
Kommunale Wärmeplanung in Deutschland: Alles, was Sie jetzt wissen müssen
Die kommunale Wärmeplanung beeinflusst direkt, welche Heiztechnologie für Ihr Zuhause langfristig sinnvoll ist. Warten Sie nicht auf den fertigen Wärmeplan Ihrer Kommune – lassen Sie jetzt Ihre Immobilie analysieren, um frühzeitig die richtige Entscheidung zu treffen. Kostenlose digitale Beratung bei Enter anfragen.
Kommunen in Deutschland stehen vor der Herausforderung, ihre Wärmeversorgung klimaneutral zu gestalten. Die kommunale Wärmeplanung ist dabei ein zentraler Baustein. Was wird gefordert? Welche Fristen gelten? Und was sollten Sie als Eigenheimbesitzer darüber wissen? Wir informieren Sie verständlich und auf den Punkt – als Deutschlands größter Energieberater mit über 37.000 erfolgreichen Projekten.
Das Thema kurz und kompakt
Bis 2045 soll eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreicht werden, wie im Klimaschutzgesetz festgelegt wurde.
Dafür trat am 01.01.2024 das Wärmeplanungsgesetz (WPG) in Kraft. Es bildet die gesetzliche Grundlage für eine flächendeckende kommunale Wärmeplanung.
Der Bund unterstützt die Kommunen finanziell und beratend dabei, den effizientesten Weg hin zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung zu finden.
Als Deutschlands größter Energieberater unterstützt Enter Sie mit einer kostenlosen digitalen Beratung dabei, Ihre energetische Sanierung zukunftssicher anzugehen – inklusive Fördergarantie für die 100 % garantierte Auszahlung Ihrer KfW-Förderung.
Was ist die kommunale Wärmeplanung und welches Ziel wird damit verfolgt?
Ein kommunaler Wärmeplan ist ein strategisches Konzept, das Städten und Gemeinden hilft, ihre Wärmeversorgung langfristig klimafreundlich umzustellen. Seit dem 01. Januar 2024 sind große und kleine Kommunen verpflichtet, solche Wärmepläne zu erstellen. Warum? Das Ziel ist es, bis 2045 eine weitgehend treibhausgasneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.
Was heißt das nun konkret?
Kommunen prüfen, wie sich ihr Wärmebedarf künftig ohne fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl decken lässt. Dazu wird der gesamte Wärmebedarf – von Privathaushalten bis hin zu Gewerbeimmobilien – unter die Lupe genommen. Besonders im Fokus stehen dabei Lösungen wie:
- der Ausbau von Wärmenetzen oder
- der verstärkte Einsatz von erneuerbaren Energien.
Für Hausbesitzer bedeutet das: Sie erhalten frühzeitig Planungssicherheit, bspw. welche Heizlösungen in Zukunft sinnvoll sind und welche Dämmstandards Sie einhalten müssen. Enter berät Sie dazu gerne in einer kostenlosen digitalen Beratung. Gemeinsam schaffen wir ein klares Bild davon, welche Maßnahmen Sie konkret angehen können. Photovoltaikanlagen sind sehr beliebt, um einen ersten Schritt hin zu natürlicher Energie zu gehen. So tragen Kommunen und Bürger gleichermaßen dazu bei, die Klimaziele bis 2045 zu erreichen – was langfristig nicht nur CO₂, sondern auch Kosten spart.

Zukunftsfähige und bezahlbare Wärmeversorgung in Deutschland
Die kommunale Wärmeplanung bietet Kommunen die Chance, ihre Wärmeversorgung nachhaltig und wirtschaftlich zu gestalten. Der Ausbau von Wärmenetzen (z. B. Nah- und Fernwärme) ist ein erster großer Sprung, da diese eine klimafreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen wie Gas und Öl darstellen. In Ostdeutschland sind bereits 30 % der Haushalte an ein Fernwärmenetz angeschlossen – während es in Westdeutschland lediglich 10 % sind.
