
Wirkungsgrad Wärmepumpe 2026: COP, JAZ & Effizienz im Vergleich
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe entscheidet darüber, wie viel Heizwärme Sie pro Kilowattstunde Strom erhalten – moderne Systeme erreichen COP-Werte von 3 bis 5, selbst bei 0 °C Außentemperatur noch 2,5 bis 3,5. Entscheidend ist die richtige Dimensionierung: Mit unserer Effizienzgarantie arbeitet Ihre neue Wärmepumpe mindestens 3× so effizient wie die fossile Altanlage – und Sie sparen durchschnittlich 3.360 € jährliche Energiekosteneinsparung sowie durchschnittlich 5.800 € durch unseren neutralen Anbietervergleich. Enter – Deutschlands größter Energieberater – analysiert Ihr Gebäude ganzheitlich und sichert Ihnen bis zu 70 % KfW-Förderung (max. 21.000 €) mit garantierter Auszahlung.
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe von 400 % bedeutet: Aus 1 kWh Strom entstehen 4 kWh Wärme – kein fossiles Heizsystem kommt da heran. Doch wie verändert sich die Effizienz bei Frost, und welcher Typ schneidet 2026 am besten ab? Hier finden Sie COP- und JAZ-Werte nach Außentemperatur, Vergleichstabellen und konkrete Tipps, um den Wirkungsgrad Ihrer Wärmepumpe zu maximieren.
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Das Thema kurz und kompakt
Wärmepumpen nutzen zu rund 75 % kostenlose Umweltwärme und benötigen nur etwa 25 % Strom, um Ihr Zuhause zu heizen – deshalb liegt ihr Wirkungsgrad bei 250 bis 500 %.
Verschiedene Kennzahlen messen die Effizienz: Der COP gibt den momentanen Wirkungsgrad unter Testbedingungen an, der SCOP berücksichtigt saisonale Schwankungen und die Jahresarbeitszahl (JAZ) bildet die reale Effizienz im Jahresverlauf ab.
Auch bei 0 °C Außentemperatur effizient: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen bei 0 °C noch einen COP von 2,5 bis 3,5 – und übertreffen damit jede Gas- oder Ölheizung deutlich.
Durchschnittlich 3.360 € jährliche Energiekosteneinsparung: Enter – Deutschlands größter Energieberater – begleitet Sie von der ganzheitlichen Gebäudeanalyse über den Förderantrag bis zur fertigen Installation. Unsere kostenlose digitale Beratung zeigt Ihnen die beste Option für Ihr Zuhause.
Was bedeutet der Wirkungsgrad bei einer Wärmepumpe?
Im Gegensatz zu anderen Heizsystemen erzeugt eine Wärmepumpe Wärme durch die Nutzung von kostenloser Umweltwärme. Sie entzieht der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme und steigert diese mithilfe von Strom auf nutzbare Temperaturen. Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe gibt an, wie effizient die Energieumwandlung von elektrischer Energie und Umweltwärme in nutzbare Wärmeenergie erfolgt. Damit ist die Energieeffizienz einer Wärmepumpe der wichtigste Faktor für Ihre späteren Heizkosten.

Dabei gilt: Je höher der Wert, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe mit einem Wirkungsgrad von 4 (oder 400 %) erzeugt aus 1 Kilowattstunde Strom 4 Kilowattstunden Wärme.
Warum liegt der Wirkungsgrad über 100 Prozent?
Auf den ersten Blick klingt ein Wirkungsgrad von 400 % nach einem physikalischen Widerspruch. Die Erklärung ist einfach: Bei der Berechnung wird nur der bezahlte Strom als eingesetzte Energie gezählt. Die kostenlose Umweltwärme – rund 75 % der gesamten Heizenergie – fließt nicht in den Nenner der Formel ein. Technisch gesehen „erzeugt" eine Wärmepumpe keine Wärme, sondern transportiert vorhandene Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau. Deshalb kann der Wirkungsgrad weit über 100 % liegen, ohne gegen physikalische Gesetze zu verstoßen.
Wie funktioniert der Wärmepumpen-Kreisprozess? (Kurzüberblick)
Um zu verstehen, warum Wärmepumpen so effizient arbeiten, hilft ein Blick auf den Kältemittelkreislauf. Der Prozess besteht aus vier Schritten:
- Verdampfen: Das flüssige Kältemittel nimmt Umweltwärme auf und verdampft – selbst bei Minusgraden.
