Bifaziale Solarmodule 2026: Mehr Ertrag durch beidseitige Stromerzeugung

Bifaziale Solarmodule erzeugen Strom auf beiden Seiten – doch der tatsĂ€chliche Mehrertrag hĂ€ngt entscheidend vom Untergrund ab: WĂ€hrend heller Kies oder Schnee einen Albedo-Wert von bis zu 80 % und damit bis zu 30 % Mehrertrag ermöglichen, bleibt der Gewinn auf dunklen ZiegeldĂ€chern oft unter 5 %. Als Deutschlands grĂ¶ĂŸter Energieberater analysiert Enter Ihren Standort, Untergrund und Neigungswinkel prĂ€zise – damit Sie in der kostenlosen digitalen Beratung erfahren, ob bifaziale Module fĂŒr Ihr Dach wirklich lohnenswert sind.

Kostenlosen Sanierungsratgeber sichern
Bekannt aus
⚫ 🔮 FörderkĂŒrzung unter Schwarz-Rot?
Lieber jetzt Förderungen sichern, bevor Sie es spÀter bereuen! Jetzt kostenlos beraten lassen
Themen auf dieser Seite
FAQ öffnen Icon

    Bifaziale Solarmodule nutzen nicht nur direktes Sonnenlicht – sie ernten auch das Licht, das vom Boden zurĂŒckgeworfen wird. Doch ob sich diese Technologie fĂŒr Ihr Dach lohnt, hĂ€ngt von Faktoren ab, die viele KĂ€ufer unterschĂ€tzen. Hier erfahren Sie, wie bifaziale Module funktionieren, wann sie bis zu 30 % Mehrertrag liefern – und wann nicht.

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark
    Stromerzeugung ĂŒber beide Seiten: Bifaziale Module erzeugen Strom auf Vorder- und RĂŒckseite – auch durch reflektiertes Licht vom Untergrund (Albedo-Effekt).
    Checkmark
    Mehrertrag von bis zu 30 % möglich: Unter optimalen Bedingungen – heller Untergrund, freie RĂŒckseite, ausreichend Bodenabstand – steigert die RĂŒckseitenaktivitĂ€t den Solarertrag um 5 bis 30 %.
    Checkmark
    Nicht fĂŒr jedes Dach geeignet: Auf dunklen SchrĂ€gdĂ€chern bleibt der Mehrertrag oft unter 5 %. Eine individuelle Standortanalyse ist entscheidend, bevor Sie investieren.
    Checkmark
    Enter plant Ihre PV-Anlage individuell: Als Deutschlands grĂ¶ĂŸter Energieberater begleiten wir Sie von der ganzheitlichen GebĂ€udeanalyse ĂŒber die Planung bis zur fertigen Installation. Unser Angebotsvergleich sichert Ihnen bis zu 2.000 € Ersparnis bei Photovoltaik.

    Was sind bifaziale Solarmodule – und wie funktionieren sie?

    Bifaziale Solarmodule sind eine Weiterentwicklung herkömmlicher Solartechnologie – mit einem klaren Unterschied: Sie erzeugen Strom nicht nur ĂŒber die Vorderseite, sondern auch ĂŒber die RĂŒckseite. Neben direkter Sonneneinstrahlung nutzen sie reflektiertes Licht, das von hellen UntergrĂŒnden wie Kies, Beton oder Schnee zurĂŒckgeworfen wird. Das macht sie besonders effizient in Umgebungen mit hoher Lichtreflexion und freier RĂŒckseitenbestrahlung.

    Der Begriff „bifazial" stammt aus dem Lateinischen: bi = zwei, facies = Gesicht. Ein bifaziales Solarmodul hat also buchstĂ€blich zwei aktive Seiten. Der Aufbau erfolgt meist als Glas-Glas-Modul oder als Glas-Folie-Modul mit transparenter RĂŒckseite. Diese Konstruktion ermöglicht es, dass Licht auf beiden Seiten die Solarzellen erreichen kann.