Dabei zeigen Kommunen wie Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein, wie die Dekarbonisierung der Wärmenetze erfolgreich gelingen kann. Der Bund unterstützt diese Projekte bis 2028 mit Fördermitteln. Damit sollen der Umstieg auf erneuerbare Energien weiter vorangetrieben und eine kosteneffiziente Wärmeversorgung in Kommunen sichergestellt werden. Die kommunale Wärmeplanung ist übrigens auch Teil des Pilotprojekts „Klimaneutrale Quartiere".

Welche Fristen gibt es für die Erstellung der Wärmepläne?
Um die klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 zu erreichen, trat am 01.01.2024 das Wärmeplanungsgesetz (WPG) in Kraft. Es verpflichtet Länder sicherzustellen, dass ihre Kommunen fristgerecht ihren kommunalen Wärmeplan erstellen. Die Fristen sind dabei klar definiert:
- Städte mit über 100.000 Einwohnern: bis zum 30.06.2026
- Städte und Gemeinden mit weniger als 100.000 Einwohnern: bis zum 30.06.2028
- Gemeinden unter 10.000 Einwohner: Haben die Möglichkeit eines vereinfachten Verfahrens. Sie haben auch die Option, mit mehreren Gemeinden zusammen einen gemeinsamen Wärmeplan zu entwickeln (Konvoiverfahren).
Die Einwohnerzahl rückwirkend zum 01.01.2024 ist entscheidend für die Einstufung.

Wie hängen Gebäudeenergiegesetz (GEG) und Wärmeplanungsgesetz zusammen?
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) und das Wärmeplanungsgesetz (WPG) sind beides zentrale Instrumente der Wärmewende. Außerdem sind sie beide am 01.01.2024 in Kraft getreten.
| GEG | WPG |
|---|---|
| Während das GEG den schrittweisen Austausch von Öl- und Gasheizungen durch erneuerbare Energiequellen regelt | … schafft das WPG die Grundlage für eine flächendeckende Wärmeplanung in Deutschland. |
Ziel beider Gesetze ist es, den Wärmebedarf unserer Gebäude drastisch zu senken.
Dadurch arbeiten das Gebäudeenergiegesetz und Wärmeplanungsgesetz Hand in Hand, um den Weg zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu ebnen und den kommunalen Energieverbrauch nachhaltig zu senken.
Beide Gesetze gehen mit vielen neuen Regulierungen einher, an die wir uns nun nach und nach herantasten müssen. Um für sämtliche Themen rund um Energieeffizienz zu sensibilisieren und aufzuklären, stehen Ihnen unsere Energieexperten von Enter zur Seite. In einer kostenlosen digitalen Beratung helfen wir Ihnen, die beste Lösung für Ihre Sanierung zu finden.
Wärmeplanung der verschiedenen Bundesländer im Überblick
In Deutschland machen Wärmeversorgung und Heizung über 50 % des gesamten Energieverbrauchs aus. Rund 80 % davon werden noch immer durch fossile Energieträger gedeckt. Dadurch sind Privathaushalte und Gewerbeimmobilien für den Großteil der CO₂-Emissionen verantwortlich. Umso wichtiger sind die kommunalen Wärmepläne bei der Dekarbonisierung der Wärmenetze.
