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    Neue Gasheizung: Ist ein Tausch noch sinnvoll?

    Stell dir vor, du stehst in deinem Wohnzimmer an einem kalten Wintertag. Draußen fegt der Wind, aber drinnen ist es angenehm warm, dank deiner neuen Heizung. Doch ist eine Gasheizung wirklich die beste Wahl für die kommenden Jahre? Alternativen wie Hybridheizungen oder Wärmepumpen bieten innovative und nachhaltige Lösungen. In diesem Artikel erforschen wir die Vor- und Nachteile von Gasheizungen. Wir betrachten ihre Effizienz, Umweltfreundlichkeit und Zukunftsfähigkeit. Du erfährst alles über aktuelle Trends, Technologien und Gesetze, um dir zu helfen, eine kluge und zukunftssichere Entscheidung zu treffen. Bereit für eine aufschlussreiche Entdeckung?

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark

    Moderne Gasheizungen mit Brennwerttechnik sind effizienter als traditionelle Heizwertgeräte, aber erneuerbare Heizalternativen wie Wärmepumpen und Solarthermie bieten größere Umweltvorteile und langfristige Kosteneinsparungen.

    Checkmark

    Ab 2024 fokussiert sich die staatliche Förderung auf Heizsysteme mit mindestens 65 % erneuerbarer Energie, was reine Gasheizungen weniger attraktiv macht.

    Checkmark

    Die Kombination aus Gasheizung und erneuerbaren Energien in Gas-Hybridheizungen stellt einen Kompromiss dar, der Effizienz und Nachhaltigkeit verbessert.

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    Gasheizung: Das meistgenutzte Heizsystem in Deutschland

    Gasheizungen sind in Deutschland weit verbreitet und stellen das Hauptsystem der Wärmeerzeugung in vielen Haushalten dar. Aber warum ist das so, und wie funktioniert eine Gasheizung eigentlich? Kurz gesagt, eine Gasheizung erzeugt Wärme durch die Verbrennung von Erdgas. Dies geschieht in der Regel in einem zentralen Heizkessel, der die entstehende Wärme auf ein Wasserheizsystem überträgt, welches wiederum die Wärme im Haus verteilt.

    Im Bestand sind knapp die Hälfte der Wohngebäude in Deutschland mit Gasheizungen ausgestattet, und auch bei Neubauten ist der Anteil mit über einem Drittel beachtlich. Von den mehr als 13 Millionen Gasheizungen in Deutschland sind allerdings mehr als 50 % sehr alt oder sogar veraltet. Diese müssen teilweise gesetzlich vorgeschrieben nach 30 Jahren ausgetauscht werden. Paragraf 72 des GEG sieht eine Pflicht zum Austausch von Öl- und Gasheizungen vor, wenn diese 30 Jahre alt oder älter sind und es sich dabei um Konstanttemperaturkessel mit einer Nennleistung zwischen 4 und 400 Kilowatt handelt. Wer dieser Austauschpflicht nicht nachkommt, riskiert ein hohes Bußgeld​​.

    Die Beliebtheit der Gasheizung lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Einerseits ist sie für ihre hohe Effizienz bekannt. Andererseits bieten Gasheizungen eine vergleichsweise einfache Installation und Wartung, was sie für viele Hausbesitzer attraktiv macht. Trotz dieser Vorteile stellen die Alterung und der notwendige Austausch vieler Systeme eine Herausforderung dar, die nicht nur technische, sondern auch finanzielle und rechtliche Überlegungen mit sich bringt.

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    Nachteile von Gasheizungen

    Gasheizungen haben trotz ihrer Beliebtheit und weit verbreiteten Nutzung auch einige entscheidende Nachteile:

