Wirkungsgrad Wärmepumpe 2026: COP, JAZ & Effizienz im Vergleich

Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe entscheidet darüber, wie viel Heizwärme Sie pro Kilowattstunde Strom erhalten – moderne Systeme erreichen dabei COP-Werte von 3 bis 5, was einem Wirkungsgrad von 300 bis 500 % entspricht. Selbst bei 0 °C Außentemperatur liefern Luft-Wasser-Wärmepumpen noch einen COP von 2,5 bis 3,5 und übertreffen damit jede Gas- oder Ölheizung deutlich. Mit bis zu 70 % Förderung (Stand März 2026) und dem richtigen System lohnt sich der Umstieg – Enter hilft Ihnen, das Maximum herauszuholen.

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    Eine Wärmepumpe mit einem Wirkungsgrad von 400 % erzeugt aus 1 kWh Strom ganze 4 kWh Wärme – kein fossiles Heizsystem kommt da heran. Doch wie verändert sich der Wirkungsgrad Wärmepumpe bei Frost, und welcher Typ schneidet am besten ab? Hier erfahren Sie alles zu COP, JAZ und konkreten Effizienzwerten nach Außentemperatur.

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    Wärmepumpen nutzen zu rund 75 % kostenlose Umweltwärme und benötigen nur etwa 25 % Strom, um Ihr Zuhause zu heizen – deshalb liegt ihr Wirkungsgrad bei 250 bis 500 %.

    Checkmark

    Verschiedene Kennzahlen messen die Effizienz: Der COP gibt den momentanen Wirkungsgrad unter Testbedingungen an, der SCOP berücksichtigt saisonale Schwankungen und die Jahresarbeitszahl (JAZ) bildet die reale Effizienz im Jahresverlauf ab.

    Checkmark

    Auch bei 0 °C Außentemperatur effizient: Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen bei 0 °C noch einen COP von 2,5 bis 3,5 – und übertreffen damit jede Gas- oder Ölheizung deutlich.

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    Was bedeutet der Wirkungsgrad bei einer Wärmepumpe?

    Im Gegensatz zu anderen Heizsystemen erzeugt eine Wärmepumpe Wärme durch die Nutzung von kostenloser Umweltwärme. Sie entzieht der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser Wärme und steigert diese mithilfe von Strom auf nutzbare Temperaturen. Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe gibt an, wie effizient die Energieumwandlung von elektrischer Energie und Umweltwärme in nutzbare Wärmeenergie erfolgt.

    Berechnung des Wirkungsgrads einer Wärmepumpe – Formel und Diagramm zeigen, wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom generieren kann.

    Dabei gilt: Je höher der Wert, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe mit einem Wirkungsgrad von 4 (oder 400 %) erzeugt aus 1 Kilowattstunde Strom 4 Kilowattstunden Wärme.

    Warum liegt der Wirkungsgrad über 100 Prozent?

    Auf den ersten Blick klingt ein Wirkungsgrad von 400 % nach einem physikalischen Widerspruch. Die Erklärung ist einfach: Bei der Berechnung wird nur der bezahlte Strom als eingesetzte Energie gezählt. Die kostenlose Umweltwärme – rund 75 % der gesamten Heizenergie – fließt nicht in den Nenner der Formel ein. Technisch gesehen „erzeugt" eine Wärmepumpe keine Wärme, sondern transportiert vorhandene Umweltwärme auf ein höheres Temperaturniveau. Deshalb kann der Wirkungsgrad weit über 100 % liegen, ohne gegen physikalische Gesetze zu verstoßen.

    Checkmark

    Experten-Tipp: Wenn Sie zusätzlich eine PV-Anlage betreiben, produzieren Sie den benötigten Strom für Ihre Wärmepumpe selbst – Ihr Heizbetrieb wird damit nahezu klimaneutral. Die gewonnene Energie können Sie auch für weitere elektrische Geräte verwenden.

    Wirkungsgrad Wärmepumpe vs. Gasheizung und Ölheizung im Vergleich

    Alte Ölheizungen erreichen einen Wirkungsgrad von nur 70 bis 75 %, moderne Öl-Brennwertkessel kommen auf etwa 85 bis 92 %. Moderne Gasbrennwertheizungen erreichen 90 bis 98 %. Bei beiden geht ein Teil der eingesetzten Energie ungenutzt als Abwärme verloren. Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen übertrifft daher klassische Öl- und Gasheizungen deutlich. Mehr dazu in unserem Vergleich Wärmepumpe oder Gas.