    Aufbau eines bifazialen Solarmoduls im Querschnitt

    Ein entscheidender Leistungsindikator ist der sogenannte Bifazialfaktor. Er beschreibt, wie viel Leistung die RĂŒckseite im Vergleich zur Vorderseite erzielt – bei modernen Modulen liegt dieser Wert zwischen 70 und 95 %. Der daraus resultierende Bifacial Gain gibt an, wie viel zusĂ€tzliche Leistung durch die RĂŒckseite gewonnen wird. Ein konkretes Beispiel: Ein Modul mit 500 Wp Vorderseite und einem Bifacial Gain von 10 % erreicht unter idealen Bedingungen effektiv 550 Wp. In der Praxis ergibt sich daraus ein möglicher Mehrertrag von 5 bis 30 %, abhĂ€ngig von Montagehöhe, Untergrund, Neigungswinkel und Verschattung.

    Vergleich von mono- und bifazialen Solarmodulen
    Checkmark
    Experten-Tipp: Bifaziale Solarmodule erzeugen Strom auf beiden Seiten – doch der tatsĂ€chliche Mehrertrag hĂ€ngt entscheidend vom Untergrund ab: WĂ€hrend heller Kies oder Schnee einen Albedo-Wert von bis zu 80 % und damit bis zu 30 % Mehrertrag ermöglichen, bleibt der Gewinn auf dunklen ZiegeldĂ€chern oft unter 5 %. Als Deutschlands grĂ¶ĂŸter Energieberater analysiert Enter Ihren Standort, Untergrund und Neigungswinkel prĂ€zise – damit Sie in der kostenlosen digitalen Beratung erfahren, ob bifaziale Module fĂŒr Ihr Dach wirklich lohnenswert sind.

    Wie werden bifaziale Solarmodule hergestellt?

    Im Unterschied zu herkömmlichen monofazialen Modulen erfordert die Produktion bifazialer Module einige entscheidende Anpassungen im Fertigungsprozess. Der wesentliche Unterschied liegt in der Behandlung der RĂŒckseite.

    Bei konventionellen Modulen wird die RĂŒckseite der Solarzellen vollflĂ€chig mit einer undurchsichtigen Aluminiumschicht bedampft, die zwar die LeitfĂ€higkeit sicherstellt, aber kein Licht durchlĂ€sst. Bei bifazialen Modulen entfĂ€llt diese VollflĂ€chenbeschichtung: Stattdessen wird die RĂŒckseite poliert und passiviert, um Rekombinationsverluste zu minimieren. Die elektrischen Kontakte werden als schmale Metallgitter aufgebracht, sodass die RĂŒckseite fĂŒr Licht durchlĂ€ssig bleibt.

    Das Ergebnis ist eine Solarzelle, deren RĂŒckseitenoberflĂ€che ebenfalls Photonen in Strom umwandeln kann. Der Modulrahmen und die Einbettung erfolgen dann entweder in einem Glas-Glas-Aufbau (zwei Glasscheiben vorne und hinten) oder einem Glas-Folie-Aufbau mit transparenter RĂŒckfolie. Glas-Glas-Module sind robuster und langlebiger, aber schwerer; Glas-Folie-Module bieten ein gĂŒnstigeres Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis bei etwas geringerer Haltbarkeit.

    HĂ€ufig werden bifaziale Module zusĂ€tzlich mit Halbzellentechnologie (Half-Cut Cells) kombiniert: Die Solarzellen werden dabei in zwei HĂ€lften geteilt, was den Innenwiderstand reduziert und Verschattungsverluste minimiert. Drei statt zwei Anschlussdosen auf der RĂŒckseite sorgen dafĂŒr, dass auch partielle Verschattung der ModulrĂŒckseite den Gesamtertrag weniger stark beeintrĂ€chtigt – ein besonders relevanter Vorteil fĂŒr bifaziale Anwendungen.

    Glas-Glas vs. Glas-Folie: Welcher Modulaufbau ist besser?

    Eigenschaft Glas-Glas-Modul Glas-Folie-Modul
    Langlebigkeit Sehr hoch (> 30 Jahre) Hoch (> 25 Jahre)
    Degradationsrate ~0,4 %/Jahr ~0,5 %/Jahr
    Gewicht Schwerer (~25–30 kg) Leichter (~18–22 kg)
    Bifaziale Transparenz Sehr gut Gut
    Preis Etwas höher GĂŒnstiger
    Ideal fĂŒr FreiflĂ€chenanlagen, Carports, Fassaden Flachdach, SchrĂ€gdach mit Reflexion

    Bifaziale Solarmodule – Vor- und Nachteile

    Bifaziale Solarmodule bringen in der Regel deutlich höhere ErtrĂ€ge durch eine Steigerung der Energieeffizienz, da sie neben direktem Sonnenlicht auch reflektiertes Licht in Energie umwandeln können. Die robuste Glas-Glas-Konstruktion der meisten bifazialen Module gewĂ€hrleistet eine außergewöhnliche Langlebigkeit und macht sie widerstandsfĂ€higer gegen UmwelteinflĂŒsse als herkömmliche Module.