    • Erforderlicher Gasanschluss: Eine Gasheizung benötigt einen Gasanschluss, dessen Verlegung teuer sein kann. In Gebieten ohne ausgeprägtes Gasversorgungsnetz, besonders in ländlichen Gegenden, kann dies mit hohen Kosten und großem Aufwand verbunden sein​​.
    • Ungewisse Gaspreisentwicklung: Die Preise für Erdgas und Flüssiggas sind an die Entwicklung der Ölpreise gekoppelt. Schwankungen und Anstiege der Gaspreise beeinflussen direkt die laufenden Kosten der Heizung. Insbesondere im Zuge der Corona-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine sind massive Preisanstiege zu beobachten​​​​.
    • Fossiler Brennstoff: Erdgas ist ein fossiler Brennstoff, was verschiedene Nachteile mit sich bringt. Dies betrifft nicht nur die Umweltbilanz, sondern auch die Verfügbarkeit und Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen​​​​.
    • Platzbedarf für Gastank: Falls der Anschluss an das Gasnetz nicht möglich ist, muss ein Flüssiggastank angeschafft werden, der viel Platz in Anspruch nimmt und regelmäßig befüllt werden muss​​.
    • Nicht umweltfreundlich: Trotz schadstoffärmerer Verbrennung im Vergleich zu Erdöl, hat Erdgas eine schlechte Umweltbilanz und das Vorkommen ist begrenzt. Biogase können zwar als Alternative dienen, um die Umwelt zu schonen, jedoch bleiben die grundsätzlichen Nachteile der Gasheizung bestehen​​.
    Nachteile von Gasheizungen

    Brennwertgeräte vs. Heizwerttechnik

    Bei der Entscheidung zwischen Brennwert- und Heizwerttechnik für Gasheizungen ist die Effizienz ein Schlüsselfaktor. Brennwertgeräte sind fortschrittlicher, da sie nicht nur die direkte Verbrennungswärme von Erdgas nutzen, sondern zusätzlich die Wärme der Abgase durch einen zweiten Wärmetauscher zurückgewinnen. Dies macht sie bis zu 30 % effizienter als traditionelle Heizwertgeräte. Die Heizwerttechnik hingegen leitet die Abgaswärme ungenutzt in die Umwelt ab, was zu höherem Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß führt. Obwohl Brennwertgeräte anfänglich teurer sind, bieten sie langfristige Einsparungen durch geringeren Gasverbrauch und niedrigere Heizkosten, was sie zu einer umweltfreundlicheren und wirtschaftlicheren Wahl macht.

    Funktion einer Gasheizung: Brennwertgeräte vs. Heizwerttechnik

    Gibt es ein Verbot von Gasheizungen ab 2024?

    In der Diskussion um den Klimaschutz und die Reduzierung von CO₂-Emissionen steht oft die Frage im Raum, ob Gasheizungen in Deutschland ab 2024 verboten werden. Dies ist ein komplexes Thema, das sowohl politische als auch ökologische Aspekte beinhaltet.

    Zunächst ist es wichtig zu verstehen, dass es kein allgemeines Verbot von Gasheizungen ab 2024 gibt. Allerdings gibt es Regelungen und Gesetze, die den Einbau von Gasheizungen in bestimmten Kontexten einschränken oder bestimmte Anforderungen an die Effizienz und Nachhaltigkeit stellen. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das 2020 in Kraft getreten ist, spielt hier eine wichtige Rolle. 

    Das oft zitierte „Heizungsgesetz“ führt also kein direktes Verbot ein. Allerdings wird der Einbau neuer Gasheizungen schrittweise eingeschränkt. Bis spätestens 2028 müssen neue Heizungsanlagen mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Regelung betrifft jedoch zunächst nur Neubauten in neu ausgewiesenen Baugebieten. Für bestehende Bauten sind die Gemeinden verpflichtet, ihre Wärmeplanung abzuschließen, wobei größere Gemeinden bis 2026 und kleinere bis 2028 Zeit haben. Nach Vorliegen dieser Planung wird die 65-Prozent-Regel auch für neue Heizungsanlagen in Bestandsgebäuden wirksam.

    Es ist also nicht so, dass Gasheizungen ab 2024 generell verboten werden. Vielmehr geht es darum, den Einsatz fossiler Brennstoffe schrittweise zu reduzieren und durch effizientere und umweltfreundlichere Systeme zu ersetzen. Für Hausbesitzer bedeutet dies, dass sie sich bei einer anstehenden Sanierung oder beim Neubau über die aktuellen Vorschriften und Fördermöglichkeiten informieren sollten, um eine zukunftssichere und nachhaltige Heizlösung zu finden.

    Lohnt es sich, jetzt noch eine neue Gasheizung einzubauen?

