
Wärmepumpe 300 qm Altbau: Größe & Förderung 2026
Bei einem 300-qm-Altbau mit überwiegend alten Plattenheizkörpern reicht es in vielen Fällen aus, gezielt die drei bis fünf kleinsten Heizkörper gegen Niedertemperatur-Modelle zu tauschen, um die Vorlauftemperatur auf unter 55 °C zu senken – ein vollständiger Heizkörpertausch in allen 15 bis 25 Räumen ist selten nötig und lässt sich durch einen einfachen Vorlauftemperatur-Test vorab eingrenzen. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung prüfen wir für Ihr 300-qm-Haus genau, welche Maßnahmen am Wärmeverteilsystem wirklich erforderlich sind, und sichern Ihnen mit unserer Fördergarantie die maximale KfW-Auszahlung.
Das Thema kurz und kompakt
Schafft eine Wärmepumpe 300 Quadratmeter im Altbau?
Die kurze Antwort lautet: Ja – aber die Planung ist anspruchsvoller als bei einem kleineren Haus. Ein 300-qm-Altbau stellt höhere Anforderungen an die Dimensionierung, weil der Dämmzustand die benötigte Heizleistung in einem Maß beeinflusst, das bei dieser Hausgröße besonders ins Gewicht fällt. Entscheidend ist daher nicht die Quadratmeterzahl allein, sondern das Zusammenspiel aus Wärmedämmung, Heizkörpern und Vorlauftemperatur.
Was die Fraunhofer-Studie für große Altbauten zeigt
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat in einem vierjährigen Feldtest 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden untersucht – darunter Häuser mit Baujahren bis 1980. Das Ergebnis: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten im Durchschnitt eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4, ohne dass eine Fußbodenheizung erforderlich war. Selbst in Gebäuden mit konventionellen Plattenheizkörpern wurden die Anlagen wirtschaftlich betrieben, weil ausreichend dimensionierte Heizkörper ähnlich niedrige Vorlauftemperaturen ermöglichen wie Flächenheizungen. Für einen 300-qm-Altbau bedeutet das: Die Technologie ist grundsätzlich geeignet – es kommt auf die sorgfältige Auslegung an.
Warum 300 qm kein Ausschlusskriterium ist – aber sorgfältigere Planung erfordert
Die Spanne zwischen dem minimal und maximal möglichen Heizbedarf beträgt bei einem 300-qm-Altbau bis zu 21 kW: von ca. 15 kW im gut sanierten Zustand bis zu 36 kW im unsanierten Gebäude aus den 1970er Jahren. Dieser Unterschied entsteht, weil unsanierte Häuser 100–150 W pro Quadratmeter verlieren, während sanierte Gebäude nur 40–80 W/m² benötigen. Bei 300 qm potenziert sich diese Differenz erheblich. Pauschale Faustformeln führen hier schnell zu einer teuren Fehldimensionierung – eine Über- oder Unterdimensionierung um 6 kW kann mehrere Tausend Euro kosten, sowohl bei der Anschaffung als auch im laufenden Betrieb durch schlechte Effizienz. Verbindlich ist daher ausschließlich eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
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Wie viel kW braucht eine Wärmepumpe für 300 qm Altbau?
Die passende Leistungsklasse hängt unmittelbar vom energetischen Zustand Ihres Hauses ab. Für einen ersten Überblick helfen spezifische Heizlastwerte je Quadratmeter – diese Faustformeln ersetzen jedoch keine verbindliche Berechnung, die alle baulichen Gegebenheiten berücksichtigt.
kW-Tabelle nach Dämmzustand
Die Dimensionierungsfalle bei 300 qm: Warum Faustformeln hier versagen
Einige Ratgeber im Internet nennen für 300 qm pauschal 10 kW Heizleistung. Für einen Altbau ist das dramatisch unterdimensioniert – der tatsächliche Bedarf liegt je nach Zustand bei 15 bis 36 kW. Der Unterschied zwischen diesen Extremen beträgt 21 kW, was bei dieser Hausgröße besonders schwer wiegt: Da die Fläche dreimal so groß ist wie bei einem typischen Einfamilienhaus, multipliziert sich jede Fehleinschätzung pro Quadratmeter entsprechend. Eine Wärmepumpe, die zu klein dimensioniert ist, läuft dauerhaft an ihrer Leistungsgrenze und heizt das Haus an kalten Tagen nicht ausreichend. Eine überdimensionierte Anlage taktet häufig und arbeitet ineffizient, was die Betriebskosten erhöht und die Lebensdauer der Anlage verkürzt. Wir berechnen die Heizlast Ihres 300-qm-Hauses nach DIN EN 12831 – kostenlos und durch einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten vor Ort.