| Bundesland | Stichtag der Wärmeplanung | Fristen | Besonderheiten | Weitere Informationen |
|---|---|---|---|---|
| Kommunale Wärmeplanung Baden-Württemberg | Ende 2023 | Klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040; Treibhausgasneutralität bis 2030 | / | Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg |
| Kommunale Wärmeplanung Bayern | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | / | Bestandsschutz für bereits bestehende Wärmepläne, insofern sie vergleichbar mit aktuellen Ansprüchen sind | Portal der Staatsregierung |
| Kommunale Wärmeplanung Berlin | / | / | Kohleausstieg bis 2030 | Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt |
| Kommunale Wärmeplanung Brandenburg | Brandenburgische Wärmeplanungsverordnung trat am 22.07.2024 in Kraft | Verschiedene Etappen; keine genauen Fristen | Finanzierung durch den Bund bis 2028 mit 500 Mio. € | Energieportal Brandenburg |
| Kommunale Wärmeplanung Bremen | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | Wärmepläne alle 5 Jahre fortschreiben | Fokus auf Ausbau von Fernwärmenetzen und kalten Nahwärmenetzen | Umwelt Bremen |
| Kommunale Wärmeplanung Hamburg | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | Klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045; Kohleausstieg bis 2030 | Fokus auf Ausbau von Fernwärme | Hamburg.de |
| Kommunale Wärmeplanung Hessen | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | Klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2040; Zwischenziel bis 2030 | Fördermöglichkeiten bspw. durch Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) | Bürgerservice Hessenrecht |
| Kommunale Wärmeplanung Mecklenburg-Vorpommern | Ende 2023 | Treibhausneutral bis 2045 | Individuelle Unterstützung für Machbarkeitsstudien und Transformationskonzepte möglich | Landesgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern |
| Kommunale Wärmeplanung Niedersachsen | Ende 2026 für Mittel- und Oberzentren | Treibhausreduktion um 65 % bis 2030; treibhausgasneutral bis 2045 | Fördert gebäudescharfe Wärmebedarfskarten | Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen |
| Kommunale Wärmeplanung NRW | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | Wärmepläne alle 5 Jahre fortschreiben | Interkommunale Zusammenarbeit wird empfohlen | NRW.Energy4Climate |
| Kommunale Wärmeplanung Rheinland-Pfalz | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | / | Unterstützung von Nahwärmeprojekten; Fördermittel für die Planung und Umsetzung der Wärmepläne | Energieagentur Rheinland-Pfalz |
| Kommunale Wärmeplanung Sachsen-Anhalt | Ein eigenes Landesgesetz zur Wärmeplanung ist für 2025 in Planung | / | Kommunale Wärmeplanung ist nicht Pflicht | Kommunale Wärmewende |
| Kommunale Wärmeplanung Schleswig-Holstein | Ende 2027 | Wärmepläne müssen mindestens alle zehn Jahre fortgeschrieben werden | Verpflichtung für 78 Gemeinden, die 60 % der Bevölkerung abdecken, kommunalen Wärme- und Kälteplan zu erstellen | § 7 im Energiewende- und Klimaschutzgesetz Schleswig-Holstein EWKG |
| Kommunale Wärmeplanung Thüringen | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | / | Finanzielle Unterstützung durch den „Thüringer Energiekrise- und Corona-Pandemie-Hilfefonds" | Thüringer Energieagentur THEGA |
| Kommunale Wärmeplanung Sachsen | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | Wärmepläne alle 5 Jahre fortschreiben | Bietet kommunale Wärmeplanung Förderung und Leitfäden | Sächsische Energieagentur saena |
| Kommunale Wärmeplanung Saarland | Für große und kleine Kommunen bis zum 30.06.2026 bzw. 2028 | / | Fokus auf innovative Lösungen für ländliche Regionen | Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland |
*Hinweis: Keine Garantie auf Vollständigkeit und Aktualität der Tabelle. Unser Stand: 09.2024. Für genaue lokale Informationen nutzen Sie gerne unsere kostenlose digitale Beratung bei Enter.

Ausblick: Zukünftige Wärmeplanung in Europa
Die kommunale Wärmeplanung ist kein neues Thema, sondern steht seit 2018 auf der Agenda. Doch seit dem WPG ist sie 2024 immer relevanter geworden – und das nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa. Viele europäische Länder haben die kommunale Wärmeplanung bereits fest in ihre Stadtplanung integriert.
Länder wie Dänemark gelten als Vorreiter und setzen seit den 70er-Jahren (durch die Ölkrise motiviert) auf langfristige Wärmepläne. Dänische Kommunen wurden früh verpflichtet, auf erneuerbare Energien und Fernwärme zu setzen. Erfolgreiche grenzüberschreitende Projekte wie zwischen Straßburg und Kehl oder Görlitz und Zgorzelec zeigen, wie europäische Zusammenarbeit dabei gestärkt wird.

