
Neue Gasheizung: Lohnt sich der Einbau mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz noch?
Mein Rat: Bevor Sie in eine neue Gasheizung investieren, lassen Sie Ihr Gebäude ganzheitlich analysieren. Viele Altbauten eignen sich hervorragend für eine Wärmepumpe – mit bis zu 80 % KfW-Förderung und durchschnittlich 3.360 € jährlicher Energiekosteneinsparung. So vermeiden Sie steigende CO₂-Kosten und heizen zukunftssicher. Jetzt kostenlose digitale Beratung anfragen
Steigende Energiepreise, verschärfte gesetzliche Vorgaben und die Energiewende werfen für viele Hausbesitzer die drängende Frage auf: Lohnt sich der Einbau einer neuen Gasheizung überhaupt noch? Während Gasheizungen lange Zeit als effiziente und kostengünstige Lösung galten, steht ihre Zukunftsfähigkeit heute stark infrage. Die Verbraucherzentrale Hamburg warnt bereits explizit vor den steigenden Kosten durch CO₂-Bepreisung und höhere Mehrwertsteuern. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles über die aktuellen Entwicklungen, Vor- und Nachteile verschiedener Heizsysteme sowie Fördermöglichkeiten – und warum sich eine unabhängige Energieberatung jetzt besonders lohnt.
Das Thema kurz und kompakt
Neue Gasheizung einbauen: Das sagt das Gebäudemodernisierungsgesetz
Knapp die Hälfte der Wohngebäude in Deutschland ist mit Gasheizungen ausgestattet, auch bei Neubauten ist der Anteil nach wie vor beachtlich. Von den mehr als 13 Millionen Gasheizungen in Deutschland sind allerdings mehr als 50 % sehr alt oder sogar veraltet.
Ein komplettes Verbot von Gasheizungen gibt es nach wie vor nicht, im Gegenteil: Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das am 10. Juli 2026 von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde, entfällt die bisherige 65-%-Regel für neu installierte Heizungen. Gas- und Ölheizungen dürfen damit wieder ohne Einschränkungen eingebaut werden, zunächst bis Ende 2028.
Wer sich dennoch für eine neue fossile Heizung entscheidet, muss ab 2029 einen steigenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe nutzen, die sogenannte Bio-Treppe:
- Ab 2029: 10 %
- Ab 2035: 30 %
- Ab 2040: 60 %
Bestehende Heizungen dürfen bis Ende 2045 weiterlaufen, die bisherige 30-Jahres-Austauschpflicht für alte Konstanttemperaturkessel wird gestrichen. Wer den Heizungstausch bis Ende 2028 abschließt, sichert sich zusätzlich den Geschwindigkeitsbonus von bis zu 20 % Förderung.
Versteckte Folgekosten: Was Grüngasquote und CO₂-Preis wirklich kosten
Auf den ersten Blick wirkt das GModG wie eine Entlastung für alle, die sich für eine neue Gasheizung entscheiden. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) zeigt jedoch, dass die tatsächlichen Kosten langfristig deutlich steigen.
Für einen durchschnittlichen Haushalt in einer teilsanierten Altbauwohnung mit einem Jahresverbrauch von 10.000 kWh berechnet das IW einen Anstieg der jährlichen Heizkosten von rund 1.080 € im Jahr 2026 bzw. 1.952 € im Jahr 2040 und 2.366 € im Jahr 2045. Die laufenden Kosten verdoppeln sich damit nahezu.
Der Kostenanstieg von rund 872 € bis 2040 verteilt sich laut IW-Modellrechnung wie folgt:
- 643 € durch die Bio-Treppe: Pflicht zur Beimischung klimafreundlicher Gase wie Biomethan, die deutlich teurer sind als fossiles Erdgas.
- 184 € durch steigende Gasnetzentgelte: Weil immer weniger Haushalte am Gasnetz bleiben, verteilen sich die Netzkosten auf immer weniger Schultern.
- 44 € Anteil durch den CO₂-Preis: Kleiner als oft angenommen, da die Bio-Treppe gleichzeitig den fossilen Erdgas-Anteil senkt.
Für Vermieter kommt hinzu, dass sich die Kostenaufteilung mit Mietern verkompliziert: Wer nach dem GModG eine neue fossile Heizung einbaut, trägt einen erheblichen Teil der Mehrkosten aus Bio-Treppe, CO₂-Preis und Netzentgelten selbst und kann diese nicht vollständig auf die Mietnebenkosten umlegen.
Lohnt sich eine neue Gasheizung noch?
Besonders beim Umstieg von Öl auf Gas stellt sich die Frage, ob sich die Investition langfristig rentiert. Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer neuen Gasheizung lässt sich nicht pauschal beantworten. Zwar sind die Anschaffungskosten einer Gasheizung mit 8.000 bis 16.000 € oft niedriger als bei alternativen Systemen wie Wärmepumpen, doch die laufenden Kosten steigen kontinuierlich.
So steigen die Heizkosten durch den höheren CO₂-Preis
Die Verbraucherzentrale hat ein aufschlussreiches Rechenbeispiel für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem jährlichen Verbrauch von 15.000 Kilowattstunden (kWh) Erdgas erstellt:
Zu diesen steigenden CO₂-Kosten kommen bei einer neuen Gasheizung mehrere weitere Faktoren:

