängt vom Sanierungsstand Ihres Hauses ab. Ein unsanierter 100-qm-Altbau benötigt typischerweise 12–18 kW, ein teilsanierter Altbau mit neuen Fenstern und Dachdämmung etwa 8–10 kW, ein gut sanierter Altbau 6–8 kW. Verbindlich ist ausschließlich eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – Faustformeln dienen nur der ersten Orientierung. Wir führen diese Berechnung kostenlos durch.

    Was kostet eine Wärmepumpe für 100 qm Altbau inkl. Einbau?

    Für ein Komplettsystem inklusive Einbau sollten Sie bei einem 100-qm-Altbau mit ca. 22.000–31.000 € rechnen. Ein realistischer Mittelwert für einen teilsanierten Altbau liegt bei rund 27.000 €. Hinzu können altbautypische Zusatzkosten kommen, etwa für einen Starkstromanschluss, einzelne Heizkörper oder das Fundament des Außengeräts. Nach KfW-Förderung (Stand Juli 2026) reduziert sich der Eigenanteil je nach Förderszenario auf 5.400 bis 14.580 €.

    Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau auch ohne Fußbodenheizung?

    Ja, in den meisten Fällen. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat in einem vierjährigen Feldtest belegt, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen in Bestandsgebäuden eine durchschnittliche Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4 erreichen – ohne Zusammenhang zwischen Gebäudealter und Effizienz. Gerade im 100-qm-Altbau sind Heizkörper häufig historisch überdimensioniert und liefern bereits bei 45–50 °C Vorlauftemperatur ausreichend Wärme. Ein hydraulischer Abgleich hilft, die Vorlauftemperatur zu optimieren.

    Wie hoch ist die Förderung für eine Wärmepumpe im Altbau 2026?

    Die KfW-Heizungsförderung (KfW 458) bietet aktuell bis zu 80 % Zuschuss, maximal 22.400 € (Stand Juli 2026). Sie setzt sich zusammen aus 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (sinkt halbjährlich, entfällt ab II/2028) und bis zu 40 % Einkommensbonus bei einem Haushaltseinkommen bis 30.000 €. Voraussetzungen sind unter anderem eine Mindest-JAZ von 3,0 und das SG-Ready-Label. Wir übernehmen den gesamten KfW-Antragsprozess mit Fördergarantie.

    Brauche ich vor dem Einbau eine Komplettsanierung?

    In den meisten Fällen nein. Moderne Wärmepumpen funktionieren auch mit vorhandenen Heizkörpern, sofern diese ausreichend dimensioniert sind. Gelegentlich sind gezielte Einzelmaßnahmen sinnvoll – etwa der Tausch einzelner zu kleiner Heizkörper oder ein hydraulischer Abgleich. Ob eine flankierende Dämmmaßnahme wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab und ist Teil unserer Vor-Ort-Analyse.

    Wie lange dauert die Amortisation bei 100 qm Altbau?

    Die Amortisationszeit hängt stark von der genutzten Förderquote, dem bisherigen Heizsystem und den aktuellen Energiepreisen ab. Im Vergleich zu einer Gasheizung mit niedrigem Gaspreis kann sie je nach Förderszenario deutlich variieren. Generell gilt eine Spanne von 10–15 Jahren als typisch, im Einzelfall auch 7–15 Jahre. Steigende CO₂-Bepreisung fossiler Energieträger und die Kombination mit einer Photovoltaikanlage können die Wirtschaftlichkeit zusätzlich verbessern. Wir erstellen Ihnen eine individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung auf Basis Ihrer konkreten Situation.

    Was ist der erste Schritt, wenn ich eine Wärmepumpe für meinen 100-qm-Altbau möchte?

    Der einfachste Einstieg ist unsere kostenlose Heizlastberechnung. Sie beschreiben Ihr Haus kurz online, ein Experte meldet sich bei Ihnen und bespricht die passenden Optionen für Ihren 100-qm-Altbau – verständlich, transparent und ohne Kaufverpflichtung. Als Deutschlands größter Energieberater mit über 37.000 abgeschlossenen Projekten und mehr als 150 Mio. € gesicherten Fördermitteln begleiten wir Sie von der ersten Analyse bis zur bestätigten KfW-Förderung. Jetzt kostenlose Heizlastberechnung anfragen.

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