
Wärmepumpe 190 qm Altbau: Größe & Förderung 2026
Was viele Besitzer eines 190 m² großen Altbaus nicht wissen: Gerade weil ihr Haus groß ist, wurden die Heizkörper in den 1960er- bis 1990er-Jahren oft mit erheblichen Sicherheitszuschlägen überdimensioniert – sodass diese Heizkörper bei einer abgesenkten Vorlauftemperatur von 50–55 °C in vielen Fällen bereits genug Wärme abgeben, um eine Wärmepumpe mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0–3,5 wirtschaftlich zu betreiben, ganz ohne Heizkörpertausch. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung prüfen wir, ob die vorhandenen Heizkörper in Ihrem Altbau bei gesenkter Vorlauftemperatur ausreichen, wählen herstellerunabhängig die passende Anlage aus und sichern Ihnen mit der Fördergarantie die maximale KfW-Auszahlung.
Das Thema kurz und kompakt
Welche Wärmepumpe passt zu einem 190 m² großen Altbau?
Die Frage nach der richtigen Wärmepumpen-Größe lässt sich für einen 190 m² großen Altbau nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Entscheidend ist der energetische Zustand des Gebäudes: Ob Außenwände gedämmt sind, welche Fenster verbaut wurden und wie hoch die Vorlauftemperatur des Heizsystems liegt, bestimmt die benötigte Heizlast direkt. Ein unsanierter Altbau mit U-Werten der Außenwand von 1,0–1,5 W/(m²K) benötigt deutlich mehr Heizleistung als ein Haus, das in den letzten Jahrzehnten schrittweise modernisiert wurde.
Heizlast-Einordnung: So viel kW braucht Ihr 190-m²-Altbau
Als Orientierung dienen spezifische Wärmebedarfswerte nach Sanierungsstand. Für 190 m² Wohnfläche ergeben sich daraus folgende überschlägige Heizlasten:
Für einen realistischen teilsanierten 190-m²-Altbau mit Warmwasserzuschlag liegt die Gesamt-Heizlast bei ca. 15–16 kW. Diese Zahl ist jedoch nur ein rechnerischer Überschlag – die verbindliche Grundlage für die Dimensionierung ist die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, die alle gebäudespezifischen Faktoren berücksichtigt.
Passende Leistungsklasse: Das Schwellengrößen-Problem bei 190 m²
Ein 190-m²-Altbau liegt mit rund 15–16 kW Heizlast (teilsaniert) an der Obergrenze dessen, was eine einzelne Standard-Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus-Segment abdeckt. Ein nur 30 m² kleineres Haus mit 160 m² würde mit einer 12-kW-Anlage aus dem Standardsortiment bequem versorgt. Bei 190 m² entscheidet eine sorgfältige Heizlastberechnung darüber, ob man unnötig in die teurere Leistungsklasse 20+ kW rutscht oder ob eine intelligente 14-kW-Anlage mit integriertem Heizstab-Backup wirtschaftlicher ist. Viele Installateure bieten für Häuser dieser Größe pauschal 20+ kW an – obwohl ein teilsanierter 190-m²-Altbau in vielen Fällen mit 14–16 kW gut versorgt ist. Moderne Inverter-Wärmepumpen modulieren ihre Leistung stufenlos zwischen 30 und 100 % und vermeiden so das ineffiziente Takten, das bei überdimensionierten Anlagen entsteht.
Warum eine professionelle Heizlastberechnung bei 190 m² unverzichtbar ist
Bei dieser Hausgröße und diesem Gebäudetyp ist die Spanne zwischen Unter- und Überdimensionierung besonders groß. Eine zu kleine Anlage kämpft an kalten Wintertagen, eine zu große taktet ineffizient und verbraucht unnötig viel Strom. Wir berechnen die Heizlast Ihres 190-m²-Altbaus nach DIN EN 12831 durch einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten vor Ort – damit die empfohlene Leistungsklasse auf Ihr konkretes Gebäude passt, nicht auf einen statistischen Durchschnittswert.