    Mit zweiseitigen Solarmodulen können Sie Ihre Energiekosten noch weiter senken, den Wert Ihrer Immobilie steigern und sie nachhaltiger machen.

    Besonders vorteilhaft ist ihre bessere Leistung bei diffusem Licht, wodurch sie auch bei bewölktem Himmel oder in den Morgen- und Abendstunden sowie im Winter höhere ErtrÀge erzielen. Bei vertikaler Montage, etwa an Fassaden oder ZÀunen, zeigen bifaziale Module zusÀtzlich reduzierte Probleme mit Schneelast oder Verschmutzung.

    Die Installation bifazialer Solarzellen erfordert mehr Know-how, da insbesondere Verschattungen genau bewertet werden mĂŒssen.

    Nachteile bifazialer Solarmodule

    Die höheren Anschaffungskosten sind der wichtigste Nachteil bifazialer Module. Allerdings hat sich der Preisaufschlag gegenĂŒber konventionellen Modulen deutlich verringert: Aktuelle bifaziale TOPCon-Module kosten nur noch 0 bis 10 % mehr als vergleichbare monofaziale Modelle – ein deutlicher Unterschied zu frĂŒheren Jahren, in denen der Aufpreis bei 10 bis 20 % lag.

    Weitere Nachteile im Überblick:

    • Höheres Gewicht: Glas-Glas-Module wiegen bis zu 30 kg – die Statik des Daches muss geprĂŒft werden.
    • AufwĂ€ndigere Planung: Die RĂŒckseitenbestrahlung muss prĂ€zise berechnet und die Montage entsprechend angepasst werden. Das erfordert spezialisierte Fachkenntnisse.
    • AbhĂ€ngigkeit vom Albedo-Wert: Ohne hellen, reflektierenden Untergrund bleibt der Mehrertrag minimal. Auf dunklen ZiegeldĂ€chern lohnt sich die Technologie kaum.
    • EingeschrĂ€nkter Nutzen auf SchrĂ€gdĂ€chern: Der Mehrertrag beschrĂ€nkt sich auf 0 bis 5 % – die Mehrkosten amortisieren sich hier selten.
    Checkmark
    Experten-Tipp: Gerade bei klassischen Dachformen wie SchrĂ€gdĂ€chern mit dunkler Dacheindeckung lohnt sich eine genaue Bewertung. Enter analysiert Ihren Standort kostenlos und zeigt Ihnen, ob bifaziale Module fĂŒr Ihre Situation wirtschaftlich sinnvoll sind.

    Bifaziale Solarmodule – Hersteller, Preise und Zelltechnologien im Vergleich

    Der Markt fĂŒr bifaziale Solarmodule ist heute Mainstream. FĂŒhrende Hersteller wie LONGi, JinkoSolar, JA Solar, Trina Solar und Jolywood haben ihre Produktlinien nahezu vollstĂ€ndig auf bifaziale N-Typ-Zellen umgestellt. Diese Anbieter bieten bifaziale Module in Leistungsklassen von 460 bis ĂŒber 500 Watt an – sowohl als Glas-Glas- als auch als Glas-Folie-Module.

    • LONGi gehört mit der Hi-MO-Serie zu den meistverkauften bifazialen Modulen weltweit. Die N-Typ-TOPCon-Zellen erzielen Wirkungsgrade von ĂŒber 22 % und einen Bifazialfaktor von bis zu 85 %.
    • JinkoSolar bietet mit der Tiger Neo-Serie ebenfalls TOPCon-basierte bifaziale Module, die sich durch niedrige Degradationsraten und hervorragende Leistung bei diffusem Licht auszeichnen.
    • JA Solar ĂŒberzeugt mit der Deep Blue-Serie, deren Module einen Bifazialfaktor von bis zu 85 % erreichen – die RĂŒckseite erbringt damit nahezu dieselbe Leistung wie die Vorderseite.
    • Jolywood hat sich auf die Produktion von N-Typ-Zellen spezialisiert. Diese Zelltechnologie ist besonders langlebig, weniger anfĂ€llig fĂŒr Leistungsverluste durch Lichtdegradation und ideal fĂŒr bifaziale Nutzung geeignet.
    • Trina Solar kombiniert bewĂ€hrte Technik mit innovativen Zellstrukturen und erreicht Wirkungsgrade von ĂŒber 22 % – auch bei diffusem Licht, im Winter oder bei hohen Temperaturen.