- Verdichten: Ein elektrisch betriebener Kompressor verdichtet das gasförmige Kältemittel, wodurch Druck und Temperatur stark ansteigen.
- Verflüssigen: Das heiße Kältemittel gibt seine Wärme an das Heizsystem ab und wird dabei wieder flüssig.
- Entspannen: Ein Expansionsventil senkt den Druck, das Kältemittel kühlt ab – und der Kreislauf beginnt von vorn.
Das Besondere: Nur der Kompressor benötigt Strom. Die eigentliche Wärmeenergie stammt aus der Umwelt – genau deshalb liegt der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe so weit über dem konventioneller Heizsysteme.
Experten-Tipp: Wenn Sie zusätzlich eine PV-Anlage betreiben, produzieren Sie den benötigten Strom für Ihre Wärmepumpe selbst – Ihr Heizbetrieb wird damit nahezu klimaneutral. In Kombination mit einer PV-Anlage und einem Stromspeicher kann der Gesamt-Wirkungsgrad des Systems auf bis zu 600 % steigen. Die gewonnene Energie können Sie auch für weitere elektrische Geräte verwenden.
Wirkungsgrad Wärmepumpe vs. Gasheizung, Ölheizung und weitere Heizsysteme im Vergleich
Alte Ölheizungen erreichen einen Wirkungsgrad von nur 70 bis 75 %, moderne Öl-Brennwertkessel kommen auf etwa 85 bis 92 %. Moderne Gasbrennwertheizungen erreichen 90 bis 98 %. Bei beiden geht ein Teil der eingesetzten Energie ungenutzt als Abwärme verloren. Eine Elektroheizung wandelt Strom 1:1 in Wärme um (100 % Wirkungsgrad), nutzt aber keine kostenlose Umweltwärme. Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen übertrifft daher alle konventionellen Heizsysteme deutlich – Wärmepumpen sind die effizienteste Heizung auf dem Markt. Mehr dazu in unserem Vergleich Wärmepumpe oder Gas.
| Heizsystem | Wirkungsgrad | Energiequelle |
|---|---|---|
| Alte Ölheizung | 70–75 % | Heizöl |
| Öl-Brennwertkessel | 85–92 % | Heizöl |
| Pelletheizung | 80–95 % | Holzpellets |
| Gasbrennwertheizung | 90–98 % | Erdgas |
| Elektroheizung | 100 % | Strom |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 250–350 % | Luft + Strom |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe | 350–450 % | Erdreich + Strom |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | 400–500 % | Grundwasser + Strom |

Zum Vergleich: Würde man grünen Strom zunächst in Wasserstoff umwandeln und diesen dann in einem Gaskessel verbrennen, läge der Gesamtwirkungsgrad nur bei 47 bis 75 %. Eine Wärmepumpe nutzt denselben grünen Strom direkt und erreicht dabei 250 bis 500 % – ein klarer Effizienz-Vorteil gegenüber dem Umweg über Wasserstoff.
Kennzahlen für den Wirkungsgrad der Wärmepumpe: COP, SCOP, JAZ und mehr
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird durch verschiedene Kennzahlen ausgedrückt:
- Coefficient of Performance (COP): Der COP beschreibt die Effizienz einer Wärmepumpe unter festgelegten Testbedingungen. Formel: COP = Erzeugte Heizwärme (kWh) ÷ Benötigter Strom (kWh). Ein COP von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme erzeugt.
- Seasonal Coefficient of Performance (SCOP): Dieser Wert berücksichtigt die Effizienz über verschiedene Jahreszeiten hinweg und bildet so ein realistischeres Bild der Gesamtleistung als der COP unter Laborbedingungen.
- Jahresarbeitszahl (JAZ): Die JAZ zeigt die tatsächliche Effizienz im realen Betrieb über ein ganzes Jahr. Formel: JAZ = Erzeugte Heizwärme pro Jahr (kWh) ÷ Benötigter Strom pro Jahr (kWh). Für die KfW-Förderung ist eine Mindest-JAZ von 3,0 erforderlich.
- ETAs (jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz): Die ETAs ergibt sich aus dem SCOP geteilt durch den Primärenergiefaktor (in der EU: 2,5) und wird in Prozent angegeben. Sie ist eine wichtige Kennzahl für die Förderfähigkeit und den Vergleich verschiedener Wärmepumpenmodelle.