Einzelgerät, Kaskade oder Erdwärme – was passt zu Ihrem 300-qm-Altbau?
Bei 300 qm stellt sich eine Frage, die bei kleineren Häusern selten auftaucht: Reicht ein einzelnes Gerät, oder brauchen Sie eine Kaskade aus zwei Modulen? Und lohnt sich bei dieser Hausgröße der Mehraufwand für eine Erdwärmepumpe? Die Antwort hängt von der Heizlast und dem Sanierungsstand ab.
Wann ein Einzelgerät ausreicht
Handelsübliche Monoblock-Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen Nennleistungen von typischerweise bis zu 16–18 kW. Wenn Ihr 300-qm-Altbau gut saniert ist und die Heizlast unter dieser Grenze liegt, kann ein leistungsstarkes Einzelgerät ausreichen. Das ist bei gut gedämmten Häusern mit erneuertem Dach, neuen Fenstern und gedämmten Außenwänden möglich. In diesem Fall kommen Modelle wie der Vaillant aroTHERM plus oder der Bosch Compress 5800i AW in der jeweils passenden Leistungsstufe in Betracht.
Kaskade: Zwei Geräte, mehr Sicherheit – und die echten Kosten
Bei einem teilsanierten 300-qm-Altbau mit rund 24 kW Heizlast überschreitet der Bedarf häufig die Nennleistung eines einzelnen Monoblock-Geräts. In diesem Fall ist eine Kaskade aus zwei Modulen die technisch sinnvollere Lösung. Die Mehrkosten gegenüber einem Einzelgerät liegen in der Anschaffung bei ca. 5.000–10.000 €. Im Betrieb bietet die Kaskade jedoch einen Vorteil: Beide Geräte laufen im Teillastbetrieb, was das energieverschwenderische Takten vermeidet und die Effizienz im Jahresverlauf verbessert. Zudem bietet die Kaskade Redundanz – fällt ein Modul aus, heizt das zweite weiter. Für unsanierte 300-qm-Häuser mit 30–36 kW Heizlast ist eine Kaskade in der Regel unumgänglich.
Erdwärme bei 300 qm: Teurer in der Anschaffung, höhere Effizienz
Eine Erdwärmepumpe (Sole-Wasser-Wärmepumpe) nutzt die konstante Quelltemperatur von 8 bis 12 °C im Erdreich und erreicht dadurch eine höhere und stabilere JAZ als eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Bei einem 300-qm-Altbau mit hohem Jahreswärmebedarf amortisiert sich der Mehraufwand für die Erdbohrung schneller als bei kleineren Häusern, weil die höhere Effizienz über den größeren Energiebedarf stärker zum Tragen kommt. Die Investitionskosten für eine Erdwärmeanlage inklusive Bohrung liegen bei 40.000–60.000 €. Ob sich das für Ihr Grundstück und Ihren Sanierungsstand rechnet, klären wir im Rahmen der Heizlastberechnung und Beratung.
Was kostet eine Wärmepumpe für 300 qm Altbau?
Ein 300-qm-Altbau liegt bei den Investitionskosten fast immer im oberen Preisdrittel – sowohl wegen der höheren Leistungsklasse als auch wegen der altbautypischen Zusatzarbeiten, die bei einem Neubau entfallen.
Gesamtkosten nach Wärmepumpen-Typ
Für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Montage, hydraulischem Abgleich und Demontage der Altheizung sollten Sie für ein 300-qm-Haus 30.000–55.000 € einplanen. Wegen der hohen Leistungsklasse und der häufig nötigen Kaskade liegt der tatsächliche Aufwand oft im oberen Bereich dieser Spanne. Eine Erdwärmeanlage inklusive Bohrung kostet 40.000–60.000 €.