    Heizsystem Wirkungsgrad Energiequelle
    Alte Ölheizung 70–75 % Heizöl
    Öl-Brennwertkessel 85–92 % Heizöl
    Gasbrennwertheizung 90–98 % Erdgas
    Luft-Wasser-Wärmepumpe 250–350 % Luft + Strom
    Sole-Wasser-Wärmepumpe 350–450 % Erdreich + Strom
    Wasser-Wasser-Wärmepumpe 400–500 % Grundwasser + Strom
    Vergleich Wirkungsgrad Wärmepumpe mit Gasheizung – Wärmepumpen punkten mit einem besonders effizienten Prozess beim Heizen.

    Kennzahlen für den Wirkungsgrad der Wärmepumpe: COP, SCOP, JAZ und mehr

    Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird durch verschiedene Kennzahlen ausgedrückt:

    • Coefficient of Performance (COP): Der COP beschreibt die Effizienz einer Wärmepumpe unter festgelegten Testbedingungen. Formel: COP = Erzeugte Heizwärme (kWh) ÷ Benötigter Strom (kWh). Ein COP von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme erzeugt.
    • Seasonal Coefficient of Performance (SCOP): Dieser Wert berücksichtigt die Effizienz über verschiedene Jahreszeiten hinweg und bildet so ein realistischeres Bild der Gesamtleistung als der COP unter Laborbedingungen.
    • Jahresarbeitszahl (JAZ): Die JAZ zeigt die tatsächliche Effizienz im realen Betrieb über ein ganzes Jahr. Formel: JAZ = Erzeugte Heizwärme pro Jahr (kWh) ÷ Benötigter Strom pro Jahr (kWh). Für die KfW-Förderung ist eine Mindest-JAZ von 3,0 erforderlich.
    • ETAs (jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz): Die ETAs ergibt sich aus dem SCOP geteilt durch den Primärenergiefaktor (in Europa 2,5) und wird in Prozent angegeben. Sie ist eine wichtige Kennzahl für die Förderfähigkeit und den Vergleich verschiedener Wärmepumpenmodelle.
    • Carnot-Wirkungsgrad: Diese Kennzahl beschreibt die maximal mögliche Effizienz einer Wärmepumpe auf Basis der Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizsystem – unter idealisierten Bedingungen. In der Praxis wird der Carnot-Wirkungsgrad nie erreicht, dient aber als Referenz für die technische Machbarkeit.

    Diese Faktoren beeinflussen den Wirkungsgrad und die Energieeffizienz Ihrer Wärmepumpe

    Es gibt verschiedene Faktoren, die Einfluss auf den Wirkungsgrad Ihrer Wärmepumpe haben. Einige davon können Sie auch selbst steuern und so die Effizienz zusätzlich verbessern. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Unterschied zwischen der Temperatur der Wärmequelle und der benötigten Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe und desto geringer fällt der Stromverbrauch aus.

    Temperaturen als Einflussfaktor für den Wirkungsgrad der Wärmepumpe

    Der Wirkungsgrad und Stromverbrauch einer Wärmepumpe hängen maßgeblich sowohl von der Temperatur der Wärmequelle als auch von der Vorlauftemperatur des Heizsystems ab.

    • Luft-Wärmepumpen: Die Effizienz von Luft-Wasser-Wärmepumpen schwankt mit der Außentemperatur. Bei Minusgraden sinkt der Wirkungsgrad zwar ab, bleibt aber auch dann noch deutlich über dem Wirkungsgrad konventioneller Heizungsarten.
    • Erdwärmepumpen: Sole-Wasser-Wärmepumpen profitieren von ganzjährig konstanten Temperaturen um 10 °C im Erdreich und erreichen dadurch einen stabileren, höheren Wirkungsgrad.
    • Grundwasser-Wärmepumpen: Wasser-Wasser-Wärmepumpen nutzen die konstant hohe Temperatur des Grundwassers (ca. 12 °C) und erzielen damit die höchsten Wirkungsgrade aller Wärmepumpentypen.
    Grafik: Die verschiedenen Arten von Wärmepumpen – Luft-Wasser, Sole-Wasser und Wasser-Wasser – und ihr Einfluss auf den Wirkungsgrad.