Carnot-Wirkungsgrad: Formel und Beispielrechnung
Der Carnot-Wirkungsgrad beschreibt die maximal mögliche Effizienz einer Wärmepumpe auf Basis der Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizsystem – unter idealisierten Bedingungen. In der Praxis wird der Carnot-Wirkungsgrad nie erreicht, dient aber als wichtige Referenz für die technische Machbarkeit.
Formel: COPCarnot = Twarm ÷ (Twarm − Tkalt)
Dabei werden die Temperaturen in Kelvin angegeben (°C + 273,15 = K).
Beispielrechnung: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe bei 0 °C Außentemperatur und 45 °C Vorlauftemperatur:
- Twarm = 45 °C + 273,15 = 318,15 K
- Tkalt = 0 °C + 273,15 = 273,15 K
- COPCarnot = 318,15 ÷ (318,15 − 273,15) = 318,15 ÷ 45 = 7,07
In der Praxis erreichen gute Wärmepumpen etwa 40 bis 55 % des Carnot-Wirkungsgrads. In diesem Beispiel wäre ein realer COP von 2,8 bis 3,9 zu erwarten – ein Wert, der durch die COP-Tabelle weiter unten bestätigt wird. Je geringer die Temperaturdifferenz (der sogenannte Temperaturhub), desto höher fällt der theoretische und der reale Wirkungsgrad aus.
Diese Faktoren beeinflussen Wirkungsgrad und Effizienz Ihrer Wärmepumpe
Es gibt verschiedene Faktoren, die Einfluss auf den Wirkungsgrad Ihrer Wärmepumpe haben. Einige davon können Sie auch selbst steuern und so die Effizienz zusätzlich verbessern. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Unterschied zwischen der Temperatur der Wärmequelle und der benötigten Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe und desto geringer fällt der Stromverbrauch aus.
Temperaturhub (Delta T): Die entscheidende Stellschraube
Der Temperaturhub bezeichnet die Differenz zwischen der Temperatur der Wärmequelle (z. B. Außenluft oder Erdreich) und der benötigten Vorlauftemperatur des Heizsystems – gemessen in Kelvin. Er ist der wichtigste Einflussfaktor auf den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe.
Faustregel: Jede Senkung des Temperaturhubs um 1 Kelvin steigert die Effizienz um rund 2,5 %. Das bedeutet: Eine Wärmepumpe, die statt 55 °C nur 35 °C Vorlauftemperatur liefern muss, arbeitet bei gleicher Quellentemperatur rund 50 % effizienter. Daraus ergeben sich zwei Hebel zur Optimierung:
- Quellentemperatur erhöhen: Erdreich und Grundwasser liefern ganzjährig höhere und stabilere Temperaturen als Außenluft.
- Vorlauftemperatur senken: Flächenheizungen, gute Gebäudedämmung und korrekt dimensionierte Heizkörper ermöglichen niedrigere Vorlauftemperaturen.
Temperaturen als Einflussfaktor für den Wirkungsgrad der Wärmepumpe
Der Wirkungsgrad und Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängen maßgeblich sowohl von der Temperatur der Wärmequelle als auch von der Vorlauftemperatur des Heizsystems ab.
- Luft-Wärmepumpen: Die Effizienz von Luft-Wasser-Wärmepumpen schwankt mit der Außentemperatur. Bei Minusgraden sinkt der Wirkungsgrad zwar ab, bleibt aber auch dann noch deutlich über dem Wirkungsgrad konventioneller Heizungsarten.
- Erdwärmepumpen: Sole-Wasser-Wärmepumpen profitieren von ganzjährig konstanten Temperaturen um 10 °C im Erdreich und erreichen dadurch einen stabileren, höheren Wirkungsgrad.
- Grundwasser-Wärmepumpen: Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen die konstant hohe Temperatur des Grundwassers (ca. 12 °C) und erzielen damit die höchsten Wirkungsgrade aller Wärmepumpentypen.

