
Wärmepumpe 240 qm Altbau: Kosten & Förderung 2026
Ein oft übersehener Vorteil großer Altbauten: Die Heizkörper wurden für die damals hohen Raumlasten besonders großzügig dimensioniert und bieten dadurch überdurchschnittlich große Übertragungsflächen – laut Fraunhofer-ISE-Feldtest lag die durchschnittliche maximale Vorlauftemperatur im Bestandsbau bei nur 44 °C, was die Fördervoraussetzung einer Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0 auch für Ihren 240-qm-Altbau deutlich realistischer macht als oft befürchtet. In unserer kostenlosen Heizlastberechnung prüfen wir, welche Vorlauftemperatur Ihr bestehendes Heizkörpersystem tatsächlich benötigt, dimensionieren die passende Wärmepumpe und sichern Ihnen mit der Fördergarantie die maximale KfW-Auszahlung.
Das Thema kurz und kompakt
Funktioniert eine Wärmepumpe im 240-qm-Altbau?
Die kurze Antwort lautet: Ja – aber die Kombination aus großer Wohnfläche und Altbausubstanz verlangt eine sorgfältigere Planung als bei einem kleineren Neubau. Wer ein Haus mit 240 qm Wohnfläche und älterem Baujahr besitzt, begegnet häufig dem Mythos, dass eine Wärmepumpe hier schlicht nicht funktioniere. Die Forschungslage widerspricht dem klar.
Was die Fraunhofer-ISE-Studie zeigt
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat im Feldtest „WP-QS im Bestand" 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 vermessen. Das Ergebnis: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten eine durchschnittliche JAZ von 3,4 – und es gab keine messbare Korrelation zwischen Gebäudealter und Effizienz. Ausreichend dimensionierte Heizkörper ermöglichten im Mittel ähnlich niedrige Vorlauftemperaturen wie Fußbodenheizungen. Die durchschnittliche maximale Vorlauftemperatur im Bestandsbau lag dabei bei nur 44 °C – deutlich unter den oft befürchteten 60–70 °C.
Für Ihren 240-qm-Altbau bedeutet das: Die Fördervoraussetzung einer Mindest-JAZ von 3,0 ist in der Praxis für die meisten Bestandsgebäude erreichbar – auch ohne vollständige Sanierung.
Warum 240 qm eine besondere Planung braucht
Bei einem 240-qm-Altbau liegt die Heizlast bei Teilsanierung typischerweise zwischen 19 und 24 kW – damit überschreitet sie die Leistungsgrenze vieler Standard-Wärmepumpen. Das macht die professionelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 zur zwingenden Voraussetzung, nicht zum optionalen Zusatz. Zusätzlich erhöhen typische Merkmale großer Altbauten – höhere Raumhöhen, größere Fensterflächen, proportional mehr Außenwandfläche – die Wärmeverluste über den reinen Flächenrichtwert hinaus. Wer hier mit einer Faustformel plant, riskiert eine Anlage, die entweder zu klein ist und im Winter nicht ausreicht, oder zu groß ist und im Teillastbetrieb taktet und verschleißt.
Wir führen die Heizlastberechnung für Ihren 240-qm-Altbau kostenlos durch – damit Sie von Anfang an wissen, welche Leistungsklasse tatsächlich zu Ihrem Haus passt.
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Welche Heizlast hat ein 240-qm-Altbau?
Die Heizlast hängt weniger von der Wohnfläche allein ab als vom Sanierungsstand des Gebäudes. Für einen 240-qm-Altbau ergeben sich je nach Dämmzustand sehr unterschiedliche Anforderungen an die Wärmepumpen-Leistung.