Vor- und Nachteile von Gasheizungen
Unterschiedliche Arten der Gasheizung
Bei der Entscheidung für eine neue Gasheizung ist es wichtig, die verschiedenen verfügbaren Systeme zu kennen. Je nach Wohnfläche, Warmwasserbedarf und baulichen Gegebenheiten eignen sich unterschiedliche Varianten:

Ist eine Gas-Brennwertheizung noch sinnvoll: Brennwertgeräte vs. Heizwerttechnik
Bei der Entscheidung zwischen Brennwert- und Heizwerttechnik für Gasheizungen ist die Effizienz ein Schlüsselfaktor. Viele Hausbesitzer fragen sich: Ist eine neue Gas-Brennwertheizung noch sinnvoll? Brennwertgeräte sind fortschrittlicher, da sie nicht nur die direkte Verbrennungswärme von Erdgas nutzen, sondern zusätzlich die Wärme der Abgase durch einen zweiten Wärmetauscher zurückgewinnen.
Dies macht sie bis zu 30 % effizienter als traditionelle Heizwertgeräte. Die Heizwerttechnik hingegen leitet die Abgaswärme ungenutzt in die Umwelt ab, was zu höherem Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß führt. Obwohl Brennwertgeräte anfänglich teurer sind, bieten sie langfristige Einsparungen durch geringeren Gasverbrauch und niedrigere Heizkosten, was sie zu einer umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Wahl macht.

Die Gesamtkosten für eine neue Gasheizung setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Dabei sollten Sie nicht nur die reinen Anschaffungskosten berücksichtigen, sondern auch Installation und mögliche Zusatzarbeiten einkalkulieren.
Grundkosten für das Heizgerät
Zusätzliche Installationskosten

Laufende Kosten im Blick behalten
Neben den einmaligen Investitionskosten müssen auch die jährlichen Betriebskosten berücksichtigt werden:
Neue Gasheizung: Förderung
Die Förderlandschaft für Heizungen hat sich seit 2024 grundlegend verändert. Während reine Gasheizungen nicht mehr gefördert werden, gibt es für klimafreundliche Alternativen und Hybridlösungen attraktive Zuschüsse.
Seit Mitte August 2022 gibt es keine direkten Zuschüsse mehr für den Einbau einer reinen Gasheizung. Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) konzentriert sich stattdessen auf Heizsysteme, die überwiegend erneuerbare Energien nutzen.
Gas-Hybridheizungen
Eine sinnvolle Option ist die Kombination aus Gasheizung und erneuerbaren Energien, etwa in Form von Solarthermie oder einer Wärmepumpe. Diese Gas-Hybridheizungen können sich für die KfW-Heizungsförderung qualifizieren, sofern sie die Voraussetzung erfüllen, mindestens 65 % der Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Für viele Hausbesitzer stellt dies einen praktikablen Kompromiss dar, der die Vorteile der Gasheizung mit zukunftsfähigen Technologien verbindet.