Fazit: Mit Enter keine Fristen für die Wärmeplanung verpassen und zum Klimaschutz beitragen
Die kommunalen Wärmepläne in Deutschland müssen in den kommenden Jahren bei Städten und Gemeinden oberste Priorität haben, um bis 2045 eine klimafreundliche Wärmeversorgung zu gewährleisten. Jetzt gilt es, Strukturen zu schaffen und Fristen einzuhalten. Enter steht als Deutschlands größter Energieberater bereit und unterstützt Sie dabei in folgenden Bereichen:
- Kostenlose digitale Beratung für individuelle Sanierungskonzepte und Ihre nächsten Schritte in der Wärmewende.
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- Langzeit-Service: 2 Jahre Fernwartung mit Enter Connect für dauerhafte Effizienz.
Für Privathaushalte, die energetisch sanieren möchten, empfiehlt es sich, jetzt erste Schritte zu unternehmen. Ob Wärmepumpe oder Photovoltaik – mit Enter sparen Sie durchschnittlich 3.360 € jährliche Energiekosten. Nutzen Sie unsere kostenlose digitale Beratung und erfahren Sie, wie Kommunen und Bürger eng zusammenarbeiten können, um die Klimaziele gemeinsam zu erreichen.
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FAQ
Was bedeutet kommunale Wärmeplanung?
Am 17. November 2023 hat der Bundestag den Gesetzesentwurf der Bundesregierung für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze angenommen. Die kommunale Wärmeplanung beschreibt, wie Städte und Gemeinden ihre Wärmeversorgung klimaneutral gestalten. Sie legt fest, wie Wärme aus erneuerbaren Energien und Fernwärme fossile Brennstoffe ersetzen können.
Welche Kommunen sind zur Wärmeplanung verpflichtet?
Das sind z. B. Kommunen mit über 45.000 Einwohnern wie Heidelberg oder Freiburg in Baden-Württemberg. In Schleswig-Holstein müssen Städte wie Kiel und Flensburg bis spätestens 2024 bzw. 2027 Wärmepläne vorlegen.
Bis wann muss eine kommunale Wärmeplanung vorliegen?
Für Städte über 100.000 Einwohner ist die Frist der 30.06.2026. Kleinere Städte haben bis zum 30.06.2028 Zeit.
Ist die kommunale Wärmeplanung Pflicht?
Ja, seit dem 01.01.2024 ist die kommunale Wärmeplanung mit dem Gesetz für die Wärmeplanung (WPG) Pflicht. Das zielt vorrangig darauf ab, die Wärmeversorgung schrittweise auf klimafreundliche Technologien umzustellen und die bestehende Infrastruktur langfristig zu modernisieren. Als Deutschlands größter Energieberater unterstützt Enter Sie dabei mit einer ganzheitlichen Gebäudeanalyse, um die perfekt dimensionierte Wärmepumpe für Ihr Zuhause zu finden – inklusive Fördergarantie für die 100 % garantierte Auszahlung Ihrer KfW-Förderung.
Wirkt sich der Ampel-Bruch auf die kommunale Wärmeplanung in Deutschland aus?
Der Ampel-Bruch hat vorerst keinen direkten Einfluss auf die kommunale Wärmeplanung, da diese bereits gesetzlich verankert ist. Zukünftige politische Entscheidungen könnten jedoch die finanziellen Mittel oder die Priorisierung beeinflussen. Kommunen sollten daher bestehende Fördermöglichkeiten rasch nutzen, um geplante Projekte zur klimafreundlichen Wärmeversorgung abzusichern und Fortschritte zu sichern. Hier finden Sie einen umfassenden Wärmepumpen-Vergleich, um die beste Lösung für Ihr Zuhause zu finden.

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