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Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau mit 190 m²?
Die kurze Antwort lautet: Ja – wenn das Heizsystem sorgfältig geprüft und die Wärmepumpe richtig dimensioniert wird. Der Fraunhofer ISE Feldtest belegt, dass Wärmepumpen in Altbauten Jahresarbeitszahlen von 3,0–3,5 erreichen, sofern die Vorlauftemperatur unter 55 °C gehalten wird. Für einen 190-m²-Altbau bedeutet das konkret: Die Eignung hängt weniger vom Baualter ab als von der tatsächlichen Vorlauftemperatur und der Dimensionierung der vorhandenen Heizkörper.
Heizkörper im Altbau: Oft ein unerkannter Vorteil
Gerade weil ein 190-m²-Altbau groß ist, wurden die Heizkörper in den 1960er- bis 1990er-Jahren oft mit erheblichen Sicherheitszuschlägen (Faktor 1,3–1,5) überdimensioniert. Was damals als Reserve gedacht war, erweist sich heute als Vorteil: Diese Heizkörper geben bei einer abgesenkten Vorlauftemperatur von 50–55 °C in vielen Fällen bereits genug Wärme ab, um eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,0–3,5 wirtschaftlich zu betreiben – ganz ohne Heizkörpertausch. Das widerspricht dem weit verbreiteten Mythos, dass alte Heizkörper zwingend ersetzt werden müssen. Entscheidend ist dabei nicht das Alter der Heizkörper, sondern ihre Fläche und die tatsächlich benötigte Vorlauftemperatur.
Vorlauftemperatur senken: Der 55-°C-Selbsttest für Ihr Haus
Es gibt einen praktischen Selbsttest, mit dem Sie prüfen können, ob Ihr 190-m²-Altbau bereits „wärmepumpenbereit" ist: Begrenzen Sie die Vorlauftemperatur Ihrer bestehenden Heizung auf 55 °C, drehen Sie alle Thermostate auf Maximum und warten Sie zwei Stunden. Werden alle Räume auf 20–21 °C warm, sind die vorhandenen Heizkörper ausreichend dimensioniert. Bleiben einzelne Räume kühler, lohnt es sich zu prüfen, ob gezielt drei bis fünf kritische Heizkörper getauscht werden können – statt das gesamte Heizsystem umzubauen.
Der JAZ-Effekt dieser Maßnahme ist erheblich: Jede Absenkung der Vorlauftemperatur um fünf Grad verbessert die JAZ um etwa 10 %. Bei einem Jahreswärmebedarf von ca. 24.700 kWh macht jeder Zehntelpunkt mehr JAZ einen spürbaren Unterschied. Steigt die JAZ von 3,0 auf 3,4 – etwa durch den Tausch von drei bis fünf kritischen Heizkörpern und eine Absenkung der Vorlauftemperatur von 55 auf 48 °C –, sinkt der jährliche Stromverbrauch von ca. 8.230 kWh auf ca. 7.265 kWh. Bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh entspricht das einer Ersparnis von rund 290 € pro Jahr.
Brauche ich eine Fußbodenheizung? Nein – aber sie hilft
Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung für den Betrieb einer Wärmepumpe im Altbau. Sie ermöglicht niedrigere Vorlauftemperaturen (35–40 °C) und damit eine höhere JAZ (4,0–5,0 statt 2,5–3,5 bei Heizkörpern). Bei einem 190-m²-Altbau mit gut dimensionierten Heizkörpern ist eine Fußbodenheizung jedoch wirtschaftlich oft nicht sinnvoll – der Aufwand für den nachträglichen Einbau stünde in keinem Verhältnis zum JAZ-Gewinn, solange die bestehenden Heizkörper den 55-°C-Test bestehen.
JAZ im Altbau: Welche Effizienz ist bei 190 m² realistisch?