Heizlast nach Sanierungsstand: Tabelle für 240 qm
Die folgende Übersicht zeigt überschlägige Richtwerte – sie ersetzen keine professionelle Berechnung, geben aber eine erste Orientierung:
Wichtig: Hohe Raumhöhen und große Glasflächen, wie sie in vielen Altbauten dieser Größe vorkommen, erhöhen die tatsächliche Heizlast über diese Richtwerte hinaus. Die verbindliche Grundlage für die Dimensionierung ist stets die individuelle Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
Warum Faustformeln bei 240 qm nicht reichen
Bei kleineren Häusern bis etwa 150 qm lässt sich mit einfachen Richtwerten noch eine grobe Orientierung gewinnen. Bei 240 qm Altbau bewegt man sich jedoch in einem Leistungsbereich, in dem die Differenz zwischen Norm-Heizlast und der an mehr als 95 % der Heiztage tatsächlich benötigten Leistung besonders groß ist. Eine Anlage, die auf die volle Spitzenlast ausgelegt wird, läuft den größten Teil des Jahres im ineffizienten Teillastbetrieb. Wer stattdessen eine leistungsstarke Inverter-Wärmepumpe mit ca. 16–18 kW wählt und den Spitzenbedarf an den wenigen kältesten Tagen über einen integrierten Heizstab abdeckt, spart gegenüber einer auf die volle Heizlast dimensionierten Anlage bei den Anschaffungskosten typischerweise einen spürbaren Betrag – und betreibt die Anlage effizienter.
Ihr Vorteil: Großzügige Altbau-Heizkörper senken die Vorlauftemperatur
Hier zeigt sich ein Vorteil, den viele Eigentümer großer Altbauten nicht auf dem Schirm haben: Die Heizkörper wurden seinerzeit für sehr hohe Raumlasten ausgelegt. Sie haben deshalb überdurchschnittlich große Übertragungsflächen und kommen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen aus, als die meisten Eigentümer vermuten. Laut Fraunhofer-ISE-Feldtest lag die durchschnittliche maximale Vorlauftemperatur im Bestandsbau bei nur 44 °C. Das ist ein entscheidender Effizienzfaktor: Jedes Grad weniger Vorlauftemperatur bringt rund 2–3 % mehr Effizienz – und damit eine höhere JAZ, die direkt die Fördervoraussetzung (Mindest-JAZ 3,0) und die laufenden Betriebskosten beeinflusst. Ein hydraulischer Abgleich und gegebenenfalls der Austausch einzelner unterdimensionierter Heizkörper sind dabei die entscheidenden Hebel.
Welche Wärmepumpe passt zu 240 qm Altbau?
Die Wahl des richtigen Wärmepumpen-Typs hängt von den baulichen Gegebenheiten, dem verfügbaren Grundstück und dem Wärmeverteilsystem ab. Für einen 240-qm-Altbau kommen vor allem zwei Varianten in Betracht.
Luft-Wasser-Wärmepumpe: Die häufigste Wahl
Luft-Wasser-Wärmepumpen dominieren den Markt mit einem Anteil von rund 95 %. Für den 240-qm-Altbau sprechen mehrere Gründe dafür: keine Erdarbeiten, geringere Installationskosten und eine breite Auswahl an leistungsstarken Modellen in der Klasse 16–20 kW. Modelle wie die Vaillant aroTHERM plus oder die Bosch Compress 5800i AW sind für diese Leistungsklasse verfügbar und erfüllen die seit Anfang 2026 verschärfte Schallschutzanforderung (mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert) – ein Punkt, der bei leistungsstarken Außeneinheiten für 240 qm besonders sorgfältig geprüft werden sollte.
Erdwärmepumpe: Wann sie sich bei 240 qm lohnt
Ist ausreichend Grundstücksfläche vorhanden, bietet eine Sole-Wasser-Wärmepumpe bei 240 qm Altbau einen relevanten Vorteil: Die konstante Quelltemperatur von 8–12 °C sorgt für eine höhere und stabilere JAZ (im Altbau durchschnittlich rund 4,3) und eliminiert das Schallthema der Außeneinheit vollständig. Die höheren Erschließungskosten für Erdkollektoren oder Erdsonden können bei einem Haus dieser Größe durch die dauerhaft niedrigeren Betriebskosten über die Jahre aufgewogen werden. Die individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung ist hier besonders wichtig.
Intelligente Teildimensionierung: 18 kW Wärmepumpe + Heizstab statt 24 kW
Im Unterschied zu einem 150-qm-Altbau, bei dem eine einzige Wärmepumpe die volle Heizlast meist problemlos abdeckt, ist bei 240 qm die wirtschaftlichste Lösung oft eine leistungsstarke Inverter-Wärmepumpe mit ca. 16–18 kW in Kombination mit einem integrierten Heizstab für die wenigen Spitzenlasttage im Jahr. Der Heizstab springt nur an den kältesten Tagen ein – an mehr als 95 % der Heiztage läuft die Wärmepumpe allein. Eine überdimensionierte 24-kW-Anlage hingegen taktet im Teillastbetrieb, verliert Effizienz und verschleißt schneller. Welche Konfiguration für Ihren konkreten Altbau die richtige ist, ergibt sich aus der Heizlastberechnung.