Wirkungsgrad der Wärmepumpe bei 0 Grad und Minusgraden
Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie effizient arbeitet eine Wärmepumpe im Winter? Die Antwort: Auch bei niedrigen Außentemperaturen bleibt der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe deutlich über dem einer Gas- oder Ölheizung. Die folgende Tabelle zeigt typische COP-Werte einer Luft-Wasser-Wärmepumpe bei verschiedenen Außentemperaturen (Vorlauftemperatur 35 °C):
| Außentemperatur | Typischer COP (Luft-Wasser-WP) | Wirkungsgrad in % |
|---|---|---|
| +10 °C | 4,0–5,0 | 400–500 % |
| +5 °C | 3,5–4,5 | 350–450 % |
| 0 °C | 2,5–3,5 | 250–350 % |
| −5 °C | 2,0–3,0 | 200–300 % |
| −10 °C | 1,8–2,5 | 180–250 % |
| −15 °C | 1,5–2,0 | 150–200 % |
Selbst bei −10 °C erzeugt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe also aus 1 kWh Strom noch mindestens 1,8 kWh Wärme – eine Gasheizung kommt bestenfalls auf 0,98 kWh. Bei extremen Minusgraden unter −15 °C springt bei den meisten Geräten ein integrierter Heizstab zur Unterstützung an. Dieser macht jedoch im Jahresverlauf typischerweise nur 1 bis 2 % des gesamten Energieverbrauchs aus.
Dass Wärmepumpen auch bei extremer Kälte zuverlässig heizen, beweist Skandinavien: Norwegen und Schweden gehören zu den Ländern mit der höchsten Wärmepumpenquote in Europa – trotz deutlich kälterer Winter als in Deutschland.
Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen sind von der Außentemperatur praktisch unabhängig und behalten ihre hohe Effizienz das ganze Jahr über bei.
Experten-Tipp: Die Menge des Kältemittels bleibt im Kreislauf konstant. Was sich verändert, ist der Druck und Energieaufwand, mit dem das Kältemittel im Kreisprozess betrieben wird – und damit direkt der Stromverbrauch. Je größer die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizsystem, desto mehr Strom benötigt der Kompressor. Moderne natürliche Kältemittel wie R290 (Propan) verbessern die Effizienz zusätzlich und werden mit einem 5 % Effizienzbonus bei der Förderung belohnt. Wichtig: Ab dem 01.01.2028 sind laut BEG nur noch Wärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln förderfähig – wer jetzt kauft, sollte diesen Aspekt bei der Modellwahl berücksichtigen.
Wirkungsgrad der Luft-Wasser-Wärmepumpe
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der mit Abstand am häufigsten installierte Wärmepumpentyp in Deutschland. Ihr Wirkungsgrad schwankt stärker als bei Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen, da die Außenluft als Wärmequelle saisonalen Temperaturschwankungen unterliegt. Typische Werte im Überblick:
- COP unter Normbedingungen (A7/W35): 3,5 bis 5,0
- Jahresarbeitszahl (JAZ) im realen Betrieb: 2,8 bis 4,0
- Wirkungsgrad im Jahresmittel: 280 bis 400 %
Trotz der geringeren Spitzenwerte im Vergleich zu Erdwärme- oder Grundwasser-Wärmepumpen bleibt die Luft-Wasser-Wärmepumpe für die meisten Einfamilienhäuser die beste Wahl: Die Installationskosten sind deutlich niedriger, es sind keine Bohrungen oder Genehmigungen nötig, und die Effizienz reicht für gut gedämmte Gebäude mit Niedertemperatur-Heizsystemen vollkommen aus. Erfahren Sie mehr über die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe.
Vorlauftemperatur und ihr Einfluss auf die Effizienz
Neben der Wärmequelle spielt die Vorlauftemperatur eine entscheidende Rolle. Typische Vorlauftemperaturen im Vergleich:
- Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen benötigen nur etwa 35 °C
- Moderne Niedertemperatur-Heizkörper arbeiten mit 45 bis 55 °C
- Alte Heizkörper brauchen teilweise über 60 °C
Wichtig: Auch ohne Fußbodenheizung arbeiten Wärmepumpen effizient – entscheidend ist die Vorlauftemperatur, nicht die Art der Heizfläche. Moderne Niedertemperatur-Heizkörper erreichen bei 45 bis 55 °C ausreichende Leistung für ein behagliches Raumklima.
Beachten Sie außerdem: Die Warmwasserbereitung macht typischerweise 10 bis 20 % des gesamten Energieverbrauchs aus und erfordert höhere Temperaturen von rund 55 °C (u. a. zum Schutz vor Legionellen). Dieser Anteil senkt die Gesamt-JAZ leicht gegenüber dem reinen Heizbetrieb.
Experten-Tipp: In Gebäuden mit hohem Heizwärmebedarf oder alten Heizkörpern kann eine sogenannte Hochtemperatur-Wärmepumpe sinnvoll sein. Diese Systeme erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 80 °C und eignen sich daher auch für unsanierte Altbauten. Allerdings benötigen sie dafür mehr Strom und weisen einen niedrigeren Wirkungsgrad auf. Wir raten dazu, immer eine Sanierung voranzustellen und in diesem Zuge eine Wärmepumpe einzubauen.
