Wärmepumpe vs. Infrarotheizung: Was lohnt sich wirklich?

In einem ganzjährig bewohnten Einfamilienhaus schlägt die Wärmepumpe die Infrarotheizung im 15-Jahres-Gesamtkostenvergleich deutlich, selbst nach Abzug der günstigeren Anschaffungskosten. Enter analysiert Ihr Haus als Gesamtsystem und findet durch den Anbietervergleich die richtig dimensionierte Wärmepumpe – durchschnittlich 5.800 € günstiger.

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    Ihre Öl- oder Gasheizung ist in die Jahre gekommen, doch was ist die bessere Wahl: eine neue Infrarotheizung oder eine Wärmepumpe? Wir vergleichen beide Systeme transparent und zahlenbasiert und helfen Ihnen bei der Entscheidung. Als Deutschlands größter Energieberater analysiert Enter jedes Haus als Ganzes, denn die richtige Heizentscheidung hängt vom Gebäude ab, nicht nur vom Produkt.

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark

    Stromverbrauch: Eine Wärmepumpe benötigt im 100 m² Einfamilienhaus 2.000–4.000 kWh pro Jahr, eine Infrarotheizung im Altbau 10.000–15.000 kWh.

    Checkmark

    Förderung: Wärmepumpen erhalten bis zu 70 % KfW-458-Zuschuss (max. 21.000 €), Infrarotheizungen keine direkte BEG-Förderung.

    Checkmark

    Infrarotheizung als Nischenprodukt: Sinnvoll ist sie nur in Ferienhäusern, Passivhäusern unter 15 kWh/m²a oder einzelnen Zusatzräumen.

    Checkmark

    Enter-Vorteil: Als Deutschlands größter Energieberater analysiert Enter das Haus als Gesamtsystem und sichert durchschnittlich 5.800 € Ersparnis bei der Wärmepumpe.

    Funktionsweise im Vergleich: Strahlungswärme vs. Umweltenergie

    Die Infrarotheizung ist eine Stromdirektheizung: Strom fließt durch ein Heizelement, das elektrische Energie 1:1 in Wärmestrahlung umwandelt. Aus 1 kWh Strom wird genau 1 kWh Wärme. Dabei erwärmt die Strahlung nicht die Raumluft, sondern direkt Oberflächen wie Wände, Möbel und Personen, vergleichbar mit Sonnenlicht. Es gibt keinen Konvektor, keinen Wasserkreislauf und keine bewegten Teile.

    Eine Wärmepumpe arbeitet über einen Kältemittelkreislauf, der wie ein umgekehrter Kühlschrank funktioniert: Sie entzieht der Umgebung (Luft, Erdreich, Grundwasser) Wärme und hebt diese mit einem Kompressor auf ein nutzbares Temperaturniveau. Aus 1 kWh Strom entstehen so 3 bis 5 kWh Wärme. Dieses Verhältnis beschreibt die Jahresarbeitszahl (JAZ). Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im Bestand laut Fraunhofer-ISE-Messungen im Schnitt eine JAZ von 3,4, erdgekoppelte Systeme 4,3.

    Der oft beworbene „100 %-Wirkungsgrad” der Infrarotheizung ist physikalisch korrekt, im wirtschaftlichen Vergleich zur JAZ jedoch irreführend: Die Wärmepumpe nutzt zusätzlich kostenlose Umweltenergie und benötigt für die gleiche Wärmemenge nur einen Bruchteil des Stroms.

    Wärmepumpe vs. Infrarotheizung: Kostenvergleich über 15 Jahre

    Der Blick auf den Anschaffungspreis allein führt regelmäßig zur falschen Entscheidung. Eine Infrarotheizung ist günstig in der Installation, eine Wärmepumpe deutlich teurer, doch nach KfW-Förderung verschiebt sich das Bild bereits spürbar. Der ausschlaggebende Fakor sind jedoch die Betriebskosten über 15 Jahre, weil der Stromverbrauch beider Systeme sich stark unterscheidet.

    Kriterium Infrarotheizung Wärmepumpe (Luft-Wasser)
    Anschaffungskosten (brutto) 4.000–8.000 € 15.000–50.000 €
    Nach max. KfW-458-Förderung keine Förderung ab ca. 8.847 €
    Warmwassersystem separat ja (800–2.000 €) integriert

    GEG-Vorgaben und Förderfähigkeit beider Systeme

    Eine Wärmepumpe erfüllt die 65-%-Pflicht des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) automatisch, ohne dass ein rechnerischer Nachweis nötig wird. Sie ist sowohl im Neubau als auch im Bestand uneingeschränkt zulässig und gilt als Standardlösung für die GEG-Konformität bei einer Heizungsmodernisierung.