    Wirkungsgrad der Wärmepumpe bei 0 Grad und Minusgraden

    Eine der häufigsten Fragen lautet: Wie effizient arbeitet eine Wärmepumpe im Winter? Die Antwort: Auch bei niedrigen Außentemperaturen bleibt der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe deutlich über dem einer Gas- oder Ölheizung. Die folgende Tabelle zeigt typische COP-Werte einer Luft-Wasser-Wärmepumpe bei verschiedenen Außentemperaturen (Vorlauftemperatur 35 °C):

    Außentemperatur Typischer COP (Luft-Wasser-WP) Wirkungsgrad in %
    +10 °C 4,0–5,0 400–500 %
    +5 °C 3,5–4,5 350–450 %
    0 °C 2,5–3,5 250–350 %
    −5 °C 2,0–3,0 200–300 %
    −10 °C 1,8–2,5 180–250 %
    −15 °C 1,5–2,0 150–200 %

    Selbst bei −10 °C erzeugt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe also aus 1 kWh Strom noch mindestens 1,8 kWh Wärme – eine Gasheizung kommt bestenfalls auf 0,98 kWh. Bei extremen Minusgraden unter −15 °C springt bei den meisten Geräten ein integrierter Heizstab zur Unterstützung an. Dieser macht jedoch im Jahresverlauf typischerweise nur 1 bis 2 % des gesamten Energieverbrauchs aus. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen sind von der Außentemperatur praktisch unabhängig und behalten ihre hohe Effizienz das ganze Jahr über bei.

    Checkmark

    Experten-Tipp: Die Menge des Kältemittels bleibt im Kreislauf konstant. Was sich verändert, ist der Druck und Energieaufwand, mit dem das Kältemittel im Kreisprozess betrieben wird – und damit direkt der Stromverbrauch. Je größer die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizsystem, desto mehr Strom benötigt der Kompressor. Moderne natürliche Kältemittel wie R290 (Propan) verbessern die Effizienz zusätzlich und werden mit einem 5 % Effizienzbonus bei der Förderung belohnt.

    Wirkungsgrad der Luft-Wasser-Wärmepumpe

    Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist der mit Abstand am häufigsten installierte Wärmepumpentyp in Deutschland. Ihr Wirkungsgrad schwankt stärker als bei Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen, da die Außenluft als Wärmequelle saisonalen Temperaturschwankungen unterliegt. Typische Werte im Überblick:

    • COP unter Normbedingungen (A7/W35): 3,5 bis 5,0
    • Jahresarbeitszahl (JAZ) im realen Betrieb: 2,8 bis 4,0
    • Wirkungsgrad im Jahresmittel: 280 bis 400 %

    Trotz der geringeren Spitzenwerte im Vergleich zu Erdwärme- oder Grundwasser-Wärmepumpen bleibt die Luft-Wasser-Wärmepumpe für die meisten Einfamilienhäuser die beste Wahl: Die Installationskosten sind deutlich niedriger, es sind keine Bohrungen oder Genehmigungen nötig, und die Effizienz reicht für gut gedämmte Gebäude mit Niedertemperatur-Heizsystemen vollkommen aus. Erfahren Sie mehr über die Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe.

    Vorlauftemperatur und ihr Einfluss auf die Effizienz

    Neben der Wärmequelle spielt die Vorlauftemperatur eine entscheidende Rolle. Typische Vorlauftemperaturen im Vergleich:

    • Flächenheizungen wie Fußbodenheizungen benötigen nur etwa 35 °C
    • Moderne Heizkörper arbeiten mit 45 bis 55 °C
    • Alte Heizkörper brauchen teilweise über 60 °C
    Checkmark

    Experten-Tipp: In Gebäuden mit hohem Heizwärmebedarf oder alten Heizkörpern kann eine sogenannte Hochtemperatur-Wärmepumpe sinnvoll sein. Diese Systeme erreichen Vorlauftemperaturen von bis zu 80 °C und eignen sich daher auch für unsanierte Altbauten. Allerdings benötigen sie dafür mehr Strom und weisen einen niedrigeren Wirkungsgrad auf. Wir raten dazu, immer eine Sanierung voranzustellen und in diesem Zuge eine Wärmepumpe einzubauen.