Die JAZ beschreibt, wie viel Wärme die Wärmepumpe pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt. Für die KfW-Förderung ist eine Mindest-JAZ von 3,0 vorgeschrieben. Im Altbau hängt die erreichbare JAZ stark von der Vorlauftemperatur ab:
Für unsere Beispielrechnung legen wir eine JAZ von 3,1 zugrunde – konsistent mit den Fraunhofer ISE Feldtestdaten für teilsanierte Altbauten mit Heizkörpern und einer Vorlauftemperatur von rund 50 °C.
Was kostet eine Wärmepumpe für einen 190 m² großen Altbau?
Die Investition in eine Wärmepumpe für einen 190-m²-Altbau setzt sich aus mehreren Kostenpositionen zusammen: Gerät, Installation, Hydraulik, Speicher und gegebenenfalls Anpassungen am Heizsystem. Durch die höhere Leistungsklasse (14–16 kW) und die häufig komplexere Bestandsinstallation im Altbau liegen die Gesamtkosten in der Regel über dem Durchschnitt eines kleineren Neubaus.
Investitionskosten im Überblick
Für ein Komplettsystem (Luft-Wasser-Wärmepumpe 14–16 kW, Warmwasserspeicher, Hydraulikweiche, Installation) in einem 190-m²-Altbau sind typischerweise Investitionskosten im Bereich von 30.000–38.000 € zu kalkulieren. In unserer Beispielrechnung legen wir 34.000 € zugrunde. Kompliziertere Bestandsgebäude können höhere Installationskosten verursachen.
Aktuelle KfW-Förderung nach dem GModG (Stand August 2026)
Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Fördersätze im Rahmen der KfW-Heizungsförderung (KfW 458). Die förderfähigen Kosten sind auf 28.000 € pro Wohneinheit gedeckelt. Bei Investitionskosten von 34.000 € liegen damit ca. 6.000 € über dieser Grenze – diese Differenz muss vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden, was den effektiven Fördersatz auf die Gesamtinvestition senkt.
Wichtig: Fördersätze unterliegen häufigen Änderungen – der aktuelle Stand ist vor Antragstellung erneut zu prüfen. Weitere Fördervoraussetzungen sind eine Mindest-JAZ von 3,0, das SG-Ready-Label (Smart Grid Ready) sowie bei Luft-Wärmepumpen eine Geräuschemission von mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert. Der Antrag muss vor Maßnahmenbeginn gestellt werden und erfordert die Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten.
Ergänzend zur Förderung steht der KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit zur Verfügung, um den verbleibenden Eigenanteil zinsgünstig zu finanzieren.
Eigenanteil: So viel zahlen Sie tatsächlich
Bei Investitionskosten von 34.000 € und einer förderfähigen Kostenobergrenze von 28.000 € ergibt sich je nach Förderszenario folgender Eigenanteil:
- 46 % Förderung (Grundförderung + Klimageschwindigkeitsbonus): Zuschuss 12.880 €, Eigenanteil ca. 21.120 €
- 76 % Förderung (zusätzlich Einkommensbonus 30 %): Zuschuss 21.280 €, Eigenanteil ca. 12.720 €
- 80 % Förderung (maximaler Einkommensbonus 40 %): Zuschuss 22.400 €, Eigenanteil ca. 11.600 €
Zu beachten ist: Da ca. 6.000 € der Gesamtinvestition über der förderfähigen Grenze liegen, senkt sich der effektive Fördersatz auf die Gesamtinvestition. Bei 46 % Nominalförderung auf 28.000 € entspricht das real ca. 38 % der gesamten 34.000 €. Bei Maximalförderung (80 % von 28.000 €) sind es real ca. 66 % der Gesamtinvestition. Wir begleiten Sie durch den gesamten KfW-Antragsprozess und stellen mit der Fördergarantie sicher, dass Sie die maximale Ihnen zustehende Förderung erhalten.
Durchschnittlich 5.800 € sparen durch Anbietervergleich – wir übernehmen die komplette Bürokratie.