    Neben der Zelltechnologie unterscheiden sich die Module auch im Design. Besonders gefragt sind Full-Black Glas-Glas-Module fĂŒr Ă€sthetisch anspruchsvolle Installationen. Bei der Zelltechnologie empfehlen wir fĂŒr Neuanlagen primĂ€r:

    • TOPCon-Zellen (Tunnel Oxide Passivated Contact) sind aktuell die am weitesten verbreitete N-Typ-Technologie fĂŒr bifaziale Module. Sie bieten Wirkungsgrade ĂŒber 22 %, einen niedrigen Temperaturkoeffizienten und hervorragende BifazialitĂ€t. TOPCon hat PERC als Marktstandard abgelöst und ist die erste Wahl fĂŒr neue Anlagen.
    • Heterojunction-Zellen (HJT) kombinieren kristallines und amorphes Silizium. Sie sind besonders effizient bei diffusem Licht, behalten ihre Leistung auch bei hohen Temperaturen und erzielen Bifazialfaktoren von 85 bis 95 % – ideal fĂŒr Premium-Anwendungen.

    Die Preise fĂŒr bifaziale TOPCon-Module haben sich der PreisparitĂ€t mit monofazialen Modulen deutlich angenĂ€hert. Der Aufpreis liegt heute bei 0 bis 10 % – in Kombination mit dem möglichen Mehrertrag von 5 bis 30 % sind bifaziale Module unter geeigneten Bedingungen wirtschaftlich sehr attraktiv.

    Wann bringen bifaziale Solarmodule den grĂ¶ĂŸten Mehrertrag?

    Bifaziale Solarmodule entwickeln ihr volles Potenzial vor allem dann, wenn beide Seiten optimal dem Licht ausgesetzt sind. Das ist besonders bei FreiflÀchenanlagen, Carports, Fassadenmontage, PV-ZÀunen oder erhöhten Terrassenkonstruktionen der Fall.

    Insbesondere bei einer hellen FlÀche können die zweiseitigen Solarmodule im Vergleich zu normalen Anlagen mehr Strom generieren.

    Ein zentraler Begriff in diesem Zusammenhang ist der Albedo-Wert – das RĂŒckstrahlvermögen eines Untergrunds. Er gibt an, wie viel Prozent des einfallenden Lichts eine OberflĂ€che reflektiert. Je höher der Albedo-Wert des Untergrunds, desto mehr Licht erreicht die RĂŒckseite des Moduls. Typische Albedo-Werte im Überblick:

    • Schnee: ~80 %
    • Weißer Kies: ~50 %
    • Heller Beton: ~40 %
    • Gras: ~25 %
    • Dunkle Dachziegel: ~10 %
    Checkmark
    Experten-Tipp: Ein Montagewinkel zwischen 15 und 30 Grad sowie ein Bodenabstand von mindestens einem Meter verbessern die Lichtausbeute erheblich. ZusĂ€tzlich sorgt eine verschattungsfreie SĂŒdausrichtung fĂŒr maximale Effizienz.
    Montageumgebung Typischer Untergrund Albedo-Wert (ca.) Erwarteter Mehrertrag
    FreiflĂ€chenanlage Heller Sand / Kies 40–50 % 20–30 %
    Flachdach mit KiesschĂŒttung Kies, helle Folien 30–50 % 15–25 %
    Carport, Pergola Heller Beton / Pflaster 30–40 % 10–20 %
    PV-Zaun / Agri-PV Helle Umgebung, beidseitig beleuchtet 25–40 % 15–25 %
    Fassade (SĂŒdseite) Helle Wand, reflektierend 25–35 % 10–15 %
    SchrĂ€gdach Dachziegel, geringe Reflexion ~10 % 0–5 %
    Der Mehrertrag mit bifazialen Modulen hÀngt unter anderem vom Neigungswinkel und der Montagehöhe ab.

    Bifaziale Module im Balkonkraftwerk – lohnt sich das?

    Bifaziale Solarmodule werden zunehmend auch fĂŒr Balkonkraftwerke angeboten. Ob sich der Einsatz lohnt, hĂ€ngt jedoch stark von der konkreten Montagelösung ab.

