
Wärmepumpe 150 qm Altbau: Kosten & Förderung 2026
In vielen 150-qm-Altbauten aus den 1960er- bis 1990er-Jahren wurden die Heizkörper mit einem Sicherheitsfaktor von 1,3 bis 1,5 überdimensioniert – Plattenheizkörper Typ 22/33 leisten bei 55 °C Vorlauftemperatur noch 60–70 % ihrer Nennleistung, was dank dieser historischen Überdimensionierung in der Mehrzahl der Räume für eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0–3,5 ausreicht, ohne dass ein einziger Heizkörper getauscht werden muss. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung prüfen wir für Ihr 150-qm-Haus, ob Ihre vorhandenen Heizkörper diese Schwelle erreichen – und sichern Ihnen mit der Fördergarantie die maximale KfW-Auszahlung.
Das Thema kurz und kompakt
Funktioniert eine Wärmepumpe in Ihrem 150-qm-Altbau?
Die häufigste Sorge von Altbau-Eigentümern lautet: „Mein Haus ist zu alt, zu schlecht gedämmt – eine Wärmepumpe wird das nie effizient schaffen." Diese Sorge ist verständlich, aber in vielen Fällen nicht zutreffend. Entscheidend ist nicht das Baujahr allein, sondern das Zusammenspiel aus Dämmzustand, Heizkörpergröße und erreichbarer Vorlauftemperatur.
Fraunhofer ISE belegt: JAZ 3,0–3,4 auch im unsanierten Altbau erreichbar
Ein Feldtest des Fraunhofer ISE hat gezeigt, dass selbst in unsanierten Altbauten (Baujahr bis 1960) eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0 bis 3,4 erreichbar ist – vorausgesetzt, die vorhandenen Heizkörper sind ausreichend groß dimensioniert. Die JAZ beschreibt das Verhältnis von erzeugter Wärme zu verbrauchtem Strom über ein ganzes Jahr. Eine JAZ von 3,0 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 3 kWh Wärme. Genau diese Marke von 3,0 ist auch die Mindestanforderung der KfW-Heizungsförderung – wer sie nicht erreicht, verliert den Anspruch auf bis zu 22.400 € Zuschuss.
Warum Fußbodenheizung keine Voraussetzung ist
Ein weit verbreiteter Mythos besagt, eine Wärmepumpe funktioniere nur mit Fußbodenheizung. Das stimmt so nicht. Wärmepumpen arbeiten am effizientesten bei niedrigen Vorlauftemperaturen – idealerweise unter 55 °C. Fußbodenheizungen erreichen diesen Bereich naturgemäß leichter, weil sie eine große Fläche zur Wärmeabgabe nutzen. Aber auch gut dimensionierte Plattenheizkörper können bei 50–55 °C ausreichend Wärme abgeben, um einen 150-qm-Altbau komfortabel zu heizen. Entscheidend ist die Heizkörpergröße, nicht der Typ.
In vielen 150-qm-Altbauten aus den 1960er- bis 1990er-Jahren wurden die Heizkörper historisch mit einem Sicherheitsfaktor von 1,3 bis 1,5 überdimensioniert. Ursprünglich für Vorlauftemperaturen von 70–90 °C ausgelegt, leisten Plattenheizkörper Typ 22/33 auch bei 55 °C noch 60–70 % ihrer Nennleistung – dank der damaligen Überdimensionierung reicht das in der Mehrzahl der Räume aus, ohne dass ein einziger Heizkörper getauscht werden muss.
Der 55-Grad-Test: Schnell prüfen, ob Ihre Heizkörper reichen
Es gibt einen einfachen Praxischeck, den Sie an einem kühlen Wintertag selbst durchführen können: Stellen Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizung auf 55 °C und beobachten Sie, ob alle Räume nach einigen Stunden die gewünschte Temperatur erreichen. Zeigt sich dabei, dass einzelne Räume nicht warm genug werden, reicht oft der Tausch von nur drei bis fünf unterdimensionierten Heizkörpern. Wer durch diesen gezielten Eingriff die Vorlauftemperatur von 60 °C auf 50 °C absenkt, verbessert die JAZ deutlich – und sichert damit die Förderfähigkeit seiner Wärmepumpe.