Brauche ich eine Fußbodenheizung?
Nein. Die Fraunhofer-ISE-Forschung zeigt eindeutig, dass ausreichend dimensionierte Heizkörper im Mittel ähnlich niedrige Vorlauftemperaturen ermöglichen wie Flächenheizungen. Gerade in einem 240-qm-Altbau, in dem die Heizkörper für hohe Raumlasten ausgelegt wurden, ist die Vorlauftemperatur häufig niedriger als befürchtet. Eine Fußbodenheizung ist weder Fördervoraussetzung noch technische Pflicht – sie kann sinnvoll sein, ist aber kein Muss.
Was kostet eine Wärmepumpe für 240 qm Altbau?
Bei einem 240-qm-Altbau bewegt sich die Investition in eine Wärmepumpe in einem anderen Rahmen als bei einem kleineren Haus. Das liegt an der höheren Leistungsklasse, den umfangreicheren Installationsarbeiten und den im Altbau häufig anfallenden Zusatzarbeiten.
Investitionsrahmen und Zusatzkosten
Für ein Komplettsystem inklusive Einbau sind bei einem 240-qm-Altbau typischerweise 35.000–48.000 € einzuplanen. In diesem Rahmen sind folgende Positionen häufig relevant:
- Wärmepumpengerät (Leistungsklasse 16–20 kW): Hauptanteil der Gerätekosten
- Rückbau der Altanlage
- Hydraulischer Abgleich (Pflicht bei Fördermitteleinsatz)
- Starkstromanschluss: typisch 500–2.000 €
- Neuer Warmwasserspeicher: typisch 1.000–3.000 €
- Fundament/Aufstellung Außeneinheit: typisch 500–1.500 €
- Ggf. Austausch einzelner unterdimensionierter Heizkörper: typisch 2.000–5.000 €
Diese Zusatzposten fallen bei einem 240-qm-Altbau häufiger und in größerem Umfang an als bei kleineren Häusern – ein weiterer Grund, den Investitionsrahmen frühzeitig realistisch einzuplanen.
Betriebskosten im Vergleich: Wärmepumpe vs. Gas bei 240 qm
Für einen teilsanierten 240-qm-Altbau mit einem Jahreswärmebedarf von 36.000 kWh ergibt sich auf Basis einer JAZ von 3,2 und einem Wärmepumpen-Strompreis von 0,30 €/kWh folgender Vergleich:
Die jährliche Ersparnis von 1.407 € basiert auf den aktuellen Energiepreisen. Mit steigenden CO₂-Abgaben auf fossile Brennstoffe und bei Nutzung von Enter Flow (dynamischer Stromtarif) verbessert sich die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe zusätzlich. Die reinen Wartungskosten der Wärmepumpe liegen typischerweise bei 250–350 € jährlich und sind in den Gesamtbetriebskosten bereits enthalten.
Durchschnittlich 5.800 € sparen durch Anbietervergleich – wir übernehmen die komplette Bürokratie.
Beispielrechnung: Investition, Förderung und Amortisation bei 240 qm Altbau
Das folgende Szenario zeigt die Wirtschaftlichkeit konkret: teilsanierter 240-qm-Altbau, Baujahr ca. 1975, bisherige Gasheizung (älterer Niedertemperaturkessel), Heizlast ca. 21,6 kW, Wärmepumpe 18 kW + Heizstab, JAZ 3,2.
Im Szenario mit Grundförderung und Geschwindigkeitsbonus ergibt sich eine Amortisationszeit von 19,3 Jahren. Dieser Wert liegt über der typischen Spanne, weil die Gesamtinvestition bei 240 qm Altbau regelmäßig über dem förderfähigen Deckel von 28.000 € liegt – der nicht geförderte Restbetrag von 12.000 € (Differenz zwischen 40.000 € Investition und 28.000 € Deckel) erhöht den Eigenanteil entsprechend. Mit steigenden CO₂-Preisen auf Gas und bei Nutzung von Enter Flow verbessert sich die Amortisationszeit deutlich. Der KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit ermöglicht eine zinsgünstige Finanzierung des nicht geförderten Restbetrags – das entlastet die Liquidität und verbessert die Gesamtwirtschaftlichkeit. Bei höherer Förderquote (Einkommensbonus) verkürzt sich die Amortisationszeit auf 12,5–13,3 Jahre – innerhalb der typischen Spanne von 10–15 Jahren, im Einzelfall auch kürzer.