    Die Frage, ob sich der Einbau einer neuen Gasheizung noch lohnt, ist angesichts der aktuellen Energiepolitik und der Entwicklung der Energiepreise komplex. Folgende Aspekte sollten berücksichtigt werden:

    Gesetzliche Rahmenbedingungen und Förderungen

    Ab 2024 sind Änderungen im Heizungsgesetz geplant, die den Einbau von strombetriebenen Wärmepumpen bevorzugen. Dies ist besonders relevant für Einfamilienhäuser, da Wärmepumpen unter bestimmten Voraussetzungen umweltfreundlicher und effizienter sind. Allerdings sind Wärmepumpen vor allem in gut gedämmten Häusern mit niedrigeren Heizungsvorlauftemperaturen effektiv, was bei Altbauten oft nicht der Fall ist​​.

    Die politischen Bestrebungen, den CO₂-Ausstoß zu reduzieren, führen zu verstärkten Förderungen von erneuerbaren Heizsystemen und zur Einführung von Maßnahmen, die die Nutzung fossiler Brennstoffe weniger attraktiv machen. Dies schließt auch finanzielle Anreize ein, um Hausbesitzer zur Umstellung auf umweltfreundlichere Heizsysteme zu bewegen.

    Wirtschaftliche Überlegungen

    Trotz der aktuell hohen Gaspreise ist laut Bundesregierung bis 2035 nur ein leichter Anstieg der Gaspreise zu erwarten. Im Vergleich zu den Jahren 2022 und 2023 könnten die Preise 2035 sogar geringer sein. Ähnliches gilt für den Strompreis, was auch für den Betrieb von Wärmepumpen relevant ist​​. Langfristig wird Erdgas dennoch aufgrund steigender CO₂-Preise und der Ausweitung des Emissionshandels teurer werden. Ab 2027 müssen CO₂-Zertifikate für fossile Brennstoffe erworben werden, was die Kosten für das Heizen mit Gas erhöhen wird​​. Der CO2-Preis, der seit 2021 existiert, wird bis 2055 voraussichtlich auf 55 Euro pro Tonne CO₂ ansteigen.

    Technologische Aspekte

    Moderne Gasheizungen mit Brennwerttechnik sind bis zu 30 % effizienter als ältere Heizwerttechnik-Modelle. Sie nutzen die Wärme der Abgase effizienter, was den Gasverbrauch sowie die Heizkosten und CO₂-Emissionen senkt​​. Aber auch die Kosten für eine neue Gasbrennwertheizung können je nach Modell recht hoch ausfallen. So ist bei einer modernen Gasbrennwertheizung inklusive Warmwasserspeicher und Installation mit ca. 9000 Euro zu rechnen. 

    Umweltbelastung

    Gasheizungen basieren auf der Verbrennung von Erdgas, einem fossilen Brennstoff. Dies bedeutet, dass sie CO₂-Emissionen erzeugen, die zum Klimawandel beitragen. Die Umstellung auf eine effizientere Brennwerttechnik kann zwar die Emissionen reduzieren, aber sie beseitigt sie nicht vollständig. Langfristig wird ein Wandel hin zu erneuerbaren Energien angestrebt, was die Nutzung fossiler Brennstoffe immer unattraktiver macht. Der Einsatz von Wärmepumpen oder anderen erneuerbaren Heizsystemen, die umweltfreundlicher sind und geringere CO₂-Emissionen aufweisen, wird in der Zukunft wahrscheinlich zunehmen.

    Die Entscheidung, eine neue Gasheizung einzubauen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die individuellen Gegebenheiten des Gebäudes, die langfristige Preisentwicklung von Gas und Strom sowie die zukünftigen gesetzlichen Regelungen. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Einbau einer neuen Gasheizung zwar kurzfristige Kosten- und Effizienzvorteile bieten kann, jedoch langfristig sowohl aus ökologischer als auch aus kostentechnischer Sicht Nachteile aufweist. Der Trend geht klar in Richtung erneuerbarer Energien, die eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Alternative darstellen.

    Lohnt es sich, jetzt noch eine neue Gasheizung einzubauen?

    Kosten einer neuen Gasheizung und zusätzliche Kosten bei der Erneuerung

    Die Gesamtkosten für eine neue Gasheizung können je nach Art des Gerätes, Installationsaufwand und notwendigen Anpassungen variieren. Zusätzlich zu den Kosten für das Heizgerät selbst müssen bei der Erneuerung einer alten Gasheizung auch Kosten für die Demontage der alten Anlage, Anpassungen am Heizsystem und eventuell für die Verlegung eines Gasanschlusses berücksichtigt werden. Eine detaillierte Kostenschätzung sollte von einem Fachmann vorgenommen werden, um alle relevanten Faktoren einzubeziehen.