Zusatzkosten im Altbau
Im Altbau kommen regelmäßig Positionen hinzu, die bei einem Neubau nicht anfallen:
- Upgrade des Elektroanschlusses: 500–2.000 €, wenn der bestehende Anschluss für die Wärmepumpenleistung nicht ausreicht
- Fundamentarbeiten für das Außengerät: 300–1.500 €
- Gezielter Heizkörpertausch: In einem 300-qm-Altbau sind 15–25 Heizkörper verbaut. In vielen Fällen reicht es, die 3–5 kleinsten gegen Niedertemperatur-Modelle zu tauschen (1.000–3.000 €), um die Vorlauftemperatur auf wärmepumpentaugliche 45–55 °C zu senken. Ein vollständiger Kompletttausch ist selten nötig.
Der strategische Hebel vor dem Einbau: Geschossdeckendämmung
Gerade beim 300-qm-Altbau lohnt es sich, vor der Wärmepumpenplanung die oberste Geschossdecke zu dämmen. Die Maßnahme kostet ca. 2.000–5.000 € und senkt den Wärmebedarf um 15–20 %. Bei einer Heizlast von 30 kW bedeutet das eine Reduktion um 4,5–6 kW. In manchen Fällen wird dadurch eine teure Kaskadenlösung überflüssig, und ein einzelnes leistungsstarkes Gerät reicht aus. Die Einsparung bei den Anlagenkosten kann die Investition in die Dämmung deutlich übersteigen. Wir prüfen im Rahmen der Vor-Ort-Analyse, ob diese Strategie für Ihr Haus sinnvoll ist.
Durchschnittlich 5.800 € sparen durch Anbietervergleich – wir übernehmen die komplette Bürokratie.
Förderung für Wärmepumpen im 300-qm-Altbau (KfW 458, Stand Juli 2026)
Die KfW-Heizungsförderung ist seit Juli 2026 neu strukturiert und bietet in der Spitze bis zu 80 % Zuschuss auf die förderfähigen Investitionskosten. Für ein 300-qm-Haus mit Investitionskosten von 40.000 € ist dabei der Förderdeckel ein zentraler Faktor: Die förderfähigen Kosten sind auf 28.000 € pro Wohneinheit begrenzt. Bitte beachten Sie, dass Fördersätze häufigen Änderungen unterliegen – prüfen Sie den aktuellen Stand vor Ihrer Entscheidung erneut.
Aktuelle Fördersätze im Überblick
Der 28.000-€-Deckel: Was er für das große Haus bedeutet
Bei einem 300-qm-Altbau mit Investitionskosten von 40.000 € werden nur 28.000 € als förderfähig anerkannt. Der Zuschuss berechnet sich ausschließlich auf diesen gedeckelten Betrag. Das bedeutet: Auch bei einem Fördersatz von 80 % beträgt der maximale Zuschuss 22.400 €, nicht 32.000 €. Der Anteil der Investitionskosten oberhalb des Deckels (hier: 12.000 €) muss vollständig selbst getragen werden. Für Fördervoraussetzungen gilt zudem: Die Anlage muss eine rechnerische Jahresarbeitszahl (JAZ) von mindestens 3,0 erreichen, das SG-Ready-Label besitzen und bei Luft-Wärmepumpen mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert liegen. Der Antrag muss zwingend vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.
Der Einliegerwohnungs-Hebel: Zweite Wohneinheit verdoppelt den Fördertopf
Ein 300-qm-Altbau besitzt überdurchschnittlich oft eine Einliegerwohnung oder ist als Zweifamilienhaus ausgelegt. Wer diese zweite Wohneinheit bei der KfW-Förderung geltend macht, erhöht die förderfähige Investitionssumme von 28.000 € auf 56.000 €. Der maximale Zuschuss steigt entsprechend auf bis zu 44.800 €. Bei Investitionskosten von 40.000–55.000 € für ein 300-qm-System kann das den Eigenanteil erheblich senken. Ob Ihre Einliegerwohnung als separate Wohneinheit anerkannt wird, prüfen wir im Rahmen der Förderbegleitung.