Der energetische Zustand des Gebäudes
Ein gut gedämmtes Haus benötigt generell weniger Heizenergie und ermöglicht niedrigere Vorlauftemperaturen – und genau das steigert die Effizienz der Wärmepumpe. Einfluss auf die benötigte Heizenergie haben u. a.:
- Qualität der Gebäudedämmung
- Zustand der Fenster
- Dichtigkeit der Gebäudehülle
- Isolierung der Heizungsrohre
Je besser das Verhältnis zwischen Dämmung und eingesetzter Energie, desto weniger muss die Wärmepumpe heizen, um die gewünschten Temperaturen zu erreichen. Weniger Wärme entweicht über Schwachstellen – und der Wirkungsgrad der Wärmepumpe steigt spürbar.
Übrigens: Auch im Altbau arbeiten Wärmepumpen effizient. Feldstudien zeigen, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen selbst in teilsanierten Bestandsgebäuden eine JAZ von rund 3,1 erreichen – Erdwärmepumpen sogar rund 4,1. Idealerweise kombinieren Sie den Heizungstausch im Altbau mit gezielten Dämmmaßnahmen, um den Wirkungsgrad weiter zu steigern.

So optimieren Sie den Wirkungsgrad der Wärmepumpe
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe erreicht bei der Beheizung gut gedämmter Gebäude Spitzenwerte. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie die Effizienz steigern sowie Ihren Energieverbrauch und Ihre Heizkosten senken.
Niedrige Vorlauftemperatur wählen
Eine Absenkung der Vorlauftemperatur um nur 5 °C erhöht den Wirkungsgrad bereits um etwa 10 %. Besonders effizient arbeiten Wärmepumpen mit:
- Fußbodenheizung (35 °C Vorlauftemperatur)
- Wandheizung
- Niedertemperatur-Heizkörpern

Gebäudedämmung verbessern
Eine gute Dämmung reduziert nicht nur den allgemeinen Wärmebedarf, sondern ermöglicht auch niedrigere Vorlauftemperaturen. Zu den effektivsten Maßnahmen zählen:
- Dach- und Fassadendämmung
- Moderne Fenster mit Dreifachverglasung
- Kellerdeckendämmung
- Rohrisolierung
Experten-Tipp: Auch bei einem Altbau kann der Einsatz einer Wärmepumpe sinnvoll sein. Idealerweise kombinieren Sie den Heizungstausch mit Dämmmaßnahmen – so profitieren Sie doppelt: niedrigere Vorlauftemperaturen und ein höherer Wirkungsgrad.
Regelmäßige Wartung und optimale Einstellung
Die Wärmeleistung und der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe können durch regelmäßige Wartung bestens unterstützt werden. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:
- Hydraulischer Abgleich des Heizungssystems
- Korrekte Einstellung der Heizkurve
- Regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb
- Entlüftung der Heizungsanlage

Wirkungsgrad der Wärmepumpe berechnen: Stromverbrauch und Kosten
Der Wirkungsgrad bzw. die Jahresarbeitszahl (JAZ) Ihrer Wärmepumpe bestimmt direkt, wie viel Strom Sie zum Heizen benötigen. Mit einer einfachen Formel können Sie den jährlichen Stromverbrauch berechnen:
Stromverbrauch (kWh) = Heizwärmebedarf (kWh) ÷ JAZ
Beispielrechnung: Ein Einfamilienhaus mit einem Heizwärmebedarf von 15.000 kWh pro Jahr und einer Wärmepumpe mit einer JAZ von 4 benötigt: 15.000 kWh ÷ 4 = 3.750 kWh Strom pro Jahr.
| JAZ | Stromverbrauch bei 15.000 kWh Wärmebedarf | Stromkosten pro Jahr (Wärmepumpentarif ~0,27 €/kWh) | Stromkosten pro Jahr (Haushaltstarif ~0,37 €/kWh) |
|---|---|---|---|
| 2,5 | 6.000 kWh | ca. 1.620 € | ca. 2.220 € |
| 3,0 | 5.000 kWh | ca. 1.350 € | ca. 1.850 € |
| 3,5 | 4.286 kWh | ca. 1.157 € | ca. 1.586 € |
| 4,0 | 3.750 kWh | ca. 1.013 € | ca. 1.388 € |
| 5,0 | 3.000 kWh | ca. 810 € | ca. 1.110 € |
Hinweis: Wärmepumpentarife liegen aktuell bei rund 21–27 ct/kWh, der durchschnittliche Haushaltsstrompreis bei ca. 37 ct/kWh (Quelle: BDEW). Die Tabelle zeigt beide Szenarien, damit Sie Ihre individuelle Situation besser einschätzen können.
