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Wärmepumpe im Winter: Effizient heizen an kalten Tagen
Auch im Winter bietet die Wärmepumpe eine effiziente und zuverlässige Möglichkeit, Ihr Zuhause zu beheizen. Selbst bei niedrigen Außentemperaturen kann sie durch die Nutzung von Umgebungswärme einen Großteil des Heizbedarfs abdecken. Enter bringt Sie direkt mit geprüften Handwerkern zusammen, die Ihre Wärmepumpe fachgerecht installieren – durchschnittlich 5.800 € günstiger und mit bis zu 70 % Förderung.
Moderne Wärmepumpen arbeiten selbst bei Temperaturen bis –20 °C hocheffizient und nutzen bis zu 75 % kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Wasser. Das Ergebnis: Deutlich niedrigere Heizkosten als bei Gas- oder Ölheizungen, auch an kalten Wintertagen. Enter bringt Sie direkt mit geprüften Handwerkern zusammen, die Ihre Wärmepumpe fachgerecht installieren – durchschnittlich 5.800 € günstiger und mit bis zu 70 % Förderung.
Das Thema kurz und kompakt
Wie funktioniert eine Wärmepumpe im Winter?
Eine Wärmepumpe funktioniert im Winter nach demselben Prinzip wie im Sommer: Sie entzieht der Umgebung Wärme und hebt diese auf ein höheres Temperaturniveau. Selbst bei Außentemperaturen von –20 °C enthält die Luft noch ausreichend Wärmeenergie, um Ihr Haus zu beheizen. Der Schlüssel liegt im Kältemittel (z. B. R290), das bereits bei sehr niedrigen Temperaturen verdampft.
Der Kreislauf einer Wärmepumpe im Winter läuft in vier Schritten ab:
- Wärmeaufnahme: Die Wärmepumpe entzieht der Außenluft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme. Selbst bei Minusgraden enthält jede dieser Quellen nutzbare Wärmeenergie.
- Verdampfung: Das Kältemittel im System nimmt die Umweltwärme über einen Wärmetauscher auf und verdampft dabei. Da moderne Kältemittel Siedepunkte zwischen –10 °C und –45 °C haben, funktioniert dieser Prozess auch bei strengem Frost problemlos.
- Verdichtung: Ein elektrisch betriebener Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel. Durch die Kompression steigen Druck und Temperatur stark an; das Gas erreicht Temperaturen von 50 °C bis 70 °C.
- Wärmeabgabe: Im Kondensator gibt das heiße Gas seine Wärme an das Heizsystem über Heizkörper, Fußbodenheizung oder andere Wärmeverteiler an das Heizsystem des Hauses ab. Dabei kondensiert das Kältemittel und wird wieder flüssig.
Grundlegende Unterschiede zwischen Luft-Wärmepumpen, Wasser-Wasser-Wärmepumpen und Sole-Wasser-Wärmepumpen können Sie in unserem Artikel zu den verschiedenen Wärmepumpen-Arten lesen.

Wärmepumpe: Stromverbrauch pro Tag im Winter
Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe pro Tag im Winter hängt von mehreren Faktoren ab: der Größe des Hauses, dem Dämmzustand, der Außentemperatur und der Jahresarbeitszahl (JAZ) der Wärmepumpe. Die JAZ beschreibt das Verhältnis zwischen erzeugter Wärme und verbrauchtem Strom über ein Jahr. Je höher dieser Wert, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe im Winter.
Eine moderne Wärmepumpe verbraucht in den Wintermonaten Dezember bis Februar ca. 2.000 bis 3.000 kWh Strom. Das entspricht einem durchschnittlichen täglichen Verbrauch von etwa 20 bis 30 kWh. Wichtig zu wissen: Diese drei Wintermonate machen 50–75 % des gesamten Jahresverbrauchs aus, da der Wärmebedarf in dieser Zeit am höchsten ist.
Im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen schneidet die Wärmepumpe damit deutlich besser ab. Die folgende Tabelle zeigt den Kostenvergleich für die Wintermonate:
Ob ich eine Wärmepumpe generell für Ihr Zuhause lohnt, können Sie übrigens kostenlos mit dem Enter Wärmepumpenrechner ermitteln:
Wie kann ich den Stromverbrauch der Wärmepumpe im Winter senken?
Den Stromverbrauch Ihrer Wärmepumpe im Winter können Sie durch gezielte Maßnahmen deutlich reduzieren. Die folgenden Strategien senken nicht nur die Betriebskosten, sondern steigern auch die Effizienz Ihres Heizsystems:
- Vorlauftemperatur optimieren: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Nutzen Sie daher großflächige Heizsysteme wie Fußbodenheizungen oder moderne Niedertemperatur-Heizkörper, die mit niedrigeren Temperaturen auskommen.