    Wird das Modul flach gegen eine dunkle BalkonbrĂŒstung montiert, erhĂ€lt die RĂŒckseite kaum reflektiertes Licht – der bifaziale Effekt verpufft nahezu vollstĂ€ndig. Anders sieht es aus, wenn das Modul leicht geneigt auf einem hellen Balkonboden oder einer hellen TerrassenflĂ€che aufgestellt wird: Hier kann der Albedo-Wert des Untergrunds (heller Beton oder Fliesen: ~30–40 %) einen messbaren Mehrertrag von 5 bis 15 % ermöglichen.

    FĂŒr Balkonkraftwerke eignen sich bifaziale Glas-Glas-Module im Leistungsbereich von 400 bis 500 Wp. Der Mehrwert gegenĂŒber einem monofazialen Modul ist jedoch im Balkonbereich deutlich geringer als bei FreiflĂ€chenanlagen oder Carports. Wer primĂ€r ein Balkonkraftwerk plant, sollte den Preisaufschlag kritisch gegen den tatsĂ€chlichen Mehrertrag abwĂ€gen.

    Bifaziale Module auf dem SchrĂ€gdach oder Ziegeldach – sinnvoll oder nicht?

    Auf schrĂ€gen ZiegeldĂ€chern ist der Nutzen bifazialer Module deutlich begrenzt, da die RĂŒckseite der Module nur wenig reflektiertes Licht vom Dach selbst oder der Umgebung erhĂ€lt. Der Mehrertrag beschrĂ€nkt sich meist auf Werte von bis zu 5 %, sodass sich die Mehrkosten gegenĂŒber konventionellen Modulen auf klassischen SchrĂ€gdĂ€chern mit dunkler Dacheindeckung selten lohnen.

    Auf schrÀgen DÀchern eignen sich zweiseitige Module nur unter bestimmten Voraussetzungen.

    Eine professionelle Standortanalyse durch Enter ermittelt das tatsĂ€chliche Potenzial und verhindert Fehlinvestitionen. Dabei werden Faktoren wie Dachfarbe, Umgebungsbebauung und lokale LichtverhĂ€ltnisse berĂŒcksichtigt.

    Kombination mit Dachsanierung

    Insbesondere wenn Sie eine umfassende Dachsanierung vornehmen lassen, kann es sich lohnen, auch bifaziale Solarzellen zu montieren, um Synergieeffekte zu nutzen und Kosten sowie Zeit zu sparen. Ein Beispiel: FĂŒr beide Maßnahmen sind GerĂŒstkosten nötig, um auf das Dach zu kommen.

    Dachsanierung und Photovoltaik lassen sich oft gut miteinander kombinieren.
    Checkmark
    Experten-Tipp: Besonders vorteilhaft ist die Kombination mit hellen Dachziegeln oder reflektierenden Dachbahnen, die den bifazialen Effekt zusÀtzlich verstÀrken. Enter koordiniert solche Kombinationsprojekte von der ersten Planung bis zur finalen Abnahme und stellt sicher, dass alle Gewerke optimal aufeinander abgestimmt sind.

    Förderung und Finanzierung: So rechnet sich die Investition

    Bifaziale PV-Module können im Rahmen aller gĂ€ngigen Förderungen fĂŒr Photovoltaik unterstĂŒtzt werden. Der KfW-Förderkredit 270 bietet zinsgĂŒnstige Finanzierung fĂŒr Photovoltaik-Anlagen inklusive Speicher. Besonders vorteilhaft: Neue PV-Anlagen unterliegen dem Nullsteuersatz nach §12 Abs. 3 UStG – auf Kauf und Installation fĂ€llt keine Umsatzsteuer an, was die Anschaffungskosten im Vergleich zum regulĂ€ren Bruttopreis deutlich senkt.

    Viele BundeslĂ€nder und Kommunen bieten zusĂ€tzliche Förderungen fĂŒr innovative Solartechnologien. Baden-WĂŒrttemberg schreibt beispielsweise bei Dachsanierungen den Einbau von Photovoltaikanlagen vor.