Die Tabelle zeigt deutlich: Jeder Punkt mehr bei der JAZ spart bares Geld. Deshalb lohnt es sich, in die Optimierung des Wirkungsgrads zu investieren – etwa durch niedrige Vorlauftemperaturen, gute Dämmung und die richtige Wärmepumpenart. Nutzen Sie unseren Wärmepumpe-Rechner, um Ihre individuellen Kosten zu ermitteln.
Bis zu 70 % Förderung für Ihre Wärmepumpe sichern
Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen des BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) den Einbau effizienter Wärmepumpen mit attraktiven Förderungen. Sie können aktuell von folgenden Zuschüssen durch die KfW-Heizungsförderung (Zuschuss Nr. 458) profitieren:
Hinweis: Im Rahmen des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG), das frühestens Mitte 2026 in Kraft treten soll – der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest –, können sich die Förderbedingungen ändern. Die BEG-Förderung bleibt jedoch bis mindestens 2029 bestehen, wobei sich konkrete Förderhöhen unter dem neuen GModG noch ändern können.
Grundförderung und Boni
- 30 % Grundförderung für alle Wärmepumpen mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) über 3,0
- 20 % Geschwindigkeitsbonus beim Austausch funktionstüchtiger Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizungen sowie mindestens 20 Jahre alter Gas- oder Biomasseheizungen (nur für selbstnutzende Eigentümer; der volle Bonus gilt bis Ende 2028, ab 2029 sinkt er alle zwei Jahre um 3 %, ab 2037 entfällt er)
- 30 % Einkommensbonus für selbst nutzende Eigentümer mit einem Haushaltseinkommen unter 40.000 €
- 5 % Effizienzbonus für Wärmepumpen, die als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser nutzen oder ein natürliches Kältemittel (z. B. Propan R-290) einsetzen
Experten-Tipp: Enter bietet Ihnen eine Fördergarantie: 100 % garantierte Auszahlung der KfW-Förderung. Unsere Förderexperten übernehmen die komplette Antragsstellung und stellen sicher, dass Sie das Maximum aus der Förderung für Ihre Wärmepumpe herausholen.
Die Boni sind kombinierbar, sodass Sie maximal 70 % der förderfähigen Kosten als Zuschuss erhalten können. Bei einer Wohneinheit werden Kosten bis zu 30.000 € berücksichtigt. Zusätzlich kann ein Emissionsminderungszuschlag von 2.500 € gewährt werden, sodass die maximale Förderung bis zu 23.500 € betragen kann. Darüber hinaus steht der zinsgünstige KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit zur Finanzierung des Heizungstauschs zur Verfügung.
Voraussetzungen für die Förderung
- Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0
- Bei Luft-Wärmepumpen: Geräuschemission mindestens 10 Dezibel unter den Grenzwerten der EU-Ökodesign-Verordnung (seit Anfang 2026 verschärft, zuvor 5 dB)
- Wärmepumpe muss das Label „SG Ready" (Smart Grid Ready) erfüllen
- Antragstellung vor Beginn der Maßnahme
- Durchführung durch Fachunternehmen
- Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten

Wie Enter Sie bei der Wärmepumpen-Planung unterstützt
Die Planung einer Wärmepumpe ist komplex und viele Faktoren müssen beachtet werden, um einen optimalen Wirkungsgrad zu erreichen. Als Deutschlands größter Energieberater begleitet Enter Sie ganzheitlich – von der Gebäudeanalyse über die perfekt dimensionierte Wärmepumpe bis zur fertigen Installation. Dabei sparen Sie durchschnittlich 3.360 € jährliche Energiekosten und zusätzlich durchschnittlich 5.800 € durch unseren neutralen Anbietervergleich. Unsere Fördergarantie sichert Ihnen die 100 % garantierte Auszahlung der KfW-Förderung.