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Welche Leistung braucht eine Wärmepumpe für 150 qm Altbau?
Die Frage nach der richtigen Leistungsklasse ist bei einem 150-qm-Altbau keine Frage der Wohnfläche allein. Der Sanierungszustand entscheidet darüber, ob Sie ein Gerät der 10-kW-Klasse oder ein System der 20-kW-Klasse benötigen – mit einem Investitionsunterschied, der erheblich ist. Nur eine professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 liefert die verlässliche Grundlage für die richtige Dimensionierung.
Die große Leistungsspanne: Warum der Sanierungszustand alles entscheidet
Während ein 150-qm-Neubau mit einer kompakten 6-kW-Wärmepumpe und Fußbodenheizung bei 35 °C Vorlauf eine JAZ von 4,5 oder mehr erreicht, benötigt derselbe Grundriss als teilsanierter Altbau eine 12-kW-Anlage mit Heizkörpern bei 50–55 °C Vorlauf und erreicht eine JAZ von ca. 3,2. Das verdeutlicht: Gleiche Wohnfläche, völlig unterschiedliche Systeme – und ein deutlich höherer Stromverbrauch pro erzeugter Kilowattstunde Wärme im Altbau.
Die folgende Tabelle zeigt die typischen Heizlasten für exakt 150 qm nach Sanierungszustand:
Warum Ihr alter Gaskessel kein Maßstab ist
Alte Gas- und Ölkessel in Altbauten waren häufig mit 25–30 kW massiv überdimensioniert. Viele Eigentümer gehen deshalb davon aus, auch die Wärmepumpe müsse diese Leistung erreichen. Das ist ein teurer Irrtum. Eine Wärmepumpe der 20-kW-Klasse ist eine andere Investitionskategorie als eine 12-kW-Anlage – und eine überdimensionierte Wärmepumpe taktet häufig, was die Effizienz und Lebensdauer mindert. Die tatsächliche Heizlast eines 150-qm-Altbaus liegt in den meisten Fällen deutlich unter der Kesselleistung der Altanlage.
Vorlauftemperatur und JAZ: Die kritische Schwelle bei 3,0
Die Vorlauftemperatur ist der wichtigste Wirtschaftlichkeitshebel bei einer Wärmepumpe im Altbau. Als grober Richtwert gilt: Jede Absenkung der Vorlauftemperatur um fünf Grad verbessert die JAZ um etwa zehn Prozent. Bei Vorlauftemperaturen über 60 °C kann die JAZ unter die förderrelevante Mindestgrenze von 3,0 fallen – das bedeutet: keine KfW-Förderung, kein Zuschuss von bis zu 22.400 €.
Die gute Nachricht für viele 150-qm-Altbau-Besitzer: Wer durch den Tausch von nur einigen kritischen Heizkörpern die Vorlauftemperatur von 60 °C auf 50 °C senkt, kann die JAZ über diese Schwelle heben und die volle Förderung sichern. Welche Heizkörper konkret getauscht werden müssen, ermitteln wir im Rahmen der Heizlastberechnung vor Ort.
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Was kostet eine Wärmepumpe für 150 qm Altbau?
Die Investitionskosten für eine Wärmepumpe in einem 150-qm-Altbau setzen sich aus dem Gerät selbst, der Installation und altbauspezifischen Zusatzarbeiten zusammen. Luft-Wasser-Wärmepumpen dominieren mit rund 95 % Marktanteil und sind die wirtschaftlichste Wahl für die Altbau-Nachrüstung. Die Gesamtkosten für ein Komplettsystem inklusive Einbau bewegen sich für einen 150-qm-Altbau typischerweise zwischen 28.000 und 38.000 €, je nach Umfang der Anpassungsarbeiten.