    Eine Infrarotheizung gilt als Stromdirektheizung und ist nach § 71d GEG nur unter strengen Auflagen erlaubt: Im Neubau muss die Gebäudehülle mindestens 45 % besser sein als der Referenzwert (EH-40-Niveau), im Bestand ohne wassergeführtes System 30 % besser, im Bestand mit vorhandenem Wassersystem 45 % besser. Die meisten unsanierten Altbauten erfüllen diese Anforderungen nicht, was vielen Hausbesitzern beim Kauf nicht bewusst ist.

    Förderung für die Wärmepumpe sichern und bis zu 21.000 € sparen

    Die KfW 458 setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen: 30 % Grundförderung, 20 % Klimageschwindigkeitsbonus (bis 2028), 5 % Effizienzbonus für natürliche Kältemittel oder Erdwärme sowie 30 % Einkommensbonus bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen unter 40.000 €. Insgesamt sind maximal 70 % förderfähig, gedeckelt auf 21.000 € pro Wohneinheit bei förderfähigen Kosten bis 30.000 €. Infrarotheizungen erhalten weder eine BEG- noch eine KfW-Förderung, ein struktureller Kostennachteil, der über die gesamte Lebensdauer wirkt.

    Checkmark

    Experten-Tipp: Wer den Liefer- oder Installationsvertrag der Wärmepumpe vor der Förderzusage unterschreibt, verliert in der Regel den gesamten Anspruch. Enter steuert den Antragsprozess in der richtigen Reihenfolge und sichert mit der Fördergarantie die 100-prozentige Auszahlung der zugesagten KfW-Mittel zu.

    Die jährlichen Betriebskosten liegen bei der Infrarotheizung zwischen 1.500 und 4.500 € zuzüglich 500–1.000 € für Warmwasser, bei der Wärmepumpe bei 600–1.200 € plus rund 200 € für die Wartung. Der vermeintliche Anschaffungsvorteil der Infrarotheizung ist damit je nach Gebäude bereits nach drei bis fünf Jahren aufgezehrt, danach zahlen Sie jedes Jahr drauf. 

    Bausteine der BAFA-Förderung

    Infrarotheizung: Wann ist sie sinnvoll und wann nicht?

    Die Infrarotheizung ist kein schlechtes Produkt, sie wird nur regelmäßig in den falschen Gebäuden eingesetzt. Entscheidend ist das Verhältnis aus Heizwärmebedarf, Nutzungsdauer und Gebäudehülle. Die folgende Matrix zeigt, welches System je nach Gebäudetyp und Nutzung sinnvoll ist.

    Gebäudetyp Hauptwohnsitz Ferienhaus (<50 Heiztage) Zusatzraum
    Unsanierter Altbau Wärmepumpe (ggf. nach Sanierung) Infrarotheizung Infrarotheizung
    Sanierter Bestand Wärmepumpe Infrarotheizung Infrarotheizung
    Neubau Wärmepumpe Hybrid Infrarotheizung
    Passivhaus <15 kWh/m²a Infrarot oder Wärmepumpe Infrarotheizung Infrarotheizung
    Einzelraum ohne Wasseranschluss Infrarotheizung Infrarotheizung Infrarotheizung

    In einem unsanierten Altbau mit 15.000 kWh Heizbedarf erzeugt eine Infrarotheizung bei 35 ct/kWh Stromkosten von über 6.000 € pro Jahr. Eine Wärmepumpe deckt denselben Bedarf mit einem Wärmepumpentarif und einer JAZ von 3,4 für rund 1.500 € jährlich.

    Wärmepumpe vs. Infrarotheizung: Welches System passt zu welchem Haus?

    Wärmepumpe vs. Infrarotheizung: Welches System ist für welches Haus die beste Wahl?

    Für ein ganzjährig bewohntes Einfamilienhaus ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe in den allermeisten Fällen die wirtschaftlich und gesetzlich tragfähige Lösung. Wer eine GEG-konforme Lösung im Bestand sucht, aber Vorbehalte gegen eine reine Wärmepumpe hat, kann zudem eine Hybridvariante prüfen: eine kleine Wärmepumpe als Grundlast und Infrarotpaneele für Spitzenlast in selten genutzten Räumen. Die folgende Tabelle stellt Wärmepumpe und Infrarotheizung gegenüber.

    Wärmepumpe Infrarotheizung
    Für wen geeignet? Ganzjährig bewohnte Einfamilienhäuser im Altbau oder Neubau Ferienhäuser, Passivhäuser unter 15 kWh/m²a, Einzelräume
    Anschaffungskosten Ab ca. 8.847 € nach max. KfW-Förderung 4.000–8.000 € – ohne jede Förderung
    Betriebskosten/Jahr 600–1.200 € zzgl. ca. 200 € Wartung 1.500–4.500 € zzgl. 500–1.000 € für Warmwasser
    Wann rechnet es sich? Anschaffungsvorteil der Infrarotheizung nach 3–5 Jahren aufgezehrt, danach dauerhaft günstiger Nur bei sehr geringem oder seltenen Heizbedarf wirtschaftlich
    GEG-konform? Ja, automatisch, ohne Nachweis Nur unter strengen Auflagen (§ 71d GEG) – viele Altbauten nicht geeignet
    Warmwasser Integriert Separates System nötig (800–2.000 € Zusatzkosten)

    Enter agiert als neutrale Plattform und vergleicht Angebote führender Hersteller wie Vaillant, Buderus oder LG. Statt Standardprodukt bietet Enter eine passgenaue Lösung: Unsere Energieeffizienz-Experten analysieren Ihr Gebäude individuell, vergleichen geprüfte Angebote führender Hersteller und finden die richtig dimensionierte Wärmepumpe für Ihr Haus. Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich in einem Video-Gespräch.