Beispielrechnung: Wärmepumpe vs. Gas bei 190 m² Altbau
Die folgende Beispielrechnung zeigt, wie sich die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe für einen 190-m²-Altbau konkret darstellt. Alle Variablen sind transparent aufgeführt, damit Sie die Rechnung auf Ihre individuelle Situation übertragen können.
Annahmen und Berechnungsgrundlagen
Jahreskosten im Vergleich: Wärmepumpe vs. Gasheizung
Amortisation nach Förderszenario
Die Amortisationszeiten in diesem Rechenbeispiel liegen für das Szenario ohne Einkommensbonus bei 31,2 Jahren. Das liegt daran, dass die jährliche Ersparnis gegenüber Gas in diesem Beispiel mit 678 € vergleichsweise gering ausfällt – bedingt durch den aktuellen Gaspreis und die JAZ von 3,1 im Altbau-Betrieb. Steigen die Gaspreise oder verbessert sich die JAZ durch gezielte Heizkörperanpassungen, verkürzt sich dieser Zeitraum spürbar. Zudem liegt der Vorteil einer Wärmepumpe nicht allein in der Energiekosteneinsparung: Die Effizienzgarantie sichert mindestens dreifache Effizienz gegenüber der fossilen Altanlage, und die Kombination mit einer Photovoltaikanlage und Enter Connect verändert die Wirtschaftlichkeit erheblich.
Mit PV und Enter Connect: Der entscheidende Hebel bei 190 m²
Bei einem Jahresstromverbrauch der Wärmepumpe von ca. 7.968 kWh für dieses 190-m²-Haus zeigt sich, wie stark eine Photovoltaikanlage in Kombination mit einem intelligenten Energiemanager die Betriebskosten senken kann. Enter Connect steuert die Wärmepumpe, PV-Anlage und weitere Verbraucher automatisch in Echtzeit: Wenn die Sonne scheint, heizt die Wärmepumpe bevorzugt mit selbst erzeugtem Strom. Enter Connect lernt die Verbrauchsgewohnheiten Ihres Haushalts und plant voraus – so wird möglichst viel Solarstrom direkt genutzt, statt ihn günstig ins Netz einzuspeisen. Ergänzend dazu koppelt Enter Flow, unser dynamischer Stromtarif, die Stromkosten an den stündlichen Spotmarktpreis und nutzt automatisch die günstigsten Stunden für den Wärmepumpenbetrieb. Lokale Heizungsbauer bieten dieses vernetzte Energiesystem in der Regel nicht – sie installieren die Anlage, die Systemintegration bleibt dem Eigentümer überlassen. Wir übernehmen beides.
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Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.
Welcher Wärmepumpen-Typ eignet sich für 190 m² Altbau?
Für einen 190-m²-Altbau kommen grundsätzlich drei Wärmepumpen-Typen in Frage. Die Wahl hängt von der Heizlast, dem verfügbaren Platz, den Bodenverhältnissen und dem Budget ab. Unsere herstellerunabhängige Expertenplanung berücksichtigt alle diese Faktoren und empfiehlt die Lösung, die für Ihr konkretes Gebäude am wirtschaftlichsten ist.
Luft-Wasser-Wärmepumpe: Die Standardlösung für die meisten Altbauten
Luft-Wasser-Wärmepumpen sind die am häufigsten eingesetzte Lösung, weil sie vergleichsweise einfach zu installieren und günstiger in der Anschaffung sind. Für einen teilsanierten 190-m²-Altbau mit einer Heizlast von ca. 15–16 kW ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in der Leistungsklasse 14–16 kW die naheliegende Wahl. Aus unserem Portfolio kommen hierfür zum Beispiel die Vaillant aroTHERM plus oder die Buderus Logatherm WLW in Frage – beide in Leistungsklassen, die für diese Hausgröße geeignet sind. Bei sehr niedrigen Außentemperaturen sinkt die Effizienz einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, weshalb ein integrierter Heizstab als Backup in besonders kalten Nächten sinnvoll ist. Wichtig: Seit Januar 2026 müssen Luft-Wasser-Wärmepumpen mindestens 10 dB unterhalb der EU-Ökodesign-Grenzwerte liegen, um KfW-förderfähig zu sein. Nicht jedes Modell erfüllt diese Anforderung – bei der Auswahl ist das zu prüfen.