Die tatsächlichen Kosten und Erträge hängen von individuellen Faktoren ab. Wir erstellen Ihnen ein verbindliches Angebot auf Basis unserer kostenlosen Heizlastberechnung.
Förderung 2026: So viel bekommen Sie für Ihren 240-qm-Altbau zurück
Die KfW-Heizungsförderung (Programm 458) ist seit Juli 2026 neu strukturiert und bietet für den Heizungstausch im Altbau attraktive Zuschüsse – auch bei höheren Investitionen, wie sie bei 240 qm typisch sind. Alle nachfolgenden Angaben gelten Stand Juli 2026; der aktuelle Stand ist vor Antragstellung erneut zu prüfen.
Die Förderbausteine im Überblick
Achtung Förderdeckel: Was bei Investitionen über 28.000 € passiert
Bei einem 240-qm-Altbau liegt die Gesamtinvestition typischerweise bei 35.000–48.000 € – und damit regelmäßig über dem förderfähigen Deckel von 28.000 € pro Wohneinheit. Das bedeutet konkret: Der Zuschuss wird nur auf die ersten 28.000 € der Investition berechnet, nicht auf den Gesamtbetrag. Der darüber hinausgehende Restbetrag ist aus eigenen Mitteln oder über einen Kredit zu finanzieren. Der Eigenanteil fällt bei 240 qm daher proportional höher aus als bei kleineren Häusern – umso wichtiger ist es, den Fördersatz maximal auszuschöpfen.
Für den nicht geförderten Restbetrag bietet der KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) eine zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeit von bis zu 120.000 € pro Wohneinheit. Wir klären im Beratungsgespräch, welche Kombination aus Zuschuss und Kredit für Ihre Situation optimal ist.
Fördervoraussetzungen
Folgende technische Voraussetzungen müssen für die Förderung erfüllt sein:
- Mindest-JAZ von 3,0 – im teilsanierten 240-qm-Altbau mit Heizkörpern realistisch erreichbar
- SG-Ready-Label (Smart Grid Ready) – ermöglicht netzdienlichen Betrieb
- Bei Luft-Wärmepumpen: Geräuschemission mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert (seit Anfang 2026 verschärft)
- Antragstellung vor Maßnahmenbeginn
- Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten
Mit unserer Fördergarantie begleiten wir den gesamten KfW-Antragsprozess – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Auszahlung. Das Risiko, am Förderprozess zu scheitern, trägt nicht der Kunde.
Jetzt beraten lassen – ein Ansprechpartner für Ihre komplette Wärmepumpe.
Wärmepumpe und Systemvernetzung: Enter Connect und Enter Flow bei 240 qm
Bei einem 240-qm-Altbau verbraucht die Wärmepumpe jährlich rund 11.250 kWh Strom – das ist ein Verbrauchsniveau, bei dem die intelligente Steuerung des Betriebs einen spürbaren Unterschied bei den Jahresbetriebskosten macht. Genau hier setzt die Systemvernetzung über Enter Connect an.
Enter Connect: Smarte Steuerung für niedrigere Betriebskosten
Enter Connect ist unser intelligenter Energiemanager, der Wärmepumpe, PV-Anlage, Speicher und weitere Verbraucher in Echtzeit koordiniert. Für einen 240-qm-Altbau mit seinem hohen Wärmebedarf bedeutet das: Die Wärmepumpe wird bevorzugt dann betrieben, wenn selbst erzeugter PV-Strom verfügbar ist oder der Netzstrom besonders günstig ist. Enter Connect lernt dabei die Verbrauchsgewohnheiten des Haushalts und plant vorausschauend – etwa indem das Haus vor einem Kälteeinbruch gezielt vorgewärmt wird, um teure Spitzenlastzeiten zu vermeiden. Gerade bei einem Jahresstromverbrauch von über 11.000 kWh summiert sich dieser Optimierungseffekt über die Jahre zu einer relevanten Ersparnis. Die Fernwartung über Enter Connect ist für zwei Jahre inklusive.