    Hier eine Übersicht nach Art des Gerätes:

    • Gasbrennwertheizung: Die Gesamtkosten für den Kauf einer neuen Gasbrennwertheizung beinhalten nicht nur den Gerätepreis, sondern auch die Installation und notwendige Montagematerialien. Der Gesamtpreis inklusive Warmwasserspeicher und Installation beginnt ab etwa 9.000 Euro.
    • Gasthermen: Günstiger in der Anschaffung sind Gasthermen, die ab circa 2.000 Euro erhältlich sind. Kombithermen, die sowohl Heizung als auch Warmwasser bereitstellen, kosten ab etwa 3.500 Euro.
    • Bodenstehende Gasheizungen: Für bodenstehende Modelle mit externem Warmwasserspeicher beginnen die Preise bei rund 4.500 Euro. Die genauen Kosten variieren je nach Ausführung und Leistung des Gerätes​​.

    Zusätzliche Kosten bei der Erneuerung einer alten Gasheizung:

    • Entfernung der alten Anlage: Die Demontage und Entsorgung der alten Heizungsanlage kann zusätzliche Kosten verursachen. Diese Kosten sind abhängig von der Größe und dem Zustand der alten Anlage.
    • Anpassungen der Heizungsanlage: Wenn die neue Gasheizung nicht direkt in das bestehende Heizungssystem passt, sind möglicherweise Anpassungen an Rohrleitungen oder Heizkörpern erforderlich.
    • Gasanschluss: Falls noch kein Gasanschluss vorhanden ist oder der bestehende Anschluss erneuert werden muss, entstehen zusätzliche Kosten. Die Verlegung eines neuen Gasanschlusses kostet zwischen 1.000 und 2.000 Euro​​.
    • Energetische Sanierung: Um die Effizienz der neuen Heizung zu optimieren, kann eine energetische Sanierung des Gebäudes erforderlich sein, wie zum Beispiel eine verbesserte Wärmedämmung. 

    Alternative zur Gasheizung: Welche umweltfreundlichen Optionen habe ich für den Heizungstausch?

    Wenn du nach umweltfreundlichen Alternativen zur traditionellen Gasheizung suchst, gibt es mehrere Optionen, die sowohl die Energieeffizienz als auch die Nachhaltigkeit verbessern:

    Wärmepumpe

    • Funktionsweise: Wärmepumpen nutzen Umgebungswärme (Luft, Wasser, Erde) zur Beheizung und Warmwasserbereitung. Sie arbeiten durch Umkehrung des Kühlschrankprinzips, indem sie Wärme von einem kühleren zu einem wärmeren Ort transportieren.
    • Effizienz: Besonders effektiv in gut gedämmten Gebäuden; ihr Wirkungsgrad hängt von der Außentemperatur und der Wärmequelle ab.
    • Kosten: Anfangsinvestitionen sind höher als bei konventionellen Heizsystemen, aber niedrigere Betriebskosten und staatliche Förderungen können dies ausgleichen.
    • Umweltaspekte: Fast emissionsfrei, wenn mit erneuerbarer Energie betrieben wird. Sie tragen zur Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks bei.

    Solarthermie

    • Funktionsweise: Solarthermische Systeme nutzen Solarkollektoren, um Sonnenenergie in Wärme umzuwandeln, die dann für Heizung und Warmwasser verwendet wird.
    • Effizienz: Effizienz variiert je nach Sonneneinstrahlung und geografischer Lage. Optimal in Kombination mit einem gut dimensionierten Speichersystem.
    • Kosten: Die Anschaffungskosten können hoch sein, aber staatliche Förderungen und langfristige Energieeinsparungen machen sie wirtschaftlich attraktiv.
    • Umweltaspekte: Sehr umweltfreundlich, da sie direkt auf erneuerbarer Energie basieren und die CO₂-Emissionen minimieren.