Unsere Förderexperten übernehmen die komplette Antragsstellung. Für die Umsetzung sorgen qualifizierte Fachhandwerker, die eine fachgerechte Installation garantieren und Sie bei der optimalen Einstellung des Systems unterstützen. Dank unserer Effizienzgarantie arbeitet Ihre neue Wärmepumpe mindestens 3× so effizient wie die fossile Altanlage – und mit 2 Jahren Fernwartung über Enter Connect sind Sie auch nach der Installation bestens betreut.

Wirkungsgrad optimieren und Förderung sichern: Starten Sie jetzt mit Enter
Der hohe Wirkungsgrad macht Wärmepumpen zu einer besonders effizienten Heizlösung. Sie erreichen durch die Nutzung von Umweltwärme einen Wirkungsgrad von 250 bis 500 % – ein Wert, den kein anderes Heizsystem erreichen kann. Selbst bei 0 °C Außentemperatur liefern Luft-Wasser-Wärmepumpen noch einen COP von 2,5 bis 3,5. Besonders effizient arbeiten Wärmepumpen in gut gedämmten Gebäuden mit Niedertemperatur-Heizsystemen wie einer Fußbodenheizung – doch auch im Altbau mit Heizkörpern sind überzeugende Ergebnisse möglich.
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FAQ zum Wirkungsgrad von Wärmepumpen
Welche Wärmepumpe hat den besten Wirkungsgrad?
Wasser-Wasser-Wärmepumpen erreichen mit einem Wirkungsgrad von 400 bis 500 % (COP 4,0–5,0) die höchste Effizienz, da sie ganzjährig konstante Quellentemperaturen von etwa 12 °C nutzen können. Sole-Wasser-Wärmepumpen erreichen 350 bis 450 %, Luft-Wasser-Wärmepumpen 250 bis 350 % und Luft-Luft-Wärmepumpen 250 bis 300 %. Für die meisten Einfamilienhäuser bietet die Luft-Wasser-Wärmepumpe jedoch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, da keine aufwendigen Bohrungen oder Genehmigungen nötig sind.
Wie hoch ist der Wirkungsgrad von Wärmepumpen?
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe variiert je nach Bauart sowie Einsatzbedingungen und liegt typischerweise zwischen 250 und 500 %. Das bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom 2,5 bis 5 Kilowattstunden Wärme erzeugt werden können. Die genaue Effizienz hängt von der Wärmequelle, der benötigten Vorlauftemperatur und dem energetischen Zustand des Gebäudes ab. Gemessen wird der Wirkungsgrad über den COP (Momentaufnahme unter Testbedingungen) und die JAZ (reale Effizienz im Jahresverlauf).
Welche Heizung hat den höchsten Wirkungsgrad?
Wärmepumpen erreichen mit 250 bis 500 % den mit Abstand höchsten Wirkungsgrad aller Heizsysteme – sie gelten damit als die effizienteste Heizung auf dem Markt. Zum Vergleich: Moderne Gasbrennwertheizungen kommen auf maximal 98 %, Öl-Brennwertkessel auf 85 bis 92 %, Pelletheizungen auf 80 bis 95 % und alte Ölheizungen nur auf 70 bis 75 %. Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen ist deshalb so viel höher, weil sie rund 75 % kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzen und nur den verbleibenden Anteil als Strom benötigen.
Wie effizient ist eine Wärmepumpe bei 0 Grad?
Auch bei 0 Grad arbeiten Wärmepumpen noch effizient. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen dann typischerweise einen COP von 2,5 bis 3,5 – das entspricht einem Wirkungsgrad von 250 bis 350 %. Selbst bei −10 °C liegt der COP noch bei 1,8 bis 2,5 und übertrifft damit jede Gas- oder Ölheizung. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen sind von der Außentemperatur praktisch unabhängig und behalten ihre hohe Effizienz das ganze Jahr über bei.
Wie hoch ist der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe im Winter?
Im Winter sinkt der Wirkungsgrad von Luft-Wasser-Wärmepumpen je nach Außentemperatur, bleibt aber deutlich über dem fossiler Heizsysteme. Bei typischen Wintertemperaturen von 0 bis 5 °C liegt der COP bei 2,5 bis 4,5 (250–450 %). Bei extremen Minusgraden unter −15 °C springt bei den meisten Geräten ein integrierter Heizstab zur Unterstützung an – dieser macht im Jahresverlauf jedoch nur etwa 1 bis 2 % des gesamten Energieverbrauchs aus. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind im Winter genauso effizient wie im Sommer, da ihre Wärmequellen temperaturstabil sind. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Wärmepumpe im Winter.