Enter Flow: Dynamischer Stromtarif für günstigere Betriebsstunden
Enter Flow koppelt die Stromkosten an den stündlichen Spotmarktpreis und nutzt automatisch die günstigsten Stunden für den Wärmepumpenbetrieb. Für einen 240-qm-Altbau mit seinem überdurchschnittlichen Stromverbrauch ist das besonders relevant: Schon eine durchschnittliche Einsparung von wenigen Cent pro kWh wirkt sich bei 11.250 kWh Jahresverbrauch deutlich auf die Gesamtbetriebskosten aus. In Kombination mit einer PV-Anlage – deren Ertrag bei einem 240-qm-Altbau mit typischerweise großer Dachfläche besonders hoch ausfallen kann – lässt sich der Eigenverbrauchsanteil weiter steigern und die Abhängigkeit vom Netzstrom reduzieren.
Die häufigsten Bedenken bei 240 qm Altbau – und die Fakten
Eigenheimbesitzer mit einem großen Altbau begegnen im Planungsprozess immer wieder denselben Einwänden. Hier sind die fünf häufigsten – und was die Praxis dazu sagt.
„240 qm ist zu groß für eine Wärmepumpe"
Dieser Mythos hält sich hartnäckig, ist aber technisch überholt. Moderne Wärmepumpen sind in Leistungsklassen bis weit über 20 kW verfügbar. Die Herausforderung bei 240 qm liegt nicht in der Verfügbarkeit passender Geräte, sondern in der präzisen Dimensionierung. Mit einer professionellen Heizlastberechnung und der richtigen Systemkonfiguration ist ein 240-qm-Altbau kein Hindernis.
„Ich muss erst für zehntausende Euro komplett dämmen"
Eine Komplettsanierung ist keine Voraussetzung für eine funktionierende Wärmepumpe. Gezielte Maßnahmen – etwa Dach und Kellerdecke dämmen – können die benötigte Heizlast spürbar senken und damit die Wärmepumpen-Leistungsklasse reduzieren. Ob und welche Dämmmaßnahmen sich für Ihren Altbau vor der Wärmepumpen-Installation rechnen, klärt die Heizlastberechnung.
„Alle Heizkörper müssen raus"
Das stimmt in dieser Pauschalität nicht. Viele Altbau-Heizkörper sind großzügig dimensioniert und damit bereits wärmepumpentauglich. Nach einem hydraulischen Abgleich – der ohnehin Fördervoraussetzung ist – können in den meisten Fällen die vorhandenen Heizkörper weiter genutzt werden. Einzelne unterdimensionierte Exemplare können gezielt getauscht werden.
„Die Stromkosten explodieren bei 240 qm"
Die Betriebskosten der Wärmepumpe liegen bei einem teilsanierten 240-qm-Altbau (JAZ 3,2) bei rund 3.375 € jährlich für Strom, gegenüber rund 5.082 € jährlichen Gaskosten für denselben Wärmebedarf. Die Wärmepumpe ist also auch bei 240 qm im Betrieb günstiger – und mit Enter Connect und Enter Flow lässt sich dieser Vorteil weiter ausbauen.
„Die Nachbarn beschweren sich über den Lärm"
Bei leistungsstarken Außeneinheiten für 240 qm ist das Schallthema tatsächlich relevanter als bei kleineren Geräten. Seit Anfang 2026 gilt als Fördervoraussetzung, dass die Geräuschemission mindestens 10 dB unter dem EU-Ökodesign-Grenzwert liegen muss – eine deutlich verschärfte Anforderung. Bei der herstellerunabhängigen Geräteauswahl berücksichtigen wir die Schallwerte von Anfang an, damit die Aufstellung keine Konflikte mit der Nachbarschaft erzeugt.
Wärmepumpe für 240 qm Altbau mit Enter: So läuft es ab
Vier Schritte trennen Sie von einer fertig installierten, geförderten Wärmepumpe – ohne Koordinationsstress und mit einem einzigen Vertragspartner.
Schritt 1: Bedarf erfassen
Beschreiben Sie Ihr Haus online in wenigen Minuten: Wohnfläche, Baujahr, Sanierungsstand, bisheriges Heizsystem. Das dauert keine zehn Minuten und ist der Einstieg in Ihre individuelle Planung.