    Wirtschaftlichkeitsrechnung und Amortisation

    Die Amortisationsdauer bifazialer Module liegt bei optimalen Bedingungen zwischen 8 und 11 Jahren. Bei einer 10-kWp-Anlage mit konventionellen Modulen entstehen Kosten von etwa 14.000 bis 16.000 €. Bifaziale TOPCon-Module kosten heute rund 5 bis 10 % mehr – also etwa 15.000 bis 17.500 € –, erzielen aber unter idealen Bedingungen 15 bis 25 % höhere ErtrĂ€ge.

    Ein Rechenbeispiel: Eine 10-kWp-Anlage mit bifazialen Modulen auf einem Flachdach mit hellem Kiesuntergrund kann jĂ€hrlich 12.000 kWh statt 10.000 kWh erzeugen. Bei einem Strompreis von rund 33 Cent/kWh und einer aktuellen EinspeisevergĂŒtung von 7,78 Cent/kWh (Teileinspeisung, ≀ 10 kWp) ergeben sich durch den Mehrertrag zusĂ€tzliche Erlöse von etwa 600 € pro Jahr. Mehrkosten von rund 1.500 € amortisieren sich damit in etwa 2 bis 3 Jahren.

    Enter als Ihr Partner fĂŒr bifaziale Solarmodule

    Als Deutschlands grĂ¶ĂŸter Energieberater bietet Enter eine vollumfĂ€ngliche Beratung fĂŒr bifaziale Solarmodule, die weit ĂŒber einen einfachen Produktvergleich hinausgeht. Im Rahmen unserer ganzheitlichen GebĂ€udeanalyse bewerten wir die Gegebenheiten vor Ort. Dabei werden entscheidende Faktoren wie Untergrund, Albedo-Wert, Verschattung, Dachneigung und Reflexionseigenschaften der Umgebung detailliert analysiert, um die besten Module fĂŒr Ihre Situation zu finden.

    Unsere Experten kennen sich mit der breiten Palette an verschiedenen Modulen aus und berĂŒcksichtigen alle wichtigen Vor- und Nachteile fĂŒr Ihren speziellen Fall.

    Diese prĂ€zise Analyse ist essenziell, da bifaziale Module ihre StĂ€rken nur unter optimalen Bedingungen ausspielen können. Unsere Experten analysieren die FlĂ€che Ihres Daches sowie die Umgebung genau und lassen die Erkenntnisse in eine Wirtschaftlichkeitsrechnung einfließen, die den realistischen Ertrag bifazialer Module fĂŒr Ihre spezifische Situation aufzeigt. Die Modulauswahl erfolgt anhand Ihrer individuellen Anforderungen – ob Glas-Glas-Module fĂŒr maximale Langlebigkeit oder Glas-Folie-Module fĂŒr ein ausgewogenes Preis-Leistungs-VerhĂ€ltnis.

    Förderservice und Zusatzleistungen

    Enter ĂŒbernimmt die komplette Förderantragsstellung und sichert Ihnen mit der Fördergarantie die 100 % garantierte Auszahlung der KfW-Förderung fĂŒr Ihre bifaziale PV-Anlage. Neben dem KfW-Förderkredit fĂŒr Photovoltaikanlagen und regionalen ZuschĂŒssen profitieren Sie vom Nullsteuersatz, der die Investitionskosten direkt senkt.

    Enter begleitet Ihr Solarprojekt von der ersten Beratung ĂŒber die Montage bis zur Inbetriebnahme und sorgt fĂŒr einen transparenten, stressfreien Ablauf – zusĂ€tzlich sparen Sie bei Photovoltaik bis zu 2.000 €.

    Fazit: FĂŒr wen sind bifaziale Solarmodule sinnvoll?

    Bifaziale Solarmodule entfalten ihr volles Potenzial unter ganz spezifischen Bedingungen. HauseigentĂŒmer mit FlachdĂ€chern, FreiflĂ€chenmöglichkeiten, Carports oder PV-ZĂ€unen profitieren am meisten von der Technologie. Entscheidend sind helle, reflektierende UntergrĂŒnde mit hohem Albedo-Wert – Kies, Sand oder weiße DachflĂ€chen –, die das Sonnenlicht optimal zur RĂŒckseite der Module zurĂŒckwerfen. Bei diesen idealen Voraussetzungen können Sie einen Mehrertrag von 20 bis 30 % gegenĂŒber herkömmlichen Solarmodulen erreichen.