Typische Zusatzkosten im Altbau
Im Altbau fallen häufig Mehrkosten an, die bei einem Neubau entfallen:
- Starkstromanschluss: ca. 500–2.000 €, falls nicht vorhanden
- Heizkörpertausch bei einzelnen unterdimensionierten Radiatoren: ca. 2.000–5.000 €
- Neuer Warmwasserspeicher: ca. 1.000–3.000 €
- Fundamentarbeiten für das Außengerät: ca. 500–1.500 €
- Hydraulischer Abgleich: in den meisten Fällen Pflicht für die Förderung, häufig bereits im Angebot enthalten
Vor der Installation prüfen wir gemeinsam mit einem zertifizierten Energieeffizienz-Experten, welche dieser Positionen für Ihr Haus tatsächlich anfallen – und ob eine gezielte Teilsanierung (z. B. Dach- oder Kellerdeckendämmung) die Heizlast so weit senkt, dass eine kleinere und günstigere Anlage ausreicht.
Konkrete Beispielrechnung: 150 qm, teilsanierter Altbau (Baujahr ca. 1975)
Das folgende Szenario zeigt ein realistisches Rechenbeispiel für einen teilsanierten Altbau aus den 1970er-Jahren mit erneuerten Fenstern und Dach, ungedämmter Fassade, überwiegend Plattenheizkörpern Typ 22 und einer Vorlauftemperatur von 50–55 °C. Als Vergleichssystem dient ein Gas-Brennwertkessel mit einem Wirkungsgrad von 0,90.
Technische Grundlage:
Förderszenarien und Amortisation (Stand Juli 2026):
Die Amortisationszeiten in diesem Rechenbeispiel liegen oberhalb der typischen Spanne von 10–15 Jahren. Das hat einen konkreten Grund: Das Vergleichssystem ist ein Gas-Brennwertkessel mit einem vergleichsweise niedrigen Gaspreis von 0,12 €/kWh. Bei steigendem CO₂-Preis auf Gas – der gesetzlich vorgesehen ist – verbessert sich die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe Jahr für Jahr. Hinzu kommt: Wer die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage und Enter Connect kombiniert, senkt die effektiven Stromkosten erheblich, weil ein Teil des Wärmepumpenstroms selbst erzeugt wird. Auch die Effizienzgarantie – mindestens dreimal so effizient wie die fossile Altanlage – und die gesicherte Wohlfühltemperatur sind Vorteile, die sich nicht allein in der Amortisationszeit abbilden.
Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.
Förderung 2026: Bis zu 22.400 € Zuschuss für Ihren 150-qm-Altbau
Für Eigentümer eines 150-qm-Altbaus, die jetzt handeln, sind die Förderbedingungen so günstig wie selten. Die KfW-Heizungsförderung (KfW 458) setzt sich seit dem 21. Juli 2026 aus mehreren Bausteinen zusammen, die sich kumulieren lassen. Der maximale Zuschuss beträgt 22.400 € – bei förderfähigen Kosten von bis zu 28.000 €.
KfW 458 – alle Förderbausteine im Überblick (Stand Juli 2026)
Zeitdruck: Warum der Geschwindigkeitsbonus jetzt zählt
Der Klimageschwindigkeitsbonus von aktuell 16 % ist degressiv gestaltet: Er sinkt halbjährlich um 4 Prozentpunkte und entfällt ab dem zweiten Halbjahr 2028 vollständig. Wer heute handelt, sichert sich diesen Bonus noch in voller Höhe. Bei förderfähigen Kosten von 28.000 € entsprechen 4 Prozentpunkte einem Betrag von 1.120 € – pro Halbjahr, das verstreicht.
Fördervoraussetzungen: JAZ 3,0, SG-Ready und Schallschutz
Für die KfW-Förderung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- Mindest-JAZ von 3,0 – bei einem 150-qm-Altbau mit Heizkörpern erreichbar, wenn die Vorlauftemperatur unter 55 °C gehalten werden kann
- SG-Ready-Label (Smart Grid Ready) – die Wärmepumpe muss netzdienlich steuerbar sein
- Schallschutz – bei Luft-Wärmepumpen: Geräuschemission mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert
- Antragstellung vor Maßnahmenbeginn – kein Vertrag, kein Baubeginn vor der KfW-Zusage
- Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten
Ergänzend zur Zuschussförderung steht der KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit zur Verfügung, um die verbleibenden Investitionskosten zinsgünstig zu finanzieren.