Schritt 2: Experten-Beratung für Ihren 240-qm-Altbau
Unser Experte vergleicht verschiedene Wärmepumpen-Modelle und Konfigurationen konkret für Ihre Situation – eine 18-kW-Inverter-Anlage mit Heizstab, eine Erdwärmepumpe, eine Hybridlösung? Für einen 240-qm-Altbau gibt es keine Standardantwort. Sie bekommen eine verständliche, transparente Gegenüberstellung der Optionen, die zu Ihrem Haus und Ihrem Budget passen.
Schritt 3: Heizlastberechnung und Vor-Ort-Analyse
Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft Ihren 240-qm-Altbau vor Ort: Dämmzustand, Heizkörperdimensionierung, Wärmeverteilsystem, Aufstellort der Außeneinheit. Auf dieser Grundlage wird die Heizlast nach DIN EN 12831 berechnet und das System präzise dimensioniert – keine Faustformel, sondern die Grundlage für eine Anlage, die zuverlässig heizt und förderfähig ist.
Schritt 4: Installation und Förderantrag
Unsere geprüften regionalen SHK-Meisterbetriebe installieren die Anlage. Parallel begleiten wir den vollständigen KfW-Förderprozess – von der Antragsstellung bis zur bestätigten Auszahlung. Sie haben einen Vertragspartner und keinen Koordinationsaufwand zwischen Energieberater, Förderantrag und Handwerksbetrieb.
Langfristige Begleitung: Enter Connect und Enter Flow
Nach der Installation übernimmt Enter Connect die Fernwartung für zwei Jahre inklusive und steuert Ihre Wärmepumpe intelligent. Enter Flow sorgt dafür, dass der Betrieb automatisch in die günstigsten Stromstunden gelegt wird. Für einen 240-qm-Altbau mit einem Jahresstromverbrauch der Wärmepumpe von rund 11.250 kWh ist das keine Spielerei, sondern ein handfester wirtschaftlicher Vorteil über die gesamte Laufzeit der Anlage.
Als Deutschlands größter Energieberater haben wir über 37.000 Projekte erfolgreich abgeschlossen und dabei mehr als 150 Mio. € Fördermittel für unsere Kunden gesichert. Unsere Kundenzufriedenheit liegt bei 4,8 von 5 Sternen.
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Fazit: Wärmepumpe für 240 qm Altbau – machbar, kalkulierbar, sicher
Mit der richtigen Planung ist ein 240-qm-Altbau kein Sonderfall, sondern ein gut lösbares Dimensionierungsprojekt. Die Heizlast liegt bei Teilsanierung typischerweise bei 19–24 kW – eine Leistungsklasse, in der moderne Wärmepumpen zuverlässig arbeiten und die Mindest-JAZ von 3,0 für die KfW-Förderung erreichbar ist. Die wirtschaftlichste Konfiguration ist bei dieser Hausgröße oft eine Inverter-Wärmepumpe mit 16–18 kW plus integriertem Heizstab, ergänzt durch die smarte Steuerung über Enter Connect und den dynamischen Tarif Enter Flow.
Die Gesamtinvestition liegt typischerweise über dem förderfähigen Deckel von 28.000 € – umso wichtiger ist die maximale Ausschöpfung der KfW-Fördersätze (bis zu 80 %, max. 22.400 € Zuschuss) und bei Bedarf die Ergänzung durch den KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359). Mit Einkommensbonus reduziert sich der Eigenanteil auf 17.600–18.720 € bei einer 40.000-€-Investition, und die Amortisationszeit liegt bei 12,5–13,3 Jahren. Durch den paradoxen Vorteil großzügig dimensionierter Altbau-Heizkörper – die häufig niedrigere Vorlauftemperaturen ermöglichen als erwartet – ist die Fördervoraussetzung einer JAZ von 3,0 für die meisten 240-qm-Altbauten erreichbar, ohne vorher komplett zu sanieren.
Wir führen Ihre kostenlose Heizlastberechnung durch, wählen herstellerunabhängig die passende Anlage aus und begleiten den gesamten KfW-Förderprozess bis zur bestätigten Auszahlung. Mehr Informationen zu Wärmepumpen im Überblick und zu den aktuellen Wärmepumpen-Preisen finden Sie auf unseren Seiten.
