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    Einblasdämmung: Einfach und günstig dämmen

    Heiße Sommertage und klirrend kalte Winternächte – gerade im Altbau bekommen Bewohner die Außentemperaturen auch in den eigenen vier Wänden zu spüren, denn im Gegensatz zu neuen Gebäuden besitzt ein Altbau oft nur eine unzureichende Dämmung. Das äußert sich im Sommer durch erhöhte Innentemperaturen, im Winter durch einen hohen Wärmeverlust und dementsprechend hohe Heizkosten. Im schlimmsten Fall kann eine fehlende Wärmedämmung zur Schimmelbildung beitragen. Glücklicherweise können auch im Altbau Maßnahmen ergriffen werden, um die Dämmung des Hauses zu verbessern und eine der beliebtesten Methoden hierfür ist die sogenannte Einblasdämmung, die in der Fachterminologie auch als Kerndämmung bezeichnet wird.

    In diesem Beitrag erfährst du, für welche Gebäude sich die Einblasdämmung eignet, wie sie durchgeführt wird und mit welchen Kosten gerechnet werden sollte. Auch die Fördermöglichkeiten dieser Dämmung werden erläutert.

    Das Thema kurz und kompakt

    Checkmark

    Bei der Einblasdämmung handelt es sich um eine Hohlraumdämmung, die auch als Kerndämmung bezeichnet wird. Hierbei wird der Dämmstoff mit einer Einblasmaschine in einen Hohlraum eingeblasen.

    Checkmark

    Die Einblasdämmung wird für die Sanierung von Altbauten eingesetzt und ist dort die schnellste und günstigste Dämmmethode.

    Checkmark

    Sie eignet sich für Fassaden mit zweischaligem Mauerwerk, Keller oder Dächer, wo ein Hohlraum geschaffen werden kann oder bereits vorhanden ist. An Dächern kann – je nach Bauart – die Aufblasdämmung auch auf die oberste Geschossdecke angewandt werden.

    Checkmark

    Durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle kann die Einblasdämmung ab 2024 mit bis zu 30 % gefördert werden.

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    Enter berät dich in allen Fragen rund um die Einblasdämmung, erstellt einen individuellen Sanierungsfahrplan, hilft bei der Förderung und der Suche nach geeigneten Fachbetrieben in deiner Nähe.

    Was genau versteht man unter Einblasdämmung?

    Die Einblasdämmung – auch Kerndämmung genannt – beschreibt eine Dämmart, bei der lose Dämmstoffe mithilfe einer Einblasmaschine in einen Hohlraum geblasen werden. Dabei kommen unterschiedliche Dämmstoffe zum Einsatz, die verschiedene Eigenschaften und Anwendungsgebiete haben. Beispiele für verwendete Materialien sind Kork, Holzfasern, Glas- oder Steinwollgranulat, Mineralschaum, Polyurethan oder auch eine Zellulose-Einblasdämmung. Grundsätzlich gilt: Je größer der Hohlraum, desto effektiver ist der Wärmeschutz der Dämmung. Eine Einblasdämmung sorgt ebenfalls für guten Schallschutz.

    Einsatzbereiche und Gebäudeteile

    Bei der Einblasdämmung handelt es sich um eine Hohlraumdämmung, die nicht an einen bestimmten Teil des Hauses gebunden ist. Sofern ein ausreichender Hohlraum vorhanden ist oder geschaffen werden kann, kann die Einblasdämmung für eine Wand oder auch den Keller verwendet werden. Die Voraussetzung dafür ist ein zweischaliges Mauerwerk mit einem Hohlraum von mindestens dreieinhalb cm. Je nach Material kann die Dämmung für das Dach auch an der oberen Geschossdecke angebracht werden, sodass hier nicht in jedem Fall ein Hohlraum notwendig ist. Soll die Einblasdämmung für die Fassade genutzt werden, ist das nicht in jedem Fall möglich. Oft finden sich im südlichen Teil des Landes überwiegend einschalige Mauerwerke, während das benötigte zweischalige Sandsteinmauerwerk oder die hinterlüftete Klinkerfassade häufiger im Norden und in Meeresnähe zu finden ist, da diese besser vor hoher Luftfeuchtigkeit schützen.

    Überall dort, wo ein ausreichender Hohlraum zur Verfügung steht und die Materialien, welche an die Luftschicht angrenzen, für eine solche Dämmung geeignet sind, kann die Einblasdämmung zum Einsatz kommen. Das gilt für Fassaden mit entsprechendem Mauerwerk sowie Dächer und Keller. Im Falle eines Daches kann entweder ein Hohlraum geschaffen oder eine geeignete Dämmung direkt auf die obere Geschossdecke angebracht werden. Bei einem Keller verhält es sich ähnlich – hier wird ein vorhandener Hohlraum ausgenutzt oder geschaffen. In einem Neubau ist eine Einblasdämmung nicht sinnvoll, da feste Dämmstoffe meist effektiver sind, um Energie zu sparen und sowohl Kälte als auch Wärme aus den eigenen vier Wänden fernzuhalten. Diese Dämmung wird bereits beim Bau des Hauses bedacht und installiert.