    Biomasseheizung

    • Funktionsweise: Biomasseheizungen verbrennen nachwachsende Rohstoffe wie Holzpellets, Hackschnitzel oder Holzscheite, um Wärme zu erzeugen.
    • Effizienz: Moderne Biomassekessel sind sehr effizient und erreichen ähnliche Wirkungsgrade wie Gas- oder Ölheizungen.
    • Kosten: Die Anschaffungskosten sind vergleichbar mit denen traditioneller Heizsysteme, aber die Brennstoffkosten können günstiger sein, insbesondere in Regionen mit guter Verfügbarkeit von Biomasse. Wenn vorher jedoch kein vergleichbares System eingebaut war, können die Anschaffungskosten höher ausfallen, da Kosten für das Pelletlager und die Förderschnecke hinzukommen. Wartungskosten und Schornsteinfegerkosten sollten auch berücksichtigt werden.
    • Umweltaspekte: Gelten als CO₂-neutral, da das beim Verbrennen freigesetzte CO₂ etwa der Menge entspricht, die die Pflanzen während ihres Wachstums aufgenommen haben.

    Gas-Hybridheizung

    • Funktionsweise: Kombiniert eine Gasheizung mit einer erneuerbaren Energiequelle wie einer Solarthermieanlage oder einer Wärmepumpe.
    • Effizienz: Bietet hohe Flexibilität und Effizienz, indem sie die Vorteile beider Systeme nutzt. Die erneuerbare Komponente kann den Großteil der Heizlast übernehmen, während das Gassystem bei Spitzenlast oder mangelnder Verfügbarkeit der erneuerbaren Quelle einspringt.
    • Kosten: Die Kosten variieren je nach Systemkonfiguration und Größe. Langfristige Einsparungen durch die Nutzung erneuerbarer Energien sind möglich.
    • Umweltaspekte: Reduziert den CO₂-Ausstoß und Gasverbrauch im Vergleich zu reinen Gassystemen, bleibt aber teilweise abhängig von fossilen Brennstoffen.
    Gas-Hybridheizung: Luftwärmepumpe plus Gasbrennwert

    Jede dieser umweltfreundlichen Heizoptionen bietet spezifische Vorteile hinsichtlich Effizienz, Kosten und Umweltaspekten. Die Entscheidung sollte auf einer gründlichen Bewertung der eigenen Wohnsituation, der lokalen Gegebenheiten und der persönlichen Prioritäten basieren. Eine umfassende Beratung durch einen Energieeffizienzexperten wie Enter kann dabei helfen, das optimale System für die individuellen Bedürfnisse zu finden. Gemeinsam finden wir die beste Lösung für dich!

    Lohnt es sich, eine Ölheizung auf Gas umzurüsten?

    Die Umrüstung von einer Öl- auf eine Gasheizung kann zwar zu einer gewissen Verbesserung der Energieeffizienz und einer Reduzierung der CO₂-Emissionen führen, doch sind die anfänglichen Investitionskosten und die langfristigen ökologischen Aspekte zu bedenken. Angesichts der zunehmenden Fokussierung auf erneuerbare Energien und der potenziellen zukünftigen regulatorischen Einschränkungen für fossile Brennstoffe wie Gas lohnt es sich in den meisten Fällen nicht von Öl auf Gas umzurüsten. Stattdessen könnte es sinnvoller sein, direkt in nachhaltigere Heizsysteme zu investieren, die langfristig umweltfreundlicher und kosteneffizienter sind.

    Gibt es noch Förderungen für die Gasheizung?

    Seit Mitte August 2022 gibt es keine Förderung mehr für rein gasbetriebene Heizsysteme. Ab 2024 gibt es laut dem reformierten Gebäudeenergiegesetz (GEG) Änderungen bei der Förderung von Heizungen. Die Förderung wird sich auf Systeme konzentrieren, die mindestens 65 % erneuerbare Energien nutzen. Hier ist eine Übersicht über die verfügbaren Förderungen:

    1. 30 % Basisförderung: Für den Umstieg auf Heizsysteme mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien.
    2. 20 % Geschwindigkeitsbonus: Zwischen 2024 und 2028 gibt es einen zusätzlichen Bonus von 20 % für eine schnelle Umsetzung, welcher in den folgenden Jahren schrittweise reduziert wird.
    3. 30 % einkommensabhängiger Bonus: Für selbstnutzende Wohneigentümer mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 40.000 Euro pro Jahr.
    4. 5 % Effizienzbonus: Für die Nutzung von natürlichen Kältemittel und die Installation einer Erd- oder Wasser-Wärmepumpe.

    Die einzelnen Boni können kombiniert werden, allerdings ist die Maximalförderung auf 70 % begrenzt. Angesichts dieser Förderstruktur wird klar, dass reine Gasheizungen ohne einen erheblichen Anteil erneuerbarer Energien ab 2024 nicht förderfähig sein werden. Die Förderpolitik zielt darauf ab, den Einsatz erneuerbarer Energien zu erhöhen und den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen wie Gas zu beschleunigen.