Alle genannten Fördersätze gelten Stand Juli 2026 – wir empfehlen, den aktuellen Stand vor Antragstellung erneut zu prüfen, da sich Förderbedingungen ändern können.
Lohnt sich eine Wärmepumpe im 150-qm-Altbau? Vergleich mit Gas
Die Betriebskosten einer Wärmepumpe im 150-qm-Altbau liegen in unserem Rechenbeispiel bei 2.409 € pro Jahr (inkl. 300 € Wartung), gegenüber 3.000 € Gaskosten beim Vergleichssystem. Die jährliche Ersparnis von 591 € ist der Ausgangspunkt – sie wird durch zwei Faktoren mittel- bis langfristig deutlich größer: die gesetzlich vorgesehene Erhöhung des CO₂-Preises auf Gas und die Möglichkeit, den Wärmepumpenstrom durch eine eigene Photovoltaikanlage teilweise selbst zu erzeugen.
CO₂-Preis: Warum Gas strukturell teurer wird
Der CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe steigt gesetzlich vorgesehen weiter an. Für Gasheizungen bedeutet das: Die laufenden Heizkosten werden in den kommenden Jahren strukturell steigen, unabhängig vom Gaspreis am Markt. Wer heute auf eine Wärmepumpe umsteigt, entkoppelt sich von dieser Preisentwicklung und setzt auf einen Energieträger – Strom – dessen Preis durch eigene PV-Produktion und dynamische Stromtarife aktiv beeinflusst werden kann.
Noch wirtschaftlicher: Wärmepumpe + PV + Enter Connect + Enter Flow
Ein 150-qm-Altbau mit einer 12-kW-Wärmepumpe und einer JAZ von 3,2 verbraucht rund 7.031 kWh Strom pro Jahr für die Heizung. Das ist die Basis, auf der Enter Connect ansetzt: Der intelligente Energiemanager steuert die Wärmepumpe automatisch so, dass möglichst viel selbst erzeugter PV-Strom genutzt wird. Er lernt die Verbrauchsgewohnheiten Ihres Haushalts, plant voraus und verschiebt den Betrieb der Wärmepumpe in Zeiten mit hohem PV-Ertrag oder niedrigen Netzstrompreisen.
Ergänzend dazu koppelt Enter Flow die Stromkosten an den stündlichen Spotmarktpreis. In Stunden mit niedrigen Börsenpreisen – etwa bei viel Wind oder Sonne im Netz – heizt die Wärmepumpe günstiger. Dieses Zusammenspiel aus Enter Connect und Enter Flow ist eine Differenzierung, die kein lokaler Heizungsbauer bieten kann: Die Wärmepumpe wird Teil eines aktiv gesteuerten Energiesystems, das die Betriebskosten kontinuierlich optimiert. Zwei Jahre Fernwartung über Enter Connect sind dabei inklusive.
Wer die Wärmepumpe zusätzlich mit einer Photovoltaikanlage kombiniert, kann den Eigenverbrauchsanteil weiter steigern und die effektiven Stromkosten pro kWh deutlich senken.
Welche Wärmepumpe passt zu einem 150-qm-Altbau?
Für die meisten 150-qm-Altbauten ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe die wirtschaftlich sinnvollste Wahl. Sie benötigt keine aufwändigen Erdarbeiten, lässt sich vergleichsweise schnell installieren und ist in der Leistungsklasse von 10–14 kW in zahlreichen Ausführungen verfügbar. Erdwärmepumpen erzielen zwar eine höhere JAZ (durchschnittlich 4,3 im Altbau), erfordern aber deutlich höhere Investitionen durch Bohrungen oder Flächenkollektoren.