    Unterschiedliche Methoden der Kerndämmung bei Neu- und Altbau

    Wie läuft eine Einblasdämmung ab?

    Ist bereits ein breiter Hohlraum für eine ausreichende Dämmschicht vorhanden, so kann direkt mit der Einblasdämmung begonnen werden. Das trifft auf Außenwände zu, die einen Hohlraum besitzen, der die Einblasdämmung spezifische Mindestdicke von dreieinhalb cm erreicht. Besitzt die Fassade oder auch die Kellerdecke eine ausreichende Luftschicht im Hohlraum, kommt eine sogenannte Kern-Einblasdämmung zum Einsatz. Eine nicht begehbare Geschossdecke kann mit einer losen Schüttung gedämmt werden. Muss in der Geschossdecke dagegen ein Hohlraum kreiert werden, geschieht das häufig mithilfe von Hartfaserplatten. Eine Dachschräge eignet sich ebenso für Hartfaserplatten oder für den Einsatz von Dämmsäcken. Muss für die Einblasdämmung in der Kellerdecke ein Hohlraum nachträglich erzeugt werden, findet das meist über eine Balkenkonstruktion statt, die genügend Platz für eine ausreichende Dämmung bietet. Alternativ können an dieser Stelle jedoch auch Dämmplatten angebracht werden, was in manchen Fällen den geringeren Aufwand darstellt.

    Im nächsten Schritt erfolgt die Einblasdämmung mit dem gewählten Material. Dazu werden häufig kleine Testbohrungen durchgeführt, um zu prüfen, ob eine durchgehende Luftschicht vorhanden ist. Ist dies der Fall, werden im Anschluss die Löcher gebohrt, durch die das Dämmmaterial mithilfe einer luftbetriebenen Einblasmaschine in den vorhandenen oder geschaffenen Hohlraum geblasen wird. Anschließend werden die Öffnungen wieder versiegelt. Bei guter Vorbereitung kann die Dämmung häufig an nur einem Tag abgeschlossen werden, sodass keine lang anhaltende Baustelle entsteht. Der Einsatz von einem Gerüst ist bis zu einer gewissen Höhe ebenfalls nicht notwendig. Die schnelle und problemlose Abwicklung macht die Einblasdämmung für Hauseigentümer besonders attraktiv.

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    Einblasdämmung: Die Vor- und Nachteile

    Vorteile Nachteile
    Sehr gute Wärme- und Schalldämmung Nicht so effizient wie andere, preisintensivere Dämmmethoden
    Preisgünstiger als andere Dämmmethoden Nicht überall anwendbar
    Schnell und leicht umzusetzen Schadensbehebung kann aufwendig ausfallen
    Generelle Optik bleibt erhalten Möglichkeit der Kondensation der Luftfeuchtigkeit
    Verbesserung des Brandschutzes Muss meist von Fachpersonal durchgeführt werden
    Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

    Einblasdämmung: Die beste Dämmung für die Altbausanierung

    Die Einblasdämmung ist für den Altbau die beste Möglichkeit zur Sanierung. Besonders attraktiv an dieser Lösung ist für Hausbesitzer der günstige Preis. Hier gibt es zwar – abhängig vom gewählten Material — preisliche Unterschiede, jedoch liegen die Einblasdämmungskosten weit unter denen der Alternativen. Für ähnlich effektive Dämmmethoden müssen Hausbesitzer einen bis zu zehnfachen Preis veranschlagen, wobei die tatsächlichen Kosten von den Maßnahmen und Materialien abhängen. Nebenbei ist die Einblasdämmung ohne großen Aufwand installiert, sodass die Sanierung schnell durchgeführt werden kann. Wenn ein ausreichend großer Hohlraum bereits vorhanden ist, kann die Dämmung sogar direkt eingeblasen werden. Auch für die Erschaffung des passenden Raums hält sich der Aufwand im Vergleich zu anderen Methoden in Grenzen. Gleichzeitig werden außerdem die Schalldämmung und der Brandschutz verbessert. Da die Einblasdämmung einzig auf einen Hohlraum angewandt wird, der von außen nicht sichtbar ist, entsteht ein weiterer großer Vorteil für Altbaubesitzer – die Optik des Gebäudes bleibt erhalten. Natürlich hat die Einblasdämmung auch verschiedene Nachteile, doch in den meisten Fällen überwiegt das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Methode gegenüber den teuren Alternativen.

    Diese Kosten sind für die Einblasdämmung zu erwarten

    Im Gegensatz zu anderen Dämmarten, die für die Sanierung eines Altbaus infrage kommen, fallen die Einblasdämmungskosten wesentlich geringer aus. Je nachdem, welches Material gewählt wird, können Hausbesitzer die Dämmstoffe bereits sehr günstig erhalten. Hinzu kommen die Kosten für den handwerklichen Aufwand, die je nach Gebäudeteil variieren können. In einer ausführlichen Energieberatung kannst du dich durch Enter zu den verschiedenen Dämmmöglichkeiten und die zu erwartenden Kosten beraten lassen.