    Checkmark

    Experten-Tipp: Photovoltaik verbessert beide Systeme, unterstützt aber die Wärmepumpe deutlich stärker. Jede selbst erzeugte Kilowattstunde wird über die Jahresarbeitszahl in drei bis vier Kilowattstunden Wärme umgewandelt. Bei der Infrarotheizung bleibt das Verhältnis 1:1, und der grundsätzliche Winter-Mismatch bleibt: Wenn der Heizbedarf am höchsten ist, liefert die PV-Anlage den geringsten Ertrag.

    Mit Enter zur passgenauen Wärmepumpe – und durchschnittlich 5.800 € sparen

    Wer ein ganzjährig bewohntes Einfamilienhaus heizt, trifft mit der Wärmepumpe in den meisten Fällen die wirtschaftlich und gesetzlich überlegene Entscheidung. Vorausgesetzt, die Anlage ist richtig dimensioniert und die Förderung wird vollständig ausgeschöpft. Enter ist Deutschlands größter Energieberater und begleitet Sie von der ersten Analyse bis zur fertigen Installation:

    • Passgenaue Dimensionierung: Ganzheitliche Gebäudeanalyse durch zertifizierte Energieeffizienz-Experten verhindert teure Über- oder Unterdimensionierung.
    • Durchschnittlich 5.800 € sparen: Anbietervergleich führender Hersteller wie Vaillant, Buderus oder LG sichert die besten Preise.
    • Fördergarantie: 100 % Auszahlung der zugesagten KfW-Mittel – bis zu 21.000 € Zuschuss.
    • Effizienzgarantie: Mindestens dreifach höhere Effizienz gegenüber der fossilen Altanlage, bei gesicherter Wohlfühltemperatur.
    • Schnelle Umsetzung: Erste Angebote oft innerhalb weniger Stunden, Installation häufig binnen 30 Tagen.

    Jetzt kostenlose Beratung anfragen und bis zu 21.000 € Förderung sichern.

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    FAQ

    Kann ich Wärmepumpe und Infrarotheizung kombinieren?

    Ja, eine Hybridlösung ist möglich. Die Wärmepumpe deckt im bivalent-parallelen Betrieb die Grundlast, Infrarotpaneele übernehmen die Spitzenlast in selten genutzten Räumen. Diese Kombination kann die 65-%-Pflicht des GEG erfüllen, wenn die Wärmepumpe als Hauptsystem ausgelegt ist.

    Lohnt sich Infrarotheizung mit Photovoltaik wirklich?

    Eine PV-Anlage senkt die Stromkosten der Infrarotheizung im Sommer spürbar, doch der Winter-Mismatch bleibt: Im Dezember und Januar liefert die PV nur 3–8 % des Jahresertrags, genau dann, wenn der Heizbedarf am höchsten ist. Pro erzeugter Kilowattstunde bleibt die Wärmepumpe durch ihre Jahresarbeitszahl deutlich effizienter.

    Warum empfehlen manche Experten trotzdem Infrarotheizungen?

    Viele Studien arbeiten mit Modellannahmen ohne KfW-Förderung und unterstellen hohe Reinvestitionskosten bei der Wärmepumpe. Sobald die KfW-458-Förderung von bis zu 70 % eingerechnet wird, kippt die Rechnung in den meisten Szenarien klar zugunsten der Wärmepumpe.

    Wie schnell amortisiert sich die Wärmepumpe gegenüber Öl oder Gas?

    Bei einem Komplettsystem mit maximaler KfW-458-Förderung und einem Eigenanteil ab ca. 8.847 € liegt die Amortisation gegenüber Öl- oder Gasheizungen in der Regel bei 8 bis 12 Jahren. Die genaue Dauer hängt von Energiepreisen, JAZ und individuellem Verbrauch ab.

    Was passiert, wenn die Wärmepumpe nicht zu meinem Haus passt?

    Im Rahmen der kostenlosen Analyse prüft ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte von Enter Heizlast, Vorlauftemperatur und Gebäudehülle. Stellt sich heraus, dass eine Wärmepumpe ohne Vorsanierung nicht sinnvoll ist, wird das offen kommuniziert und eine passendere Lösung empfohlen.

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