    FĂŒr klassische SchrĂ€gdĂ€cher mit dunkler Ziegeldacheindeckung sind bifaziale Module hingegen weniger empfehlenswert. Hier kann die RĂŒckseite nur minimal zusĂ€tzliches Licht einfangen, und der Mehrertrag bleibt meist unter 5 %. Auch bei stark verschatteten Standorten oder ungĂŒnstiger Ausrichtung bleibt der Mehrwert begrenzt. Ob bifaziale Module fĂŒr Ihr Dach sinnvoll sind, klĂ€ren unsere Experten in einer kostenlosen digitalen Beratung – prĂ€zise, unverbindlich und auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten.

    Ehepaar Graß aus Brandenburg

    Checkmark

    Sparen jetzt 2.100 € Energiekosten/Jahr

    Checkmark

    83 % weniger PrimÀrenergiebedarf

    Checkmark

    Baujahr 1989 | WohnflĂ€che 188 mÂČ

    Checkmark

    Ölheizung von 1990

    Liese & Arend aus Berlin

    Checkmark

    Sparen jetzt 1.650 € Energiekosten/Jahr

    Checkmark

    81 % weniger PrimÀrenergiebedarf

    Checkmark

    Baujahr 1935 | WohnflĂ€che 113 mÂČ

    Checkmark

    Ölheizung von 2003

    HĂ€ufige Fragen zu bifazialen Solarmodulen

    Was bedeutet bifazial bei Solarmodulen?

    Der Begriff „bifazial" stammt aus dem Lateinischen: bi = zwei, facies = Gesicht. Ein bifaziales Solarmodul hat buchstĂ€blich zwei aktive Seiten – es erzeugt Strom sowohl ĂŒber die Vorderseite durch direkte Sonneneinstrahlung als auch ĂŒber die RĂŒckseite durch reflektiertes Licht vom Untergrund. Entscheidend fĂŒr den Mehrertrag ist der Albedo-Wert des Untergrunds: Je heller die FlĂ€che unter dem Modul, desto mehr Licht erreicht die RĂŒckseite.

    Was kosten bifaziale Solarmodule im Vergleich zu Standardmodulen?

    Bifaziale TOPCon-Module kosten 2026 nur noch 0 bis 10 % mehr als vergleichbare monofaziale Standardmodule – ein deutlicher RĂŒckgang gegenĂŒber frĂŒheren Jahren, in denen der Aufpreis bei 10 bis 20 % lag. Bei einer 10-kWp-Anlage entspricht das einem Aufpreis von rund 700 bis 1.500 €. Unter geeigneten Bedingungen – heller Untergrund, freie RĂŒckseite, ausreichend Bodenabstand – amortisieren sich diese Mehrkosten durch den Mehrertrag von bis zu 30 % in wenigen Jahren. Enter unterstĂŒtzt Sie dabei, die passende PV-Anlage individuell zu planen und alle verfĂŒgbaren Fördermittel zu sichern – mit der Fördergarantie fĂŒr eine 100 % garantierte Auszahlung der KfW-Förderung.

    Welche sind die besten bifazialen Solarmodule?

    Zu den fĂŒhrenden Herstellern bifazialer Solarmodule zĂ€hlen 2026 LONGi (Hi-MO-Serie), JinkoSolar (Tiger Neo-Serie), JA Solar (Deep Blue-Serie), Trina Solar (Vertex S+-Serie) und Jolywood. Alle genannten Hersteller setzen auf N-Typ-TOPCon-Zellen mit Wirkungsgraden ĂŒber 22 % und Bifazialfaktoren von 80 bis 85 %. FĂŒr Premium-Anwendungen erzielen Heterojunction-Module (HJT) Bifazialfaktoren von bis zu 95 %. In unabhĂ€ngigen Tests zeigen bifaziale Glas-Glas-Module von JA Solar und Trina Solar konstant hohe Bifazialfaktoren und niedrige Degradationsraten. Welches Modul fĂŒr Ihre Anlage am besten geeignet ist, hĂ€ngt von Ihrem Standort, dem Untergrund und dem Budget ab – Enter analysiert das kostenlos fĂŒr Sie.

    Kann ich bifaziale Module auf meinem SchrÀgdach oder Ziegeldach installieren?