Luft-Wasser-Wärmepumpe: Die Standardlösung für den Altbau
Für einen teilsanierten 150-qm-Altbau mit einer Heizlast von ca. 12 kW und einer Vorlauftemperatur von 50–55 °C eignen sich Modelle wie die Vaillant aroTHERM plus oder die Buderus Logatherm WLW besonders gut. Beide Modelle sind in der relevanten Leistungsklasse verfügbar, erfüllen die SG-Ready-Anforderung und liegen mit ihrer Geräuschemission deutlich unterhalb des EU-Ökodesign-Grenzwerts – eine Voraussetzung für die KfW-Förderung. Wir wählen das Modell jedoch immer herstellerunabhängig auf Basis der Heizlastberechnung aus – nicht umgekehrt.
Hochtemperatur-Wärmepumpe: Nur für den unsanierten Altbau
Wenn die Vorlauftemperatur trotz aller Optimierungsmaßnahmen über 60 °C liegen muss, kommt eine Hochtemperatur-Wärmepumpe in Betracht. Diese Geräte liefern bis zu 70–85 °C Vorlauf, arbeiten aber mit einer deutlich niedrigeren JAZ. Sie sind daher nur dann sinnvoll, wenn ein Heizkörpertausch wirtschaftlich nicht vertretbar ist. In der Praxis zeigt unsere Erfahrung aus über 37.000 Projekten, dass dieser Fall seltener eintritt als befürchtet – weil viele Altbau-Heizkörper bereits ausreichend groß dimensioniert sind.
Wärmepumpentypen im Überblick für den 150-qm-Altbau
GEG und Rechtslage: Was gilt für Ihren 150-qm-Altbau?
Die rechtliche Lage rund um Heizungstausch und Sanierungspflichten hat sich im Sommer 2026 grundlegend verändert. Für Eigentümer eines 150-qm-Altbaus sind zwei Regelungen besonders relevant.
Die 65-%-Erneuerbare-Pflicht ist weggefallen
Bis Juli 2026 schrieb das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in § 71 vor, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Diese Pflicht ist durch das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) ersatzlos gestrichen worden – beschlossen von Bundestag und Bundesrat am 10. Juli 2026, in Kraft seit dem 29. Juli 2026. Seitdem gilt Technologieoffenheit: Eigentümer dürfen beim Heizungstausch frei wählen – Wärmepumpe, Gas, Öl, Biomasse, Fernwärme oder Hybrid. Eine gesetzliche Pflicht zur Wärmepumpe besteht nicht.
Austauschpflicht für alte Konstanttemperaturkessel bleibt bestehen
Davon unberührt bleibt die Regelung des § 72 GEG: Gas- und Ölkessel, die älter als 30 Jahre sind und als Konstanttemperaturkessel betrieben werden, dürfen nicht weiter betrieben werden. Niedertemperatur-Heizkessel und Brennwertkessel sind von dieser Austauschpflicht ausgenommen. Wer sein Haus seit dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt, ist gemäß § 73 GEG von dieser Pflicht ausgenommen – die Austauschpflicht tritt in diesem Fall erst bei einem Eigentümerwechsel in Kraft. Bei besonderen wirtschaftlichen Härten greift die Härtefallregelung nach § 102 GEG.
Der Weg zur Wärmepumpe in Ihrem 150-qm-Altbau: So läuft es mit Enter
Viele Eigentümer scheuen den Wärmepumpen-Umstieg, weil sie fürchten, sich durch einen Dschungel aus Anbietern, Förderanträgen und Handwerksterminen kämpfen zu müssen. Als Deutschlands größter Energieberater haben wir diesen Prozess für über 37.000 Projekte standardisiert – und übernehmen ihn vollständig für Sie.
Von der Bedarfserfassung bis zur Installation: Der Enter-Prozess
Unser Prozess für Ihren 150-qm-Altbau läuft in vier Schritten ab:
- Schritt 1 – Bedarf erfassen: Sie beschreiben Ihr Haus in wenigen Minuten online – Baujahr, Sanierungszustand, aktuelles Heizsystem, Heizkörpertypen.