H2-Ready-Gasheizungen
Eine weitere Möglichkeit sind zukunftsfähige Gasheizungen, die auf Wasserstoff umrüstbar sind, sogenannte H2-Ready-Modelle. Diese können gefördert werden, wenn in Ihrem Gebiet ein Netzausbau für Wasserstoff bis 2044 geplant ist. Darf man noch eine Gasheizung einbauen, die diese Technologie nutzt? Ja, und mit der entsprechenden KfW-Heizungsförderung lassen sich Teile der Investitionskosten decken.
Alternative: Förderung für Wärmepumpen
Die deutlich bessere Alternative zum Gasheizung einbauen sind jedoch Wärmepumpen. Hier winken besonders attraktive Fördersätze:
In der Summe sind so bis zu 80 % Förderung einer Wärmepumpe bei förderfähigen Kosten von maximal 28.000 € möglich – also bis zu 22.400 € Zuschuss für Haushalte mit einem Einkommen bis 30.000 €. Ein starkes Argument für alle Hausbesitzer, die langfristig denken. Enter übernimmt dabei den kompletten KfW-Förderantrag bis zur Auszahlung – mit Fördergarantie.

Zuschüsse für Biomasseheizungen
Auch Biomasseheizungen wie Pelletöfen bieten eine förderungswürdige Alternative:
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Die besten Alternativen zur Gasheizung
Angesichts steigender Gaspreise und der künftigen CO₂-Bepreisung gewinnen alternative Heizsysteme zunehmend an Bedeutung. Hier sind die wichtigsten Optionen im Überblick:
Wärmepumpe

Gas-Hybridheizung

H2-Ready-Gasheizungen

Pelletheizung oder andere Biomasse-Systeme

Fazit: Ist der Einbau einer neuen Gasheizung noch sinnvoll?
Die Entscheidung für oder gegen eine neue Gasheizung sollte sorgfältig abgewogen werden. Die niedrigeren Anschaffungskosten einer Gasheizung erscheinen zunächst verlockend, doch langfristig sprechen mehrere Faktoren gegen diese Lösung, sodass sich eine Umrüstung lohnt:
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FAQ
Darf man noch eine neue Gasheizung einbauen?
Ja, der Einbau einer Gasheizung ist noch möglich. Allerdings muss die Heizung entweder „H2-ready" sein oder ab 2029 einen steigenden Anteil erneuerbarer Energien nutzen. In Neubauten in Neubaugebieten gilt bereits ab 2024 die 65-%-Regel für erneuerbare Energien.
Was kostet eine neue Gasheizung?
Die Gesamtkosten für eine neue Gasheizung inklusive Installation liegen zwischen 5.000 und 18.000 €, abhängig von Typ und Umfang der Arbeiten. Hinzu kommen steigende Betriebskosten durch CO₂-Preis und Mehrwertsteuer.
Jetzt noch Gasheizung einbauen: Lohnen sich neue Öl- und Gasheizungen?
Rein wirtschaftlich betrachtet sind Gas- und Ölheizungen meist nicht mehr die beste Wahl. Die vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten werden durch steigende Betriebskosten und fehlende Förderung aufgewogen. Wärmepumpen sind trotz höherer Anfangsinvestition durch Förderungen bis zu 80 % und niedrigere Betriebskosten oft die bessere Wahl.
Gibt es Förderungen für neue Gasheizungen?
Reine Gasheizungen werden nicht mehr gefördert. Förderungen gibt es nur noch für:
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Wie lange kann ich meine alte Gas- oder Ölheizung noch betreiben?
Bestehende Gas- und Ölheizungen dürfen weiterhin betrieben werden, solange sie funktionsfähig sind. Der Gesetzgeber hat hier klare Regelungen für das Heizen:
Beachten Sie: Aufgrund des steigenden CO₂-Preises wird der Betrieb von fossilen Heizungen zunehmend teurer. Bei einer alten Gasheizung mit schlechtem Wirkungsgrad fallen die Mehrkosten besonders ins Gewicht. Die Anschaffung einer gebrauchten Gasheizung ist zwar theoretisch möglich, aber aufgrund der geringeren Effizienz und fehlenden Garantie meist nicht empfehlenswert.
Stattdessen sollten Sie bei notwendigem Austausch direkt auf zukunftsfähige Systeme wie Wärmepumpen setzen. Enter begleitet Sie als Deutschlands größter Energieberater von der ganzheitlichen Gebäudeanalyse bis zur fertigen Installation – mit durchschnittlich 3.360 € jährlicher Energiekosteneinsparung, Fördergarantie für die 100 % garantierte Auszahlung Ihrer KfW-Förderung und Effizienzgarantie für eine mindestens 3× so effiziente Anlage wie Ihre fossile Altanlage.

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