    Der energetische Zustand des Gebäudes

    Ein gut gedämmtes Haus benötigt generell weniger Heizenergie und ermöglicht niedrigere Vorlauftemperaturen – und genau das steigert die Effizienz der Wärmepumpe. Einfluss auf die benötigte Heizenergie haben u. a.:

    • Qualität der Gebäudedämmung
    • Zustand der Fenster
    • Dichtigkeit der Gebäudehülle
    • Isolierung der Heizungsrohre

    Je besser das Verhältnis zwischen Dämmung und eingesetzter Energie, desto weniger muss die Wärmepumpe heizen, um die gewünschten Temperaturen zu erreichen. Weniger Wärme entweicht über Schwachstellen – und der Wirkungsgrad der Wärmepumpe steigt spürbar.

    Wirkungsgrad Wärmepumpe Diagramm – je geringer der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur, desto effizienter kann der Strom genutzt werden.

    So optimieren Sie den Wirkungsgrad der Wärmepumpe

    Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe erreicht bei der Beheizung gut gedämmter Gebäude Spitzenwerte. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie die Effizienz steigern sowie Ihren Energieverbrauch und Ihre Heizkosten senken.

    Niedrige Vorlauftemperatur wählen

    Eine Absenkung der Vorlauftemperatur um nur 5 °C erhöht den Wirkungsgrad bereits um etwa 10 %. Besonders effizient arbeiten Wärmepumpen mit:

    • Fußbodenheizung (35 °C Vorlauftemperatur)
    • Wandheizung
    • Niedertemperatur-Heizkörpern
    Die optimal eingestellte Heizkurve für einen bestmöglichen Wirkungsgrad von Wärmepumpen

    Gebäudedämmung verbessern

    Eine gute Dämmung reduziert nicht nur den allgemeinen Wärmebedarf, sondern ermöglicht auch niedrigere Vorlauftemperaturen. Zu den effektivsten Maßnahmen zählen:

    Checkmark

    Experten-Tipp: Auch bei einem Altbau kann der Einsatz einer Wärmepumpe sinnvoll sein. Idealerweise kombinieren Sie den Heizungstausch mit Dämmmaßnahmen – so profitieren Sie doppelt: niedrigere Vorlauftemperaturen und ein höherer Wirkungsgrad.

    Regelmäßige Wartung und optimale Einstellung

    Die Wärmeleistung und der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe können durch regelmäßige Wartung bestens unterstützt werden. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:

    • Hydraulischer Abgleich des Heizungssystems
    • Korrekte Einstellung der Heizkurve
    • Regelmäßige Wartung durch einen Fachbetrieb
    • Entlüftung der Heizungsanlage
    Wartung einer Wärmepumpe – regelmäßige Überprüfung sichert die Heizleistung und Effizienz.

    Stromverbrauch der Wärmepumpe aus dem Wirkungsgrad berechnen

    Der Wirkungsgrad bzw. die Jahresarbeitszahl (JAZ) Ihrer Wärmepumpe bestimmt direkt, wie viel Strom Sie zum Heizen benötigen. Mit einer einfachen Formel können Sie den jährlichen Stromverbrauch berechnen:

    Stromverbrauch (kWh) = Heizwärmebedarf (kWh) ÷ JAZ

    Beispielrechnung: Ein Einfamilienhaus mit einem Heizwärmebedarf von 15.000 kWh pro Jahr und einer Wärmepumpe mit einer JAZ von 4 benötigt: 15.000 kWh ÷ 4 = 3.750 kWh Strom pro Jahr.

    JAZ Stromverbrauch bei 15.000 kWh Wärmebedarf Stromkosten pro Jahr (bei 0,30 €/kWh)
    2,5 6.000 kWh ca. 1.800 €
    3,0 5.000 kWh ca. 1.500 €
    3,5 4.286 kWh ca. 1.286 €
    4,0 3.750 kWh ca. 1.125 €
    5,0 3.000 kWh ca. 900 €

    Die Tabelle zeigt deutlich: Jeder Punkt mehr bei der JAZ spart bares Geld. Deshalb lohnt es sich, in die Optimierung des Wirkungsgrads zu investieren – etwa durch niedrige Vorlauftemperaturen, gute Dämmung und die richtige Wärmepumpenart. Nutzen Sie unseren Wärmepumpe-Rechner, um Ihre individuellen Kosten zu ermitteln.