Sole-Wasser-Wärmepumpe: Mehr Effizienz, höhere Investition
Erdwärmepumpen nutzen die konstante Temperatur des Erdreichs und erreichen in der Praxis JAZ-Werte von bis zu 5,2. Bei einem 190-m²-Altbau mit hohem Heizbedarf kann das langfristig wirtschaftlicher sein als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Investitionskosten für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe inkl. Tiefenbohrung liegen jedoch deutlich höher – typischerweise 40.000–50.000 €. Ob sich dieser Mehraufwand lohnt, hängt vom Grundstück, den Genehmigungsmöglichkeiten und der geplanten Nutzungsdauer ab.
Hybridlösung: Sinnvoll bei unsanierten 190-m²-Altbauten
Wenn ein 190-m²-Altbau unsaniert ist und Vorlauftemperaturen über 60 °C benötigt, kann eine Hybridlösung aus Wärmepumpe und bestehendem Gas- oder Ölkessel eine wirtschaftliche Übergangslösung sein. Die Wärmepumpe übernimmt den Großteil der Heizarbeit, der Kessel springt nur an sehr kalten Tagen ein. Diese Lösung ist auch dann interessant, wenn eine vollständige Sanierung der Gebäudehülle geplant, aber noch nicht umgesetzt ist.
Typische Fehler bei der Wärmepumpen-Wahl für 190 m² Altbau
Bei der Planung einer Wärmepumpe für einen 190-m²-Altbau werden immer wieder dieselben Fehler gemacht. Wer sie kennt, kann sie vermeiden – und damit sowohl Investitionskosten als auch laufende Betriebskosten optimieren.
Fehler 1: Überdimensionierung aus Angst
Viele Installateure bieten für 190-m²-Altbauten pauschal Anlagen mit 20+ kW an – aus Vorsicht oder weil keine individuelle Heizlastberechnung durchgeführt wird. Eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet ineffizient, verbraucht mehr Strom und verschleißt schneller. Bei einem teilsanierten 190-m²-Altbau reicht in vielen Fällen eine 14-kW-Anlage mit Heizstab-Backup vollständig aus. Die Nennleistung sollte 80–110 % der berechneten Heizlast betragen – nicht mehr.
Fehler 2: Falsche Annahmen zur Vorlauftemperatur
Viele Altbau-Eigentümer gehen davon aus, sie bräuchten 70 °C Vorlauf – weil ihre bisherige Gasheizung so eingestellt war. Tatsächlich arbeiten viele Altbau-Heizkörper auch bei 50–55 °C effizient, wenn sie ausreichend groß dimensioniert sind. Der 55-°C-Selbsttest zeigt in zwei Stunden, ob eine Absenkung der Vorlauftemperatur möglich ist – ohne Fachmann, ohne Kosten. Diese Prüfung sollte vor jeder Wärmepumpen-Entscheidung stehen.
Fehler 3: Förderantrag zu spät oder falsch stellen
Der KfW-Förderantrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden – wer erst nach der Installation beantragt, verliert den Anspruch vollständig. Zudem ist ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte einzubinden. Viele Eigentümer unterschätzen den bürokratischen Aufwand und riskieren so den Verlust von bis zu 22.400 €.
Wärmepumpe für Ihren 190-m²-Altbau: So funktioniert es mit Enter
Für einen 190-m²-Altbau ist die Kombination aus richtiger Dimensionierung, passender Anlage und gesicherter Förderung entscheidend. Als Deutschlands größter Energieberater mit über 37.000 abgeschlossenen Projekten und mehr als 150 Mio. € gesicherten Fördermitteln haben wir genau diesen Prozess entwickelt – und übernehmen jeden Schritt für Sie.