    Fazit: Zukunftssicher aufstellen mit der besten Heiztechnik für dein Zuhause

    Hausbesitzer stehen derzeit vor komplexen Entscheidungen bezüglich ihrer Heizsysteme, denn Nachhaltigkeit und Energieeffizienz werden immer wichtiger. Gasheizungen, besonders verbreitet in Deutschland, erleben durch innovative Brennwerttechnik zwar eine Effizienzsteigerung, stoßen jedoch im Vergleich zu erneuerbaren Alternativen immer noch relativ hohe CO₂-Emissionen aus. Die Attraktivität von Gasheizungen wird zudem durch die bevorstehenden Änderungen in der Energiegesetzgebung und Förderpolitik beeinträchtigt. Ab 2024 konzentriert sich die Förderung auf Heizsysteme mit einem signifikanten Anteil an erneuerbaren Energien.

    Als Reaktion darauf gewinnen umweltfreundlichere Alternativen an Bedeutung. Wärmepumpen, Solarthermieanlagen und Biomasseheizungen bieten nicht nur reduzierte Emissionen, sondern sind auch langfristig wirtschaftlich durch niedrigere Betriebskosten und staatliche Förderungen. Gas-Hybridheizungen, die Gas mit erneuerbaren Energien kombinieren, stellen einen Kompromiss dar, bieten jedoch nicht die vollständige Umweltfreundlichkeit rein erneuerbarer Optionen.

    In diesem Kontext ist es wichtig, dass Hausbesitzer sich umfassend informieren und beraten lassen, um eine Heizlösung zu wählen, die nicht nur den aktuellen Bedürfnissen entspricht, sondern auch langfristig nachhaltig und wirtschaftlich ist. Enter bietet dir eine umfassende Energieberatung, um die beste Heizlösung für dein Zuhause zu finden. Unsere Experten bewerten deine spezifischen Bedürfnisse und helfen dir, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Wir verstehen, dass jede Wohnsituation einzigartig ist und bieten maßgeschneiderte Lösungen, die auf deine individuellen Anforderungen abgestimmt sind, sei es eine Wärmepumpe, Solarthermie, Biomasseheizung oder eine Gas-Hybridheizung.

    Im Rahmen unseres individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) unterstützen wir dich außerdem bei der Beantragung von Fördermitteln und informieren dich über verfügbare staatliche Zuschüsse und Finanzierungsmöglichkeiten, um die Anfangsinvestitionen zu erleichtern. Registriere dich kostenlos und erhalte sofort eine erste Schätzung für deinen Heizungstausch!

    FAQs

    Wie lange darf man eine neue Gasheizung noch einbauen?

    Der Einbau neuer Gasheizungen wird ab 2024 schrittweise eingeschränkt. Bis spätestens 2028 müssen neue Heizungsanlagen mit mindestens 65 % erneuerbaren Energien betrieben werden. Diese Regelung betrifft jedoch zunächst nur Neubauten in neu ausgewiesenen Baugebieten. Für bestehende Bauten sind die Gemeinden verpflichtet, ihre Wärmeplanung abzuschließen, wobei größere Gemeinden bis 2026 und kleinere bis 2028 Zeit haben.

    Gibt es Förderungen für neue Gasheizungen?

    Seit Mitte August 2022 gibt es keine Förderungen mehr für rein gasbetriebene Heizsysteme. Ab 2024 werden durch die Neuerungen im GEG nur noch Heizsysteme gefördert, die mit mindestens 65 % erneuerbarer Energien betrieben werden, z. B. Anschluss an ein Wärmenetz, elektrische Wärmepumpen, Stromdirektheizung, Hybridheizungen oder Solarthermie. 

    Lohnt sich eine neue Gasheizung noch?

    Trotz einiger Vorteile, wie kurzfristigen Kosten- und Effizienzvorteilen, wird der Einbau einer neuen Gasheizung aufgrund der langfristigen Preisentwicklung für fossile Energieträger und der bevorzugten Förderung erneuerbarer Energien zunehmend unattraktiv.​

    Wie teuer ist eine neue Gasheizung?

    Die Kosten für eine neue Gasheizung inklusive Einbau können zwischen 9.000 und 13.000 Euro betragen. Die genauen Kosten variieren je nach Modell und Installationsaufwand.