Lohnt sich die Wärmepumpe im 300-qm-Altbau? Beispielrechnung Gas vs. Wärmepumpe
Konkrete Zahlen helfen bei der Einschätzung der Wirtschaftlichkeit mehr als allgemeine Aussagen. Das folgende Rechenbeispiel bildet einen realistischen teilsanierten 300-qm-Altbau ab – mit Gasbrennwertkessel als Vorgängersystem und überwiegend Plattenheizkörpern.
Rechenbeispiel: 300 qm, teilsaniert, Baujahr ca. 1975, Gasbrennwertkessel
Förderszenarien und Amortisation
Die Amortisationszeiten in diesem Rechenbeispiel liegen über dem typischen Durchschnitt von 10–15 Jahren. Das liegt an der Kombination aus hohen Investitionskosten (40.000 € für die 24-kW-Kaskade), dem Förderdeckel bei 28.000 € und dem relativ günstigen Gaspreisvergleich von 0,12 €/kWh. In der Praxis verbessert sich die Wirtschaftlichkeit durch drei Faktoren: steigende CO₂-Bepreisung auf fossile Energieträger (ETS2 ab 2028), sinkende Wärmepumpenstrompreise durch Enter Flow und die Effizienzgarantie – mindestens 3× so effizient wie die fossile Altanlage. Zudem gilt: Wer eine zweite Wohneinheit bei der Förderung geltend machen kann, senkt den Eigenanteil erheblich und verbessert damit die Amortisation deutlich. Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.
Vorlauftemperatur und Heizkörper: Funktioniert das in meinem 300-qm-Altbau?
Die häufigste Sorge von Besitzern großer Altbauten lautet: „Meine alten Heizkörper wurden für 70–90 °C Vorlauftemperatur ausgelegt – kann eine Wärmepumpe damit überhaupt arbeiten?" Die Antwort ist in den meisten Fällen positiv, erfordert aber eine genaue Prüfung des Wärmeverteilsystems.
Der 55-Grad-Test: So prüfen Sie Ihre Heizkörper
Ein einfacher Vorab-Test gibt Aufschluss, ob Ihre bestehenden Heizkörper für den Wärmepumpenbetrieb geeignet sind: Stellen Sie an einem kalten Tag die Vorlauftemperatur Ihrer Heizung auf 55 °C und lassen Sie die Anlage mehrere Stunden laufen. Werden alle Räume ausreichend warm, ist das Wärmeverteilsystem grundsätzlich wärmepumpentauglich. Bei einem 300-qm-Haus mit 15–25 Räumen ist dieser Test besonders aufschlussreich, weil er gezielt die „schwächsten" Heizkörper identifiziert – also jene, die bei niedrigerer Vorlauftemperatur nicht mehr ausreichend Wärme abgeben.
Warum im 300-qm-Altbau oft nur 3–5 Heizkörper getauscht werden müssen
Altbauten aus den 1960er bis 1980er Jahren haben häufig überdimensionierte Heizkörper – weil Heizungsplaner damals großzügige Sicherheitszuschläge einkalkulierten. Moderne Plattenheizkörper Typ 22 oder 33 leisten auch bei 55 °C Vorlauf noch 60–70 % ihrer Nennleistung, was für sanierte oder teilsanierte Gebäude häufig ausreicht. In der Praxis genügt es deshalb oft, nur die drei bis fünf kleinsten Heizkörper gegen Niedertemperatur-Modelle zu tauschen, um die Vorlauftemperatur auf wärmepumpentaugliche 45–55 °C zu senken. Ein vollständiger Heizkörpertausch in allen Räumen ist selten nötig und lässt sich durch den 55-Grad-Test gezielt vermeiden. Wir prüfen Ihr Wärmeverteilsystem im Rahmen der Vor-Ort-Analyse und empfehlen ausschließlich die Maßnahmen, die wirklich erforderlich sind.
JAZ-Zielwert 3,0: Realistisch auch im großen Altbau?
Die Mindest-JAZ von 3,0 ist Fördervoraussetzung für die KfW-Heizungsförderung. Im teilsanierten 300-qm-Altbau mit Vorlauftemperaturen um 50–55 °C liegt die erreichbare JAZ bei 3,0–3,5, was den Fraunhofer-Feldtest-Daten entspricht. Im unsanierten Altbau mit höheren Vorlauftemperaturen kann die JAZ auf 2,5–3,0 sinken – in diesem Fall sind gezielte Vorab-Maßnahmen (Heizkörpertausch, Geschossdeckendämmung) wichtig, um die Fördervoraussetzung sicher zu erfüllen. Die Vorlauftemperatur bestimmt dabei einen wesentlichen Teil der JAZ: Jedes Grad Celsius Absenkung verbessert die JAZ spürbar. Eine präzise Planung, die Heizlast und Wärmeverteilsystem gemeinsam betrachtet, ist daher der Schlüssel.