Schritt 1: Bedarf erfassen
Beschreiben Sie Ihr Haus online in wenigen Minuten – Baujahr, Sanierungsstand, Heizsystem, Wohnfläche. Das dauert keine zehn Minuten und ist der Startpunkt für alles Weitere.
Schritt 2: Experten-Beratung
Ein Experte vergleicht für Ihren 190-m²-Altbau verschiedene Wärmepumpen-Modelle und Konfigurationen – von der kompakten 14-kW-Anlage mit Heizstab bis zur leistungsstärkeren 16-kW-Variante. Die Beratung ist verständlich, transparent und herstellerunabhängig: Wir haben kein Interesse daran, Ihnen eine bestimmte Marke zu verkaufen, sondern die Anlage, die für Ihr Haus am besten passt.
Schritt 3: Heizlastberechnung und Vor-Ort-Analyse
Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft Ihr 190-m²-Altbaugebäude vor Ort: Er bewertet den Dämmzustand, misst die Vorlauftemperatur, prüft die vorhandenen Heizkörper und führt die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch. Erst auf dieser Basis wird die Anlage präzise dimensioniert – keine Pauschalschätzung, keine unnötige Überdimensionierung.
Schritt 4: Installation und Förderantrag
Ein regionaler SHK-Meisterbetrieb installiert die Anlage – oft innerhalb weniger Wochen nach Angebotsannahme. Wir begleiten gleichzeitig den vollständigen KfW-Förderprozess: von der Antragstellung bis zur bestätigten Auszahlung. Die Fördergarantie stellt sicher, dass Sie die maximale Ihnen zustehende Förderung erhalten. Im Anschluss sind zwei Jahre Fernwartung über Enter Connect inklusive.
Fazit: Wärmepumpe im 190-m²-Altbau – worauf es wirklich ankommt
Dass ein 190-m²-Altbau eine Schwellengröße bei der Wärmepumpen-Dimensionierung ist, macht die Entscheidung anspruchsvoller – und gleichzeitig wichtiger. Die überschlägige Heizlast von 15–16 kW (teilsaniert) liegt an der Obergrenze dessen, was eine einzelne Standard-Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus-Segment abdeckt. Eine sorgfältige Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist deshalb keine Option, sondern die Grundlage jeder seriösen Planung.
Gleichzeitig bietet dieses Haus oft einen unterschätzten Vorteil: Altbau-Heizkörper aus den 1960er- bis 1990er-Jahren sind häufig so überdimensioniert, dass sie bei 50–55 °C Vorlauftemperatur bereits ausreichend Wärme abgeben – ohne Tausch. Wer den 55-°C-Selbsttest durchführt und gezielt nur die kritischen Heizkörper optimiert, kann die JAZ spürbar verbessern und die Betriebskosten dauerhaft senken.
Die aktuelle KfW-Förderung (Stand Juli 2026) ermöglicht bei Maximalförderung einen Eigenanteil von ca. 11.600 € – bei Investitionskosten von 34.000 €. In Kombination mit Enter Connect und einer Photovoltaikanlage verändert sich die Wirtschaftlichkeit zusätzlich. Wir führen Ihre Heizlastberechnung durch, wählen herstellerunabhängig die passende Anlage aus unserem Portfolio aus und begleiten Sie mit der Fördergarantie durch den gesamten KfW-Prozess – als ein Vertragspartner, von der Planung bis zur Inbetriebnahme.
Deutschlands größter Energieberater: Wir berechnen Ihre Heizlast – erst dann empfehlen wir.
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FAQ
Reicht eine Standard-Wärmepumpe für 190 m² Altbau?
Das hängt vom Sanierungsstand des Gebäudes ab. Ein teilsanierter 190-m²-Altbau hat eine überschlägige Heizlast von ca. 15–16 kW – das liegt an der Obergrenze dessen, was eine einzelne Standard-Luft-Wasser-Wärmepumpe im Einfamilienhaus-Segment abdeckt. Moderne Inverter-Wärmepumpen in der Leistungsklasse 14–16 kW können diesen Bedarf in vielen Fällen abdecken, wenn die Anlage korrekt dimensioniert ist. Eine professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist bei dieser Hausgröße unverzichtbar, um weder in die teurere 20+-kW-Klasse zu rutschen noch mit einer zu knappen Anlage zu arbeiten.