    Bis zu 70 % Förderung für Ihre Wärmepumpe sichern

    Die Bundesregierung unterstützt im Rahmen des BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) den Einbau effizienter Wärmepumpen mit attraktiven Förderungen. Sie können aktuell von folgenden Zuschüssen durch die KfW-Heizungsförderung (Zuschuss Nr. 458) profitieren:

    Hinweis: Im Rahmen des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG), das voraussichtlich Mitte 2026 in Kraft treten soll, können sich die Förderbedingungen ändern. Die BEG-Förderung bleibt jedoch bis mindestens 2029 bestehen. Die folgenden Angaben gelten Stand März 2026.

    Grundförderung und Boni

    • 30 % Grundförderung für alle Wärmepumpen mit einer Jahresarbeitszahl (JAZ) über 3,0
    • 20 % Geschwindigkeitsbonus beim Austausch funktionstüchtiger Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizungen sowie mindestens 20 Jahre alter Gas- oder Biomasseheizungen (nur für selbstnutzende Eigentümer; ab 2029 sinkt der Bonus alle zwei Jahre um 3 %, ab 2037 entfällt er)
    • 30 % Einkommensbonus für selbst nutzende Eigentümer mit einem Haushaltseinkommen unter 40.000 €
    • 5 % Effizienzbonus für Wärmepumpen, die als Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser nutzen oder ein natürliches Kältemittel (z. B. Propan R-290) einsetzen
    Checkmark

    Experten-Tipp: Die Experten von Enter können Sie bei diesem Prozess begleiten und sicherstellen, dass Sie das Maximum aus der Förderung für Ihre Wärmepumpe herausholen – inklusive kompletter Antragsstellung.

    Die Boni sind kombinierbar, sodass Sie maximal 70 % der förderfähigen Kosten als Zuschuss erhalten können. Bei einer Wohneinheit werden Kosten bis zu 30.000 € berücksichtigt. Darüber hinaus steht der zinsgünstige KfW-Ergänzungskredit (KfW 358/359) mit bis zu 120.000 € pro Wohneinheit zur Finanzierung des Heizungstauschs zur Verfügung.

    Voraussetzungen für die Förderung

    • Mindest-Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0
    • Bei Luft-Wärmepumpen: Geräuschemission mindestens 10 Dezibel unter den Grenzwerten der EU-Ökodesign-Verordnung (seit Anfang 2026 verschärft, zuvor 5 dB)
    • Wärmepumpe muss das Label „SG Ready" (Smart Grid Ready) erfüllen
    • Antragstellung vor Beginn der Maßnahme
    • Durchführung durch Fachunternehmen
    • Einbindung eines zertifizierten Energieeffizienz-Experten
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    FAQ

    Welche Wärmepumpe hat den besten Wirkungsgrad?

    Wasser-Wasser-Wärmepumpen erreichen mit einem Wirkungsgrad von 400 bis 500 % (COP 4,0–5,0) die höchste Effizienz, da sie ganzjährig konstante Quellentemperaturen von etwa 12 °C nutzen können. Sole-Wasser-Wärmepumpen erreichen 350 bis 450 %, Luft-Wasser-Wärmepumpen 250 bis 350 % und Luft-Luft-Wärmepumpen 250 bis 300 %. Für die meisten Einfamilienhäuser bietet die Luft-Wasser-Wärmepumpe jedoch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, da keine aufwendigen Bohrungen oder Genehmigungen nötig sind.

    Wie hoch ist der Wirkungsgrad von Wärmepumpen?

    Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe variiert je nach Bauart sowie Einsatzbedingungen und liegt typischerweise zwischen 250 und 500 %. Das bedeutet, dass aus einer Kilowattstunde Strom 2,5 bis 5 Kilowattstunden Wärme erzeugt werden können. Die genaue Effizienz hängt von der Wärmequelle, der benötigten Vorlauftemperatur und dem energetischen Zustand des Gebäudes ab. Gemessen wird der Wirkungsgrad über den COP (Momentaufnahme unter Testbedingungen) und die JAZ (reale Effizienz im Jahresverlauf).

    Welche Heizung hat den höchsten Wirkungsgrad?