- Schritt 2 – Experten-Beratung: Ein Experte vergleicht verschiedene Wärmepumpen-Modelle und Konfigurationen speziell für Ihren 150-qm-Altbau mit Ihnen – welche Leistungsklasse, welcher Typ, welche Kombination mit PV oder Enter Connect macht für Ihre konkrete Situation Sinn.
- Schritt 3 – Heizlastberechnung vor Ort: Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft Ihr 150-qm-Gebäude, führt die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch und dimensioniert die Wärmepumpe exakt auf Ihren Sanierungszustand, Ihre Heizkörper und Ihre Vorlauftemperatur – keine Pauschalempfehlung, sondern eine präzise Auslegung.
- Schritt 4 – Installation und Förderantrag: Ein regionaler SHK-Meisterbetrieb installiert die Anlage. Wir begleiten den vollständigen KfW-Förderprozess von der Antragstellung bis zur bestätigten Auszahlung – das ist unsere Fördergarantie.
Ein Vertragspartner statt fünf Ansprechpartner
Wer den Weg ohne Full-Service-Anbieter geht, koordiniert typischerweise selbst: Energieberater für die Heizlastberechnung, SHK-Betrieb für die Installation, Elektriker für den Starkstromanschluss, KfW-Antrag in Eigenregie und separate Angebote von mehreren Herstellern. Bei Enter haben Sie einen einzigen Vertrag und einen einzigen Ansprechpartner – von der ersten Beratung bis zur Fernwartung über Enter Connect.
Lokale Heizungsbauer haben oft nur ein oder zwei Hersteller im Sortiment und führen keine unabhängige Heizlastberechnung durch. Wir planen herstellerunabhängig aus dem verifizierten Portfolio – Midea M-Thermal Arctic, Vaillant aroTHERM plus, Buderus Logatherm WLW, Wolf CHA Monoblock, Bosch Compress 5800i AW – und wählen ausschließlich das Modell, das zu Ihrem Haus passt.
Fazit: Wärmepumpe für 150 qm Altbau – worauf es wirklich ankommt
Bei einem 150-qm-Altbau ist die Heizlastberechnung keine optionale Vorsichtsmaßnahme, sondern die Grundvoraussetzung für eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung. Allein der Sanierungszustand bestimmt, ob Sie eine 10-kW-Anlage oder ein 20-kW-System benötigen – mit entsprechend unterschiedlichen Investitionskosten und Amortisationszeiten. Wer diese Entscheidung ohne belastbare Datenbasis trifft, riskiert eine teure Fehldimensionierung in beide Richtungen.
Die gute Nachricht: Viele 150-qm-Altbauten sind besser für die Wärmepumpe geeignet als ihre Eigentümer vermuten. Die historisch überdimensionierten Heizkörper aus den 1960er- bis 1990er-Jahren leisten bei 55 °C Vorlauf noch 60–70 % ihrer Nennleistung – oft genug für eine JAZ von 3,0 bis 3,5, ohne dass ein einziger Heizkörper getauscht werden muss. Und wer gezielt nur einige kritische Heizkörper austauscht, kann die Vorlauftemperatur unter 55 °C senken, die förderrelevante JAZ-Schwelle von 3,0 sichern und sich damit bis zu 22.400 € KfW-Förderung erschließen.
Die KfW-Heizungsförderung ermöglicht aktuell bis zu 80 % Zuschuss auf förderfähige Kosten von 28.000 € – der Klimageschwindigkeitsbonus von 16 % sinkt jedoch halbjährlich und entfällt ab 2028. Wer jetzt handelt, sichert sich die günstigsten Konditionen. Ergänzt durch Enter Connect und Enter Flow wird die Wärmepumpe Teil eines intelligenten Energiesystems, das die Betriebskosten aktiv optimiert – weit über das hinaus, was eine isoliert installierte Anlage leisten kann.
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Baujahr 1935 | Wohnfläche 113 m²
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FAQ
Wie viel kW brauche ich für eine Wärmepumpe in einem 150-qm-Altbau?