Funktioniert eine Wärmepumpe auch mit alten Heizkörpern im Altbau?
Ja – häufig besser als erwartet. Altbau-Heizkörper aus den 1960er- bis 1990er-Jahren wurden oft mit Sicherheitszuschlägen überdimensioniert und geben bei einer Vorlauftemperatur von 50–55 °C in vielen Fällen bereits genug Wärme ab, um eine Wärmepumpe mit einer JAZ von 3,0–3,5 wirtschaftlich zu betreiben. Der 55-°C-Selbsttest gibt innerhalb von zwei Stunden Aufschluss: Werden alle Räume bei auf 55 °C begrenzter Vorlauftemperatur auf 20–21 °C warm, ist das Heizsystem bereits wärmepumpentauglich. Eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung.
Muss ich vor der Wärmepumpe erst dämmen?
Eine vollständige Dämmung ist keine Pflicht, bevor eine Wärmepumpe eingebaut werden kann. Der Fraunhofer ISE Feldtest belegt, dass Wärmepumpen auch in unsanierten Altbauten Jahresarbeitszahlen von 3,0–3,4 erreichen, wenn die Heizkörper ausreichend dimensioniert sind und die Vorlauftemperatur unter 55 °C gehalten wird. Sinnvoll ist es, Dämmmaßnahmen und Wärmepumpe zu koordinieren – wer später dämmt, kann die Vorlauftemperatur absenken und damit die JAZ und die Betriebskosten verbessern. Eine parallele Planung beider Maßnahmen ist oft wirtschaftlicher als eine strikte Reihenfolge.
Wie hoch ist die KfW-Förderung 2026 für einen 190-m²-Altbau?
Die KfW-Heizungsförderung setzt sich seit Juli 2026 aus Grundförderung (30 %), Klimageschwindigkeitsbonus (16 %) und einem einkommensabhängigen Bonus (30 % oder 40 %) zusammen – maximal 80 % Förderung, gedeckelt auf 28.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit. Bei Investitionskosten von ca. 34.000 € für einen 190-m²-Altbau liegen ca. 6.000 € über dieser Grenze und müssen vollständig aus eigenen Mitteln finanziert werden. Der maximale Zuschuss beträgt 22.400 €. Fördersätze unterliegen häufigen Änderungen – der aktuelle Stand ist vor Antragstellung zu prüfen. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.
Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Wärmepumpe bei 190 m² Altbau?
Bei einem Jahreswärmebedarf von ca. 24.700 kWh und einer JAZ von 3,1 (typisch für einen teilsanierten Altbau mit Heizkörpern und ca. 50 °C Vorlauftemperatur) ergibt sich ein jährlicher Stromverbrauch von ca. 7.968 kWh. Das entspricht bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh Energiekosten von ca. 2.390 € pro Jahr. Verbessert sich die JAZ durch gezielte Heizkörperoptimierungen, sinkt der Stromverbrauch entsprechend – jeder Zehntelpunkt mehr JAZ macht bei dieser Hausgröße einen spürbaren Unterschied.
Wie starte ich mit Enter – und was ist der erste Schritt?
Der einfachste Einstieg ist die kostenlose Heizlastberechnung: Beschreiben Sie Ihr Haus online in wenigen Minuten, dann analysiert ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte Ihr 190-m²-Altbaugebäude vor Ort, berechnet die Heizlast nach DIN EN 12831 und dimensioniert die Anlage präzise. Wir übernehmen anschließend die herstellerunabhängige Auswahl, koordinieren die Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe und begleiten den vollständigen KfW-Antragsprozess mit Fördergarantie – alles aus einer Hand, ein Vertragspartner.

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