Clever sparen: Geschossdeckendämmung als Heizlast-Hebel vor dem Einbau
Wer beim 300-qm-Altbau reflexartig das größtmögliche Wärmepumpensystem plant, übersieht einen strategischen Hebel: Eine gezielte Vorab-Dämmung kann die benötigte Heizleistung erheblich reduzieren und dadurch die Gesamtinvestition senken.
2.000–5.000 € Investition, bis zu 6 kW weniger Heizlast
Die Dämmung der obersten Geschossdecke gehört zu den kosteneffizientesten Einzelmaßnahmen im Altbau. Die Investition liegt bei ca. 2.000–5.000 € und senkt den Wärmebedarf um 15–20 %. Bei einem 300-qm-Altbau mit einer Heizlast von 30 kW bedeutet das eine Reduktion um 4,5–6 kW. Damit sinkt der Bedarf von einer Kaskadenlösung möglicherweise auf ein leistungsstarkes Einzelgerät – was die Anlagenkosten spürbar reduzieren kann. Ergänzend lohnt sich die Prüfung einer Keller- oder Bodenplattendämmung, die ebenfalls zu den günstigsten Dämmmaßnahmen zählt. Wir analysieren im Rahmen der Vor-Ort-Begehung, welche Vorab-Maßnahmen für Ihr 300-qm-Haus wirtschaftlich sinnvoll sind – ohne unnötige Vorbedingungen zu stellen.
Stromverbrauch und laufende Kosten bei 300 qm
Bei einem 300-qm-Altbau ist der jährliche Stromverbrauch der Wärmepumpe naturgemäß höher als bei kleineren Häusern. Wie hoch er tatsächlich ausfällt, hängt entscheidend vom Dämmzustand und der erreichten JAZ ab.
Stromverbrauchstabelle nach Dämmzustand (300 qm)
Enter Connect und Enter Flow: Smarte Steuerung senkt die Betriebskosten
Bei einem Jahresstromverbrauch von rund 11.600 kWh – wie im Rechenbeispiel für den teilsanierten 300-qm-Altbau – ist die Frage, wann und zu welchem Preis dieser Strom bezogen wird, ein echter Kostenhebel. Enter Connect, unser intelligenter Energiemanager, steuert die Wärmepumpe, einen PV-Speicher und weitere Verbraucher automatisch in Echtzeit. Das System lernt die Verbrauchsgewohnheiten des Haushalts und plant voraus, damit möglichst viel Strom dann verbraucht wird, wenn er günstig ist. Enter Flow, unser dynamischer Stromtarif, koppelt die Stromkosten an den stündlichen Spotmarktpreis. Gerade bei einem 300-qm-Haus mit hohem Jahresverbrauch lässt sich durch gezieltes Lastverschieben – etwa das Vorheizen des Pufferspeichers in Niedrigtarifzeiten – die jährliche Stromrechnung spürbar senken. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage erhöht sich der Eigenverbrauchsanteil zusätzlich. 2 Jahre Fernwartung über Enter Connect sind bei uns inklusive.
Wärmepumpe für 300 qm Altbau: So funktioniert der Weg mit Enter
Ein 300-qm-Altbau erfordert mehr Planungstiefe als ein Standardprojekt – mehr Räume, höhere Leistungsklassen, komplexere Förderszenarien und oft eine Entscheidung zwischen Einzelgerät, Kaskade und Erdwärme. Genau für diese Komplexität haben wir unseren Prozess entwickelt: vier klare Schritte, ein Vertragspartner, null Koordinationsstress.
Schritt 1: Bedarf erfassen
Beschreiben Sie Ihr 300-qm-Haus online in wenigen Minuten: Baujahr, Dämmzustand, bisheriges Heizsystem, Anzahl der Wohneinheiten. Das dauert keine zehn Minuten und ist der erste Schritt zur konkreten Dimensionierung.