- Hydraulischen Abgleich durchführen: Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass die Wärme gleichmäßig im Haus verteilt wird. So vermeiden Sie, dass einzelne Räume überheizt werden, während andere zu kalt bleiben.
- Dämmmaßnahmen umsetzen: Durch eine gute Gebäudedämmung reduzieren Sie den Wärmebedarf und damit den Stromverbrauch der Wärmepumpe. Dämmung von Dach, Fassade und Kellerdecke macht sich besonders im Winter bezahlt.
- Wärmepumpen-Stromtarif nutzen: Spezielle Wärmepumpen-Tarife bieten niedrigere Strompreise und können Ihre Betriebskosten um 10–20 % senken. Prüfen Sie, ob Ihr Energieversorger solche Tarife anbietet.

Welchen Wirkungsgrad hat eine Wärmepumpe im Winter?
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe im Winter wird über den COP (Coefficient of Performance) und die Jahresarbeitszahl (JAZ) bewertet. Der COP zeigt die momentane Effizienz bei bestimmten Bedingungen, während die JAZ die Gesamteffizienz über alle Jahreszeiten abbildet. Bei milden Wintertemperaturen um die 2 °C erreichen moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen noch COP-Werte von 3 bis 4. Das bedeutet, aus 1 kWh Strom entstehen 3 bis 4 kWh Wärme. Bei sehr niedrigen Temperaturen (-7 °C oder weniger) sinkt der Wert hingegen auf ca. 2,5 bis 3.
Der genau Wirkungsgrad hängt direkt vom Temperaturhub ab – also dem Unterschied zwischen Wärmequelle und Vorlauftemperatur. Je größer dieser Unterschied, desto mehr Energie muss die Wärmepumpe aufwenden.
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Die Kurve zeigt deutlich: Je geringer die Vorlauftemperatur und je höher die Temperatur der Wärmequelle, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Deshalb sind Fußbodenheizungen und gut gedämmte Gebäude ideal für den Winterbetrieb.
Welche Rolle spielt die Art der Wärmepumpe im Winter?
Die Art der Wärmepumpe hat einen entscheidenden Einfluss auf die Effizienz im Winter. Während alle Wärmepumpen-Typen auch bei Minusgraden funktionieren, unterscheiden sie sich in ihrer Leistungsfähigkeit, den Anschaffungskosten und dem Stromverbrauch bei Kälte erheblich. Die Wahl der richtigen Wärmequelle (Luft, Erdreich oder Grundwasser) bestimmt, wie stabil Ihre Wärmepumpe im Winterbetrieb arbeitet.
Luft-Wasser-Wärmepumpe
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist die beliebteste Wärmepumpen-Art in Deutschland – und das aus gutem Grund. Sie entzieht der Außenluft Wärme und gibt diese an das Heizsystem ab. Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen arbeiten zuverlässig bis –20 °C Außentemperatur und erreichen bei einstelligen Minusgraden noch einen COP-Wert von ca. 3,0.
Trotz der leicht sinkenden Effizienz bei sehr niedrigen Außentemperaturen bleiben die Mehrkosten im Vergleich zu den deutlich höheren Investitionskosten anderer Wärmepumpen-Arten überschaubar. Für die meisten Haushalte ist eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe daher die wirtschaftlichste Lösung.
Sole-Wasser-Wärmepumpe
Die Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärmepumpe) nutzt die konstante Temperatur des Erdreichs als Wärmequelle. Über Erdkollektoren oder Erdsonden wird Wärme aus dem Boden entzogen – dieser bleibt ganzjährig bei etwa 10 °C, unabhängig von der Außentemperatur. Dadurch arbeitet die Sole-Wasser-Wärmepumpe im Winter besonders effizient mit einer JAZ von ca. 4,0 bis 4,5.
Während Luft-Wasser-Wärmepumpen bei –10 °C mehr Strom benötigen, bleibt die Effizienz der Erdwärmepumpe konstant. Allerdings sind die Anschaffungs- und Installationskosten durch Erdarbeiten und Bohrungen deutlich höher – die Installation kann mehrere Wochen dauern und erfordert Genehmigungen.
Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe nutzt Grundwasser als Wärmequelle, das ganzjährig eine konstante Temperatur zwischen 8 °C und 12 °C aufweist. Über einen Förderbrunnen wird das Grundwasser entnommen, die Wärme entzogen und das abgekühlte Wasser über einen Schluckbrunnen zurückgeführt. Diese stabile Wärmequelle ermöglicht eine JAZ von ca. 4,5 bis 5.
Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe bietet im Winter die beste Effizienz aller Wärmepumpen-Arten, da Grundwasser vollständig unabhängig von Außentemperaturen ist. Allerdings entstehen die höchsten Kosten durch Bohrungen, Genehmigungsverfahren und die Prüfung der Grundwasserqualität. Zudem ist nicht jedes Grundstück für diese Wärmepumpen-Art geeignet.

Tipps zum Schutz der Wärmepumpe im Winter
Um die Effizienz und Langlebigkeit Ihrer Wärmepumpe im Winter zu sichern, sollten Sie einige wichtige Schutzmaßnahmen beachten. Die richtige Aufstellung, regelmäßige Wartung und der Schutz vor extremen Witterungsbedingungen sind entscheidend für einen reibungslosen Betrieb auch bei Minusgraden.
- Automatisches Abtauen nutzen: Moderne Wärmepumpen verfügen über einen automatischen Abtaumechanismus, der die Verdampfereinheit bei Vereisung regelmäßig abtaut. Dies geschieht 2–8 Mal pro Tag für jeweils 3–10 Minuten und verhindert Einbußen bei der Leistung.
- Frostsichere Aufstellung wählen: Die Außeneinheit sollte windgeschützt an der Südseite des Gebäudes aufgestellt werden. Vermeiden Sie Bereiche, in denen sich Schnee ansammeln kann oder wo Dachlawinen die Anlage beschädigen könnten.
- Gleichmäßiges Heizen ohne Nachtabsenkung: Vermeiden Sie eine Nachtabsenkung der Temperatur – das morgendliche Aufheizen kostet mehr Energie als eingespart wird. Heizen Sie stattdessen konstant auf niedrigerem Niveau.
- Außeneinheit freihalten: Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Schnee, Laub oder Eis die Luftzufuhr blockieren. Halten Sie besonders die Öffnung des Ventilators frei.
Energie sparen im Winter: So heizen Sie effizient mit Ihrer Wärmepumpe
Eine effiziente Wärmepumpe senkt Ihre Heizkosten auch in der kalten Jahreszeit erheblich. Enter begleitet Sie auf dem Weg zur idealen Wärmepumpe:
- Kostenlose Vor-Ort-Beratung: Unser Energieeffizienz-Experte analysiert Ihre Situation direkt bei Ihnen zu Hause und ermittelt, welche Wärmepumpe für Ihr Gebäude optimal ist.
- Direkter Zugang zu geprüften Handwerkern: Wir bringen Sie mit qualifizierten Fachbetrieben aus Ihrer Region zusammen, die Erfahrung mit Wärmepumpen haben.
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- Maximale Förderung sichern: Unser Förderservice unterstützt Sie bei der Beantragung aller relevanten Zuschüsse (bis zu 70 % bzw. 21.000 €).
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FAQ
Kann ich auch im Winter mit der Wärmepumpe heizen?
Ja, sie kann auch im Winter effizient heizen, da eine Wärmepumpe bei Minusgraden Wärme aus der Umgebungsluft, der Erde oder Wasser gewinnen kann. Moderne Wärmepumpen sind für niedrige Außentemperaturen ausgelegt und verfügen oft über einen elektrischen Heizstab zur Unterstützung.
Welche Temperaturen kann eine Wärmepumpe im Winter erreichen?
Die Vorlauftemperaturen von Wärmepumpen liegen im Winter meist zwischen 30 und 55 Grad Celsius, abhängig vom Modell und der Art der Heizung (z.B. Fußbodenheizung oder Radiatoren). Für gut isolierte Häuser reichen diese Temperaturen in der Regel aus, um ausreichend zu heizen.
Ist eine Wärmepumpe im Winter lauter?
Im Winter kann die Wärmepumpe etwas lauter sein, da sie mehr arbeiten muss, um Wärme aus der kalten Umgebungsluft zu gewinnen. Allerdings sind moderne Wärmepumpen so konstruiert, dass die Geräuschentwicklung auch bei höheren Leistungsanforderungen relativ gering bleibt. Lediglich bei Split-Wärmepumpen oder Luft-Wasser-Wärmepumpen, die Außengeräte besitzen, steigt der Schalldruckpegel auf ca. 45–55 dB.
Reicht eine Wärmepumpe im Winter aus?
Ja, eine Wärmepumpe reicht im Winter in der Regel aus, um ein Haus zu heizen, besonders wenn das Gebäude gut gedämmt ist. In extrem kalten Regionen oder bei schlecht isolierten Gebäuden, z.B. in einem Altbau, kann es sinnvoll sein, eine zusätzliche Heizquelle oder einen Heizstab als Unterstützung zur Wärmepumpe zu verwenden.


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