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FAQ
Funktioniert eine Wärmepumpe wirklich in einem unsanierten oder teilsanierten Altbau mit 240 qm?
Ja. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat in einem vierjährigen Feldtest 77 Wärmepumpen in Bestandsgebäuden mit Baujahren von 1826 bis 2001 untersucht. Ergebnis: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten eine durchschnittliche JAZ von 3,4 – unabhängig vom Gebäudealter. Entscheidend ist nicht das Baujahr, sondern die passende Dimensionierung und ein hydraulischer Abgleich des Heizsystems. Gerade große Altbauten haben häufig großzügig dimensionierte Heizkörper, die bereits mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten können.
Welche Wärmepumpen-Leistung brauche ich für 240 qm Altbau?
Das hängt vom Sanierungsstand ab. Bei einem teilsanierten 240-qm-Altbau liegt die Heizlast typischerweise bei 19–24 kW. Die wirtschaftlichste Lösung ist in diesem Leistungsbereich häufig eine Inverter-Wärmepumpe mit ca. 16–18 kW in Kombination mit einem integrierten Heizstab für die wenigen kältesten Tage im Jahr. Eine überdimensionierte Anlage taktet im Teillastbetrieb und verliert Effizienz. Die verbindliche Grundlage für die Dimensionierung ist die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 – pauschale Richtwerte reichen bei dieser Hausgröße nicht aus.
Wie viel Förderung bekomme ich für eine Wärmepumpe in meinem 240-qm-Altbau?
Die KfW-Heizungsförderung (Stand Juli 2026) ermöglicht bis zu 80 % Zuschuss, maximal 22.400 €. Die förderfähigen Kosten sind auf 28.000 € pro Wohneinheit gedeckelt. Da die Gesamtinvestition bei einem 240-qm-Altbau typischerweise 35.000–48.000 € beträgt, wird der Zuschuss nur auf die ersten 28.000 € berechnet. Bei 46 % Förderung (Grundförderung + Geschwindigkeitsbonus) ergibt das 12.880 € Zuschuss; bei 80 % (mit Einkommensbonus) sind es 22.400 €. Für den nicht geförderten Restbetrag steht der KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit bis zu 120.000 € zur Verfügung. Alle Angaben gelten Stand Juli 2026 – der aktuelle Stand ist vor Antragstellung zu prüfen.
Muss ich vor der Wärmepumpe erst komplett dämmen?
Nein, eine vollständige Sanierung ist keine Voraussetzung. Gezielte Maßnahmen wie Dach- oder Kellerdeckendämmung können die benötigte Heizlast reduzieren und damit die Wärmepumpen-Leistungsklasse senken – was sich direkt auf die Anschaffungskosten auswirkt. Ob und welche Dämmmaßnahmen sich vor der Wärmepumpen-Installation rechnen, ergibt sich aus der individuellen Heizlastberechnung. Eine Komplettsanierung ist weder technisch noch förderrechtlich verpflichtend.
Wie lange dauert es, bis sich die Wärmepumpe bei 240 qm Altbau amortisiert?
Bei einer Investition von 40.000 € und einer jährlichen Ersparnis gegenüber Gas von 1.407 € ergibt sich je nach Förderszenario eine Amortisationszeit von 12,5 Jahren (bei 80 % Förderung mit Einkommensbonus) bis 19,3 Jahren (bei 46 % Grundförderung + Geschwindigkeitsbonus). Mit steigenden CO₂-Preisen auf fossile Brennstoffe und der Nutzung von Enter Flow verkürzt sich die Amortisationszeit. Die individuelle Amortisationszeit hängt von Förderquote, Dämmzustand und bisherigem Heizsystem ab.
Wie starte ich am besten – und was übernimmt Enter konkret?
Der einfachste Einstieg ist die kostenlose Heizlastberechnung: Sie beschreiben Ihr Haus online in wenigen Minuten, ein Experte berät Sie zu den passenden Konfigurationen für Ihren 240-qm-Altbau, und ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte prüft das Gebäude anschließend vor Ort. Wir übernehmen die herstellerunabhängige Planung, den gesamten KfW-Förderprozess bis zur bestätigten Auszahlung und koordinieren die Installation durch geprüfte regionale SHK-Meisterbetriebe. Sie haben einen einzigen Vertragspartner – von der ersten Beratung bis zur Fernwartung über Enter Connect.

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