Schritt 2: Experten-Beratung
Ein Energieberater vergleicht verschiedene Wärmepumpen-Konfigurationen für Ihr 300-qm-Haus mit Ihnen – von der Frage, ob ein Einzelgerät oder eine Kaskade die bessere Wahl ist, bis zur Entscheidung zwischen Luft-Wasser- und Erdwärmepumpe. Alle Modelle aus unserem Sortiment (Midea M-Thermal Arctic, Vaillant aroTHERM plus, Buderus Logatherm WLW, Wolf CHA Monoblock, Bosch Compress 5800i AW) werden herstellerunabhängig verglichen – transparent und verständlich.
Schritt 3: Heizlastberechnung und Vor-Ort-Analyse
Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft Ihr 300-qm-Haus vor Ort: Dämmzustand, Wärmeverteilsystem, Heizkörper, Elektroanschluss. Auf dieser Basis führt er die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durch und dimensioniert das System präzise – inklusive Empfehlung, ob eine Vorab-Dämmmaßnahme die Gesamtinvestition senkt. Das Ergebnis: eine passgenaue Leistungsklasse, kein Raten.
Schritt 4: Installation und Förderantrag
Ein geprüfter regionaler SHK-Meisterbetrieb installiert die Anlage – oft innerhalb weniger Wochen nach Angebotsannahme. Wir begleiten gleichzeitig den vollständigen KfW-Förderprozess mit unserer Fördergarantie: von der Antragsstellung bis zur bestätigten Auszahlung. Sie haben einen Ansprechpartner für alles.
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Fazit: Wärmepumpe im 300-qm-Altbau – Planung entscheidet
Die Heizlastspanne von bis zu 21 kW zeigt, warum ein 300-qm-Altbau das anspruchsvollste Dimensionierungsszenario im Wohnbereich ist. Wer hier auf pauschale Faustformeln vertraut, riskiert eine teure Fehlinvestition. Die gute Nachricht: Mit einer sorgfältigen Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 lässt sich die passende Leistungsklasse zuverlässig ermitteln – und mit der richtigen Strategie (Geschossdeckendämmung vor dem Einbau, Nutzung der zweiten Wohneinheit für die Förderung) lässt sich der Eigenanteil erheblich senken. Die KfW-Förderung von bis zu 80 % auf förderfähige Kosten von 28.000 € pro Wohneinheit (Stand Juli 2026) ist dabei ein zentraler Hebel. Wer eine zweite Wohneinheit geltend macht, verdoppelt diesen Betrag. Als Deutschlands größter Energieberater führen wir die Heizlastberechnung kostenlos durch, planen herstellerunabhängig und begleiten den gesamten KfW-Prozess mit Fördergarantie. Mit unserer Effizienzgarantie arbeitet Ihre neue Anlage mindestens dreimal so effizient wie die fossile Altanlage – bei gesicherter Wohlfühltemperatur in allen Räumen.
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FAQ
Schafft eine Wärmepumpe 300 qm im unsanierten Altbau?
Grundsätzlich ja – aber der Aufwand ist größer als bei einem sanierten Haus. Ein unsanierter 300-qm-Altbau benötigt eine Heizleistung von 30–36 kW, was in der Regel eine Kaskade aus zwei Modulen oder eine Erdwärmepumpe erfordert. Das Fraunhofer-Institut hat in einem vierjährigen Feldtest belegt, dass Wärmepumpen auch in Bestandsgebäuden mit Baujahr vor 1980 wirtschaftlich arbeiten – mit einer durchschnittlichen JAZ von 3,4 bei Luft-Wasser-Geräten. Entscheidend ist die präzise Dimensionierung: Eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ist bei dieser Hausgröße unumgänglich.
Brauche ich für 300 qm Altbau zwingend eine Kaskade?
Das hängt vom Dämmzustand Ihres Hauses ab. Ein gut saniertes 300-qm-Haus mit einer Heizlast von ca. 15–18 kW kann mit einem einzelnen leistungsstarken Gerät versorgt werden. Bei einem teilsanierten Altbau mit rund 24 kW Heizlast überschreitet der Bedarf häufig die Nennleistung eines Einzelgeräts, sodass eine Kaskade aus zwei Modulen nötig wird. Im unsanierten Zustand mit 30–36 kW ist eine Kaskade fast immer erforderlich. Eine Geschossdeckendämmung vor dem Einbau kann die Heizlast um 4,5–6 kW senken und in manchen Fällen eine Kaskade überflüssig machen.