Das hängt entscheidend vom Sanierungszustand ab. Ein teilsanierter 150-qm-Altbau (Dach und Fenster erneuert, Fassade ungedämmt) benötigt typischerweise eine Wärmepumpe der 10- bis 14-kW-Klasse. Ein unsanierter Altbau kann 18–22 kW erfordern, ein gut sanierter Altbau kommt mit 9–12 kW aus. Die einzig verlässliche Grundlage ist eine professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – pauschale Faustformeln führen bei dieser Bandbreite regelmäßig zu Fehldimensionierungen.
Funktioniert eine Wärmepumpe in einem Altbau auch ohne Fußbodenheizung?
Ja, in den meisten Fällen. Entscheidend ist nicht der Heizkörpertyp, sondern die erreichbare Vorlauftemperatur. Moderne Plattenheizkörper Typ 22/33 leisten bei 55 °C noch 60–70 % ihrer Nennleistung – und weil viele Altbau-Heizkörper historisch überdimensioniert wurden, reicht das in der Mehrzahl der Räume aus. Wo einzelne Heizkörper zu klein sind, genügt oft der gezielte Tausch von drei bis fünf Stück, um die Vorlauftemperatur auf das wärmepumpengerechte Niveau zu senken.
Wie hoch ist die KfW-Förderung für eine Wärmepumpe im 150-qm-Altbau?
Die KfW-Heizungsförderung (Stand Juli 2026) ermöglicht bis zu 80 % Zuschuss auf förderfähige Kosten von maximal 28.000 € – das entspricht einem maximalen Zuschuss von 22.400 €. Der Fördersatz setzt sich aus 30 % Grundförderung, 16 % Klimageschwindigkeitsbonus (degressiv, sinkt halbjährlich um 4 Prozentpunkte) und einem Einkommensbonus von bis zu 40 % zusammen. Voraussetzungen sind unter anderem eine Mindest-JAZ von 3,0 und das SG-Ready-Label. Wir übernehmen den gesamten KfW-Antragsprozess von der Antragstellung bis zur bestätigten Auszahlung – das ist unsere Fördergarantie.
Was passiert, wenn die JAZ meiner Wärmepumpe unter 3,0 liegt?
Liegt die JAZ unter 3,0, entfällt die Förderfähigkeit nach KfW 458 vollständig – kein Zuschuss, keine Förderung. Das passiert im Altbau vor allem dann, wenn die Vorlauftemperatur dauerhaft über 60 °C liegen muss. Die Lösung ist in vielen Fällen einfacher als erwartet: Durch den Tausch von einigen wenigen unterdimensionierten Heizkörpern lässt sich die Vorlauftemperatur auf 50–55 °C absenken, was die JAZ über die kritische Schwelle von 3,0 hebt. Welche Heizkörper konkret betroffen sind, ermitteln wir in der Heizlastberechnung vor Ort.
Muss ich meinen 150-qm-Altbau erst komplett dämmen, bevor ich eine Wärmepumpe einbauen kann?
Eine vollständige Sanierung ist keine Voraussetzung. Schon gezielte Teildämmungen – etwa Dach und Kellerdecke – können die Heizlast eines 150-qm-Altbaus deutlich senken und ermöglichen eine kleinere, effizientere Wärmepumpe. Ob eine solche Kombination aus Dämmmaßnahme und kleinerer Anlage wirtschaftlicher ist als eine größere Wärmepumpe ohne Vorsanierung, hängt vom Einzelfall ab. Wir analysieren beides im Rahmen der Heizlastberechnung und zeigen Ihnen, welcher Weg für Ihr Haus die bessere Investition ist.
Wie starte ich mit Enter – und was kostet die Heizlastberechnung?
Der erste Schritt ist kostenlos und dauert wenige Minuten: Sie beschreiben Ihr Haus online, ein Experte bespricht mit Ihnen die passenden Optionen für Ihren 150-qm-Altbau, und ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte führt anschließend die Heizlastberechnung vor Ort durch. Erst dann empfehlen wir eine konkrete Wärmepumpe – herstellerunabhängig, auf Basis der tatsächlichen Daten Ihres Gebäudes. Den KfW-Förderantrag übernehmen wir vollständig. Starten Sie jetzt unter enter.de.

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