Bei welchen Temperaturen ist eine Wärmepumpe am effektivsten?
Wärmepumpen arbeiten am effektivsten, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und benötigter Heiztemperatur (der sogenannte Temperaturhub) möglichst gering ist. Niedrige Vorlauftemperaturen um 35 °C – wie bei einer Fußbodenheizung – in Kombination mit einer möglichst warmen Wärmequelle sorgen für ein optimales Ergebnis. Bereits eine Absenkung der Vorlauftemperatur um 5 °C steigert den Wirkungsgrad um etwa 10 %. Jede Senkung des Temperaturhubs um 1 Kelvin verbessert die Effizienz um rund 2,5 %.
Brauche ich eine Fußbodenheizung für einen guten Wirkungsgrad?
Nein, eine Fußbodenheizung ist keine Voraussetzung für den effizienten Betrieb einer Wärmepumpe. Entscheidend ist die Vorlauftemperatur, nicht die Art der Heizfläche. Moderne Niedertemperatur-Heizkörper arbeiten bei 45 bis 55 °C und ermöglichen einen COP von 2,5 bis 3,5 – das ist immer noch deutlich effizienter als jede Gas- oder Ölheizung. Fußbodenheizungen mit 35 °C Vorlauftemperatur bieten zwar den höchsten Wirkungsgrad, aber auch im Altbau mit Wärmepumpe mit Heizkörpern sind überzeugende Ergebnisse möglich. Feldstudien zeigen, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen selbst in teilsanierten Bestandsgebäuden eine JAZ von rund 3,1 erreichen.
Was ist besser, Brennwert-Heizung oder Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe ist bei der Wärmeerzeugung in Sachen Effizienz klar überlegen. Während moderne Brennwert-Heizungen maximal einen Wirkungsgrad von 98 % erreichen können, kommen Wärmepumpen auf 250 bis 500 %. Das liegt daran, dass Brennwert-Heizungen ihre Energie ausschließlich aus der Verbrennung von Gas oder Öl gewinnen, während Wärmepumpen zusätzlich kostenlose Umweltwärme nutzen. Auch bei den Betriebskosten und in puncto Umweltfreundlichkeit haben Wärmepumpen die Nase vorn, besonders wenn sie mit Ökostrom oder einer eigenen Photovoltaikanlage betrieben werden. Enter analysiert Ihr Gebäude ganzheitlich, findet die perfekt dimensionierte Wärmepumpe und sichert Ihnen durchschnittlich 3.360 € jährliche Energiekosteneinsparung sowie die maximal mögliche Förderung – mit 100 % garantierter Auszahlung dank unserer Fördergarantie.
Wärmepumpe oder Wasserstoff – was ist effizienter?
Eine Wärmepumpe ist deutlich effizienter als der Heizweg über Wasserstoff. Würde man grünen Strom zunächst in Wasserstoff umwandeln und diesen dann in einem Gaskessel verbrennen, läge der Gesamtwirkungsgrad nur bei 47 bis 75 %. Eine Wärmepumpe nutzt denselben grünen Strom direkt und erreicht dabei 250 bis 500 % Wirkungsgrad. Der direkte Einsatz von Strom in einer Wärmepumpe ist damit drei- bis siebenmal effizienter als der Umweg über Wasserstoff – und spart entsprechend mehr Energie und Kosten.
Wie kann man den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe berechnen?
Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird über den COP (Coefficient of Performance) berechnet: COP = Erzeugte Heizwärme (kWh) ÷ Benötigter Strom (kWh). Erzeugt eine Wärmepumpe beispielsweise 4 kWh Wärme aus 1 kWh Strom, beträgt der COP 4,0 – das entspricht einem Wirkungsgrad von 400 %. Für die reale Effizienz über ein ganzes Jahr nutzt man die Jahresarbeitszahl (JAZ): JAZ = Erzeugte Heizwärme pro Jahr (kWh) ÷ Benötigter Strom pro Jahr (kWh). Den jährlichen Stromverbrauch können Sie mit der Formel Heizwärmebedarf (kWh) ÷ JAZ = Stromverbrauch (kWh) abschätzen. Für den theoretisch maximalen Wirkungsgrad gilt der Carnot-COP: COPCarnot = Twarm (K) ÷ (Twarm − Tkalt) – in der Praxis erreichen gute Wärmepumpen etwa 40 bis 55 % dieses Werts.

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