Muss ich erst das ganze Haus dämmen, bevor sich eine Wärmepumpe lohnt?
Nein – eine vollständige Sanierung ist keine Voraussetzung. Wärmepumpen arbeiten laut Fraunhofer-Feldtest auch in unsanierten Altbauten mit einem Heizwärmebedarf unter 150 kWh/m² wirtschaftlich. Gezielte Einzelmaßnahmen wie die Dämmung der obersten Geschossdecke (ca. 2.000–5.000 €) können den Wärmebedarf um 15–20 % senken und die Dimensionierung der Anlage verbessern – ohne dass eine umfassende Komplettsanierung nötig ist. Wir analysieren, welche Maßnahmen für Ihr Haus wirklich sinnvoll sind.
Wie hoch sind die Stromkosten bei einer Wärmepumpe in einem 300-qm-Altbau?
Im teilsanierten 300-qm-Altbau liegt der Stromverbrauch der Wärmepumpe bei ca. 11.600 kWh pro Jahr, was bei einem Wärmepumpenstromtarif von 0,30 €/kWh rund 3.484 € jährlich entspricht. Im Vergleich zu einer Gasheizung (ca. 4.800 €/Jahr bei 0,12 €/kWh) ergibt sich eine jährliche Ersparnis von 1.016 €. Mit Enter Flow, unserem dynamischen Stromtarif, und Enter Connect, unserem Energiemanager, lässt sich der Stromverbrauch gezielt in günstige Tarifzeiten verschieben und die Betriebskosten weiter senken.
Reichen meine alten Heizkörper für eine Wärmepumpe?
In vielen Fällen ja. Plattenheizkörper Typ 22 oder 33 aus Altbauten leisten auch bei 55 °C Vorlauftemperatur noch 60–70 % ihrer Nennleistung – das reicht für teilsanierte Gebäude oft aus. Ein einfacher Selbsttest gibt Aufschluss: Stellen Sie an einem kalten Tag die Vorlauftemperatur auf 55 °C und prüfen Sie, ob alle Räume ausreichend warm werden. Bei einem 300-qm-Haus mit 15–25 Heizkörpern reicht es in vielen Fällen, nur die drei bis fünf kleinsten gegen Niedertemperatur-Modelle zu tauschen. Einen vollständigen Heizkörpertausch empfehlen wir nur, wenn die Vor-Ort-Analyse ihn als notwendig ausweist.
Was ist, wenn mein 300-qm-Haus eine Einliegerwohnung hat?
Das ist ein erheblicher Fördervorteil: Bei zwei Wohneinheiten verdoppelt sich die förderfähige Investitionssumme von 28.000 € auf 56.000 €, und der maximale KfW-Zuschuss steigt von 22.400 € auf bis zu 44.800 €. Bei den typischen Investitionskosten von 40.000–55.000 € für ein 300-qm-System kann das den Eigenanteil deutlich senken. Ob Ihre Einliegerwohnung als eigenständige Wohneinheit anerkannt wird, prüfen wir im Rahmen der Förderbegleitung – das ist Teil unseres Förderprozesses mit Fördergarantie.
Wie starte ich am besten mit der Planung meiner Wärmepumpe für 300 qm?
Der sinnvollste erste Schritt ist die kostenlose Heizlastberechnung – sie liefert die einzig verlässliche Grundlage für die Dimensionierung bei einem 300-qm-Altbau. Als Deutschlands größter Energieberater führen wir diese Berechnung durch einen zertifizierten Energieeffizienz-Experten vor Ort durch, vergleichen anschließend herstellerunabhängig die passenden Modelle und begleiten den gesamten KfW-Förderprozess mit unserer Fördergarantie. Sie beschreiben Ihr Haus online in wenigen Minuten – wir übernehmen den Rest. Besuchen Sie dazu unsere Wärmepumpen-Übersicht oder starten Sie direkt mit der Heizlastberechnung.

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