    GrundsĂ€tzlich ja – technisch ist die Installation auf dem SchrĂ€gdach oder Ziegeldach problemlos möglich. Der bifaziale Mehrertrag ist dort jedoch stark eingeschrĂ€nkt: Dunkle Dachziegel haben einen Albedo-Wert von nur rund 10 %, sodass die RĂŒckseite kaum reflektiertes Licht erhĂ€lt. Der Mehrertrag bleibt in der Regel unter 5 %. Ob sich die Technologie fĂŒr Ihre individuelle Dachsituation dennoch rechnet – etwa bei hellen Ziegeln oder einer geplanten Dachsanierung mit Photovoltaik –, klĂ€rt eine ganzheitliche GebĂ€udeanalyse durch Enter.

    Lohnen sich bifaziale Module fĂŒr ein Balkonkraftwerk?

    Das hĂ€ngt von der Montagelösung ab. Wird das Modul flach gegen eine dunkle BalkonbrĂŒstung montiert, verpufft der bifaziale Effekt nahezu vollstĂ€ndig – der Mehrertrag gegenĂŒber einem monofazialen Modul ist minimal. Sinnvoll ist der Einsatz hingegen, wenn das Modul leicht geneigt auf einem hellen Balkonboden oder einer hellen TerrassenflĂ€che aufgestellt wird: Heller Beton oder Fliesen (Albedo ~30–40 %) können dann einen messbaren Mehrertrag von 5 bis 15 % ermöglichen. Wer primĂ€r ein Balkonkraftwerk plant, sollte den Preisaufschlag gegenĂŒber dem tatsĂ€chlichen Mehrertrag kritisch abwĂ€gen.

    Wie unterscheidet sich die Montage bifazialer Solarmodule von Standardmodulen?

    FĂŒr bifaziale Module gelten besondere Anforderungen: Sie benötigen mehr Abstand zum Untergrund – mindestens einen Meter –, damit reflektiertes Licht die RĂŒckseite effektiv erreicht. Eine erhöhte Konstruktion auf einem Flachdach oder Carport ist ideal. ZusĂ€tzlich sollte die Montage möglichst verschattungsfrei erfolgen, da Verschattung der RĂŒckseite den Mehrertrag erheblich mindert. Bei Glas-Glas-Modulen mit einem Gewicht von bis zu 30 kg muss außerdem die Statik der Unterkonstruktion geprĂŒft werden. Diese Faktoren mĂŒssen frĂŒh in der Planung berĂŒcksichtigt werden – Enter koordiniert das fĂŒr Sie von Anfang an.

    Benötige ich spezielle Wechselrichter fĂŒr bifaziale Module?

    Moderne String-Wechselrichter arbeiten problemlos mit bifazialen Modulen zusammen. Wichtig ist, dass der Wechselrichter fĂŒr die höhere Modulleistung ausgelegt ist, da bifaziale Module unter idealen Bedingungen mehr Strom produzieren als im Datenblatt angegeben. Bei Ă€lteren Bestandsanlagen sollte die KompatibilitĂ€t geprĂŒft werden. Leistungsoptimierer oder Mikrowechselrichter können den Ertrag zusĂ€tzlich verbessern, wenn die RĂŒckseite teilweise verschattet ist.

    Wie aufwÀndig ist die Wartung bifazialer Solarmodule?

    Bifaziale Module erfordern keine spezielle Wartung ĂŒber das ĂŒbliche Maß hinaus. Bei erhöhter Montage ist die RĂŒckseite durch Wind und Regen meist selbstreinigend. Eine jĂ€hrliche SichtprĂŒfung und Leistungskontrolle reichen aus – wie bei herkömmlichen Modulen auch. Glas-Glas-Module sind dabei besonders robust gegenĂŒber UmwelteinflĂŒssen und zeigen mit einer Degradationsrate von rund 0,4 % pro Jahr eine höhere Langlebigkeit als Glas-Folie-Module (~0,5 %/Jahr).

    Kostenlose Fördermittelberatung und Angebote von Fachfirmen sichern
    Kostenlos anfragen
    PV-Anlage individuell planen lassen – mit Enter, Deutschlands grĂ¶ĂŸtem Energieberater
    Jetzt kostenlos anfragen
    Kostenloser Solar-Ratgeber
    Checkmark

    Solaranlage richtig dimensionieren

    Checkmark

    Alles Wichtige zu Kosten & Förderung

    Checkmark

    29 Seiten geballtes Wissen

    Kostenlos herunterladen
    Kostenloser Sanierungsratgeber
    Checkmark

    Was lohnt sich wirklich?

    Checkmark

    WofĂŒr gibt es Fördermittel?

    Checkmark

    27 Seiten kompaktes Wissen

    Kostenlos herunterladen