    Wärmepumpen erreichen mit 250 bis 500 % den mit Abstand höchsten Wirkungsgrad aller Heizsysteme. Zum Vergleich: Moderne Gasbrennwertheizungen kommen auf maximal 98 %, Öl-Brennwertkessel auf 85 bis 92 % und alte Ölheizungen nur auf 70 bis 75 %. Der Wirkungsgrad von Wärmepumpen ist deshalb so viel höher, weil sie rund 75 % kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser nutzen und nur den verbleibenden Anteil als Strom benötigen.

    Wie effizient ist eine Wärmepumpe bei 0 Grad?

    Auch bei 0 Grad arbeiten Wärmepumpen noch effizient. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen dann typischerweise einen COP von 2,5 bis 3,5 – das entspricht einem Wirkungsgrad von 250 bis 350 %. Selbst bei −10 °C liegt der COP noch bei 1,8 bis 2,5 und übertrifft damit jede Gas- oder Ölheizung. Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen sind von der Außentemperatur praktisch unabhängig und behalten ihre hohe Effizienz das ganze Jahr über bei.

    Wie hoch ist der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe im Winter?

    Im Winter sinkt der Wirkungsgrad von Luft-Wasser-Wärmepumpen je nach Außentemperatur, bleibt aber deutlich über dem fossiler Heizsysteme. Bei typischen Wintertemperaturen von 0 bis 5 °C liegt der COP bei 2,5 bis 4,5 (250–450 %). Bei extremen Minusgraden unter −15 °C springt bei den meisten Geräten ein integrierter Heizstab zur Unterstützung an – dieser macht im Jahresverlauf jedoch nur etwa 1 bis 2 % des gesamten Energieverbrauchs aus. Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Wärmepumpen sind im Winter genauso effizient wie im Sommer, da ihre Wärmequellen temperaturstabil sind. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Wärmepumpe im Winter.

    Bei welchen Temperaturen ist eine Wärmepumpe am effektivsten?

    Wärmepumpen arbeiten am effektivsten, wenn die Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und benötigter Heiztemperatur möglichst gering ist. Niedrige Vorlauftemperaturen um 35 °C – wie bei einer Fußbodenheizung – in Kombination mit einer möglichst warmen Wärmequelle sorgen für ein optimales Ergebnis. Bereits eine Absenkung der Vorlauftemperatur um 5 °C steigert den Wirkungsgrad um etwa 10 %.

    Was ist besser, Brennwert-Heizung oder Wärmepumpe?

    Eine Wärmepumpe ist bei der Wärmeerzeugung in Sachen Effizienz klar überlegen. Während moderne Brennwert-Heizungen maximal einen Wirkungsgrad von 98 % erreichen können, kommen Wärmepumpen auf 250 bis 500 %. Das liegt daran, dass Brennwert-Heizungen ihre Energie ausschließlich aus der Verbrennung von Gas oder Öl gewinnen, während Wärmepumpen zusätzlich kostenlose Umweltwärme nutzen. Auch bei den Betriebskosten und in puncto Umweltfreundlichkeit haben Wärmepumpen die Nase vorn, besonders wenn sie mit Ökostrom oder einer eigenen Photovoltaikanlage betrieben werden. Als neutrale Plattform vergleichen wir für Sie die besten Angebote für Ihre Wärmepumpe und sichern Ihnen durchschnittlich 5.800 € Ersparnis sowie die maximal mögliche Förderung.

    Wie kann man den Wirkungsgrad einer Wärmepumpe berechnen?

    Der Wirkungsgrad einer Wärmepumpe wird über den COP (Coefficient of Performance) berechnet: COP = Erzeugte Heizwärme (kWh) ÷ Benötigter Strom (kWh). Erzeugt eine Wärmepumpe beispielsweise 4 kWh Wärme aus 1 kWh Strom, beträgt der COP 4,0 – das entspricht einem Wirkungsgrad von 400 %. Für die reale Effizienz über ein ganzes Jahr nutzt man die Jahresarbeitszahl (JAZ): JAZ = Erzeugte Heizwärme pro Jahr (kWh) ÷ Benötigter Strom pro Jahr (kWh). Den jährlichen Stromverbrauch können Sie mit der Formel Heizwärmebedarf (kWh) ÷ JAZ = Stromverbrauch (kWh) abschätzen.

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