    Welche Förderung und Zuschüsse gibt es?

    Hausbesitzer eines Altbaus können bei der Sanierung für die Einblasdämmung eine Förderung erhalten. Diese wird im Rahmen des Programms Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergeben. Dabei wird die Einblasdämmung mit 15 % gefördert. Dies kann sogar um 5 % gesteigert werden, wenn die vorzunehmende Dämmung von einem zertifizierten Energieberater empfohlen wurde und in einem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erwähnt wird. Die Voraussetzung für eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist ein Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) von mindestens 0,20 W/(m²K) für eine Außenwand.

    Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet das zinsgünstige Förderdarlehen 261 an, durch das Eigentümer bei der energetischen Sanierung des Hauses unterstützt werden.

    Einblasdämmung selber machen oder Fachbetrieb beauftragen?

    Bei der Installation einer Einblasdämmung in der Fassade handelt es sich um ein komplexes Sanierungsprojekt, das die Bausubstanz des Hauses betrifft. Um die Einblasdämmung mit einer Einblasmaschine zu installieren, sind Löcher in der Fassade oder auch im Fundament notwendig. Wird diese Sanierung unsachgemäß durchgeführt, kann Feuchtigkeit in die Zwischenräume gelangen und dort zur Schimmelbildung beitragen. Letztendlich können die Reparaturarbeiten solcher Schäden sogar die ursprünglichen Kosten einer professionellen Einblasdämmung überschreiten. Für Arbeiten an der Fassade sollten demnach professionelle Handwerker beauftragt werden.

    Soll hingegen der Dachstuhl oder der Keller saniert werden, können handwerklich begabte Eigentümer in Absprache mit dem Fachbetrieb gern die Vorarbeit leisten, beispielsweise durch die Installation einer geeigneten Holzkonstruktion. Jedoch sind die Kosten für diese Arbeiten je nach Anbieter meist so gering, dass es nicht lohnenswert ist, die Sanierung eigenhändig durchzuführen.

    Fazit: Mit Enter die optimale Dämmung durchführen

    Die Einblasdämmung im Altbau ist die schnellste und kostengünstigste Form der Sanierung, um Energie zu sparen und die Behaglichkeit in den Wohnräumen zu steigern. Zusätzlich können Eigentümer bei der Einblasdämmung von der Förderung des BAFA profitieren. Falls du unsicher bist, ob diese Dämmmethode auch für deinen Altbau infrage kommt oder du ein Unternehmen für Einblasdämmung in der Nähe suchst, kannst du die ausführliche Energieberatung von Enter in Anspruch nehmen. Wir nehmen dein Gebäude unter die Lupe und finden die beste und günstigste Dämmmethode für deine Bedürfnisse. Zudem bieten wir einen Förderservice und die Ausarbeitung eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), mit dem deine Einblasdämmung mit bis zu 35 % vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert werden kann. Außerdem kümmern wir uns darum, dass du spezialisierte Handwerker für Einblasdämmung in Berlin oder deiner Nähe findest. Bei Enter sind deine Fragen und Belange rund um das Thema Einblasdämmung in den richtigen Händen.

    FAQ mit Fragen und Antworten zum Thema

    Was kostet eine Einblasdämmung?

    Die Kosten für eine Einblasdämmung hängen von der Dämmstoffart, der Fläche und dem Aufwand ab. Im Durchschnitt ist das Material einer Einblasdämmung günstiger als das Material für andere Dämmarten. Über die genauen Kosten informiert eine Energieberatung.

    Welche Einblasdämmung ist die beste?

    Die „beste“ Einblasdämmung hängt von den Anforderungen ab. Zellulose eignet sich für ökologische Dämmung von Innenwänden, Glaswolle für Wärme- und Schalldämmung, EPS-Perlen bieten leichte Dämmung. Wichtig ist, den passenden Dämmstoff entsprechend den Bedürfnissen und der Bausubstanz zu wählen.

    Was bringt eine Einblasdämmung?

    Eine Einblasdämmung verbessert die Wärme- und Schalldämmung von Gebäuden. Sie verringert Wärmeverluste im Winter und Hitze im Sommer, senkt Energiekosten, steigert den Wohnkomfort und reduziert Lärm von außen. Zudem schützt sie vor Feuchtigkeit, verhindert Kondensationsprobleme und trägt zur Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei.

    Kann Schimmel bei Einblasdämmung zum Problem werden?

    Bei unsachgemäßer Einblasdämmung kann Schimmel entstehen. Wenn Feuchtigkeit in der Dämmschicht eingeschlossen wird oder unzureichende Belüftung besteht, kann Schimmelwachstum begünstigt werden. Deshalb ist fachgerechte Planung, Dampfsperren- und Feuchtigkeitsmanagement wichtig, um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden und ein gesundes Raumklima zu erhalten.

    Ist eine Einblasdämmung förderfähig?

    Ja. Eine Einblasdämmung kann durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ab 2024 mit bis zu 15 % gefördert werden. Ist ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vorhanden, welcher die Verarbeitung von Einblasdämmung vorsieht, können sogar bis zu 20 % gefördert werden.